Das Wichtigste in Kürze
- Selbstständige und Freiberufler können frei zwischen GKV und PKV wählen – unabhängig vom Einkommen.
- Für junge, gesunde Selbstständige ist die PKV oft attraktiv.
- Wichtig ist ein passendes Krankentagegeld, da es keine Lohnfortzahlung gibt.
- Über Selbstbeteiligung und Tarif lässt sich der Beitrag gut steuern.

Selbstständige haben die freie Wahl
Anders als Angestellte sind Selbstständige nicht an die Versicherungspflichtgrenze gebunden: Sie können sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern. Damit steht ihnen die PKV unabhängig von der Einkommenshöhe offen – eine wichtige Gestaltungsmöglichkeit gerade in der Gründungsphase.
PKV oder freiwillige GKV?
In der freiwilligen GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen, mindestens aber nach einer festgelegten Bemessungsgrundlage – auch in einkommensschwachen Monaten. In der PKV zahlen Sie einen leistungsabhängigen Beitrag, der bei guter Gesundheit attraktiv ist. Für Familien mit nur einem Verdiener kann die GKV wegen der Familienversicherung dennoch günstiger sein.
Krankentagegeld nicht vergessen
Selbstständige haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Fallen Sie länger krankheitsbedingt aus, fehlt das Einkommen. Ein Krankentagegeld schließt diese Lücke und sollte fester Bestandteil der Absicherung sein – mit einer Karenzzeit, die zu Ihren Rücklagen passt.
Absicherung für Selbstständige
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Krankenversicherung in der Gründungsphase
Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit ist das Einkommen oft niedrig und schwankend. In der freiwilligen GKV gilt dann eine Mindestbemessungsgrundlage, sodass auch bei wenig Umsatz ein spürbarer Beitrag fällig wird. Die PKV bietet planbare Beiträge unabhängig vom Umsatz. Wer gründet, sollte beide Wege durchrechnen und dabei die langfristige Entwicklung, nicht nur die Startphase, betrachten.
Warum sich persönliche Beratung lohnt
Die Krankenversicherung begleitet Sie ein Leben lang, und viele Entscheidungen sind nur schwer rückgängig zu machen. Eine persönliche Beratung hilft, Tarife objektiv zu vergleichen, Leistungslücken zu erkennen und Fehler zu vermeiden, die später teuer werden. Achten Sie darauf, dass die Beratung Ihre persönliche Situation – Einkommen, Familie, Gesundheit und Berufsplanung – in den Mittelpunkt stellt und nicht einzelne Produkte. So treffen Sie eine Entscheidung, die langfristig zu Ihnen passt.
So steuern Sie Ihren Beitrag
In der PKV beeinflussen Sie den Beitrag aktiv: über die Selbstbeteiligung, den Leistungsumfang und einen Beitragsentlastungstarif fürs Alter. Da Selbstständige den Beitrag allein tragen, lohnt sich eine sorgfältige Tarifwahl besonders – ebenso der Aufbau von Rücklagen für einkommensschwächere Phasen.
Krankentagegeld und Vorsorge fürs Alter
Selbstständige sind nicht an die Versicherungspflichtgrenze gebunden und können frei zwischen freiwilliger GKV und PKV wählen. Da kein Arbeitgeber den Lohn fortzahlt, ist ein Krankentagegeld zur Einkommensabsicherung besonders wichtig – mit passender Karenzzeit. Fürs Alter empfiehlt sich ein Beitragsentlastungstarif, da der Arbeitgeberzuschuss entfällt und Selbstständige den vollen Beitrag selbst tragen.
PKV oder freiwillige GKV im Vergleich
| Kriterium | PKV | freiwillige GKV |
|---|---|---|
| Beitrag | einkommensunabhängig, gesundheitsabhängig | einkommensabhängig (auch Miet- und Kapitaleinkünfte) |
| Leistungen | vertraglich garantiert | gesetzlich geregelt, änderbar |
| Krankentagegeld | individuell ab gewünschtem Tag | Krankengeld ab der 7. Woche (mit Wahltarif früher) |
| Kinder | eigener Beitrag je Kind | in der Regel beitragsfrei familienversichert |
Krankentagegeld nicht vergessen
Selbstständige haben keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Vereinbaren Sie ein Krankentagegeld, das ab dem gewünschten Tag Ihren Verdienstausfall bei längerer Krankheit ausgleicht – sonst entsteht schnell eine gefährliche Einkommenslücke.
Beitrag im Alter mitdenken
Bei Selbstständigen mit gutem Einkommen ist die PKV oft leistungsstark und günstig. Planen Sie aber die Beitragsentwicklung im Alter ein und nutzen Sie Bausteine zur Beitragsentlastung, damit der Schutz dauerhaft bezahlbar bleibt.
Was die private Krankenversicherung für Selbstständige kostet
Die Kosten hängen von Alter, Gesundheit und Leistungsumfang ab. Ein 30-jähriger Selbstständiger mit rund 50.000 Euro Jahreseinkommen zahlt für einen guten Tarif etwa 350 bis 400 Euro im Monat, der durchschnittliche PKV-Beitrag liegt bei rund 620 Euro. Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse ist der Beitrag nicht an das Einkommen gekoppelt, sondern an den Tarif.
Private Krankenversicherung oder gesetzliche Krankenkasse?
In der gesetzlichen Krankenkasse richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen: Rund 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, mindestens aber auf eine fiktive Mindestbemessungsgrundlage. Für gut verdienende Selbstständige ist die private Krankenversicherung daher oft günstiger und leistungsstärker, für Gründer mit geringem Gewinn kann die Kasse zunächst die sichere Wahl sein.
| Kriterium | Private Krankenversicherung | Gesetzliche Krankenkasse |
|---|---|---|
| Beitragsbasis | Alter, Gesundheit, Tarif | Einkommen (Prozentsatz) |
| Krankentagegeld | ab gewünschtem Tag frei wählbar | Krankengeld ab 7. Woche (Wahltarif früher) |
| Beitrag bei wenig Gewinn | bleibt gleich | sinkt mit dem Einkommen |
Wechsel gut überlegen
Ein späterer Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse ist für Selbstständige schwierig. Wählen Sie einen leistungsstarken Anbieter und planen Sie die Beitragsentwicklung im Alter von Anfang an ein.
Häufige Fragen zur PKV für Selbstständige
Was ist für Selbstständige in der PKV wichtig?
Können Selbstständige frei zwischen GKV und PKV wählen?
Ist die PKV für Selbstständige günstiger?
Warum ist Krankentagegeld wichtig?
Wie hoch ist der GKV-Beitrag für Selbstständige?
Wie kann ich den PKV-Beitrag senken?
Was passiert bei schwankendem Einkommen?
Wie bin ich in der Gründungsphase am besten versichert?
Brauche ich als Selbstständiger Krankentagegeld?
Weiterlesen: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.
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