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Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Beamte So sind Beamte bestens abgesichert

Finanzielle Absicherung bei Dienstunfähigkeit

Unbedingt Dienstunfähigkeitsklausel beachten

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Das Wichtigste in K√ľrze

  • Beamte k√∂nnen im Gegensatz zu Angestellten nicht nur berufs- sondern auch dienstunf√§hig werden.
  • Auch Beamte sind durch eine Berufsunf√§higkeitsversicherung abgesichert, jedoch nicht bei einer Dienstunf√§higkeit.
  • Eine Dienstunf√§higkeitsklausel erweitert eine Berufsunf√§higkeitsversicherung speziell f√ľr Beamte.
  • Wir zeigen Ihnen, welche Dienstunf√§higkeitsversicherung (DU) f√ľr Sie am besten ist.

Was versteht man unter Dienstunfähigkeit?

Jeder Beamte kann sich heutzutage gegen Dienstunf√§higkeit privat versichern. Viele Versicherer bieten dieser Berufsgruppe die so genannten Dienstunf√§higkeitsklauseln (Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Beamte) an.

Dies bedeutet f√ľr den versicherten Beamten, dass er die BU-Rente ausgezahlt bekommt, sofern er wegen Dienstunf√§higkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt werden muss.

Die Einstufung und Bewertung der Dienstunf√§higkeit von Beamten unterliegt einem √§u√üerst komplizierten Verfahren. Neben den gesundheitlichen Beeintr√§chtigungen werden auch subjektive Kriterien ber√ľcksichtigt.

Beamte sollen daher bei der privaten BU-Versicherung die Dienstunfähigkeitsklauseln vereinbaren, die genau auf ihre Tätigkeit abgestimmt sind. Nur auf dieser Weise kann eine dauerhafte und zuverlässige BU-Rente garantiert werden.

Ob eine Dienstunf√§higkeit vorliegt, entscheidet der Amtsarzt. Eine allgemeine Dienstunf√§higkeit ist erst gegeben, wenn ausgeschlossen werden kann, dass der Versicherte intern versetzt werden und eine andere T√§tigkeit aus√ľben kann.

Ein verbeamteter Lehrer, der seinen Beruf nicht mehr aus√ľben kann, ist berufsunf√§hig. Ist er jedoch in der Lage, beispielsweise an einer Privatschule weiterhin zu unterrichten, ist er dienstunf√§hig.

Was ist eine Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Beamte?

Beamte k√∂nnen nicht nur berufsunf√§hig, sondern auch dienstunf√§hig werden. Der Unterschied: Dienstunf√§hig ist derjenige, der seinem Beruf nicht mehr als Beamter nachgehen kann, berufsunf√§hig ist der, der seinen Beruf nicht mehr aus√ľben kann. Prinzipiell k√∂nnte ein Kriminalbeamter, der wegen einer Erkrankung f√ľr dienstunf√§hig erkl√§rt wurde, zum Beispiel als Berater in einer privaten Sicherheitsfirma weiterhin arbeiten. In diesem Falle ist er nur dienst- nicht aber berufsunf√§hig und finanzielle Einbu√üen nicht durch eine BU abgesichert.

W√§hrend eine Berufsunf√§higkeit ausschlie√ülich vom Arzt attestiert werden kann, entscheidet bei Beamten der Dienstherr √ľber die Unf√§higkeit zur weiteren Aus√ľbung des Dienstes. Beispiel: W√§hrend der Privatisierung der Post und Telekom wurden tausende Beamte f√ľr dienstunf√§hig erkl√§rt. Da sie in der Privatwirtschaft weiter arbeiten konnten, galten sie jedoch nicht als berufsunf√§hig.

Häufig sind vor allem Berufseinsteiger im Falle einer Dienstunfähigkeit kaum oder unzureichend abgesichert. Selbst bei einer Verbeamtung auf Lebenszeit ist eine ausreichende Absicherung erst nach einer bestimmten Anzahl an Dienstjahren vorhanden. Beamte sollten daher bei der Wahl von Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) auf die sogenannte Dienstunfähigkeitsklausel achten. Denn die normale BU greift bei der Dienstunfähigkeit von Beamten nicht.

Der Unterschied zwischen BU und DU

Grunds√§tzlich muss man eine spezielle DU f√ľr Beamte und eine allgemeine BU mit Dienstunf√§higkeitsklausel unterscheiden. Reine DUs werden nur von relativ wenigen Versicherern angeboten ‚Äď bei den meisten handelt es sich um BU-Policen mit speziellen Klauseln f√ľr Beamte. Diese ist f√ľr Beamte im h√∂ren Dienst sinnvoll, da - vor allem in den ersten Dienstjahren - die maximal versicherbare DU-Rente oftmals bedeutend h√∂her ist, als das Nettoeinkommen. F√ľr Beamte, die sp√§ter eventuell zu einem Job in der freien Wirtschaft wechseln m√∂chten, eignet sich eine BU mit einer Klausel f√ľr Beamte besser.

Wann ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Beamte auf Probe sowie Beamte auf Widerruf haben keinerlei Anspr√ľche auf staatliche Unterst√ľtzung. F√ľr verbeamtete Personen greift die Mindestversorgung erst nach f√ľnf Jahren und steigert sich dann mit zunehmenden Dienstjahren. Das maximale Ruhegehalt nach 40 oder mehr Jahren liegt - je nach Bundesland - bei 72,2 bis 72,6 Prozent vom letzten Gehalt.

Das Risiko sollte nicht untersch√§tzt werden: Statistisch gesehen ist jeder vierte Beamte w√§hrend seiner Laufbahn von einer DU betroffen. Das Risiko h√§ngt dabei nat√ľrlich auch von den Berufsgruppen ab. Beamte in der st√§dtischen Verwaltung ben√∂tigen seltener eine Dienstunf√§higkeitsversicherung als bei der Polizei. Lehrerinnen und Lehrer leiden h√§ufig unter psychischen Erkrankungen w√§hrend Zollbeamte eher durch Unf√§lle beeintr√§chtigt werden.

Besondere Risiko-Berufsgruppen

Dienstunfähigkeitsversicherung Soldaten

F√ľr Soldaten ist es nahezu unabdingbar, sich privat abzusichern. Soldaten sind √ľberdurchschnittlichen Gefahren ausgesetzt, wie z.B. durch Unf√§lle, physische oder psychische Erkrankungen.

Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizisten, Zoll- und Justizbeamte sowie Feuerwehrleute

F√ľr Polizisten, Zollbeamte, Justizbeamte und auch f√ľr Feuerwehrleute gilt das gleiche wie f√ľr Soldaten: Sie sind berufsbedingt h√§ufigeren Gefahren ausgesetzt, egal ob Verkehrspolizei oder Bereitschaft. Auch die psychische Belastung ist bei der Polizei oft sehr hoch. Daher ist eine Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizisten absolut ratsam.

Dienstunfähigkeitsversicherung im Referendariat

W√§hrend der Vorbereitung auf die Beamtenlaufbahn gibt es keinen staatlichen Schutz. Auch m√ľssen mindestens f√ľnf Dienstjahre absolviert werden, um die Mindestzuwendung zu bekommen, die allerdings kaum zum Leben reichen d√ľrfte.

Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Lehrer

Man mag es kaum glauben: Lehrerinnen und Lehrer geh√∂ren zu den Berufsgruppen mit den h√§ufigsten F√§llen von Dienstunf√§higkeit. Vor allem die st√§ndig wachsende psychische Belastung aber auch k√∂rperliche Erkrankungen kommen bei Lehrern immer h√§ufiger vor. Der h√§ufigste Grund f√ľr eine DU von Lehrerinnen und Lehrern sind Depressionen. Daher ist die Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Lehrer besonders sinnvoll.

Ab wann gilt man als dienstunfähig?

Laut Gesetzgeber kann der Dienstherr die Unf√§higkeit erkl√§ren, wenn der Beamte mindestens drei Monate im Zeitraum von sechs Monaten nicht zum Dienst erscheinen konnte und wenn die Dienstunf√§higkeit auch f√ľr die kommenden sechs Monate als erwartet werden kann. Auch kann eine Unf√§higkeit erkl√§rt werden, wenn der zuvor staatliche Arbeitgeber in ein privates Unternehmen umgewandelt wird. In bestimmten F√§llen kann vom Dienstherren auch eine Teilunf√§higkeit festgestellt werden. Der Beamte erh√§lt von seinem Dienstherren eine entsprechende Bescheinigung. Ob und wieviel Ruhegeld dieser bekommt, regelt das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG).

Die staatliche Zuwendung bei der Dienstunfähigkeit lässt sich wie folgt ausrechnen: Anzahl der Dienstjahre x 1,79375. (Abweichungen möglich)

Die Dienstunfähigkeitsklausel

Fachleute unterscheiden zwischen einer "echten" und "unechten" Klausel. Bei der echten Klausel ber√ľcksichtigt der Versicherer die Besonderheiten von Beamten und verzichtet auf eine gesonderte Einzelfallpr√ľfung. Bei der unechten Klausel beh√§lt sich der Versicherer vor, zus√§tzlich zur Dienstunf√§higkeit auch die Berufsunf√§higkeit zu pr√ľfen.

Formulierungsbeispiele echte/unechte DU-Klauseln

Beispiel der Formulierung einer echten DU-Klausel

"Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit“ echte DU-Klausel

Beispiel der Formulierung einer unechten DU-Klausel

"Bei einem Beamten ist die Berufsunfähigkeit nachgewiesen, wenn er vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze ausschließlich infolge seines Gesundheitszustandes wegen dauernder allgemeiner Dienstunfähigkeit entlassen oder in den Ruhestand versetzt worden ist." unechte DU-Klausel

Kosten und Besonderheiten

Da mit zunehmendem Alter und Dienstjahren auch das Ruhegeld zunimmt, kann im Gegensatz zur reinen BU bei der DU angepasst werden, wie viel dem Beamten im Laufe der Jahre die Dienstunf√§higkeitsversicherung kosten wird. Sprich: Der Beamte kann mit dem Versicherer eine Versicherungssumme vereinbaren, die mit zunehmendem Alter sinkt. Diese Anpassung ist in einer Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Beamte sinnvoll, wenn sie mit zunehmendem Alter und somit steigendem Anspruch auf Ruhegeld weniger bezahlen m√∂chten.
Wie hoch die monatlichen Beiträge dabei sind, lässt sich nicht pauschal beantworten.

Hier aber zwei Beispiele:

  • Lehrer am Gymnasium (30 Jahre alt, 1.000 Euro Rente bis 65. Lebensjahr):
    Monatlicher Beitrag: 60 Euro
  • Finanzfachwirt im Finanzamt (30 Jahre alt, 1.000 Euro Rente bis 65. Lebensjahr):
    Monatlicher Beitrag: 44,09 Euro

Man kann jederzeit eine Dienstunf√§higkeitsversicherung k√ľndigen, sowohl ganz als auch teilweise. Bei monatlicher Zahlweise ist eine monatliche K√ľndigung ohne Fristen m√∂glich.

Dienstunfähigkeitsversicherungen im Test

Um die f√ľr Beamte geeigneten Versicherungen zu finden, hat die Stiftung Warentest Dienstunf√§higkeitsversicherungen unter die Lupe genommen:

Versicherer Tarif Testergebnis
Condor SBU C80 sehr gut (0,9)
R+V BUZ BR sehr gut (0,9)
AXA SBU ALVSBV sehr gut (1,1)
AXA BUZ ALVT2 sehr gut (1,1)
Bayerische SBU Protect Prestige 15809 sehr gut (0,9)
AachenM√ľnchener SBU sehr gut (1,3)
Bayerische SBU Protect Komfort 15709 sehr gut (1,3)

Die besten Versicherungen gegen Dienstunfähigkeit getestet von Stiftung Warentest | Quelle: Finanztest 08/2015

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Fazit

Welche Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Sie die beste ist, h√§ngt von Ihrer pers√∂nlichen Situation ab und auch davon, was Sie noch beruflich vorhaben. Eines gilt jedoch f√ľr fast jeden Beamten: Eine Dienstunf√§higkeitsversicherung ist eine gute, g√ľnstige und notwendige Absicherung f√ľr den Fall einer ernsthaften Erkrankung oder Arbeitsunf√§higkeit.

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