Private Pflege­versicherung & Pflege­zusatz­versicherung:Vergleich 2026

Die private Pflegepflichtversicherung für privat Krankenversicherte und die freiwillige private Pflegevorsorge – worin sie sich unterscheiden.

Pflicht für PKV-VersicherteGleiche Leistung wie GKVPlus private Vorsorge
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Private Pflegeversicherung Vergleich 2026 – Siegel von Versicherungsriese

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Begriff private Pflegeversicherung meint zweierlei: die Pflichtversicherung für PKV-Versicherte und die freiwillige Vorsorge.
  • Privat Krankenversicherte haben eine eigene private Pflegepflichtversicherung.
  • Deren Leistungen sind mit der gesetzlichen Pflege gleichwertig.
  • Die freiwillige Vorsorge schließt darüber hinaus die Pflegelücke.

Private Pflegeversicherung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif

Die private Pflegeversicherung ergänzt die gesetzliche Pflicht. Beim Private Pflegeversicherung Vergleich entscheiden Form, Leistung und Eintrittsalter.

Infografik: Worauf es beim Versicherungsvergleich ankommt
Die fünf wichtigsten Kriterien für einen guten Versicherungsvergleich.

Achten Sie beim Private Pflegeversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:

Vergleichskriterium Warum es zählt
Leistungsform Tagegeld, Kosten oder Rente
Leistung je Pflegegrad Höhe und Beginn
Dynamik Inflationsschutz
Eintrittsalter je früher, desto günstiger

Am schnellsten gelingt der Private Pflegeversicherung Vergleich über einen Tarifrechner, der Leistungen und Beiträge mehrerer Anbieter gegenüberstellt.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Früh entscheiden

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung. Je früher Sie eine private Police abschließen, desto günstiger der Beitrag. Vergleichen Sie Leistungsform und Dynamik passend zu Ihrer Lebensplanung.

Private Pflegeversicherung – zwei Bedeutungen

Hinter dem Begriff verbergen sich zwei verschiedene Dinge. Zum einen die private Pflegepflichtversicherung, die jeder privat Krankenversicherte abschließen muss. Zum anderen die freiwillige private Pflegezusatzversicherung, mit der jeder zusätzlich vorsorgen kann. Diese Seite ordnet beide ein.

Die private Pflegepflichtversicherung

So wie gesetzlich Versicherte automatisch in der sozialen Pflegeversicherung sind, müssen privat Krankenversicherte eine private Pflegepflichtversicherung abschließen – meist beim selben Versicherer wie die Krankenversicherung. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass deren Leistungen denen der gesetzlichen Pflege gleichwertig sind: dieselben Pflegegrade, dieselben Leistungsbeträge. Auch hier gilt also: Es ist nur ein Teilkasko-Schutz.

Seniorenpaar bespricht die Vorsorge mit einer Beraterin
Auch privat Versicherte haben nur einen Teilschutz – die Lücke bleibt.

Die freiwillige private Pflegevorsorge

Weil sowohl die gesetzliche als auch die private Pflichtversicherung nur einen Teil der Kosten decken, ist die freiwillige Vorsorge für alle gleichermaßen wichtig – unabhängig davon, ob Sie gesetzlich oder privat krankenversichert sind. Drei Formen stehen zur Wahl:

Form Leistung Besonderheit
Pflegetagegeld fester Tagessatz je Pflegegrad, frei verwendbar flexibel, ohne Kostennachweis
Pflegekosten erstattet die tatsächlichen Restkosten nur gegen Rechnung, oft gedeckelt
Pflegerente monatliche Rente im Pflegefall mit Sparanteil, keine Beitragsanpassung

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Worauf Sie achten sollten

Bei der Pflichtversicherung haben Sie wenig Spielraum – die Leistungen sind gesetzlich vorgegeben. Bei der freiwilligen Vorsorge entscheiden dagegen Leistung ab Pflegegrad, Höhe der Absicherung, Beitragsbefreiung im Leistungsfall und das Eintrittsalter über den Wert des Tarifs. Wie immer gilt: Je früher und gesünder Sie abschließen, desto günstiger.

Für alle gleich wichtig

Ob gesetzlich oder privat krankenversichert – die Pflegelücke trifft beide Gruppen. Die freiwillige Vorsorge lohnt sich daher für jeden.

Beitrag und Höchstbeitrag der Pflichtversicherung

Auch die private Pflegepflichtversicherung ist im Beitrag gedeckelt: Er darf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung nicht übersteigen. Anders als in der privaten Krankenversicherung gibt es hier also eine gesetzliche Obergrenze. Beihilfeberechtigte Beamte zahlen entsprechend ihres Beihilfeanteils nur einen reduzierten Beitrag. Den Schutz schließen Sie in der Regel automatisch mit Ihrer privaten Krankenversicherung ab.

Was bei einem Wechsel gilt

Wechseln Sie Ihre private Krankenversicherung, wechselt in der Regel auch die Pflegepflichtversicherung mit. Bei einer freiwilligen Pflegezusatzversicherung ist ein Wechsel dagegen wie bei jeder Zusatzversicherung möglich, allerdings mit erneuter Gesundheitsprüfung und dem Verlust günstiger Konditionen aus jüngeren Jahren. Vor einem Wechsel der Zusatzvorsorge sollten Sie daher genau vergleichen, ob sich der Schritt lohnt.

Wartezeit und Gesundheitsfragen

Zwei Punkte sind beim Abschluss entscheidend. Erstens die Gesundheitsfragen: Bestehende Erkrankungen und ein bereits festgestellter Pflegegrad müssen Sie vollständig angeben – falsche Angaben gefährden den Schutz. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung führen. Zweitens die Wartezeit: Bei einigen Tarifen wird erst nach einer Frist von bis zu drei Jahren geleistet, tritt der Pflegefall durch einen Unfall ein, entfällt sie meist. Weil das Pflegerisiko und die Beiträge mit dem Alter steigen, gilt unverändert: Je früher und gesünder Sie abschließen, desto günstiger und sicherer der Schutz.

Die Pflegelücke konkret beziffern

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung und deckt nie die vollen Kosten. Im Heim bleibt ein Eigenanteil von häufig 2.500 bis 2.900 Euro im Monat, den Rente oder Vermögen tragen müssen – reicht beides nicht, springt das Sozialamt ein und nimmt unterhaltspflichtige Kinder erst ab 100.000 Euro Jahresbruttoeinkommen in Regress (Angehörigen-Entlastungsgesetz). Eine private Vorsorge per Tagegeld, Kostenversicherung oder Pflegerente schließt diese Lücke und schützt das Familienvermögen.

Vorteile und Nachteile der privaten Vorsorge

Vorteile

  • Schließt die Pflegelücke zuverlässig
  • Schützt Vermögen und Angehörige
  • Freie Wahl zwischen drei Formen
  • Früh abgeschlossen sehr günstig

Nachteile

  • Zusätzlicher Beitrag über viele Jahre
  • Gesundheitsprüfung bei den meisten Tarifen
  • Leistung erst ab vereinbartem Pflegegrad
  • Im Alter teuer

Im Leistungsfall

Die private Pflegezusatzversicherung leistet zusätzlich zur gesetzlichen Pflichtversicherung, sobald ein versicherter Pflegegrad festgestellt ist. Je nach Form erhalten Sie ein frei verwendbares Tagegeld, eine Kostenerstattung oder eine Rente. Reichen Sie den Pflegegradbescheid ein.

Wie groß die Pflegelücke ist

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine Teilabsicherung: Im Heim bleibt ein Eigenanteil von häufig 2.500 bis 2.900 Euro im Monat. Reichen Rente und Vermögen nicht, springt das Sozialamt ein und nimmt Kinder ab 100.000 Euro Jahreseinkommen in Regress – genau diese Lücke schließt die private Vorsorge.

Worauf Sie beim Abschluss achten

Wählen Sie die passende Form (Tagegeld, Kosten oder Rente), achten Sie auf eine Dynamik und schließen Sie früh ab – je jünger und gesünder, desto günstiger der Beitrag.

Die Pflegegrade 1 bis 5 und ihre Leistungen

Der Medizinische Dienst stuft den Pflegebedarf in fünf Pflegegrade ein – von geringen Beeinträchtigungen (Grad 1) bis zur schwersten Pflegebedürftigkeit mit besonderen Anforderungen (Grad 5). Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt je Grad gestaffelte, aber gedeckelte Beträge für ambulante oder stationäre Pflege. Da diese Sätze die realen Kosten nicht decken, entsteht in jedem Grad eine Eigenanteilslücke.

Elternunterhalt und Regress der Angehörigen

Reichen Rente und Vermögen des Pflegebedürftigen nicht aus, übernimmt zunächst das Sozialamt – holt sich das Geld aber unter Umständen von den Kindern zurück. Seit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz greift dieser Regress erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro je Kind. Wer dieses Risiko und die finanzielle Belastung der Familie vermeiden will, schließt die Lücke mit privater Vorsorge.

Private Pflegezusatzversicherung im Überblick

Die wichtigste Form der freiwilligen Vorsorge ist die private Pflegezusatzversicherung. Diese Pflegezusatzversicherung stockt die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung auf, denn die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt nur einen Teil der Pflegekosten. Tritt der Pflegefall ein und werden Sie pflegebedürftig, zahlt die Pflegezusatzversicherung – so ist Ihre private Absicherung bei Pflegebedürftigkeit gesichert. Die Leistungen der Pflegezusatzversicherung richten sich nach dem Tarif: Pflegetagegeld, Pflegekosten oder Pflegerente. Diese Pflegezusatzversicherung im Überblick zeigt, dass nur eine private Absicherung die Pflegelücke schließt und vollen Versicherungsschutz bietet.

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung und wie schließt man sie ab?

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung? Der Beitrag hängt von Eintrittsalter, Leistung und Tarif ab – je früher, desto günstiger. Wer eine Pflegezusatzversicherung abschließen möchte, durchläuft meist eine Gesundheitsprüfung. Eine Ausnahme ist der staatlich geförderte Pflege-Bahr: Diese staatlich bezuschusste Variante kommt ohne Gesundheitsprüfung aus, leistet aber begrenzt. So lässt sich die Pflege im Alter finanzieren, ohne Angehörige zu belasten – auch eine ergänzende Krankenversicherung ändert daran nichts, da Pflege gesondert abgesichert wird.

Pflegegrade 1 bis 5 und die ambulante Pflege

Die gesetzlichen Pflegeversicherungen zahlen je nach Pflegegrad gestaffelt: In Pflegegrad 1 gibt es einen Entlastungsbetrag, ab Pflegegrad 2 Pflegegeld und Pflegesachleistungen, in Pflegegrad 5 die höchsten Beträge. Bei ambulanter Pflege zu Hause reichen die Pflegekosten-Zuschüsse oft nicht; ein Pflegeheim ist noch teurer. Eine Pflegetagegeldversicherung oder Pflegekostenversicherung als Zusatz schließt diese Lücke. Unsere Services und die Beratung helfen, den passenden Tarif zu finden.

Pflege durch Angehörige und professionelle Pflege

Rund drei Viertel der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt – durch Pflege durch Angehörige oder einen ambulanten Dienst. Diese häusliche Pflege entlastet, doch die gesetzlichen Pflegeleistungen decken die hohe Kosten nicht vollständig. Vor allem ab Pflegegrad 3 wird professionelle Pflege teuer; in einem Heim entstehen schnell mehrere Tausend Euro Eigenanteil. Schon ab Pflegegrad 1 hilft eine Zusatzpolice, in niedrigen Pflegegraden mit kleineren Beträgen, in höheren Pflegegraden mit hohen Leistungen. So lässt sich die Pflege zu Hause oder im Heim häuslich wie stationär absichern – ergänzend zur soziale Pflegeversicherung.

Pflegerentenversicherung und private Pflegeversicherungen im Vergleich

Im Pflegezusatzversicherung Vergleich stehen drei Formen: das Pflegetagegeld, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung. Je nach Tarif zahlen diese private Pflegeversicherungen ein festes Tagegeld, die tatsächlichen Kosten oder eine monatliche Rente. Wer schon in jungen Jahren abschließt, sichert sich niedrige Beiträge zur privaten Pflegezusatzversicherung und volle zusätzliche Leistungen. Die private Pflege­versicherung als Zusatz ist damit der wirksamste Schutz vor der Pflegelücke.

Eine private Pflegeversicherung online abschließen

Den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung können Sie heute bequem als Pflegeversicherung online erledigen. Vor dem Schritt, eine Pflegeversicherung abzuschließen, lohnt der Vergleich der Bedingungen und Wartezeiten. Im Leistungsfall sollten Sie die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten, sobald der Pflegegrad festgestellt ist. So ist es sinnvoll, sich früh umfassend abzusichern.

Häufig gestellte Fragen zur privaten Pflegeversicherung

Was ist die private Pflegepflichtversicherung?
Die für privat Krankenversicherte vorgeschriebene Pflegeversicherung. Ihre Leistungen sind denen der gesetzlichen Pflege gleichwertig.
Müssen privat Versicherte eine Pflegeversicherung haben?
Ja, sie müssen eine private Pflegepflichtversicherung abschließen, meist beim eigenen Krankenversicherer.
Sind die Leistungen anders als gesetzlich?
Nein, der Gesetzgeber schreibt gleichwertige Leistungen vor – dieselben Pflegegrade und Beträge.
Was ist die freiwillige private Pflegevorsorge?
Eine zusätzliche Versicherung – Tagegeld, Kosten oder Rente – die die Pflegelücke über den Pflichtschutz hinaus schließt.
Lohnt sich die freiwillige Vorsorge auch für gesetzlich Versicherte?
Ja, denn die Pflegelücke trifft gesetzlich und privat Versicherte gleichermaßen.
Wie finde ich den passenden Tarif?
Achten Sie auf Leistung ab Pflegegrad, Beitragsbefreiung im Pflegefall und einen frühen Abschluss. Ein Vergleich hilft.
Müssen Kinder für die Pflege der Eltern zahlen?
Erst ab 100.000 € Jahresbruttoeinkommen werden unterhaltspflichtige Kinder vom Sozialamt herangezogen (Angehörigen-Entlastungsgesetz). Darunter springt die Sozialhilfe ein – private Vorsorge schützt das Familienvermögen.
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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.