Krankentagegeld Vergleich & Test
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Fakten auf einen Blick

  • Die Krankentagegeldversicherung sichert im Krankheitsfall die finanzielle Existenz von Selbstständigen und Privatversicherten, die kein Anspruch auf gesetzliches Krankengeld haben.
  • Arbeitnehmer mit Krankengeldanspruch können mit einer Krankentagegeldversicherung Versorgungslücken schließen..
  • Das Krankentagegeld ist sozialabgaben- und steuerfrei..

Was ist der Unterschied zwischen Krankentagegeld und Krankengeld?

Arbeitnehmer, die über einen längeren Zeitraum hinweg krank sind, erhalten für sechs Wochen eine Lohnfortzahlung von ihrem Arbeitgeber. Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit springt dann die Krankenkasse ein und bezahlt Krankengeld. Dessen Höhe beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts – maximal 90 Prozent vom Nettolohn.

Anspruch auch Krankentagegeld von der Krankenkasse hat nicht jeder. Selbstständige, ob privat oder freiwillig versichert, können wählen, ob sie eine Krankengeld-Absicherung möchten oder nicht.

Das Krankentagegeld wird von Versicherungsgesellschaften bezahlt. Privatversicherte haben keinen Anspruch auf ein Krankengeld, da sie nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Daher schließen sie bei ihrer privaten Krankenversicherung ein Krankentagegeld ein. Doch auch gesetzlich Versicherte können für den anhaltenden Krankheitsfall vorsorgen. Denn auch sie haben die Möglichkeit, eine Krankentagegeldversicherung abzuschließen.

Was ist eine Krankentagegeldversicherung?

Bei einer Krankentagegeldversicherung handelt es sich um eine finanzielle Vorsorge für den anhaltenden Krankheitsfall. Denn wer länger als sechs Wochen wegen derselben Ursache krankgeschrieben ist, erhält ab dem 43. Krankentage keine Lohnfortzahlung mehr. An deren Stelle tritt das Krankengeld der Kassen ein, dessen Höhe deutlich unter dem bisherigen Einkommen liegt.

Mit einer Krankengeldversicherung schließen Arbeitnehmer die Differenz zwischen Krankengeld und Gehalt. Denn wenn das reguläre Einkommen niedriger ausfällt als bisher, kann es zu finanziellen Schwierigkeiten kommen. Vor allem, wenn der Lohn in vollem Umfang ausgeschöpft wird. Auch Selbstständige nutzen die Krankentagegeldversicherung, um sich im Krankheitsfall abzusichern. Abhängig von ihrer Tätigkeit können sie bei einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit keine Umsätze mehr generieren.

Das Krankentagegeld wird als Zusatzversicherung oder Vertragsbestandteil der privaten Krankenversicherung abgeschlossen.

Wie wichtig ist eine Krankentagegeldversicherung wirklich?

Statistiken zeigen, dass die Zahl der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeitstage steigt. Mehr als acht Prozent der Krankheitsfälle dauerten 2016 länger als vier Wochen an. Diese schwerwiegenden Arbeitsausfälle gehen meist mit langwierigen Erkrankungen oder Beschwerden einher.

Entwicklung der Krankheitstage über die Jahre zur Veranschaulichung der Notwendigkeit des Krankentagegelds
Arbeitsunfähigkeitstage: Kalenendertage mit ärztlichem Attest (Krankmeldung) | Mitglieder der Betriebskrankenversicherungen (pflichtversichert), einschließlich der Empfänger von ALG I & II (ohne Rentner) | Wert von 2016 aufgrund neuer Berechnungsmethodik nur bedingt vergleichbar mit den Werten der anderen Jahre
Quelle: Dachverband der Betriebskrankenkassen

Im Krankheitsfall erhalten Angestellte nach der sechsten Krankheitswoche kein Gehalt mehr von ihrem Arbeitgeber. Das Krankengeld deckt nur einen Teil ihres bisherigen Einkommens, weshalb bedrohliche Versorgungslücken entstehen. Denn die Differenz zwischen Gehalt und Krankengeld kann zu finanziellen Schwierigkeiten führen und die gesamte Existenz bedrohen.

Versorgungslücke ohne Krankentagegeldversicherung
Quelle: Nürnberger Krankenversicherung AG, Stand: Januar 2018

Mit einer Krankentagegeldversicherung können Verbraucher sicherstellen, dass sie auch bei längerer Krankheit finanziell abgesichert sind. Sie wählen das Krankengeld entsprechend ihrem monatlichen Einkommen. Sollten Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krankgeschrieben sein, erhalten Sie einen finanziellen Ausgleich sowohl von der Krankenkasse als auch von ihrer Krankentagegeldversicherung. Dadurch wird die existenzbedrohende Versorgungslücke geschlossen. Auch Privatversicherte und Selbstständige ohne Krankengeldanspruch sorgen mit dem Krankentagegeld dafür, dass sie im Krankheitsfall einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Für wen ist die Krankentagegeldversicherung sinnvoll?

Eine Krankentagegeldversicherung ist nicht für jeden sinnvoll. Grundsätzlich lohnt sich das Krankentagegeld nicht für Personen, die kein Gehalt oder Einnahmen aus selbstständiger Arbeit beziehen. Dazu gehören Arbeitslose und Schüler. Auch Beamte benötigen kein Krankentagegeld, da ihr Dienstherr die Bezüge ohne Begrenzung weiterbezahlt. Allerdings gibt es auch Personengruppen, denen die Absicherung durchaus anzuraten ist:

Arbeitnehmer (Gesetzlich versichert)

Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber im Krankheitsfall für sechs Wochen eine Lohnfortzahlung. Ab dem 43. Krankheitstag können sie von der Krankenkasse Krankengeld beziehen. Jedoch deckt dieses nur anteilig ihr bisheriges Einkommen. Durchschnittlich entsteht eine Versorgungslücke von etwa 20 Prozent. Sofern ihr Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze (4.537,50 Euro, Stand 2019) wird die Lücke deutlich größer. Mit einer Krankentagegeldversicherung können sie bereits für einen geringen Beitrag die Differenz zwischen Lohn und Krankenkassenleistung schließen.

Arbeitnehmer (Privat versichert)

Privat versicherte Arbeitnehmer sind kein Mitglied bei einer Krankenkasse und erhalten daher kein gesetzliches Krankengeld. Doch auch bei ihnen zahlt der Arbeitgeber den Lohn nur bis zu sechsten Krankheitswoche. Um im Ernstfall abgesichert zu sein, müssen sie selbstständig mit einer Krankentagegeldversicherung vorsorgen. Diese wird zusammen mit der privaten Krankenversicherung abgeschlossen. Allerdings kann das Krankentagegeld auch als eigenständiger Vertrag bei einer anderen Gesellschaft geführt werden.

Selbstständige und Freiberufler (Gesetzlich versichert)

Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung können wählen, ob sie im Krankheitsfall ab dem 43. Tag von der Krankenkasse ein Krankengeld beziehen möchten. Sofern sie darauf verzichten, reduziert sich ihr Beitrag zur GKV. Doch auch mit Einschluss der Absicherung bedeutet dies, dass sie im Krankheitsfall erst ab der sechsten Woche eine finanzielle Leistung erhalten. Das Krankengeld für Selbstständige beträgt 70 Prozent ihres Arbeitseinkommens und ist auf einen Höchstsatz begrenzt (105,88 Euro am Tag, Stand 2019). Mit einer Krankentagegeldversicherung können Freiberufler und Selbstständige vorsorgen. Sie haben die Möglichkeit, die Leistung ab dem 43. Tag aufzustocken oder bereits zu einem früheren Zeitpunkt, beispielsweise ab dem 15. Krankheitstag, Krankentagegeld zu beziehen.

Selbstständige und Freiberufler (Privat versichert)

Privat versicherte Selbstständige haben wie auch Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Krankengeld. Da sie zusätzlich keine Lohnfortzahlung erhalten, ist die Absicherung im Krankheitsfall für diese Personengruppe besonders wichtig. Sie haben die Möglichkeit, beim Abschluss ihrer privaten Krankenversicherung ein Krankentagegeld zu vereinbaren. Der Vertrag muss nicht zwingend beim PKV-Anbieter geführt werden.

Verbesserte Absicherung für selbstständige Künstler und Publizisten

Einige Krankenkassen bieten selbstständigen Künstlern und Publizisten die Möglichkeit, bereits ab der zweiten Woche der Arbeitsunfähigkeit Krankengeld zu beziehen. Dieses wird vom 15. bis zum 42. Tag bezahlt. Anschließend greift das gesetzliche Krankengeld. Damit kann diese Personengruppe für einen geringen Beitrag bereits ab der zweiten Krankheitswoche eine Leistung beziehen.

Die Vorteile einer Krankentagegeldversicherung

Finanzielle Absicherung im Krankheitsfall

Angestellte erhalten ab dem 43. Krankheitstag nur noch einen Teil ihres bisherigen Gehalts. Bei Selbstständigen und Privatversicherten entfällt das Einkommen. Mit einer Krankentagegeldversicherung lassen sich Versorgungslücken schließen und für finanzielle Sicherheit sorgen.

Steuer- und sozialabgabenfreie Auszahlung

Das Krankentagegeld ist steuerfrei. Außerdem müssen keine Sozialabgaben auf die Leistung bezahlt werden.

Individuelle Vertragsgestalten

Antragsteller können die Krankentagegeldversicherung in puncto Laufzeit und Tagessatz flexibel gestalten. Jedoch unter Berücksichtigung des Bereicherungsverbots.

Geringer Beitrag

Angestellte können für einen geringen Beitrag ihre Versorgungslücke schließen. Vor allem für junge Arbeitnehmer ohne Vorerkrankungen gibt es preiswerte Tarife mit guten Leistungen.

Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung möglich

Einige Versicherer bieten das Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung an. Jedoch gilt meist die Voraussetzung, dass die Antragsteller in den letzten Jahren nicht über einen längeren Zeitraum hinweg krankgeschrieben waren.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Die Nachteile einer Krankentagegeldversicherung

Junger Mann ärgert sich über die Nachteile einer Versicherung

Einschränkungen bei der Auszahlung

Angestellte können erst ab dem 43. Krankheitstag Krankentagegeld beziehen. Selbstständige bereits früher, allerdings gegen einen deutlichen Mehrbeitrag.

Leistung nur bei gleichbleibender Erkrankung

Die Versicherten müssen für mindestens sechs Wochen oder kürzer (abhängig vom Tarif), aufgrund derselben Erkrankung arbeitsunfähig sein. Andere Krankheiten können nur unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden.

Bereicherungsverbot

Die Höhe des Krankentagegeldes muss den Einnahmen und der finanziellen Notwendigkeit des Versicherten entsprechen. Er darf keine höhere Leistung wählen, um sich an seiner Arbeitsunfähigkeit zu bereichern.

Wartezeiten

Die meisten Krankentagegeldversicherungen sehen eine Wartezeit vor. Während dieses Zeitraums besteht kein Versicherungsschutz.

Ausschlüsse und Leistungseinschränkungen

Abhängig vom gewählten Tarif kann es zu Ausschlüssen oder Leistungseinschränkungen kommen. Beispielsweise lehnt der Versicherer die Leistung bei Entziehungskuren oder Pflegebedarf ab.

Wie hoch sollte das Krankentagegeld sein?

Wie hoch das Krankentagegeld sein sollte, hängt von der persönlichen Situation ab. Grundsätzlich sollte die Leistung zusammen mit dem Krankengeld der Kasse etwa dem monatlichen Nettoeinkommen entsprechen. Privatversicherte und Selbstständige orientieren sich an ihrem Nettogehalt ohne Krankengeld beziehungsweise ihren durchschnittlichen monatlichen Einnahmen. Um die optimale Höhe der Krankentagegeldversicherung berechnen zu können, gibt es im Internet verschiedene Rechner. Doch auch ohne Hilfsmittel lässt sich der persönliche Bedarf ermitteln.

Grundsätzlich muss mit dem Krankentagegeld nicht der gesamte Lohn abgedeckt sein. Wer über einen finanziellen Spielraum verfügt und Ende des Monats Geld übrig hat, kann die Absicherung auch niedriger wählen. Allerdings können mit einer Erkrankung zusätzliche Kosten entstehen, die es zu decken gilt.

Krankentagegeld mit Krankengeld berechnen:

Wer Krankengeld bezieht, erhält ab dem 43. Krankentag etwa 70 Prozent seines Bruttoeinkommens, maximal 90 Prozent des Nettoeinkommens. Selbstständige mit Krankengeldanspruch rechnen mit 70 Prozent ihres Einkommens. Die Berechnungsgrundlage ist auf die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt (4.537,50 Euro, Stand 2019). Zudem müssen Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen werden. Dies entspricht etwa 12 Prozent.

 

Beispiel: 30-jähriger Arbeitnehmer mit Kindern
Bruttogehalt: 2.700 Euro, Nettogehalt: 1.800 Euro

Bruttokrankengeld / Tag: 54 Euro
Tatsächlicher Auszahlungsbetrag / Tag: 47,48 Euro
Monatliches Krankengeld (Netto): 1.424,40 Euro
Versorgungslücke: 375,60 Euro

Um die Versorgungslücke von 375,60 Euro zu schließen, kann die Beispielperson eine Krankentagegeldversicherung abschließen. Um die Höhe des Krankentagegelds zu berechnen, teilt er die Differenz zwischen Kassenleistung und Nettolohn durch 30.

375,60 Euro / 30
Höhe der Krankentagegeldversicherung: 12,52 Euro

Krankentagegeld ohne Krankengeld berechnen

Um den persönlichen Bedarf für eine Krankentagegeldversicherung zu berechnen, wenn kein Anspruch auf Krankengeld besteht, ist eine Haushaltsaufstellung nötig. Damit lassen sich die monatlichen Ausgaben ermitteln. Neben Fixkosten wie Miete und Versicherungen sind auch Lebenshaltungskosten zu berücksichtigen. Dazu gehören Aufwendungen für Lebensmittel und Unternehmungen. Selbstständige müssen außerdem ihre Betriebskosten einkalkulieren.

Anschließend werden alle Haushalts- und Betriebskosten addiert und durch 30 Tage geteilt. Das Ergebnis entspricht dem Bedarf an Krankentagegeld.

Fixkosten
(Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Kredite, Abonnements, usw.)
+ Lebenshaltungskosten
(Durchschnittliche Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung und Unternehmungen)
+ Betriebskosten
(Raumkosten, Leasing, weitere Vertragsverpflichtungen, Löhne, usw.)
= Tatsächlicher monatlicher Bedarf
Monatlicher Bedarf / 30 Tage = Höhe des Krankentagegelds

Das Krankentagegeld sieht ein Bereicherungsverbot vor. Dies besagt, dass die Einnahmen aus Krankengeld und Krankentagegeld nicht das bisherige Einkommen beziehungsweise den tatsächlichen Bedarf übersteigen dürfen. Vor allem Selbstständige sollten prüfen, in welcher Höhe sie maximal eine Vorsorge abschließen dürfen. Einige Versicherer berücksichtigen 70 Prozent des Arbeitseinkommens vor Steuerabzug. Andere Gesellschaften hingegen nach Abzug der Steuern und Betriebskosten. Um sicherzugehen, können Selbstständige mit 70 Prozent ihres Gewinns kalkulieren.

Was ist beim Abschluss einer Krankentagegeldversicherung zu beachten?

Den Bedarf festlegen

Die Höhe des Krankentagegelds muss etwa dem Nettoeinkommen entsprechen. Daher ist es zuerst wichtig, den Bedarf zu ermitteln. Verbraucher können das Krankentagegeld einfach selbst berechnen oder online einen Rechner nutzen. Wichtig ist zu berücksichtigen, dass mit dem Tagessatz auch der Beitrag steigt. Wer seinen Nettolohn nicht voll ausnutzen muss, kann eine niedrigere Leistung wählen.

Karenzzeit: Die Wahl des Leistungsbeginns

Bei Angestellten sieht die Krankentagegeldversicherung den 43. Krankheitstag als Leistungsbeginn vor. Dadurch lässt sich eine Überschneidung mit der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers umgehen. Selbstständige hingegen können schon früher Krankentagegeld beziehen. Allerdings steigen damit die Kosten für die Absicherung deutlich an. Daher ist zu prüfen, ob finanzielle Rücklage ausreichen, um die ersten Tage oder Wochen des Verdienstausfalls zu kompensieren.

Ausschlüsse und Leistungseinschränkungen prüfen

Einige Krankentagegeldversicherungen leisten nicht bei Reha-Maßnahmen. Andere wiederum sehen für eine Zahlung strenge Voraussetzungen vor. Beispielsweise nur bei direktem Anschluss an einen stationären Krankenhausaufenthalt. Auch gibt es Gesellschaften, die eine Leistung ablehnen, wenn die Arbeitsunfähigkeit auf Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

Vor Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sind daher die Ausschlüsse und Leistungseinschränkungen zu prüfen. Denn im Versicherungsfall können verweigerte Zahlungen die finanzielle Existenz bedrohen.

Frist zur Einreichung der Krankmeldung

Für das Einreichen der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sehen die Gesellschaften verschiedene Fristen vor. Antragsteller sollten daher prüfen, wie lange sie Zeit haben, um das Attest einzureichen. Denn eine versäumte Frist kann zur Leistungskürzung oder -ablehnung führen. Aufschluss über die Meldezeiträume geben die jeweiligen Tarifbedingungen.

Anrechnung von Krankheitstagen

Nicht immer sind Verbraucher ununterbrochen für sechs Wochen krankgeschrieben. Daher ist es wichtig, dass die Krankentagegeldversicherung Krankentage wegen derselben Ursache anrechnet. So lässt sich eine Karenzzeit von sechs Wochen auch dann erfüllen, wenn die Versicherten nicht durchgehend arbeitsunfähig geschrieben wurden.

Wartezeiten

Vor allem bei einer Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung sehen die Gesellschaften im Regelfall eine Wartezeit vor. Diese beträgt meist drei Monate. Um die Wartezeit zu umgehen, müssen die Antragsteller Gesundheitsfragen beantworten.

Wichtig: Die Wartezeit darf nicht mehr der Karenzzeit verwechselt werden. Die Karenzzeit bezeichnet den Zeitraum, wie lange die Versicherten werden derselben Erkrankung arbeitsunfähig sein müssen, bis sie die Leistung erhalten. Die Wartezeit hingegen bezieht sich auf die Zeit nach Vertragsabschluss, bis die Versicherten Anspruch auf eine Leistung haben.

Kündigungsrecht der Gesellschaften

Viele Versicherer räumen sich ein zeitlich begrenztes Kündigungsrecht ein. Dadurch dürfen sie beispielsweise innerhalb von drei Jahren nach Vertragsbeginn den Tarif ohne Angabe von Gründen kündigen. Allerdings gibt es einige Anbieter, die auf das sogenannte „ordentliche Kündigungsrechtverzichten. Damit müssen die Versicherten nicht fürchten, bei längerer Erkrankung ihren Versicherungsschutz zu verlieren.

Krankentagegeldversicherung Test - Welche ist die beste?

Welche Krankentagegeldversicherung die beste ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Jede Person hat einen eigenen, individuellen Bedarf. Daher ist die Versicherung die beste, die den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Und zusätzlich einen angemessenen Preis für die versicherten Leistungen vorsieht.

Grundsätzlich können sich Verbraucher bei der Wahl einer Krankentagegeldversicherung an den Testsiegern orientieren. Beispielsweise prüfen Stiftung Warentest, Check24 und Rating-Agenturen regelmäßig verschiedene Gesellschaften und ihre Krankentagegeld-Tarife. Finanztip beispielsweise empfiehlt den Tarif T+ der Barmenia. Dieser zeichnet sich durch gute Leistungen zu einem vernünftigen Preis aus. Im ascore Ranking konnten neben der Barmenia auch Debeka und R+V überzeugen.

Quelle: https://private-krankenversicherungen-online.de/krankenzusatzversicherung-test/#Krankenzusatzversicherung_Testanalyse_2018

Tipp: Mit einem Krankentagegeld Vergleich zum richtigen Anbieter
Ein Vergleich der Krankentagegeldversicherung – ob mit oder ohne Gesundheitsprüfung, hilft dabei, den richtigen Anbieter zu finden. Nur so wird deutlich, welche Gesellschaften und Tarife den eigenen Bedarf bestmöglich absichern.

Beim Vergleich sollte nicht nur der Preis im Vordergrund stehen. Auch die Vertragsbedingungen sind elementar. Denn eine Krankentagegeldversicherung muss im Krankheitsfall einen bedarfsgerechten und zuverlässigen Schutz bieten.

Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen können bei einem Krankentagegeldversicherung Vergleich auch Tarife ohne Gesundheitsfragen finden. Jedoch sollten sie auf Ausschlüsse von Vorerkrankungen achten.

Die beliebtesten Versicherer im Überblick

Allianz

Die Allianz bietet Krankentagegeldversicherungen für verschiedene Berufsgruppen. Tarife für Selbstständige sehen eine Karenzzeit von 15, 22, 29 und 43 Tagen vor. Der maximale Tagessatz liegt je nach Tarif zwischen 250 und 450 Euro. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer können ein Krankentagegeld von maximal 25 Euro versichern.

AXA

Die Bedingungen der AXA sehen eine Leistung bei Unfall- oder Krankheitsfolgen nach Alkoholkonsum vor. Auch leistet die Gesellschaft bei Krankheiten, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft stehen. Selbstständige können bei der AXA das Krankentagegeld ab dem achten Tag versichern. Die Wartezeit beträgt drei Monate, mit Ausnahme von Unfällen.

AOK

Mitglieder der AOK können über die Krankenkasse eine Krankentagegeldversicherung abschließen. Die Kasse greift dafür auf die Tarife der Allianz zurück. Von Vorteil ist, dass AOK-Versicherte einen ermäßigten Beitrag erhalten. Auch gilt der Leistungsbezug europaweit.

Barmenia

Die Barmenia leistet bei Kur- und Rehabilitationsmaßnahmen. Sofern die Versicherten zuvor mindestens 14 Tage arbeitsunfähig waren. Außerdem lässt sich das Krankentagegeld regelmäßig ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeiten an den gestiegenen Nettolohn anpassen.

Central

Bei der Central erfolgt die Berechnung des Krankentagegeldes anhand der Berufsgruppe. Risikoberufe müssen daher mit einem deutlichen Mehrbeitrag rechnen. Außerdem bietet die Gesellschaft nur Tarife für Angestellte und Privatversicherte, die Mitglieder der Central sind.

DEVK

Selbstständige können bei der DEVK ein Krankentagegeld ab dem 15. oder 29. Tag versichern. Bei stationären Behandlungen erhalten sie bereits ab dem dritten Behandlungstag eine Leistung für den gesamten Aufenthalt. Angestellte können bei der DEVK eine Krankentagegeldversicherung bis zu 20 Euro am Tag ohne Gehaltsnachweise abschließen.

DKV / Ergo

Die DKV bietet das Krankentagegeld als Zusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung. In diesem Fall beträgt der maximale Tagessatz 30 Euro. Bei einer höheren Absicherung oder kurzen Karenzzeit sieht die Gesellschaft für das Krankentagegeld Gesundheitsfragen vor.

Ergo / DKV

Die Ergo vertreibt die Pflegeversicherungen der DKV. Der Krankenversicherer gehört zu den empfohlenen Anbietern laut Stiftung Warentest. Verbraucher können die Tarife ohne Gesundheitsfragen und Ausschlüsse abschließen, müssen jedoch eine Wartezeit von fünf Jahren in Kauf nehmen.

Debeka

Versicherte der Debeka können bei einer Gehaltserhöhung ihr Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung aufstocken. Außerdem können Privatversicherte ab dem 15. Tag der Arbeitsunfähigkeit eine Leistung beziehen. Für alle anderen Versicherten sieht die Gesellschaft eine Karenzzeit von sechs Wochen vor.

Gothaer

Selbstständige und Freiberufler können bei der Gothaer Krankentagegeldversicherung eine Leistung ab dem achten Tag vereinbaren. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Krankentagegeld zu staffeln. Für Angestellte sieht die Gesellschaft die Anpassung des Tagessatzes an eine Gehaltserhöhung unter bestimmten Voraussetzungen ohne Gesundheitsprüfung vor.

Hanse Merkur

Die Hanse Merkur bietet eine Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen an. Zudem sieht die Gesellschaft eine Leistung bei Kur und Reha vor, sofern die Versicherten sechs Wochen arbeitsunfähig waren. Auch besteht der Verzicht auf die Alkoholklausel. Die Wartezeit für den Arbeitnehmer-Tarif KTS beträgt sechs Monate.

HUK-Coburg

Bei der HUK-Corburg Krankentagegeldversicherung wurde von der Rating-Agentur Assekurata mit „sehr gut“ ausgezeichnet. Sie bietet einen maximalen Tagessatz von 300 Euro und unter bestimmten Voraussetzungen eine Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung. Selbstständige können das Krankentagegeld mit einer Karenzzeit von sieben bis 21 Tagen abschließen. Personen mit Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab der sechsten Krankheitswoche bis zu 364 Tagen.

Nürnberger

Bei der Nürnberger können Angestellte die Leistung ihrer Krankentagegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung erhöhen, wenn ihr Nettoeinkommen steigt. Außerdem bietet das Unternehmen verschiedene Tarife und Karenzzeiten. Von sechs bis zu 52 Wochen.

R+V

Tarife der R+V sehen eine Entbindungspauschale vor. Frauen erhalten nach ihrer Entbindung eine Leistung in Höhe des 12-fachen ihres Krankentagesgeldes. Der Höchstsatz beträgt 150 Euro und ein Leistungsbeginn ist frühestens ab dem 15. Krankentag möglich.

Techniker Krankenkasse

Die TK Krankentagegeldversicherung ist ein Zusatzangebot für Mitglieder. In Kooperation mit der Envivas bietet die Krankenkasse vergünstigte Absicherungen an. Selbstständige können eine Karenzzeit von 22 Tagen wählen. Für selbstständige Künstler und Publizisten gibt es einen speziellen Tarif, der eine Leistung ab de 15. Tag der Arbeitsunfähigkeit vorsieht.

UKV

Die UKV bietet eine Krankentagegeldversicherung für Selbstständige und Arbeitnehmer. Beim Abschluss sieht das Unternehmen eine vereinfachte Gesundheitsprüfung vor. Bei Erhöhung entfällt die Risikoprüfung unter bestimmten Voraussetzungen. Zur Beantragung der Leistung stellt die UKV ihren Versicherten eine übersichtliche App zur Verfügung.

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