Ferienhausversicherung
Kosten und Leistungen im Vergleich

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(Gebäude-, Hausrat-, Haus- & Grundbesitzerhaftpflicht)

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Fakten auf einen Blick

  • Eine Ferienhausversicherung besteht im Regelfall aus einer Gebäude- und Hausratversicherung sowie einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.
  • Ferien- und Wochenendhäuser sind nicht dauerhaft bewohnt. Dies führt zu einem höheren Schadensrisiko, was sich auf den Beitrag auswirkt.
  • Nicht jeder Anbieter versichert Ferienhäuser, die sich im Ausland befinden.

Die Ferienhausversicherung - Absicherung von Ferienhäusern

Wer sich den Traum von einem eigenen Ferienhaus als Urlaubsdomizil oder Einnahmequelle erfüllt, möchte dieses auch gut versichert wissen. Doch lässt sich ein Ferienhaus nicht einfach über eine Wohngebäudeversicherung absichern. Denn Ferien- und Wochenendhäuser sind nicht dauerhaft bewohnt, was ein höheres Risiko für Schäden darstellt. Denn geplatzte Leitungen werden häufig erst spät entdeckt. Und bei einem Brand ist niemand da, der umgehend die Feuerwehr ruft. Allerdings gibt es für diese Immobilien eine spezielle Absicherung: Die Ferienhausversicherung.

Die Leistungen der Ferienhausversicherung

Der Versicherungsschutz für ein Ferienhaus gleicht im Wesentlichen der Gebäudeversicherung. Diese deckt Schäden an der Immobilie sowie an fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen ab. Zu den versicherten Gefahren gehören je nach gewähltem Tarif:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel
  • Blitzschlag
  • Vandalismus
  • Elementargefahren (Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch etc.)

Wichtig ist zu beachten, dass die Elementarversicherung nicht automatisch im Tarif enthalten ist. Diese muss gegen einen Mehrbeitrag eingeschlossen werden. Bei der Gebäudeversicherung für ein Ferienhaus sind zudem Schäden durch Leitungswasser nicht obligatorisch mitversichert. Auch in diesem Fall ist das Risiko explizit einzuschließen.

Neben dem Gebäude selbst können zudem An- und Zubauten versichert sein. Auch auf dem Grundstück befindliche Gartenhütten und Carports lassen sich über die Wohngebäudeversicherung für das Ferienhaus absichern.

Die Hausratversicherung für das Ferienhaus

Zusätzlich zur Gebäudeabsicherung besteht die Möglichkeit, den Hausrat innerhalb des Feriendomizils abzusichern. Auch diese deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruchdiebstahl sowie wahlweise Elementargefahren ab.

Bei einer Hausratversicherung für das Ferienhaus können allerdings Einschränkungen gelten. So sind Wertsachen nicht immer mitversichert. Häufig ist auch die Versicherungssumme im Vergleich zu einer Absicherung für eine ständig bewohnte Immobilie geringer. Und je nach Anbieter müssen die Versicherten besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Es ist ratsam, die Hausratversicherung mit einer Glasversicherung zu kombinieren. Diese kostet nur wenige Euro mehr und leistet bei Schäden an Gebäude- und Mobiliarverglasung.

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Haus- und Grundbesitzer haften für Schäden, die auf oder im Zusammenhang mit ihrem Eigenheim oder dem Grundstück passieren. Und gerade bei Ferienhäusern, die nur unregelmäßig gewartet werden, ist das Risiko für Schäden groß. Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht schützt Eigenheimbesitzer vor Schadensersatzansprüchen Dritter infolge eines Personen-, Sach- oder Vermögensschaden.

Sollte sich im Ferienhaus ein Heizöltank befinden, kann es zudem sinnvoll sein, eine Gewässerschadenhaftpflicht abzuschließen. Allerdings kann das Risiko eines Gewässerschadens bei kleinen Tanks auch über die Privathaftpflicht versichert sein. Sofern die private Haftpflicht eine Leistung bei diesen Schäden vorsieht ist aber noch zu prüfen, ob der Versicherungsschutz Ferienhäuser einschließt.

Besonderheiten für vermietete Ferienhäuser

Durch die Vermietung eines Ferienhauses steigt das Schadensrisiko. So versichert nicht jede Gesellschaft Objekte, die vermietet werden. Oder die Versicherer verlangen einen Beitragszuschlag.

Unter Umständen betrachtet die Gesellschaft das vermietete Objekt auch als Gewerbe. Dann ist es notwendig, eine gewerbliche Gebäudeversicherung abzuschließen. In diesem Fall können die Eigentümer auch keine Hausratversicherung hinzu wählen, sondern müssen ihr Hab und Gut mit einer Inhaltsversicherung absichern.

Die Ferienhausversicherung im Komplettpaket

Wie auch bei der Wochenendhausversicherung gibt es den Versicherungsschutz für das Ferienhaus als Komplettpaket. Die Kombipakete bestehen in der Regel aus der Wohngebäude-, Hausrat- und Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Auf diese Weise lassen sich alle relevanten Gefahren mit nur einer Police abdecken.

Der Vorteil eines Kombiprodukts ist nicht nur, dass alle wichtigen Absicherungen in einem Vertrag enthalten sind. Meist sind Versicherungspakete auch günstiger als Einzelverträge. Dennoch lohnt es sich, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen.

Vorteile einer Versicherung für das Ferienhaus

Finanzieller Schutz bei Schäden am Gebäude

Die Gebäudeversicherung für das Ferienhaus leistet, wenn es infolge eines versicherten Risikos zu Schäden am Gebäude kommt.

Versicherungsschutz bei Schäden am Hausrat

Die Hausratversicherung übernimmt die Kosten bei versicherten Schäden am Hausrat.

Absicherung bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden

Über die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht sind Versicherte vor Schadensersatzansprüchen Dritter geschützt. Zudem wehrt der Versicherer unberechtigte Schadensersatzforderungen für seine Kunden ab.

Individuelle Vertragsgestaltung oder im Komplettpaket abschließbar

Die Ferienhausversicherung lässt sich einzeln oder im Komplettpaket abschließen.

Erstattung von Mietausfällen

Je nach Versicherer werden die Mietausfälle erstattet, wenn das gewerblich genutzte Ferienhaus aufgrund eines Schadens nicht bewohnbar ist.

Nachteile einer Versicherung für das Ferienhaus

Begrenzter Versicherungsschutz

Der Leistungsumfang und die Versicherungssummen sind bei einer Ferienhausversicherung häufig stark begrenzt.

Nicht jeder Anbieter versichert Ferienhäuser im Ausland

Nicht jeder Anbieter für eine Ferienhausabsicherung versichert auch Gebäude, die sich im Ausland befinden.

Hohe Kosten für nicht dauerhaft bewohnte Objekte

Da ein Ferien- oder Wochenendhaus nicht immer bewohnt ist, sind die Kosten für die Absicherung im Verhältnis deutlich höher als für dauerhaft bewohnte Immobilien.

Was kostet eine Ferienhausversicherung?

Die Kosten für eine Ferienhausversicherung lassen sich nicht pauschal beziffern. Denn sie sind von verschiedenen individuellen Merkmalen abhängig. Dazu gehören:

  • Standort (Region, Land)
  • Lage (innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften, Nähe zu Gewässern)
  • Nutzungsdauer (Häufigkeit der Bewohnung)
  • Art der Nutzung und Vermietungsdauer
  • Gebäudeart
  • Wohnfläche und Beschaffenheit des Gebäudes
  • Baujahr
  • Besondere Sicherungen (Tresor, Schließanlage)
  • Vorschäden

Zusätzlich sind die leistungsspezifischen Faktoren relevant: Welcher Versicherungsschutz ist gewünscht, wie hoch sind die Versicherungssummen und weitere Leistungsbausteine. Auch die Zahlweise wirkt sich auf die Kosten aus. So ist eine jährliche Zahlung günstiger als monatliche Beiträge.

Auf Basis dieser Kriterien berechnen die Versicherer den individuellen Beitrag für das Risiko.

Versicherungsschutz für einen Bungalow

Ein Bungalow, der nicht ständig bewohnt wird, wird einem Ferienhaus oder Wochenendhaus gleichgestellt. Allerdings können die Besitzer unter Umständen eine günstige Absicherung nutzen. Nämlich dann, wenn der Bungalow in einer Anlage mit weiteren Bungalows steht. Der Besitzer des Wohnparks kann dann günstige Kollektivverträge für alle Bewohner abschließen.

Ferienhäuser im Ausland sind teuer

Eine Ferienhausversicherung ist im Vergleich zur Immobilienversicherung für ständig bewohnte Gebäude bereits kostspielig. Noch teurer ist die Absicherung, wenn sich der Besitz im Ausland befindet. Dann steigt das Risiko für unentdeckte Schäden ungleich an. Aus diesem Grund bieten auch nicht alle Versicherer die Ferienhausversicherung für Immobilien im Ausland an.

Darauf müssen Sie beim Abschluss einer Versicherung für das Ferienhaus achten

Wer ein Ferienhaus besitzt, möchte dieses gut versichert wissen. Daher sollten vor Vertragsabschluss einige wichtige Tarifinhalte überprüft werden.

Versicherungssumme

Die Versicherungssumme entspricht der maximalen Erstattung bei einem Totalschaden. Dabei ist in der Regel der Neuwert des Gebäudes versichert. Also die Summe, die nötig wäre, um die Immobilie in selber Art und Größe wiederaufzubauen.

Um die Versicherungssumme zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Bei dem gleitenden Neuwert passt sich die Summe der Wertentwicklung des Hauses an. Dafür greift der Versicherer auf den Baupreisindex zurück, der jedes Jahr neu festgelegt wird. Eine Alternative ist der Wohnflächentarif. Dabei wird die Versicherungssumme anhand der Quadratmeterfläche des Hauses ermittelt. Bei einer Hausratversicherung ist dieses Vorgehen sinnvoll, für die Wohngebäudeversicherung eines Ferienhauses aber weniger. Denn eine Wertsteigerung findet keine Berücksichtigung.

Bei Vertragsabschluss ist somit darauf zu achten, dass die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert des Gebäudes entspricht und bei einer Hausrat dem Wert des Inventars.  Außerdem darauf, dass für bestimmte Schäden abweichende Erstattungsgrenzen gelten können. Dies betrifft vor allem Schäden durch Elementargefahren, grobe Fahrlässigkeit und Blitzschlag.

Ist die Versicherungssumme niedriger als der tatsächliche Wert, besteht eine Unterversicherung. In diesem Fall darf der Versicherer bei einem Schaden sogar die Leistung kürzen. Um dies zu verhindern, sollte nicht nur die Versicherungssumme regelmäßig überprüft werden. Auch ist es ratsam, einen Tarif zu wählen, der auf „Leistungskürzung bei Unterversicherung“ verzichtet.

Leistungsumfang

Der Leistungsumfang definiert, bei welchen Schäden Versicherungsschutz besteht. Die grundlegenden Gefahren sind Feuer, Sturm und Hagel, Blitzschlag, Leitungswasser, Vandalismus und bei einer Hausrat Einbruchdiebstahl. Zusätzlich lassen sich das Gebäude und das Inventar gegen Elementargefahren wie Erdbeben, Lawinen, Schneedruck, Erdrutsch und Erdsenkung, Hochwasser, Rückstau und Vulkanausbruch absichern.

Doch nicht nur die versicherten Gefahren sind zu beachten. Sondern auch die versicherten Kosten. So kann der Versicherer beispielsweise infolge eines Schadens die Kosten für die Zwischenlagerung des Inventars, Schlossänderungen oder den Ausfall von Mieteinnahmen übernehmen.

Leistungsausschlüsse und Einschränkungen

Jede Versicherung sieht Leistungsausschlüsse und Einschränkungen vor. Zum Beispiel werden Sturmschäden grundsätzlich erst ab Windstärke 8 bezahlt. Oder bei der Hausratversicherung sind Wertsachen in Ferienhäusern nicht immer mitversichert. Vor Vertragsabschluss ist daher genau zu prüfen, bei welchen Schäden kein oder nur eine eingeschärnkter Versicherungsschutz besteht.

Grobe Fahrlässigkeit

Schäden durch grobe Fahrlässigkeit sind nicht immer in einer Ferienhausversicherung mitversichert. Doch stellen diese ein beträchtliches Risiko dar. Wenn die Versicherten vergessen eine Kerze zu löschen, woraus ein hoher Feuerschaden resultiert, leistet der Versicherer nicht. Es sei denn, grobe Fahrlässigkeit ist im Tarif versichert. Daher sollten Eigentümer darauf achten, dass sowohl die Hausrat- wie auch die Gebäudeversicherung für das Ferienhaus die Klausel „Verzicht auf Einwand bei grober Fahrlässigkeit“ beinhalten.

Selbstbeteiligung

Bei einer Ferienhausversicherung sehen die meisten Versicherer eine Selbstbeteiligung vor. Dieser Betrag beziffert die Summe, die Versicherte im Schadensfall selbst bezahlen müssen. Gegen einen Mehrbeitrag lässt sich der Eigenanteil ausschließen oder senken.

Reisekostenübernahme im Schadensfall

Wenn das Eigentum zerstört oder beschädigt wird, möchten die Besitzer vor Ort sein. Denn nur so können sie sich selbst darum kümmern, dass der Schaden behoben wird. Einige Tarife bieten für diese Fälle eine Reisekostenübernahme. Sie übernehmen somit die finanziellen Aufwendungen, damit die Besitzer zu ihrer Immobilie reisen können.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Lässt sich ein Ferienhaus auch im Ausland versichern?

Ja, ein Ferienhaus lässt sich auch im Ausland versichern. Allerdings bietet nicht jeder Versicherer die entsprechenden Tarife. Denn die meisten Gesellschaften versichern nur Immobilien, die sich in Deutschland befinden.

Wer ein Ferienhaus im Ausland absichern möchte, muss mit einem höheren Beitrag rechnen. Denn aufgrund der Entfernung und dem Mehraufwand bei einer Schadensregulierung steigen die Kosten an. Unter Umständen kann es sogar sinnvoll sein, die Anbieter in dem jeweiligen Land zu vergleichen. Doch Vorsicht: Im Ausland gelten andere Standards, was unter Umständen einer unzureichenden Absicherung entsprechen kann.

Kann ich eine Ferienwohnung versichern?

Nicht nur Ferienhäuser, auch Ferienwohnungen lassen sich versichern. In diesem Fall mit einer Hausratversicherung. Die Absicherung des Gebäudes muss hingegen der Eigentümer der Immobilie übernehmen.

Welche Ferienhausversicherung ist die beste?

Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Ferienhausversicherung die beste ist. Denn den besten Versicherungsschutz bietet immer die Gesellschaft, die den eigenen Bedarf mit einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis abdeckt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, vor Vertragsabschluss verschiedene Anbieter auf dem Markt zu vergleichen. Denn die Tarife unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf den Beitrag deutlich. Sondern auch dahingehend, bei welchen Gefahren Versicherungsschutz besteht und welche Kosten mitversichert sind.

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