
Das Wichtigste in Kürze
- Die Unfallversicherung leistet bei bleibender Invalidität nach einem Unfall.
- Sie gilt weltweit und rund um die Uhr – auch in der Freizeit.
- Die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur bei Arbeits- und Wegeunfällen.
- Die wichtigste Leistung ist die Invaliditätssumme mit Progression.
Rechner: Wie viel zahlt die Unfallversicherung?
Unfallversicherungen im Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif
Die Beiträge und vor allem die Leistungen der Unfalltarife unterscheiden sich stark. Ein gründlicher Unfallversicherung Vergleich sorgt dafür, dass bei schwerer Invalidität wirklich eine ausreichende Summe fließt – und nicht nur ein Bruchteil.

Achten Sie beim Unfallversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:
| Vergleichskriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Invaliditätssumme & Progression | z. B. 350 % – hohe Leistung bei Vollinvalidität |
| Gliedertaxe | je höher die Prozentsätze, desto besser |
| Unfallrente | monatliche Rente ab 50 % Invalidität |
| Mitwirkungsanteil | niedriger Anteil = weniger Kürzung bei Vorerkrankung |
| Zusatzleistungen | Bergungskosten, kosmetische OP, Reha-Beihilfe |
Wichtig ist beim Unfallversicherung Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.
Progression statt nur Grundsumme
Beim Unfallschutz zählt nicht die Grundsumme allein, sondern die Progression: Sie vervielfacht die Leistung bei schwerer Invalidität. Wählen Sie eine hohe Invaliditätssumme mit mindestens 225 %, besser 350 % Progression, und achten Sie auf eine gute Gliedertaxe – das entscheidet im Ernstfall über sechsstellige Beträge.
Ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?
Die private Unfallversicherung zahlt, wenn ein Unfall zu einer bleibenden Invalidität führt. Anders als die gesetzliche Unfallversicherung, die nur bei Arbeits- und Wegeunfällen greift, gilt sie weltweit und rund um die Uhr – also auch in der Freizeit, im Haushalt und beim Sport, wo die meisten Unfälle passieren.

Leistung der Unfallversicherung: Was sie bietet
Die Unfallversicherung bündelt mehrere Leistungen rund um die Folgen eines Unfalls:
| Leistung | Was abgedeckt ist |
|---|---|
| Invaliditätsleistung | Kapital bei bleibender Invalidität, gestaffelt nach Schwere |
| Progression | Vervielfachung der Leistung bei hoher Invalidität |
| Unfallrente | monatliche Rente ab schwerer Invalidität |
| Bergungs- & Reha-Kosten | Rettung, Transport, Wiedereingliederung |
| Weitere Bausteine | Krankenhaustagegeld, kosmetische Operationen, Todesfallsumme |

Den passenden Schutz finden
Vergleichen Sie Leistungen, Bedingungen und Beitrag.
Gliedertaxe und Progression verstehen
Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad dem Verlust oder der Funktionsunfähigkeit eines Körperteils entspricht – ein Arm zählt etwa 70 %, ein Bein 70 %, ein Auge 50 %. Je höher die Prozentsätze, desto besser. Die Progression sorgt dafür, dass die Leistung bei schwerer Invalidität überproportional steigt: Bei 350 % Progression und 100.000 € Grundsumme werden im Extremfall 350.000 € fällig.
Auf den Mitwirkungsanteil achten
Tragen Vorerkrankungen zur Invalidität bei, kürzt der Versicherer ab einem Mitwirkungsanteil. Gute Tarife setzen diese Grenze hoch (z. B. erst ab 50 %), sodass weniger gekürzt wird.
Die Themen der Unfallversicherung
Je nach Lebenssituation sind unterschiedliche Bausteine wichtig. Unsere Ratgeber erklären jeden im Detail:
Was kostet eine Unfallversicherung?
Der Beitrag richtet sich nach Invaliditätssumme, Progression, Beruf und gewählten Bausteinen. Für Erwachsene sind oft 60 bis 150 Euro im Jahr realistisch, Kinder sind günstiger. Diese Faktoren bestimmen den Preis:
Private Unfallversicherungen vergleichen: gute Tarife finden
- Hohe Invaliditätssumme (mind. 100.000 €) mit Progression von 225–350 %.
- Gute Gliedertaxe mit überdurchschnittlichen Prozentsätzen.
- Unfallrente ab 50 % Invalidität für dauerhafte Absicherung.
- Niedriger Mitwirkungsanteil bei Vorerkrankungen.
- Verzicht auf Bewegungsausschlüsse und Einschluss von Eigenbewegung.
Wo die meisten Unfälle passieren
Viele glauben, im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz sei das Unfallrisiko am höchsten. Tatsächlich passieren die meisten Unfälle zu Hause und in der Freizeit – rund zwei Drittel aller Unfälle ereignen sich genau dort, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift.
Genau diese Lücke schließt die private Unfallversicherung: Sie gilt rund um die Uhr und weltweit – beim Sport, im Haushalt, im Urlaub und in jeder Lebenslage. Damit ist sie für alle wichtig, die im Alltag aktiv sind, sowie für Gruppen ohne gesetzlichen Schutz wie Kinder, Hausfrauen und -männer oder Rentner.
Versicherungssumme, Invaliditätsgrad und Progression wählen
Die wichtigste Stellgröße ist die Invaliditätssumme in Kombination mit der Progression. Die Grundsumme allein reicht selten – erst die Progression sorgt dafür, dass bei schwerer Invalidität wirklich genug Geld fließt. Ein Beispiel: Bei 100.000 € Grundsumme und 350 % Progression werden im Extremfall der Vollinvalidität 350.000 € fällig.
Als Faustregel sollte die Grundsumme mindestens das Sechsfache des Bruttojahreseinkommens betragen, mindestens aber 100.000 Euro, kombiniert mit einer Progression von 225 bis 350 Prozent. Wer dauerhaftes Einkommen absichern will, ergänzt eine Unfallrente. So entsteht aus Kapital und Rente ein tragfähiger Schutz.
Versicherungsschutz und Zusatzleistungen der Unfallversicherung
Neben der Invaliditätsleistung bündeln gute Tarife zahlreiche weitere Leistungen rund um die Unfallfolgen:
| Leistung | Was sie bedeutet |
|---|---|
| Bergungskosten | Rettung, Suche und Transport nach einem Unfall, oft bis 50.000 € |
| Krankenhaustagegeld & Genesungsgeld | feste Tagessätze während und nach dem Klinikaufenthalt |
| Kosmetische Operationen | Wiederherstellung nach unfallbedingten Entstellungen |
| Reha- & Wiedereingliederungshilfe | Unterstützung bei der Rückkehr in den Alltag |
| Übergangsleistung | schnelle Zahlung bei länger anhaltender Beeinträchtigung |
| Todesfallsumme | Absicherung der Hinterbliebenen bei tödlichem Unfall |
Eigenbewegung einschließen
Achten Sie auf den Einschluss von Schäden durch erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegung – etwa einen Bänderriss beim Sport ohne äußeren Unfall. Ohne diesen Baustein bleiben viele typische Verletzungen unversichert.
Mitwirkungsanteil und Vorerkrankungen
Ein oft übersehener Punkt ist der Mitwirkungsanteil: Tragen Vorerkrankungen oder Gebrechen zur Invalidität bei, kürzt der Versicherer die Leistung anteilig, sobald dieser Anteil eine bestimmte Grenze überschreitet. Bei vielen Standardtarifen liegt die Grenze bei 25 Prozent – gute Tarife setzen sie deutlich höher (etwa erst ab 50 Prozent) oder verzichten ganz auf die Anrechnung.
Gerade für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen ist eine hohe Mitwirkungsgrenze ein wichtiges Qualitätsmerkmal, weil sonst im Schadenfall ein erheblicher Teil der Leistung gekürzt werden kann. Prüfen Sie diese Klausel im Vergleich genau.
Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die wichtigste Einordnung: Die Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen – die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) dagegen auch bei Krankheit. Da rund 90 Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit auf Krankheiten zurückgehen, ist die BU für Berufstätige die deutlich wichtigere Absicherung der Arbeitskraft.
Vorteile
- Unfallversicherung: günstig, auch für Kinder/Rentner
- Unfallversicherung: weltweit, rund um die Uhr
- Kapital plus Unfallrente
Nachteile
- Unfallversicherung: zahlt nur bei Unfall
- Deckt nur ~10 % der BU-Ursachen ab
- Ersetzt für Berufstätige keine BU
Die Unfallversicherung ist daher vor allem sinnvoll als Ergänzung oder für Personen, die keine BU brauchen oder bekommen – etwa Kinder, Senioren und Menschen ohne Erwerbseinkommen. Berufstätige sollten zuerst die BU absichern und die Unfallversicherung ergänzend prüfen.
Für wen sich die Unfallversicherung besonders lohnt
Besonders wertvoll ist die private Unfallversicherung für Gruppen ohne ausreichenden gesetzlichen oder beruflichen Schutz:
- Kinder: in der Freizeit nicht gesetzlich unfallversichert – siehe Kinderunfallversicherung.
- Hausfrauen und -männer: keine gesetzliche Unfallversicherung.
- Rentner und Senioren: erhöhtes Sturzrisiko, kein Berufsschutz mehr.
- Sportler und aktive Menschen: erhöhtes Verletzungsrisiko – siehe Sportunfallversicherung.
- Selbstständige: als Ergänzung zur Absicherung der Arbeitskraft.
Wann die Unfallversicherung nicht zahlt
Maßgeblich ist die Unfalldefinition: Versichert ist ein „plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis“. Schäden, die allein durch Krankheit oder allmähliche Einwirkung entstehen, sind nicht gedeckt. Typische Ausschlüsse sind Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen (etwa durch Alkohol), vorsätzlich herbeigeführte Schäden sowie bestimmte Risikoaktivitäten.
Auf Einschlüsse achten
Gute Tarife schließen Eigenbewegung, erhöhte Kraftanstrengung, Vergiftungen und Bewusstseinsstörungen durch Krankheit (z. B. einen Schlaganfall am Steuer) ausdrücklich ein. Diese Erweiterungen entscheiden oft über die Leistung.
Was kostet die Unfallversicherung?
Der Beitrag richtet sich nach Invaliditätssumme, Progression, Berufsgruppe und gewählten Bausteinen. Zur Orientierung:
| Profil | ungefährer Jahresbeitrag |
|---|---|
| Kind | 40–80 € |
| Erwachsener, Bürotätigkeit | 60–120 € |
| Erwachsener mit Unfallrente | 100–180 € |
| Körperlich Tätige / Risikoberufe | höher, je nach Tätigkeit |
Die Berufsgruppe spielt eine große Rolle: Körperlich Tätige zahlen mehr als Büroangestellte. Über eine Selbstbeteiligung oder den Verzicht auf einzelne Bausteine lässt sich der Beitrag senken – wichtiger als der Preis ist aber eine ausreichend hohe Invaliditätssumme mit Progression.
Unfallversicherung kündigen und wechseln
Eine Unfallversicherung lässt sich in der Regel zum Ablauf mit dreimonatiger Frist kündigen, nach einer Beitragserhöhung oder einem Schadenfall auch außerordentlich. Wer wechselt, sollte einige Punkte beachten:
- Bedingungen vergleichen
Nicht nur den Beitrag, sondern Gliedertaxe, Progression und Mitwirkungsgrenze prüfen.
- Neuen Schutz sichern
Zuerst den neuen Vertrag abschließen, um keine Lücke zu riskieren.
- Erst dann kündigen
Den alten Vertrag erst nach Bestätigung des neuen kündigen.
Ein Wechsel lohnt vor allem, wenn ein neuer Tarif bei gleichem Beitrag deutlich bessere Bedingungen bietet – etwa eine höhere Progression oder eine bessere Gliedertaxe. Da die Unfallversicherung keine starke Gesundheitsprüfung erfordert, ist der Wechsel meist unkompliziert.
Versicherungssumme und Auszahlung im Schadensfall
Bei einem Unfall mit bleibendem Gesundheitsschaden leistet die Unfallversicherung je nach Grad der Invalidität. Über die Gliedertaxe wird der Invaliditätsgrad bestimmt, und entsprechend wird ein Teil der Versicherungssumme als Einmalzahlung ausgezahlt. Bei voller Invalidität von 100 Prozent wird die volle Summe geleistet.
Versicherungssumme richtig vereinbaren
Die Versicherungssumme sollten Sie vor dem Abschluss ausreichend hoch vereinbaren, oft das Mehrfache des Jahreseinkommens. Eine Grundsumme von 10.000 Euro klingt viel, reicht aber bei schweren Folgen nicht aus. Je nach Tarif sind Sie mit einer höheren Progression bei schwerer Invalidität deutlich besser abgesichert.
Assistance-Leistungen und weitere Bausteine
Gute Policen bieten Assistance-Leistungen wie Hilfe im Haushalt nach einem Unfall. Prüfen Sie vor dem Abschluss, welche finanziellen Folgen abgedeckt sind. So versichern Sie sich gegen die wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls und sind im Schadensfall finanziell abgesichert.
Private Unfallversicherung im Test: Testsieger und Stiftung Warentest
Wer eine Unfallversicherung abschließen will, vergleicht gute Tarife und schaut auf Tests. Die Stiftung Warentest prüft private Unfallversicherungen regelmäßig und bewertet die Leistung sowie die Prämie. Ein Testsieger ist ein Anhaltspunkt, doch entscheidend bleibt die für Sie passende Versicherungssumme.
Die Leistungsarten der Unfallversicherung
Welche Bausteine ein Tarif leisten soll, vereinbaren Sie individuell. Die wichtigsten Leistungsarten im Überblick:
| Leistung | wofür |
|---|---|
| Invaliditätsleistung (mit Progression) | Kernleistung bei dauerhafter Beeinträchtigung |
| Unfallrente | monatliche Rente ab hohem Invaliditätsgrad |
| Todesfallleistung | Einmalsumme an Hinterbliebene |
| Krankenhaustagegeld | fester Betrag je Tag im Krankenhaus |
| Bergungs- & Reha-Kosten | Rettung und Wiederherstellung |
| Kosmetische Operationen | z. B. nach Narbenbildung |
Worauf es beim Vergleich ankommt: eine hohe Grundsumme mit kräftiger Progression, eine gute Gliedertaxe und der Einschluss von Eigenbewegung. So sind Sie auch dann gut abgesichert, wenn ein Unfall gesundheitlich bleibende Folgen hat.
Gesetzliche oder private Unfallversicherung?
Die gesetzliche Unfallversicherung der Versicherungswirtschaft bzw. Berufsgenossenschaften greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Rund zwei Drittel aller Unfälle passieren jedoch in der Freizeit und im Haushalt – hier zahlt nur die private Police. Wer sich rundum versichern möchte, sollte eine private Unfallversicherung abschließen, die weltweit und rund um die Uhr gilt.
Häufige Fragen zur Unfallversicherung
Was zahlt die Unfallversicherung?
Was ist der Unterschied zur gesetzlichen Unfallversicherung?
Was ist die Progression?
Was ist die Gliedertaxe?
Brauche ich eine Unfallrente?
Was kostet eine Unfallversicherung?
Wann zahlt die Unfallversicherung?
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