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Private Pflegeversicherung (fĂŒr Privatversicherte)
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Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung sind im Pflegefall nicht ausreichend.
  • Mit einer Pflegezusatzversicherung lassen sich VersorgungslĂŒcken schließen.
  • Die Pflegezusatzversicherung schĂŒtzt nicht nur das Vermögen der Versicherten, sondern auch ihrer Angehörigen.

Was ist die Pflegezusatzversicherung?

Zunehmend mehr Menschen sind im Alter auf Hilfe und UnterstĂŒtzung angewiesen. Doch auch Krankheiten können dafĂŒr verantwortlich sein, dass einer Person zum Pflegefall wird. Der Staat sieht fĂŒr dieses Risiko die Pflegepflichtversicherung vor. Diese leistet, wenn ein Mensch nicht mehr eigenstĂ€ndig und ohne Hilfe den Alltag bestreiten kann.

Doch die Praxis zeigt, dass sie Leistungen des Gesetzgebers nicht ausreichen. Weder die gesetzliche noch die private Pflegepflichtversicherung sehen genĂŒgend Geldmittel vor. Bei PflegebedĂŒrftigkeit droht daher vielen Betroffenen die Armut. Auch Familienmitglieder können finanziell belangt werden.

VersorgungslĂŒcke fĂŒr verschiedene Pflegegrade verdeutlicht die Notwendigkeit einer Pflegezusatzversicherung
Beispiele fĂŒr VersorgungslĂŒcken | Die monatlichen Kosten beruhen auf SchĂ€tzungen | Quelle: www.dkv.com

Die Pflegezusatzversicherung soll die VersorgungslĂŒcke zwischen gesetzlicher Absicherung und tatsĂ€chlichen Bedarf schließen. Auf diese Weise schĂŒtzt sie die finanzielle Existenz PflegebedĂŒrftiger und ihren Angehörigen. DafĂŒr sehen die Gesellschaften verschiedene Zusatzversicherungen vor, die individuell und bedarfsgerecht abgeschlossen werden können.

Wann ist ein Mensch pflegebedĂŒrftig?

PflegebedĂŒrftig ist, wer fĂŒr mindestens sechs Monate nicht ohne fremde Hilfe und UnterstĂŒtzung seinen Alltag bestreiten kann. Beispielsweise, wenn die Person nicht mehr alleine essen oder sich anziehen kann. Doch auch Hilfe beim Verrichten alltĂ€glicher Dinge oder bei der Einnahme von Medikamenten ist der PflegebedĂŒrftigkeit zuzuordnen.

Welche Pflegezusatzversicherungen gibt es?

Pflegetagegeldversicherung

Bei der Pflegetagegeldversicherung vereinbaren die Antragsteller mit der Gesellschaft eine feste Summe pro Tag. Im Falle von PflegebedĂŒrftigkeit zahlt die Versicherung also fĂŒr jeden Tag einen Betrag. Dabei kann die Höhe individuell vereinbart werden. Die Versicherten können frei ĂŒber das Geld verfĂŒgen. Dadurch entsteht der Vorteil, dass sie keine Belege als Nachweis einreichen mĂŒssen.

Die Höhe des Pflegetagegeldes ist gestaffelt. Das bedeutet, den Satz, den die Versicherten vereinbaren, erhalten sie bei Pflegegrad 5. Entsprechend fĂ€llt die Zahlung bei niedrigeren Pflegegraden geringer aus. Dies ist zwingend zu berĂŒcksichtigen, da die Anforderungen fĂŒr eine Einstufung in Pflegegrad 5 sehr hoch sind. Ein Beispiel:

Ein Versicherungsnehmer möchte bei höchster PflegebedĂŒrftigkeit 1.500 Euro absichern. DafĂŒr muss er einen Tagessatz von 50 Euro wĂ€hlen (50 Euro x 30 Tage = 1.500 Euro). AbhĂ€ngig von der Gesellschaft kann diese 60 Prozent der Summe bei Pflegegrad 3 vorsehen. In diesem Fall erhĂ€lt er 30 Euro am Tag. Dies entspricht 900 Euro im Monat.

Hinweis:  Viele Gesellschaften zahlen bei stationÀrer Pflege 100 Prozent der vereinbarten Summe. Auch bereits bei Pflegestufe 3.

Pflegetagegeld mit Pflege-Bahr Förderung

Um Verbraucher zum Abschluss einer Pflegezusatzversicherung zu bewegen, hat der Gesetzgeber die Förderung durch Pflege-Bahr eingefĂŒhrt. Seit 2013 erhalten Versicherungsnehmer, die dieses Modell wĂ€hlen, einen Zuschuss zu ihrer privaten Pflegeversicherung. Als Voraussetzung gilt, dass die Versicherten mindestens zehn Euro im Monat fĂŒr den Beitrag aufbringen. Dann beteiligt sich der Staat mit weiteren fĂŒnf Euro.

Die Leistungen der Pflege-Bahr sind seitens des Gesetzgebers gedeckelt. Daher dĂŒrfen sie maximal den gesetzlichen Leistungen entsprechen. Dennoch gibt es auch MindestbetrĂ€ge: Bei Pflegegrad 1 erhalten die Versicherten Minimum 60 Euro. 600 Euro sind es bei Pflegegrad 5.

Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung funktioniert nach dem Modell der klassischen Rente. Das bedeutet, die Versicherten erhalten bei PflegebedĂŒrftigkeit einen monatlich festen Beitrag. Allerdings ist dieser wie auch beim Tagegeld gestaffelt. Dementsprechend fĂ€llt die Rente bei einer niedrigen PflegebedĂŒrftigkeit gering aus. Problematisch ist vor allem, dass viele Versicherer bei Pflegegrad 1 und 2 keine Leistung vorsehen. Daher steht Versicherte in diesen FĂ€llen keine Zahlung zu.

Die Pflegerentenversicherung gilt als das teuerste Modell. Versicherungsnehmer zahlen ĂŒber die gesamte Laufzeit hinweg einen vergleichsweise hohen Beitrag. Wer diese Versicherung abschließen möchte, muss zwingend darauf achten, dass die Gesellschaft auch bei niedrigen Pflegegraden eine Leistung vorsieht.

Pflegekostenversicherung

Bei der Pflegekostenversicherung beteiligt sich die Gesellschaft an den Kosten fĂŒr den Pflegeaufwand. DafĂŒr sehen die Versicherungen unterschiedliche Tarife vor. Beispielsweise verdoppelt sie die Zahlungen der gesetzlichen Absicherung. Oder sie erstatten einen bestimmten Prozentbetrag.

Bei PflegebedĂŒrftigen, die zu Hause von Angehörigen versorgt werden, fallen kaum Leistungen an. Da sie nur einen geringen finanziellen Aufwand haben, lohnt sich diese Absicherung nur in seltenen FĂ€llen. Denn ein Lohnausfall von Familienmitgliedern fĂ€llt nicht in den Bereich der Pflegekosten.

Um Leistungen aus der Pflegekostenversicherung zu beziehen, mĂŒssen die Versicherten Belege einreichen. Das bedeutet, sie sind in der Pflicht, ihre Kosten nachzuweisen. Im Regelfall beteiligt sich die Versicherung nur an den Aufwendungen, die auch vom Gesetzgeber anteilig erstattet werden.

Hinweis: Die Höhe der Leistungen ist auch bei der Pflegekostenversicherung meist gestaffelt. Dementsprechend fÀllt der Höchstbetrag nur bei Pflegegrad 5 an.

Weitere Pflegeabsicherungen

Neben der klassischen privaten Pflegeversicherung können sich Verbraucher auch durch andere Versicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit absichern. So gibt es beispielsweise Renten, die eine Zahlung im Pflegefall vorsehen. Auch eine Berufs- oder ErwerbsunfĂ€higkeit kann eine Pflegerente enthalten.

Meist handelt es sich bei diesen Zusatzbausteinen um eine preiswerte ErgÀnzung. Allerdings sind die Leistungen in vielen FÀllen nicht ausreichend. Auch sehen einige dieser Bausteine erst eine Zahlung ab Pflegegrad 3 und höher vor. Daher reicht der ergÀnzende Einschluss einer Pflegeoption nicht als Absicherung aus.

Vorteile einer Zusatzversicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit

Finanzieller Schutz bei PflegebedĂŒrftigkeit

Die Gesellschaften sehen eine Leistung vor, wenn Versicherte zum Pflegefall werden. Die Höhe der Zahlung ist vom jeweiligen Pflegegrad abhÀngig.

Schließen von VersorgungslĂŒcken

Die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung sind nicht ausreichend. Mit einer Zusatzversicherung können Verbraucher VersorgungslĂŒcken schließen.

Individueller Versicherungsschutz

Die Rente oder TagessĂ€tze bei PflegebedĂŒrftigkeit lassen sich individuell vereinbaren. Somit können Verbraucher einen bedarfsgerechten Versicherungsschutz abschließen.

Staatliche Förderung

Durch Inanspruchnahme der Pflege-Bahr-Tarife erhalten Verbraucher eine staatliche Förderung. Der Staat bezuschusst BeitrĂ€ge ab zehn Euro im Monat mit weiteren fĂŒnf Euro.

Absicherung von Angehörigen

Versicherungsnehmer schĂŒtzen nicht nur ihre eigene finanzielle Existenz mit einer Pflegezusatzversicherung. Sie sichern auch das Vermögen ihrer Angehörigen ab.

Bildung von AltersrĂŒckstellungen

Im Vergleich zu gesetzlich Versicherten bilden Privatversicherte AltersrĂŒckstellungen. Dadurch finanzieren sie nicht aktuell PflegebedĂŒrftige, sondern beugen fĂŒr ihr eigenes Risiko vor.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile einer Zusatzversicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit

Junger Mann Ă€rgert sich ĂŒber die Nachteile einer Versicherung

Gestaffelte Zahlungen

Den vereinbarten Höchstsatz erhalten die Versicherten in der Regel erst bei Pflegegrad 5. Benötigen sie weniger UnterstĂŒtzung im Alltag, fĂ€llt die Zahlung niedriger aus.

Hohe BeitrÀge

Einige Pflegezusatzversicherung wie die Pflegerente sind sehr teuer. Hohe BeitrÀge können im Alter zur finanziellen Belastung werden.

Streitigkeiten mit Gesellschaften

Vor allem bei der Pflegekostenversicherung kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen der Gesellschaft und den Versicherten. Grund dafĂŒr sind fehlende Kostennachweise oder abgelehnte Zahlungen.

LĂŒcken im Versicherungsschutz

Wie bei jeder Versicherung sehen auch die Pflegetarife AusschlĂŒsse vor. Diese können im Schadensfall zu finanziellen Schwierigkeiten fĂŒhren.

Wie sinnvoll ist eine Pflegezusatzversicherung?

Die meisten Menschen fragen sich, wann macht eine Pflegezusatzversicherung Sinn und wann lohnt sie sich. GrundsĂ€tzlich lĂ€sst sich sagen, dass eine Pflegezusatzversicherung spĂ€testens bei PflegebedĂŒrftigkeit sinnvoll ist. Denn die Leistungen des Gesetzgebers reichen nicht aus, um die Kosten zu decken. Beispielsweise mĂŒssen Betroffene bei einer stationĂ€ren Unterbringung mit 3.000 bis 5.000 Euro im Monat rechnen. Da die gesetzliche Absicherung bei Pflegegrad 5 lediglich 2.005 Euro vorsieht, entsteht eine große VersorgungslĂŒcke.

Was bringt eine Pflegezusatzversicherung also? Sie schließt die LĂŒcke zwischen tatsĂ€chlichem Bedarf und gesetzlichen Leistungen. Außerdem schĂŒtzt sie nicht nur die finanzielle Existenz der Betroffenen. Denn reichen deren Geldmittel nicht aus, dĂŒrfen Angehörige belangt werden. Dementsprechend gibt eine Pflegezusatzversicherung auch Familienmitgliedern Sicherheit.

Wie wichtig ist eine Pflegezusatzversicherung fĂŒr die Eltern?

Wenn Eltern sich fragen, warum sollten sie eine Pflegezusatzversicherung abschließen, mĂŒssen Kinder handeln. Denn diese sind in der Verantwortung, wenn ihre Eltern zum Pflegefall werden.

Nach § 1601 des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches sind Kinder ihren Eltern zum Unterhalt verpflichtet. Das bedeutet, reicht ihr Vermögen zur Deckung der Pflegekosten nicht aus, dĂŒrfen die Angehörigen belangt werden. GrundsĂ€tzlich kommt zunĂ€chst das Sozialamt fĂŒr die Kosten auf. Doch diese fordert eine eingehende PrĂŒfung an. Sofern die Kinder ausreichend finanzielle Mittel haben, sind sie anstelle des Sozialamts zur Zahlung verpflichtet.

Pflegezusatzversicherung fĂŒr die Eltern: sinnvoll oder nicht?

Viele Eltern möchten sich nicht ĂŒber die Möglichkeit der PflegebedĂŒrftigkeit Gedanken machen. Doch das sollten sie, um ihre Angehörige zu entlasten. Auch Kinder sollten sich darum bemĂŒhen, dass ihre Eltern eine Absicherung abschließen. Denn es liegt in ihrem eigenen Interesse, ihr Vermögen zu schĂŒtzen.

Wie viele Menschen haben eine Pflegezusatzversicherung?

Rund 2,7 Millionen Menschen hatten 2017 eine Zusatzversicherung. Davon 2,5 Millionen Pflegetagegeldversicherungen. Nur etwa 361.300 Personen besaßen eine Pflegekostenversicherung. Die geförderte Pflege-Bahr wurde erst 2013 eingefĂŒhrt. Vier Jahre spĂ€ter hatten bereits 834.00 Menschen diese abgeschlossen. Dadurch gewann die staatliche Förderung einen Zuwachs von 56.800 Versicherten im Vergleich zum Vorjahr.

Frauen
MĂ€nner
Kinder

Anzahl der Versicherungsnehmer einer Pflegezusatzversicherung in Deutschland im Jahr 2017 | Quelle: www.pkv.de S. 34

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?

Die Kosten fĂŒr eine Pflegezusatzversicherung sind von verschiedenen Faktoren abhĂ€ngig. Wesentlich ist zunĂ€chst die Wahl des Tarifs. So sind Renten im Regelfall teurer als Tagegeldversicherung. Durch die Inanspruchnahme einer staatlichen Förderung lĂ€sst sich der Beitrag senken beziehungsweise die Leistung erhöhen. Denn auch der Leistungsumfang spielt eine entscheidende Rolle fĂŒr die Kosten. Bei einer privaten Pflegezusatzversicherung berĂŒcksichtigen die Gesellschaften zudem das Alter und den Gesundheitszustand der Antragsteller.

Was kostet eine Pflegetagegeldversicherung?

Bei der Pflegetagegeldversicherung ist fĂŒr den Beitrag der gewĂ€hlte Tagessatz elementar. Umso höher dieser ausfĂ€llt, desto teurer wird die PrĂ€mie. Doch Verbraucher sollten bedenken, dass der gewĂ€hlte Satz bei höchstem Pflegegrad ausbezahlt wird. Dementsprechend sollte der Tagessatz nicht zu geringen angesetzt sein.

Kostenbeispiele

Tagessatz Monatsbeitrag
50 Euro Ab 15 Euro
80 Euro Ab 25 Euro

25-jÀhrige, gesetzlich versicherte Person. Ohne Förderung

Was kostet eine private Pflegezusatzversicherung als Rente?

Die Pflegezusatzversicherung als Rente stellt die teuerste Absicherung dar. Ausschlaggebend fĂŒr die PrĂ€mie ist die Höhe der gewĂ€hlten Rentenzahlung. Doch es gibt auch Tarife, die nicht nur das Risiko absichern. Das bedeutet, nehmen die Versicherten keine Leistungen in Anspruch, erhalten sie eine Altersrente. Dabei handelt es sich also nicht um eine reine Risikoversicherung. Doch der Beitrag fĂŒr eine Pflegerente mit Altersrentenoption fĂ€llt meist sehr hoch aus. Daher empfehlen Verbraucherportale eine klassische Altersrente und eine Pflegetagegeldversicherung getrennt abzuschließen.

Kostenbeispiele

Monatsrente Monatsbeitrag
1.200 Euro bei Pflegegrad 5
  • 120 Euro bei Pflegegrad 1
  • 100 Prozent Leistung ab Pflegestufe 2 bei stationĂ€rer Pflege
Ab 15 Euro
2.000 Euro bei Pflegegrad 5
  • 600 Euro bei Pflegegrad 1
  • 100 Prozent Leistung ab Pflegestufe 2 bei stationĂ€rer Pflege
Ab 31 Euro

25-jÀhrige, gesetzlich versicherte Person. Ohne Altersrentenoption

Was kostet die Pflegekostenversicherung?

Bei einer Pflegekostenversicherung ist die Höhe der Erstattung maßgeblich fĂŒr den Beitrag. Umso mehr sich die Versicherung an den Kosten beteiligt, desto höher fĂ€llt die PrĂ€mie aus.

Beispielsweise zahlt eine 35-jĂ€hrige Person ab 30 Euro im Monat fĂŒr die Pflegekostenversicherung. Die Gesellschaft verdoppelt das staatliche Pflegegeld, das die Versicherungsnehmer im Leistungsfall erhalten. Möglich wĂ€re auch eine Verdreifachung der staatlichen Leistungen.

Wer zahlt die Pflegezusatzversicherung?

Bei der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten. Sofern es sich bei den Versicherten um Angestellte handelt. Da der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung jedoch nicht gesetzliche vorgeschrieben ist, findet keine Kostenteilung statt. Dementsprechend mĂŒssen Versicherte in voller Höhe selbst fĂŒr den Beitrag aufkommen.

Die GrĂ¶ĂŸten Versicherer im Überblick

HUK

Die HUK bietet verschiedene Pflegezusatzversicherungen an. Der Pflegetagegeldtarif Premium sieht beispielsweise bereits ab dem ersten Pflegegrad 30 Prozent der vereinbarten Leistung vor. Bei stationÀrer Pflege erhalten die Versicherten ab Pflegegrad 2 den Tagessatz in voller Höhe. Die Tarife der HUK werden auch von Stiftung Warentest hervorgehoben.

DKV / Ergo

Die DKV gehört zu den bekanntesten Krankenversicherer. Die DKV Pflegezusatzversicherung sieht verschiedene Tarifmodelle vor, die sich stark unterscheiden. Auffallend ist der Tarif PTG, bei dem der Tagessatz fĂŒr Pflegestufe 4 festgelegt wird. Werden die Versicherten mit der höchsten PflegebedĂŒrftigkeit eingestuft, erhalten sie 150 Prozent der Leistung ausbezahlt.

Debeka

Die Debeka bietet neben der Pflege-Bahr weitere Tarife der Pflegezusatzversicherung an. Der ergĂ€nzende Komfort-Tarif sieht beispielsweise eine einmalige Sonderzahlung von 2.500 Euro vor, wenn die PflegebedĂŒrftigkeit erstmalig eintritt. Außerdem bietet die Gesellschaft verschiedene Assistance-Leistungen. So unterstĂŒtzt sie die Versicherten bei der Suche nach einem Pflegeplatz.

Allianz / AOK

Die Allianz Pflegezusatzversicherung wird in verschiedene Modelle unterteilt, die sich in Bezug auf die Leistungen stark unterscheiden. Die Pflegeeinmalzahlung sieht zum Beispiel bereits bei Pflegegrad 2 eine einmalige Zahlung von 15.000 Euro vor. Außerdem senken sich die BeitrĂ€ge ab dem 65. Lebensjahr um 80 Prozent. Zudem umfasst das Angebot der Allianz Pflegetagegelder und Pflegerenten.

Die AOK bietet als Krankenkasse die Zusatzversicherung der Allianz an.

Barmenia

Die Pflegezusatzversicherung der Barmenia sieht keine Wartezeiten vor. Außerdem garantiert die Gesellschaft eine Absicherung fĂŒr jedes Alter. Somit gelten keine Höchstaltersgrenzen bei der Barmenia. Allerdings besteht eine Beitragsbefreiung erst ab Pflegegrad 3. Das bedeutet, Versicherte mit Pflegegrad 1 oder 2 mĂŒssen trotz Leistungsbezug weiterhin den Beitrag bezahlen.

Hanse Merkur

Die Pflegezusatzversicherung der Hanse Merkur geht als einer der Testsieger bei Stiftung Warentest hervor. AuffÀllig ist, dass ein klassischer Tarif mit verschiedenen Zusatzbausteinen ergÀnzt werden kann. So haben Antragsteller die Möglichkeit, ihren Versicherungsschutz individuell anzupassen. Beispielsweise können sie eine Beitragsbefreiung im Leistungsfall vereinbaren.

DFV

Die Deutsche Familienversicherung ĂŒberzeugt Verbraucherportale mit ihren umfangreichen Tarifen. Sie bietet mitunter die Möglichkeit, eine Versicherung zur Verdoppelung des staatlichen Pflegegeldes abzuschließen. Bereits fĂŒr einen geringen Betrag können Verbraucher die staatliche Leistung um 50 oder 100 Prozent erhöhen. Beide Modelle sehen eine Beitragsbefreiung im Versicherungsfall vor.

Envivas / Techniker

Die Evinvas bietet sowohl eine Pflege-Bahr als auch eine einfache Pflegetagegeldversicherung. Die PflegePlus-Absicherung ermöglicht es sogar, unter bestimmten Voraussetzungen die Leistung ohne Wartezeit und GesundheitsprĂŒfung zu erhöhen. Beispielsweise bei Heirat oder Geburt.

Mitglieder der Techniker Krankenkasse können auch ĂŒber ihren Krankenversicherer die Pflegezusatztarife der Enivas abschließen.

DEVK

Die Pflegezusatzversicherung der DEVK umfasst die Pflege-Bahr und eine Tagegeldversicherung. Letzteres schließt das Assistance-Angebot der Gesellschaft ein. Bei Pflegegrad 1 erhalten die Versicherten 15 Prozent der Leistung. 75 Prozent werden bei Pflegegrad 4 ausbezahlt.

WĂŒrttembergische

Die WĂŒrttembergische sieht eine 100-prozentige Leistung ab Pflegegrad 2 bei stationĂ€rer Unterbringung vor. Außerdem erhalten die Versicherten ab diesem Pflegegrad eine Einmalzahlung bei erstmaliger PflegebedĂŒrftigkeit. Die Gesellschaft ermöglicht eine Erhöhung der Leistung ohne GesundheitsprĂŒfung, wenn der Ehepartner verstirbt oder zum Pflegefall wird.

Signal Iduna

Die Signal Iduna belegte mehrfach Platz 1 mit ihren Pflegezusatzversicherungen. Focus Money zeichnete den Tarif PflegeBahr sogar mit der Bestnote aus. Dabei schnitt die Gesellschaft sowohl bei Absicherungen fĂŒr 20-jĂ€hrige als auch fĂŒr 60-jĂ€hrige Personen mit sehr gut ab.

Welche Pflegezusatzversicherung ist die beste?

Welche private Pflegeversicherung als die beste hervorgeht, ist vom eigenen Bedarf abhĂ€ngig. Daher mĂŒssen Verbraucher zunĂ€chst herausfinden, was fĂŒr eine Absicherung sie benötigen. Dabei können diese Fragen behilflich sein:

  • Wie möchte ich gepflegt werden (ambulant oder stationĂ€r)?
  • Gibt es Angehörige, welche die Pflege ĂŒbernehmen?
  • Was kostet ein Pflegeheim in meiner Umgebung?
  • Wie hoch sind meine RentenansprĂŒche?
  • Gibt es bereits Versicherungen, die im Pflegefall leisten?

Anhand dieser Fragen wird analysiert, wie hoch der Bedarf ist. Denn mit dieser Information haben Verbraucher die Möglichkeit, einen Vergleich der Pflegezusatzversicherungen durchzufĂŒhren. DafĂŒr können sie unseren Rechner nutzen.

Die beste Pflegezusatzversicherung ist die, die den eigenen Bedarf mit einem angemessenen Beitrag absichert. Außerdem sollte der Tarif auch bei niedrigen Pflegegraden eine hohe Zahlung vorsehen. Bei Renten oder Pflegekostentarifen bereits anteilig ab Pflegegrad 1. Auch eine Tagegeldabsicherung sollte bei niedrigster PflegebedĂŒrftigkeit leisten.

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Pflegezusatzversicherung Test: Die besten Tarife

Um eine geeignete Pflegezusatzversicherung zu finden, empfiehlt sich außerdem Stiftung Warentest. Das Verbraucherportal ĂŒberprĂŒft regelmĂ€ĂŸig verschiedene Tarife und deren Leistungen. So können Verbraucher einen Überblick gewinnen, welche Gesellschaften als gut erachtet werden.

  • 2018 bewertete Stiftung Warentest die Pflege-Bahr-Versicherung von der Central als sehr gut. Hallesche und die Bayerische Beamtenkrankenkasse erhalten die Note „gut“. Auch Allianz, Barmenia und Arag konnten mit ihren Kombitarifen ĂŒberzeugen.
  • Im Bereich der Pflegetagegeldversicherung fĂŒhren Hallesche, Hanse-Merkur und DKV das Ranking an.
  • Beim allgemeinen Pflegezusatzversicherung Test traten außerdem Tarife der WĂŒrttembergischen, des Deutsches Rings, der Signal Iduna und der AXA positiv hervor.

Quelle: https://www.testsieger-berichte.de/pflegeversicherung-test/

Private Pflegezusatzversicherung abschließen: Darauf mĂŒssen Sie achten

Darauf sollten Sie achten

VersorgungslĂŒcke berechnen

Die durchschnittlichen monatlichen Heimkosten betragen in Deutschland etwa 3.500 Euro. Zum Vergleich: Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet bei höchstem Pflegegrad 2.005 Euro. Da jedoch nur wenige Menschen mit der maximalen PflegebedĂŒrftigkeit eingestuft werden, fallen die Zahlungen deutlich niedriger aus. Daher wird deutlich, dass die gesetzliche Absicherung nicht ausreicht und hohe VersorgungslĂŒcken bestehen.

Um die VersorgungslĂŒcke zu berechnen, mĂŒssen Verbraucher wissen, wie viel Geld sie im Pflegefall haben. Renten, ErwerbsunfĂ€higkeitsabsicherungen und BerufsunfĂ€higkeitsversicherung sind einzukalkulieren. Auch das eigene Vermögen sollte BerĂŒcksichtigung finden. Werden diese Kosten mit den Aufwendungen fĂŒr eine Pflege verglichen, wird deutlich, wie hoch der Bedarf ist.

Beispielrechnung: https://deutsche-seniorenstift.de/kosten-und-finanzierung/

Beitragshöhe

In den meisten FĂ€llen bleibt der Beitrag fĂŒr die Pflegezusatzversicherung stabil. Jedoch können Versicherte eine Dynamik vereinbaren, sodass PrĂ€mie und Leistung regelmĂ€ĂŸig steigen. Ob dieser Einschluss sinnvoll ist, mĂŒssen Verbraucher selbst entscheiden. Von Vorteil ist, dass so der Beitrag zunĂ€chst gering ausfĂ€llt. Mit steigendem Lohn kann die Leistung verbessert werden. Allerdings lĂ€sst sich auch in jungen Jahren keine PflegebedĂŒrftigkeit ausschließen. In diesem Fall wĂ€ren die Zahlungen der Zusatzversicherung unter UmstĂ€nden zu gering. Daher ist es meist sinnvoller, bereits bei Vertragsabschluss eine hohe Leistung auszuwĂ€hlen.

Verbraucher sollten beachten, dass die Beitragshöhe nicht ihre finanzielle Mittel ĂŒbersteigt. Denn wenn sie ihren Vertrag kĂŒndigen mĂŒssen, verlieren sie nicht nur den Versicherungsschutz. Auch bisher einbezahlte BeitrĂ€ge gehen dabei verloren. Daher sollten sie eine Absicherung wĂ€hlen, deren Beitrag sie auch in Zukunft aufbringen können.

Wartezeiten

Bei der Pflege-Bahr-Versicherung schreibt der Gesetzgeber eine Wartezeit von fĂŒnf Jahren vor. Grund dafĂŒr ist, dass es sich dabei um eine Pflegezusatzversicherung ohne GesundheitsprĂŒfung handelt. Jede Person kann unabhĂ€ngig von ihrem Gesundheitszustand die Pflegevorsorge versichern.

Bei den meisten Pflegezusatzversicherungen bestehen Wartezeiten. Diese können zwischen einem und fĂŒnf Jahren betragen. Daher sollten Verbraucher bei Vertragsabschluss prĂŒfen, welche Karenzzeit die Gesellschaft vorsieht.

Staffelung der Leistung

Die vertraglich vereinbarte Leistung entspricht einem 100-prozentigen Satz. Dieser wird spÀtestens bei Pflegegrad 5 bezahlt. Einige Gesellschaften zahlen den Höchstsatz bereits bei niedrigeren Pflegegraden. Beispielsweise wenn die Versicherten stationÀr gepflegt werden.

Bei Vertragsabschluss mĂŒssen Verbraucher berĂŒcksichtigen, welche Staffelung die Gesellschaft vorsieht. Leistet der Tarif zum Beispiel bei Pflegegrad 2 nur 20 Prozent, entspricht das bei einem Tagessatz von 50 Euro lediglich 10 Euro. Demzufolge wĂŒrden die Versicherungsnehmer eine monatliche Leistung von 300 Euro erhalten.

Gleiche Leistung abhÀngig von der Pflege

Einige Gesellschaften leisten im ambulanten Bereich nur, wenn die Betroffenen durch professionelle Pflegedienste betreut werden. Kommen Familienmitglieder fĂŒr die Versorgung auf, kann die Leistung abgelehnt oder gekĂŒrzt werden. Ein guter Tarif sollte dieselben Zahlungen sowohl fĂŒr professionelle als auch fĂŒr Laienpflege vorsehen.

Verbesserte Pflegegrade

Die meisten Pflegezusatzversicherungen orientieren sich an der Pflegeinstufung des Gesetzgebers. Allerdings gibt es Gesellschaften, die eine verbesserte Einstufung vorsehen. Dementsprechend erhalten die Versicherungsnehmer intern einen höheren Pflegegrad, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfĂŒllen. UnabhĂ€ngig von der Einstufung des MDK.

Beitragsbefreiung im Pflegefall

Nicht jede Pflegezusatzversicherung sieht eine Befreiung der Kosten im Pflegefall vor. Somit mĂŒssen die Versicherten weiterhin fĂŒr ihre BeitrĂ€ge aufkommen, obwohl sie Leistungen von der Versicherung Beziehung. Bei der Tarifwahl sollte daher die Beitragsbefreiung bei bestehender PflegebedĂŒrftigkeit vereinbart sein.

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