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Die Kapitallebensversicherung Risikoabsicherung & Vermögensaufbau

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Die kapitalbildende Lebensversicherung (auch Kapitallebensversicherung genannt) versichert einerseits das Risiko eines vorzeitigen Ablebens des Versicherungsnehmers Andererseits erwirtschaftet sie eine von der Einkommenssteuer befreite Ablaufleistung zum Ende des vertraglich festgelegten Versicherungszeitraums. Diese Merkmale pr√§destinieren die Kapitallebensversicherung als Schutz f√ľr die Familie im Falle des Ablebens des Versicherten, im Erlebensfall als eigene Altersversorgung, steuerfreie Geldanlage oder, h√§ufig noch w√§hrend der Versicherungslaufzeit, als Bestandteil einer Immobilienfinanzierung.

Bei der Kapitallebensversicherung gibt es große Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Bei einem Vergleich zwischen den Versicherern sollten nicht nur die in Aussicht gestellten Ablaufleistungen verglichen werden. Es kann sehr hilfreich sein, außerdem einen Blick auf die in der Vergangenheit erzielten Leistungen zu werfen um gegebenfalls die in Aussicht gestellten Renditen kritisch zu hinterfragen.

In der Arbeitnehmerschaft dient die Kapitallebensversicherung als Flankierung der gesetzlichen Rente. Versicherungsexperten erkl√§ren diese Funktion gerne am sogenannten ‚ÄúDrei-S√§ulen-Prinzip‚ÄĚ, fu√üend auf gesetzlicher Rente, Betriebsrente und kapitalbildender Lebensversicherung. Unter Freiberuflern und Selbst√§ndigen genie√üt die Lebensversicherung einen ganz sonderbaren Stellenwert. Denn nicht selten ist sie die einzige kontinuierlich vorangetriebene Vorsorgema√ünahme f√ľrs Rentenalter.

Was ist eine Kapitallebensversicherung?

Eine Kapitallebensversicherung ist eine Versicherung auf den Erlebens- & auf den Todesfall.

Zum besseren Verst√§ndnis: Die kapitalbildende Lebensversicherung ist eine Versicherung, die im Falle des Todes der versicherten Person ‚Äď w√§hrend der Vertragslaufzeit ‚Äď eine vertraglich vereinbarte Summe an den oder die Bezugsberechtigten ausbezahlt.

Endet die Vertragslaufzeit ohne dass die versicherte Person während der Vertragsdauer verstirbt, so wird am Ende der Vertragsdauer die vertraglich vereinbarte Geldsumme an die bezugsberechtigte Person ausbezahlt.

Wer sind die Vertragsparteien?

Bei einer Kapitallebensversicherung wird in drei Vertragsparteien unterschieden.

  1. Versicherungsgesellschaft: Der Versicherer garantiert eine bestimmte Geldleistung f√ľr den Fall des Todes oder f√ľr den Fall des Ablaufs der Vertragsdauer (Erlebensfall-Leistung).
  2. Versicherungsnehmer: Das ist diejenige Person, der die Versicherungspr√§mien bezahlt und der somit der Eigent√ľmer der Versicherung ist. Diese Person kann nat√ľrlich auch die versicherte Person sein. Wenn der Versicherungsnehmer zugleich die versicherte Person ist, f√§llt die vertragliche Leistung bei seinem Tode an.
  3. Bezugsberechtigte: Der Versicherungsnehmer kann auch die bezugsberechtigte Person f√ľr den Fall eines Vertragsablaufes sein. F√ľr den Fall seines Todes kann er, wenn er die versicherte Person ist, nachvollziehbarer Weise nicht der Bezugsberechtigte sein. Der Bezugsberechtigte ist dann diejenige Person, der die Versicherungsleistung ausbezahlt wird. Das Bezugsrecht kann dabei widerruflich oder unwiderruflich gestaltet sein.

Wie funktioniert die Kapitallebensversicherung?

Eine Versicherungsgesellschaft kalkuliert die Einnahmen (Sparanteile), die sie braucht, um bei einer vertraglich zu garantierenden Verzinsung am Ende der Vertragsdauer die garantierte Vertragssumme ausbezahlen zu k√∂nnen. Auf diese Einnahmen kommen zus√§tzlich die Aufschl√§ge f√ľr die Abdeckung des Todesfall-Risikos hinzu. Diese Aufschl√§ge m√ľssen so kalkuliert werden, dass die Summe aller eingenommenen Risiko-Aufschl√§ge innerhalb eines Jahres ausreichen, um alle zugesagten (voraussichtlichen) Todesfall-Leistungen erbringen zu k√∂nnen. Dabei sind die Versicherer vom Gesetz her verpflichtet, sehr vorsichtig zu kalkulieren.

Zu den Risikoaufschl√§gen kommen noch die Verwaltungskosten hinzu. Das sind z.B. die Provisionen, die Kosten f√ľr √§rztliche Untersuchungen (soweit diese von der Versicherungssumme her notwendig sind) und die allgemeinen Verwaltungskosten f√ľr den Pr√§mieneinzug. Dazu geh√∂rt au√üerdem der Schriftverkehr mit den Kunden usw. Bei diesen Kosten gibt es zwischen den Versicherungsunternehmen sehr gro√üe Unterschiede.

Was sind √úberschussanteile?

Wie im vorherigen Abschnitt dargestellt, sind die Versicherer im Bereich der Kapitalertr√§ge und Risikoaufschl√§ge gesetzlich dazu verpflichtet, sehr vorsichtig zu kalkulieren. Dies f√ľhrt im Ergebnis normalerweise dazu, dass h√∂here Kapitalertr√§ge erzielt werden und zu hohe Risikoaufschl√§ge einkassiert wurden. Die h√∂heren Kapitalertr√§ge und die zu viel erhobenen Risikoaufschl√§ge haben an die Kunden weitergegeben zu werden und erh√∂hen somit als √úberschussanteile die Todesfall- und Erlebensfallleistung.

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