Skip to content
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Alle Informationen zur
gesetzlichen Krankenversicherung

√úbernahme von Behandlungs- und Therapiekosten

Durch einen Krankenkassenvergleich Beiträge sparen

Zusätzlicher Schutz durch Krankenzusatzversicherung möglich

So zufrieden sind unsere Nutzer

 

Bewertungen zu versicherungsriese.de

Was können Sie von uns erwarten?

Unser Versprechen an Sie

Bei uns finden Sie sorgf√§ltig recherchierte Informationen zu vielen Versicherungsthemen sowie aktuelle Versicherungsvergleiche zahlreicherer Versicherer, die uns von unseren Partnern zur Verf√ľgung gestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren!

Möchten Sie wissen, welche GKV das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat?

Fakten auf einen Blick

  • Mit der GKV stellt der Staat die medizinische Versorgung aller B√ľrger sicher, unabh√§ngig von ihrer finanziellen Situation
  • Der Beitrag zur GKV ist abh√§ngig von der finanziellen Leistungsf√§higkeit der Mitglieder
  • Die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenkassen sind weitestgehend gleich, werden jedoch durch Bonusprogramme und Zusch√ľsse erweitert

Was ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV)?

Die Krankenversicherung ist die erste und wichtigste Säule des deutschen Gesundheitssystems. Sie dient dazu, ihre Versicherten gegen das Risiko einer Erkrankung und den damit verbundenen Kosten abzusichern.

Im Sozialgesetzbuch definiert sich die Aufgabe der GKV wie folgt:

‚ÄěDie Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern‚ÄĚ.

Die Kassen haben also die Aufgaben, den Versicherten eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung zur Verf√ľgung zu stellen und durch Aufkl√§rung und Beratung sowie durch Rehabilitationsma√ünahmen zur Gesundheitsf√∂rderung beizutragen.

Im Vergleich zu anderen Sozialversicherungen gibt es bei der Krankenversicherung keinen einheitlichen Versicherungstr√§ger. Bundesb√ľrger k√∂nnen zwischen verschiedenen Krankenkassen w√§hlen. Einige davon weisen eine spezielle Ausrichtung auf und richten sich beispielsweise an eine bestimmte Berufsgruppe oder eine Branche. 2018 gab es in Deutschland 110 verschiedene Krankenkassen. Die Leistungskataloge der Kassen sind gesetzlich geregelt und daher weitestgehend gleich. Allerdings bieten einige Krankenversicherer zus√§tzliche Leistungen an, die zur Gesundheitspr√§vention beitragen. F√ľr die Krankenkassen besteht ein Kontrahierungszwang, das bedeutet, sie m√ľssen neue Mitglieder unabh√§ngig von ihrem Alter, ihrer finanziellen Leistungsf√§higkeit und ihrem Gesundheitszustand aufnehmen.

Geschichte der GKV

1883 f√ľhrte Otto von Bismarck die gesetzliche Krankenversicherung als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems ein. Zun√§chst war die versicherungspflichtige Personengruppe auf eine bestimmte Branche (u.a. Industrie, Bergbau, Handwerk und Gewerbe) mit einem geringen Einkommen begrenzt. Mehr als 100 Jahre lang wurde die gesetzliche Krankenversicherung stetig ausgebaut. Die versicherungspflichtige Personengruppe sowie die Leistungen erweiterten sich zunehmend. Zum 01.01.1989 wurde die Krankenversicherung schlie√ülich in das Sozialgesetzbuch integriert.

Sinn und Zweck der GKV

Sinn der gesetzlichen Krankenversicherung ist, die Gesundheit ihrer Mitglieder zu erhalten, zu verbessern und wiederherzustellen. Unabh√§ngig davon, welche finanzielle Leistungsf√§higkeit eine Person aufweist. Auf diese Weise l√§sst sich in Deutschland die medizinische Versorgung jedes einzelnen Bundesb√ľrgers sicherstellen, auch wenn diese finanziell nicht in der Lage w√§ren, kostspielige Behandlungen zu bezahlen.

Die GKV richtet sich an die Bed√ľrfnisse ihrer Versicherten im Gesamten und nicht an eine Person im Einzelnen. Gem√§√ü dem Solidarit√§tsprinzip wird der Beitrag anhand der finanziellen Leistungsf√§higkeit der Mitglieder bemessen und nicht, wie bei der privaten Krankenversicherung, anhand ihres Alters und ihres Gesundheitszustands (Leistungsf√§higkeitsprinzip). Dementsprechend richtet sich auch der Leistungsanspruch nach der individuellen Bed√ľrftigkeit (Bedarfsprinzip). Zusammengefasst bedeutet dies, dass jede Person, unabh√§ngig von der Beitragsh√∂he, dieselben Leistungen entsprechend ihrem Bedarf erh√§lt.

Vorteile der GKV im √úberblick

Beitrag bemisst sich anhand der finanziellen Leistungsfähigkeit

Kassenmitglieder bezahlen einen Beitrag entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeit. Der Beitrag steigt im Regelfall nur dann, wenn sich das Einkommen erhöht.

Keine Wartezeiten bei Kassenwechsel

Wechseln die Versicherten ihre Krankenkasse, besteht f√ľr sie keine Wartezeit.

Freie Wahl des Anbieters

Versicherungspflichtige und freiwillig Versicherte k√∂nnen selbst entscheiden, bei welcher Krankenkasse sie Mitglied sind. Allerdings sind sie nach einem Wechsel f√ľr mindestens 18 Monate an den Anbieter gebunden.

Keine Einschränkungen oder Mehrbeitrag bei Vorerkrankungen

Krankenkassen m√ľssen jeden Antragsteller annehmen, unabh√§ngig davon, ob er an Vorerkrankungen leidet. Sie d√ľrfen au√üerdem keinen Risikozuschlag verlangen oder Leistungen ausschlie√üen.

Kostenlose Mitversicherung von Kindern und Ehegatten ohne eigenes Einkommen

Ehegatten ohne eigenes Einkommen und Kinder bis zu einer bestimmten Altersgrenze sind im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.

Direkte Kostenabrechnung bei medizinischer Versorgung

Krankenkassen rechnen direkt mit dem Arzt oder der medizinischen Einrichtung ab. Mitglieder m√ľssen die Behandlungskosten nicht vorauszahlen und bei ihrer GKV einfordern.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile der GKV im √úberblick

Junger Mann √§rgert sich √ľber die Nachteile einer Versicherung

Zuzahlung bei bestimmten Behandlungen und Hilfsmitteln

Bei Medikamenten und Hilfsmitteln, Krankenhausaufenthalten, Rehabilitationsma√ünahmen und Zahnersatz m√ľssen die Mitglieder eine eigene Zuzahlung leisten. Vor allem beim Zahnersatz kann diese ohne Zahnzusatzversicherung sehr kostspielig sein.

Kosten√ľbernahme nur entsprechend der gesetzlichen Geb√ľhrenordnung

Krankenkassen √ľbernehmen die Kosten der medizinischen Behandlung nur im Rahmen der gesetzlichen Geb√ľhrenordnung f√ľr √Ąrzte (GO√Ą). Leistungen, die dar√ľber hinausgehen, m√ľssen die Patienten selbst bezahlen.

Kein Gestaltungsspielraum des Versicherungsschutzes

Kassenmitglieder k√∂nnen die Leistungen ihrer GKV nicht individuell anpassen. Sie m√ľssen eine Krankenzusatzversicherung abschlie√üen oder Wahltarife in Anspruch nehmen, um sich gegen weitere gesundheitliche Risiken zu versichern.

Kein Einfluss auf die Höhe des Beitrags

Kassenmitglieder haben nicht die Möglichkeit, durch den Ausschluss von Leistungen ihren Beitrag zu reduzieren.

Keine freie Krankenhauswahl

Mitglieder einer GKV können nur begrenzt selbst entscheiden, in welchem Krankenhaus sie sich behandeln lassen. Die Krankenhauswahl beschränkt sich auf die am nächsten gelegenen Kliniken.

Nur eingeschränkter Versicherungsschutz im Ausland

Krankenkassen √ľbernehmen die Kosten bei einer Behandlung im Ausland nur dann, wenn diese medizinisch notwendig ist. Au√üerdem muss der behandelnde Arzt eine Zugeh√∂rigkeit des jeweiligen gesetzlichen Krankenversicherungssystems vorweisen.

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Leistungen der GKV sind gesetzlich vorgeschrieben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Leistungskataloge der einzelnen Krankenkassen nicht im Wesentlichen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Bonusprogramme und zusätzlichen Leistungen wie Zuzahlungen der Versicherungsträger.

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen ergeben sich aus den Richtlinien des Sozialgesetzbuches. Diese sehen die Kosten√ľbernahme bei den folgenden Ma√ünahmen vor:

  • √Ąrztliche und zahn√§rztliche Behandlungen im Krankheitsfall
  • Psychotherapeutische Behandlungen im Krankheitsfall
  • Pr√§ventionsma√ünahmen zur Krankheitsfr√ľherkennung und -verh√ľtung
  • Rehabilitationsma√ünahmen zur Milderung oder Abwendung von erwerbsf√§higkeitsbedrohenden Gesundheitssch√§den oder Pflegebed√ľrftigkeit
  • Versorgung mit Medikamenten

Dar√ľber hinaus zahlen die Krankenkassen im Falle einer andauernden, krankheitsbedingten Arbeitsunf√§higkeit eine Ersatzleistung f√ľr den Lohn. Denn Arbeitnehmer, die l√§nger als sechs Wochen krankgeschrieben sind, erhalten von ihrem Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung mehr. Die Kassen kommen im Rahmen des Krankengeldes anteilig f√ľr den Lohnausfall auf.

Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass die Leistungen der GKV ausreichend, wirtschaftlich und zweckm√§√üig sind. Aus diesem Grund √ľbernehmen die Kassen keine oder nur zu geringen Anteilen die Kosten f√ľr Behandlungen oder Hilfsmittel, die sie nicht als zweckm√§√üig erachten. Dazu geh√∂ren beispielsweise Sehhilfen, wenn keine sehr starke Sehschw√§che vorliegt oder Impfungen, bei einem bevorstehenden Auslandsaufenthalt.

Zahnärztliche Leistungen der GKV

Ein h√§ufiges Problem in Bezug auf die Leistungen der GKV ergibt sich beim Zahnersatz. Da die Krankenkassen ihren Leistungskatalog ‚Äěausreichend‚Äú gestalten, ergeben sich f√ľr die Patienten erhebliche Leistungsunterschiede. Die Kassen √ľbernehmen beispielsweise beim Zahnersatz die Kosten entsprechend der Regelleistung zu 50 Prozent - bei regelm√§√üiger Vorsorge 70 bis 80 Prozent. Nehmen die Mitglieder eine medizinische Behandlung in Anspruch, die √ľber die Regelleistung der GKV hinausgeht, m√ľssen sie nicht nur den Eigenanteil von 20 bis 50 Prozent selbst bezahlen, sondern auch die Mehrkosten.

Ein Beispiel:

Die Regelleistung sieht bei einem fehlenden Zahn vor, dass die Patienten eine Zahnbr√ľcke erhalten. Entscheiden sich diese jedoch f√ľr ein kostspieligeres, aber hochwertigeres Implantat, m√ľssen sie selbst f√ľr die Mehrkosten aufkommen.

Die Krankenkassen bezuschussen die Behandlung mit 50 Prozent (oder 70 bis 80 Prozent) entsprechend den Kosten f√ľr die Regelversorgung, sofern der Zahnersatz medizinisch notwendig ist.

Die Leistungen f√ľr Zahnf√ľllungen richten sich danach, wo sich die Z√§hne befinden. F√ľr F√ľllungen der Frontz√§hne, √ľbernehmen die Krankenkassen die Kosten f√ľr √§sthetische Kunststofff√ľllungen. F√ľr F√ľllungen der Seitenz√§hne kommt die GKV nur f√ľr Amalgamf√ľllungen auf, die sich optisch von der Zahnfarbe unterscheiden. W√ľnschen die Patienten eine zahnfarbene Kunststofff√ľllung bei Z√§hnen, die sich nicht im sichtbaren Bereich befinden, m√ľssen sie die Mehrkosten selbst tragen.

Der Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen zum Zahnersatz betr√§gt regul√§r 50 Prozent der Regelleistung. Mitglieder, die in den letzten f√ľnf Jahren mindestens eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt durchf√ľhren lie√üen, erhalten 70 Prozent Festzuschuss. Dieser steigt auf 80 Prozent, wenn die j√§hrliche Kontrolle ununterbrochen innerhalb der letzten zehn Jahre stattfand.

Zusatzleistungen der gesetzlichen Krankenversicherer

W√§hrend die Regelversorgung bei jeder Krankenkasse nahezu identisch ist, unterscheiden sie sich in Bezug auf ihre Zusatzleistungen. Dabei kann es sich um Bonusprogramme handeln oder um Festzusch√ľsse, die Patienten bei der Inanspruchnahme grunds√§tzlich nicht versicherter Leistungen erhalten.

Vorsorge und Prävention

Einige Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen erst ab einem bestimmten Alter bezahlt. Dazu geh√∂ren das Hautkrebsscreening und die Geb√§rmutterhalskrebsvorsorge. Manche Kassen bieten ihren Mitgliedern schon in j√ľngeren Jahren die komplette oder anteilige Kosten√ľbernahme.

Die professionelle Zahnreinigung soll die Entstehung von Karies oder Parodontitis vorbeugen, sie gehört jedoch nicht zur Regelleistung der GKV. Einige Kassen beteiligen sich finanziell an einer jährlichen Zahnreinigung.

Das Ausw√§rtige Amt empfiehlt f√ľr bestimmte L√§nder Reiseimpfungen. Diese werden grunds√§tzlich nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Manche Krankenkassen erstatten ihren Mitgliedern die Kosten.

Zur Vorsorge und Pr√§vention geh√∂ren auch Ma√ünahmen zum Stressabbau und F√∂rderung der k√∂rperlichen Gesundheit. Aus diesem Grund beteiligen sich einige Krankenkassen an den Kosten f√ľr Sport- und Selbsthilfekurse oder sogar f√ľr ein Fitnessstudio. Versicherte k√∂nnen jedoch nicht wahllos einen Kurs besuchen, sondern m√ľssen die mit der Kasse kooperierenden Anbieter in Anspruch nehmen.

Erweiterte Leistungen bei Schwangerschaften und Geburten

Neben den gesetzlichen Leistungsvorgaben f√ľr Schwangere und M√ľtter bieten manche Krankenkassen dar√ľber hinausgehende Leistungen an. Beispielsweise die Kosten√ľbernahme oder Bezuschussung folgender Ma√ünahmen:

  • Geburtsvorbereitungskurse
  • Alternative Medizin
  • Triple-Test-Blutuntersuchung
  • 3D-Ultraschall
  • K√ľnstliche Befruchtung
  • Vorsorgema√ünahmen f√ľr Kleinkinder und Neugeborene

Alternative Heilmethoden

Alternative Heilmethoden werden nicht von allen Kassen unterst√ľtzt. Doch mittlerweile bieten viele gesetzliche Krankenversicherer eine Kosten√ľbernahme oder einen Zuschuss f√ľr Heilpraktikerbehandlungen und alternative Therapien an. Allerdings muss die Behandlung bei einem zugelassenen Arzt erfolgen.

Bonusprogramme

Bonusprogramme sollen Kassenmitgliedern einen Anreiz zur F√∂rderung ihrer eigenen Gesundheit bieten. Dabei gehen die Kassen auf unterschiedliche Art vor. Einige bezahlen ihren Mitgliedern einen Bonus, wenn sie Nichtraucher sind, regelm√§√üig an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen oder Kurse in einem Fitnessstudio belegen. Andere Krankenkassen erweitern ihren Leistungskatalog f√ľr Mitglieder, welche die Anforderungen des Bonusprogramms erf√ľllen. Beispielsweise √ľbernehmen sie die Kosten f√ľr eine professionelle Zahnreinigung.

Patientenschulungen

Patientenschulungen richten sich im Regelfall an Personen, die an einer chronischen Erkrankung leiden. Im Rahmen eines Kurses sollen sie lernen, mit ihrer Krankheit umzugehen und eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes bestmöglich zu vermeiden.

Patientenschulungen können regional oder auch als Kuraufenthalt stattfinden.

Weitere Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherer

Die zus√§tzlichen Leistungen der Krankenkassen k√∂nnen sich von Haushaltshilfen bei anhaltender Erkrankung bis hin zur freien Krankenhauswahl erstrecken. Verbraucher sollten daher die Leistungskataloge der Kassen genau vergleichen und selbst festlegen, in welchen Bereichen ihnen eine Kosten√ľbernahme oder Bezuschussung zugutekommen w√ľrden.

Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

Die Höhe des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung bemisst sich prozentual anhand des Arbeitsentgelts, des Ausbildungsgehalts oder der Rentenleistung. Der gesetzliche festgeschriebene Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent.

Bei Arbeitnehmern und Auszubildenden tr√§gt der Arbeitgeber die H√§lfte des Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet, die Versicherten bezahlen lediglich 7,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens an die Krankenkasse. Bei Rentnern beteiligt sich die Rentenversicherung am Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung, sodass auch sie nur 7,3 Prozent ihrer Rente an die Kassen bezahlen m√ľssen. Bei selbstst√§ndigen K√ľnstlern und Publizisten kommt die K√ľnstlersozialkasse f√ľr den Arbeitgeberanteil zur GKV auf.

Auszubildende bezahlen wie Arbeitnehmer die Hälfte des Beitragssatzes abhängig von ihrem Lohn. Verdienen sie jedoch weniger als 325 Euro im Monat, muss ihr Arbeitgeber die Beiträge zur Kranken- und Sozialversicherung in voller Höhe tragen.

Beitragsbemessungsgrenze der GKV

F√ľr den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung sieht der Gesetzgeber eine Beitragsbemessungsgrenze vor. Bei Pflichtversicherten wie auch bei freiwillig Versicherten werden die Eink√ľnfte bis maximal 4.537,50 Euro im Monat, beziehungsweise 54.450 Euro im Jahr ber√ľcksichtigt (Stand 2019). Damit zahlen Angestellte einen maximalen Beitrag f√ľr ihre gesetzliche Krankenversicherung von 331,24 Euro.

GKV Beitrag f√ľr freiwillig Versicherte

Manche Personengruppen unterliegen nicht der Versicherungspflicht, das bedeutet, sie d√ľrfen sich theoretisch privat krankenversichern. Bleiben sie jedoch Mitglied bei einer Krankenkasse, gelten sie als ‚Äěfreiwillig Versicherte‚Äú.

Freiwillig Versicherte wie Selbstständige und Freiberufler können zwischen dem regulären Beitragssatz von 14,6 Prozent oder einem ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent wählen. Der ermäßigte Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung sieht keine Krankengeldleistung ab dem 43. Krankheitstag vor.

Der erm√§√üigte Beitragssatz ohne Krankengeld empfiehlt sich nur dann, wenn die Selbstst√§ndigen mit einer privaten Krankenzusatzversicherung wie ‚ÄěKrankentagegeld ab dem ersten Krankheitstag‚Äú vorgesorgt haben.

Der Beitrag f√ľr die gesetzliche Krankenversicherung errechnet sich bei freiwillig Versicherten anhand ihres tats√§chlichen Einkommens. Dazu geh√∂ren nicht nur die Arbeitseinnahmen, sondern auch Ertr√§ge aus Vermietungen und Kapitalverm√∂gen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Freiberufler und Selbstst√§ndige zahlen ihre Beitr√§ge zur Sozialversicherung komplett selbst. Dementsprechend entspricht ihr Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung 14,6 oder 14,0 Prozent ihrer Einnahmen bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze. Freiwillig Versicherte ohne Arbeitgeber zahlen damit einen H√∂chstbetrag f√ľr die GKV in H√∂he von 662,48 Euro im Monat zuz√ľglich Zusatzbeitrag.

Zusätzlicher Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

Krankenkassen, die ihren finanziellen Bedarf nicht durch Gesundheitsfonds und die regul√§ren Beitr√§ge zur gesetzlichen Krankenversicherung decken k√∂nnen, d√ľrfen einen Zusatzbeitrag verlangen. Dieser betr√§gt durchschnittlich 1,0 Prozent.

Bei Angestellten wird der Zusatzbeitrag seit 2019 zu gleichen Teilen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt, Selbstst√§ndige und Freiberufler m√ľssen diesen in voller H√∂he selbst bezahlen.

Beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern

Die GKV ist f√ľr Familien sehr g√ľnstig, da Kinder, Ehegatten und eingetragene Lebenspartner unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert sind. Auf diese Weise kann die gesamte Familie mit nur einem Beitrag √ľber die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert sein.

Voraussetzungen f√ľr die Familienversicherung

Damit Familienmitglieder beitragsfrei mitversichert sind, m√ľssen folgende Voraussetzungen erf√ľllt sein:

  • Das Familienmitglied lebt in Deutschland
  • Das Familienmitglied darf nicht der Versicherungspflicht unterliegen
  • Das Familienmitglied darf nicht hauptberuflich selbstst√§ndig t√§tig sein oder mehr als 445 Euro im Monat verdienen - bei Minijobs liegt die Grenze bei 450 Euro im Monat

Kinder können solange beitragsfrei mitversichert sein, bis sie selbst arbeiten, unverheiratet sind und das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Familienversicherung verlängert sich bis zum 25. Lebensjahr, wenn sie einer beruflichen oder schulischen Ausbildung nachgehen.

Kinder, die aufgrund einer Behinderung keinem Erwerb nachgehen und nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, können auch nach de 23. Beziehungsweise 25. Lebensjahr beitragsfrei familienversichert bleiben.

Welche gesetzliche Krankenversicherung ist die beste?

Viele Verbraucher fragen sich, welche gesetzliche Krankenversicherung ist die beste? Doch grunds√§tzlich l√§sst sich diese Frage nicht pauschal beantworten, da die Regelleistungen der Krankenkassen sich nicht gravierend unterscheiden. Unterschiede werden erst in Bezug auf die Zusatzleistungen und Bezuschussungen sichtbar. Da jedoch jede Person einen eigenen individuellen Bedarf hat, ist die Frage nach der besten gesetzlichen Krankenversicherung von den eigenen Lebensumst√§nden und Bed√ľrfnissen abh√§ngig.

Viele Pflichtversicherte wechseln ihre Krankenkasse nicht. Sie sind in vielen F√§llen auch nach der Familienversicherung als junge Erwachsene weiterhin Mitglied bei der Kasse ihrer Eltern. Doch mit einem Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherungen k√∂nnten sie nicht nur aufgrund der Bonusprogramme Geld sparen, sondern auch von zus√§tzlichen Leistungen und Zusch√ľssen profitieren. Dar√ľber hinaus bieten zunehmend mehr Versicherungstr√§ger ein vereinfachtes Antrags- und Leistungsverfahren an, wodurch die Mitglieder einfach per App oder √ľber das Kundencenter im Internet mit der Krankenkasse korrespondieren k√∂nnen. Denn auch der Service und die Abwicklung im Leistungsfall sollten auf der Suche nach der besten gesetzlichen Krankenversicherung eine Rolle spielen.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

GKV vergleichen

Jetzt vergleichen und sparen

Unverbindlich

Unabhängig     
Kostenlos       

Der Gesetzliche Krankenversicherung-Vergleich lohnt sich jedoch nicht nur in Bezug auf die Leistungs- und Servicequalit√§ten einer Kasse. Der Zusatzbeitrag kann, vor allem bei Selbstst√§ndigen und Freiberuflern, einen entscheidenden Unterschied in Bezug auf die Kosten f√ľr die Absicherung der eigenen Gesundheit ausmachen. Verlangt die Krankenkasse einen h√∂heren Zusatzbeitrag als die durchschnittlichen 1,0 Prozent, kann ein Wechsel durchaus mit Sparpotenzial verbunden sein.

Gesetzliche Krankenversicherung-Vergleich

Verbraucher, die mit dem Service, dem Preis oder den Leistungen ihrer Krankenkassen unzufrieden sind, k√∂nnen einen Wechsel zu einem anderen Versicherungstr√§ger anstreben. Beim Vergleich der gesetzlichen Krankenversicherungen sollten sie sich nicht auf einen branchenspezifischen oder regionalen Anbieter beschr√§nken, sondern bundesweit vergleichen. Zuvor ist es jedoch wichtig, dass sich die Kassenmitglieder dar√ľber im Klaren sind, welche Leistungen und Zusch√ľsse sie in Anspruch nehmen und von welchem Bonusprogramm sie profitieren w√ľrden. Auf diese Weise k√∂nnen Verbraucher herausfinden, welche gesetzliche Krankenversicherung f√ľr sie die beste ist.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Solidaritätsprinzip

Die Beitr√§ge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind einkommensabh√§ngig. Basis ist der gesamte Bruttoertrag, von dem der Einheitspr√§miensatz von 14,6% abgezogen wird (ab 2018). Diese ist im gleichen Verh√§ltnis zwischen der versicherten Person und dem Arbeitgeber mit jeweils 7,3 % verteilt. Dar√ľber hinaus erhebt jede Krankenkasse einen Zusatzbeitrag in unterschiedlicher H√∂he. Wird der Betrag, der der Berechnung des Beitrags zugrunde liegt (2018: 4425,00 EUR), √ľberschritten, so wird die Berechnung durch die Einnahmen nicht beeinflusst. Kinder und Ehepartner k√∂nnen kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden.

Die größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland

Ende 2018 waren von rund 83 Millionen Deutschen 72,8 Millionen gesetzlich krankenversichert - darunter auch Kinder und Ehe- oder Lebenspartner ohne Einkommen. 2012 lag die Zahl der gesetzlich Versicherten bei 69,7 Millionen.

Aufgrund der Zunahme von Kassenmitgliedern und dem R√ľckgang von Versicherungstr√§gern konnten sich Krankenkassen wie die Techniker und die Barmer mit Abstand als gr√∂√üte Krankenversicherer Deutschlands durchsetzen. Mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern steht die Techniker weit vorne an der Spitze der Krankenkasse, dicht gefolgt von der Barmer mit 9,1 Millionen und der DAK mit 5,7 Millionen Versicherten.

AOK
%
BKK
%
IKK
%
vdek + Sonstige
%

Quelle: www.vdek.com

Unterschied pflichtversichert und freiwillig gesetzlich versichert

Seit 2009 besteht in Deutschland eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Das bedeutet, dass jede Person die Absicherung durch einen Krankenversicherer vorweisen muss. Allerdings k√∂nnen einige Personen w√§hlen, ob sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein m√∂chten oder sich privat bei einer Krankenversicherung absichern. Wer die Voraussetzungen erf√ľllt, zwischen der GKV oder PKV w√§hlen zu k√∂nnen, kann freiwillig gesetzlich versichert sein. Wer die Anforderungen f√ľr eine private Krankenversicherung nicht erf√ľllt, gilt hingegen als pflichtversichert.

Pflichtversicherung in Deutschland

Grunds√§tzlich besteht f√ľr jede Person in Deutschland Versicherungspflicht. In der GKV m√ľssen sich alle sozialversicherungspflichtig Besch√§ftigten absichern, deren Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Mitglied einer Krankenkasse m√ľssen auch Bezieher von Arbeitslosengeld sein und Rentner, die zuvor nicht privat krankenversichert waren.

Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung

Beamte, Selbstst√§ndige, Freiberufler und Arbeitnehmer, deren Einkommen √ľber der Jahresentgeltgrenze liegt, k√∂nnen sich privat krankenversichern. Die Absicherung bei einer privaten Krankenversicherung ist f√ľr diese Personen nicht verpflichtend. Bleiben sie allerdings Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse, sind sie freiwillig gesetzlich versichert.

Die folgenden Personengruppen können freiwillig Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung sein:

  • Selbstst√§ndige, Freiberufler und Beihilfeberechtigte
  • Rentner, die aufgrund der fehlenden Vorversicherungszeit nicht pflichtversichert sind
  • Studierende, die √§lter als 30 Jahre sind
  • Personen ohne Erwerbst√§tigkeit (Hausfrauen und Hausm√§nner)
  • Arbeitnehmer mit einem monatlichen Arbeitsentgelt von 5.062,50 Euro (Stand 2019)
  • Kinder, bei denen das Elternteil mit dem h√∂heren Einkommen √ľber der Jahresarbeitsentgeltsgrenze liegt und privat versichert ist
  • Schwerbehinderte Menschen, wenn sie selbst, ein Elternteil oder der Ehe- oder Lebenspartner in den letzten f√ľnf Jahren f√ľr mindestens drei Jahre Mitglied einer Krankenkasse war

Als Voraussetzung f√ľr eine freiwillige gesetzliche Versicherung gilt mitunter, dass f√ľr die Versicherten vor Ende der Versicherungspflicht eine Kassenmitgliedschaft von mindestens 12 Monaten bestand oder sie nachweisen k√∂nnen, dass sie in den letzten f√ľnf Jahren insgesamt mindestens 24 Monate versichert waren.

Die Voraussetzungen f√ľr eine freiwillige gesetzliche Versicherung werden im Sozialgesetzbuch unter ¬ß 9 geregelt.

Was zeichnet die GKV aus?

Solidaritätsprinzip

Der Leistungsanspruch der Mitglieder richtet sich nach ihrer Bed√ľrftigkeit und ist nicht vom Beitrag abh√§ngig. Besserverdienende und gesunde Menschen sichern die Finanzierung von Geringverdienern und kranken Mitgliedern. Denn der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bemisst sich an der finanziellen Leistungsf√§higkeit und ist nicht abh√§ngig vom Alter oder Gesundheitszustand der Versicherten.

Einheitliche Leistungen

Jedem Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse stehen dieselben Leistungen zu. Es gibt keine Leistungsunterschiede innerhalb eines Versicherungsträgers.

Leistungsfähigkeitsprinzip

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung betr√§gt 14,6 beziehungsweise 7,3 Prozent des Arbeitsentgelts zuz√ľglich Zusatzbeitrag. Der Beitrag steigt mit zunehmendem Einkommen und f√§llt, bei sinkenden Eink√ľnften. Damit passt er sich immer an die Leistungsf√§higkeit der Versicherten an.

Beitragsfreie Mitversicherung

Familienmitglieder k√∂nnen unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert werden. W√§hrend bei einer privaten Krankenversicherung f√ľr jede versicherte Person ein eigener Beitrag erhoben wird, k√∂nnen bei der GKV mehrere Familienmitglieder mit nur einem Beitrag abgesichert werden.

Keine Ausschl√ľsse

Vorerkrankungen spielen bei einer gesetzlichen Absicherung keine Rolle, da die Krankenkassen einheitliche Leistungen f√ľr jedes Mitglied bieten. Selbst Personen mit schweren oder chronischen Erkrankungen haben einen zuverl√§ssigen Versicherungsschutz im Rahmen der Regelleistungen - auch wenn sie die Krankenversicherung wechseln.

Versicherung Schaden melden

Zur√ľck in die gesetzliche Krankenversicherung - Tipps & Tricks

Es gibt verschiedene Gr√ľnde, weshalb Privatversicherte zur√ľck in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln m√∂chten. Doch die R√ľckkehr ist nicht immer leicht und an einige Voraussetzungen gebunden. Ab einem bestimmten Alter wird es f√ľr privat Krankenversicherte zudem besonders schwer, gar unm√∂glich, in die GKV zu wechseln. Im Folgenden erfahren Betroffene, welche Voraussetzungen sie erf√ľllen m√ľssen und wie es mit der R√ľckkehr in die gesetzliche Krankenversicherung klappt.

Wieso komme ich nur schwer aus der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche zur√ľck?

‚ÄěWie komme ich wieder in die gesetzliche Krankenversicherung?‚Äú Diese Frage stellen sich viele Privatversicherte. Tats√§chlich ist es f√ľr sie nicht leicht, von der PKV in die GKV zur√ľckzukommen. Grund daf√ľr ist, dass der Gesetzgeber vermeiden m√∂chte, dass die Versicherten in jungen Jahren von den verbesserten Leistungen der privaten Krankenversicherung zu g√ľnstigen Pr√§mien profitieren, und mit steigender Beitragslast im Alter in die preiswertere Krankenkasse wechseln.

Welche Voraussetzungen m√ľssen f√ľr einen Wechsel in die GKV erf√ľllt werden?

Ob und wie ein Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist, hängt von den beruflichen Umständen der Versicherten ab. Noch dazu spielt es eine Rolle, ob sie die Altersgrenze von 55 Jahren bereits erreicht haben.

Wechselm√∂glichkeiten f√ľr Angestellte

Angestellte können von der PKV in die GKV wechseln, wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze des jeweiligen Bemessungsjahres unterschreitet. 2019 liegt diese bei einem Jahreseinkommen von 60.750,00 Euro.

Eine Unterschreitung liegt beispielsweise vor, wenn der Arbeitgeber das Gehalt k√ľrzt, die Angestellten weniger Arbeitsstunden leisten oder Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld entfallen.

Entgeltumwandlung als R√ľckkehrm√∂glichkeit in die GKV

Arbeitnehmer, die nur knapp √ľber die Versicherungspflichtgrenze liegen, k√∂nnen ihr Einkommen durch eine Entgeltumwandlung in Form einer betrieblichen Altersvorsorge schm√§lern. Auf diese Weise werden sie wieder Versicherungspflichtig und sorgen zeitgleich f√ľr das Alter vor.

Wechselm√∂glichkeiten f√ľr Selbstst√§ndige

Selbstständige, die einen Wechsel in die GKV anstreben, können dies nur, wenn sie eine sozialversicherungspflichtige Anstellung annehmen. Allerdings muss ihr Einkommen als Arbeitnehmer unter der Versicherungspflichtgrenze liegen.

F√ľr einen Wechsel in die GKV muss die Selbstst√§ndigkeit nicht komplett aufgegeben werden. Allerdings darf diese nur als Nebenerwerb ausgef√ľhrt werden, w√§hrend die Festanstellung den Hauptberuf darstellt. Als Hauptberuf gilt die Besch√§ftigung, die den Hauptanteil der Gesamtarbeitszeit und Einnahmen ausmacht.

Wechselm√∂glichkeiten f√ľr Personen √ľber 55 Jahren

F√ľr Personen, welche die Altersgrenze von 55. Jahren erreicht haben, ist es besonders schwer, in die gesetzliche Krankenversicherung zur√ľckzukommen. Sie k√∂nnen als Angestellte nur dann Wechseln, wenn sie die Voraussetzungen f√ľr eine Familienversicherung √ľber ihren Ehe- oder Lebenspartner erf√ľllen. Daf√ľr m√ľssen sie allerdings weniger als 445 Euro im Monat verdienen oder einen Minijob mit einem Monatseinkommen von maximal 450 Euro eingehen. Diese Vorgaben gelten auch f√ľr Selbstst√§ndige, die in die gesetzliche Krankenversicherung zur√ľckkehren m√∂chten. Allerdings m√ľssen diese zus√§tzlich ihr Gewerbe aufgeben.

Wie komme ich aus der privaten Krankenversicherung in die Gesetzliche, wenn ich keine dieser Voraussetzungen erf√ľlle?

Wenn die Voraussetzungen f√ľr einen Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die GKV nicht erf√ľllt sind, gibt es weitere M√∂glichkeiten, Mitglied einer Kasse zu werden.

  • Wer ins Ausland zieht und dort f√ľr mindestens 12 Monate Versicherungsnehmer einer gleichwertigen Pflichtversicherung wird, kann bei seiner R√ľckkehr nach Deutschland Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden. In den meisten F√§llen setzt die Versicherung im Ausland jedoch einen Wohnsitz und einen Arbeitgeber in dem jeweiligen Land voraus.
  • Personen unter 55 Jahren, die sich arbeitslos melden und Arbeitslosengeld I beziehen, unterliegen wieder der gesetzlichen Versicherungspflicht. Selbstst√§ndige m√ľssen allerdings einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben.

Diese M√∂glichkeiten zum Wechsel in die GKV sind nicht f√ľr jede Person zu empfehlen. Es muss individuell gepr√ľft werden, ob sich f√ľr die Betroffenen nicht erhebliche Nachteile ergeben k√∂nnen.

Nachteile ber√ľcksichtigen

Der Wechsel von der privaten Krankenversicherung in die Gesetzliche sollte gut durchdacht sein. Denn auch wenn die GKV vor allem finanzielle Vorteile mit sich bringt, m√ľssen die Versicherten in den Meisten F√§llen mit erheblichen Leistungsverschlechterungen gegen√ľber der PKV rechnen.

Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung?

Der Beitrag f√ľr die gesetzliche Krankenversicherung ist immer prozentual vom Einkommen abh√§ngig. Es kann zu leichten Abweichungen zwischen Personen mit demselben Gehalt kommen, wenn sie unterschiedlichen Krankenkassen angeh√∂ren, die verschiedene Zusatzbeitr√§ge verlangen.

Das kostet die gesetzliche Krankenversicherung f√ľr Angestellte

Angestellte zahlen nur 50 Prozent ihres Beitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, da ihr Arbeitgeber f√ľr die andere H√§lfte aufkommt. F√ľr die H√∂he des Beitrags ist nur das Gehalt relevant, weder der Gesundheitszustand noch das Alter spielen eine Rolle.

  • F√ľr ein Bruttoeinkommen von 2.000 Euro und 0,9 Prozent zus√§tzlicher Beitrag bezahlen die Versicherten 155,00 Euro im Monat f√ľr ihre GKV.
  • Bei einem Bruttolohn von 2.500 Euro und einem Zusatzbeitrag von 0,7 Prozentpunkten betr√§gt der Krankenkassenbeitrag 191,25 Euro im Monat.
  • Angestellte mit einem Einkommen von 3.500 Euro und einer Krankenversicherung mit einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozentpunkten f√ľhren 274,75 Euro von ihrem Lohn an die GKV ab.

Was kostet die gesetzliche Krankenversicherung f√ľr Selbstst√§ndige?

Bei Selbstst√§ndigen werden die Gesamteink√ľnfte inklusive Miet- oder Pachteinnahmen sowie Ertr√§ge aus Kapitalgesch√§ften ber√ľcksichtigt. Im Vergleich zu den Arbeitnehmern bezahlen sie den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung in voller H√∂he selbst.

  • Mit Eink√ľnften von 2.000 Euro und 0,9 Prozentpunkten Zusatzbeitrag betr√§gt der GKV-Beitrag 298,00 Euro.
  • Mit 3.500 Euro Eink√ľnften und 1,1 Prozentpunkten Zusatzbeitrag zahlen Selbstst√§ndige 528,50 Euro im Monat.
  • Bei Einnahmen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze und einem Zusatzbeitrag von 0,7 Prozent betr√§gt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung 667,01 Euro im Monat.

Mindestbeitrag f√ľr freiwillig Versicherte

Freiwillig gesetzlich Versicherte m√ľssen einen Mindestbeitrag f√ľr ihre Absicherung bezahlen. Daf√ľr setzt der Staat eine Mindestbemessungsgrenze von 1.038 Euro voraus - dies entspricht einem Mindestbeitrag von 145 Euro im Monat bei Verzicht auf Krankengeld.

Vor 2019 mussten Selbstst√§ndige und Existenzgr√ľnder noch einen Mindestbeitrag von mehr als 400 Euro im Monat bezahlen. Erst mit dem GKV-Versichertenentlastungsgesetz wurde die Bemessungsgrenze f√ľr freiwillig Versicherte um mehr als 50 Prozent gesenkt.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Sparen Sie auch bei anderen Versicherungen

Wie hat Ihnen dieser Ratgeber gefallen?

[Gesamt:6    Durchschnitt: 4.8/5]
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
error: