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Entgeltumwandlung (Gehaltsumwandlung)
Darum ist sie so wichtig!

Einzahlung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Attraktives Modell der betrieblichen Altersvorsorge

Einsparungen bei Sozialversicherungsbeiträgen

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Fakten auf einen Blick

  • Bei der Entgeltumwandlung verzichten Angestellte auf einen Teil ihres Gehalts, um diesen in die betriebliche Altersvorsorge zu investieren.
  • Durch den Gehaltsverzicht reduzieren sich Steuern und Sozialabgaben.
  • Der steuerfreie H√∂chstbetrag zur Entgeltumwandlung liegt 2019 bei 6.432 Euro im Jahr.

Was bedeutet Entgeltumwandlung?

Wird die betriebliche Altersvorsorge nicht allein vom Arbeitgeber bereitgestellt, so bezeichnet man die Einzahlung des Arbeitnehmers in die Altersvorsorgeeinrichtung als Entgeltumwandlung. Bei einer Bruttoentgeltumwandlung erfolgt die Zahlung des Versicherungsbeitrages, beziehungsweise die Einzahlung in eine Unterst√ľtzungskasse, steuer- und sozialabgabenfrei aus dem Bruttolohn oder Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Bei der Nettoentgeltumwandlung werden die Beitr√§ge wie bei einem privaten Versicherungsvertrag aus dem bereits versteuerten und mit Sozialabgaben belegten Nettoarbeitsentgelt gezahlt. Staatliche F√∂rderungen k√∂nnen in Form von Riesterzulagen geltend gemacht werden.

Was hei√üt ‚ÄěEntgeltumwandlung‚Äú genau?

Der Begriff ‚ÄěEntgeltumwandlung‚Äú bedeutet, dass ein Teil des Entgelts (Lohn) als Beitrag f√ľr die Altersvorsorge aufgewendet wird. Arbeitnehmer verzichten also auf einen Anteil ihres Gehalts, um diesen f√ľr die Zukunft zu investieren. Synonym zur Entgeltumwandlung lassen sich auch die Begriffe ‚ÄěLohn- oder Gehaltsumwandlung‚Äú sowie ‚ÄěLohn-, Entgelt- oder Gehaltsverzicht‚Äú verwenden.

Unterst√ľtzungskasse oder Direktversicherung: Wie wird die Entgeltumwandlung angelegt?

Um von einem Gehaltsverzicht Gebrauch machen zu k√∂nnen, m√ľssen die Arbeitnehmer eine betriebliche Altersvorsorge abschlie√üen. Da ihr Arbeitgeber dabei als Vertragspartner fungiert, entscheidet dieser, bei welchem Anbieter die Altersvorsorge abgeschlossen wird. Dennoch sollten Verbraucher sich nicht alleinig auf die Optionen des Unternehmens verlassen. Sie sollten die Konditionen mit weiteren Anbietern vergleichen und ihrem Arbeitgeber unter Umst√§nden eine andere Gesellschaft vorschlagen.

Eine Gehaltsumwandlung lässt sich in folgenden Vorsorgeprodukte anlegen:

F√ľr Personen im √∂ffentlichen Dienst gelten Tarifvertr√§ge zur Entgeltumwandlung. Diese sind im Regelfall an die Entgeltumwandlung der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der L√§nder) gebunden.

Warum ist die Gehaltsumwandlung so wichtig?

Arbeitgeber sind seit dem Jahr 2002 verpflichtet, eine betriebliche Altersvorsorge im Rahmen der Entgeltumwandlung anzubieten.

Bei der Entgeltumwandlung setzen die Arbeitnehmer einen Teil ihres Gehalts f√ľr die Finanzierung der Altersvorsorgebeitr√§ge ein. Sie sichern sich damit Steuervorteile und Ersparnisse bei den Sozialversicherungsbeitr√§gen. Bei Versicherungsvertr√§gen, die ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt: F√ľr Beitr√§ge bis 268 Euro pro Monat fallen aktuell keine Sozialversicherungsbeitr√§ge an. Altersvorsorgebeitr√§ge bis 536 Euro sind in voller H√∂he steuerfrei. (Stand M√§rz 2019).

Der Versicherer wird stets vom Arbeitgeber ausgewählt. Der Arbeitnehmer kann einen Vertrag zu besseren Konditionen vorschlagen. Einen Rechtsanspruch hierauf hat er nicht.

Neben den staatlichen F√∂rderungen sind vor allem die g√ľnstigeren Konditionen interessant, zu denen die Versicherungsvertr√§ge vom Arbeitgeber abgeschlossen werden k√∂nnen. Da dieser oft Vertr√§ge f√ľr die gesamte Belegschaft abschlie√üt, profitiert er von Gruppenrabatten, die den Versicherungsbeitrag reduzieren. So ist gestaltet sich die Absicherung √ľber den Arbeitgeber gegen√ľber der privaten Altersvorsorge, die vom Versicherten selbst organisiert wird, oft profitabler.

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?

Bei der Entgeltumwandlung verzichten die Arbeitnehmer auf einen Teil ihres Lohns. Dabei ist elementar, dass der Betrag aus dem Bruttogehalt gesch√∂pft wird. Demzufolge reduziert sich der zu versteuernde Anteil des Einkommens. Auch die Sozialabgaben f√ľr Krankenversicherung und Pflegeversicherung, Rente und Arbeitslosenabsicherung fallen niedriger aus. Ein gutes Beispiel f√ľr die Entgeltumwandlung l√§sst sich mit einem Rechner f√ľr das Brutto-Netto-Einkommen erstellen:

30-jähriger, lediger und kinderloser Arbeitnehmer. Gesetzlich versichert, Steuerklasse 1
Bruttolohn: 2.500 Euro
Ohne betriebliche Altersvorsorge
Zu versteuerndes Einkommen: 2.500 Euro

Rentenversicherung: 232,50
Arbeitslosenversicherung: 31,25 Euro
Pflegeversicherung: 44,38 Euro
Krankenversicherung: 193,75 Euro
Gesamt Sozialabgaben: 501,88 Euro

Lohnsteuer: 294,00 Euro
Solidaritätszuschlag: 16,17 Euro
Kirchensteuer: 23,52 Euro
Gesamt Steuern: 333,69 Euro
Bruttolohn: 2.500 Euro
Aufwendung f√ľr bAV: 200 Euro
Zu versteuerndes Einkommen: 2.300 Euro

Rentenversicherung: 213,90
Arbeitslosenversicherung: 28,75 Euro
Pflegeversicherung: 40,83 Euro
Krankenversicherung: 178,25 Euro
Gesamt Sozialabgaben: 461,73 Euro

Lohnsteuer: 247,50 Euro
Solidaritätszuschlag: 13,61 Euro
Kirchensteuer: 19,80 Euro
Gesamt Steuern: 461,73 Euro
Nettogehalt: 1.664,43 Euro Nettogehalt: 1.557,36 Euro

Dieses Beispiel macht deutlich, welche Vorteile die Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersvorsorge hat. Die Beispielperson bringt monatlich einen Betrag von 200 Euro f√ľr die Altersvorsorge auf. Die tats√§chliche, sp√ľrbare Belastung liegt jedoch bei 107,07 Euro im Monat (1.664,43 Euro Gehalt ohne Entgeltumwandlung ‚Äď 1.557,36 Euro Gehalt mit Entgeltumwandlung).

Die Gr√ľnde f√ľr die Einsparung sind bei Ber√ľcksichtigung der Steuern und Sozialabgaben ersichtlich. Da sich das zu versteuernde Einkommen reduziert, sinken auch die Abgaben.

Was spart der Arbeitgeber bei Entgeltumwandlung?

Die Entgeltumwandlung hat nicht nur f√ľr Arbeitnehmer steuerliche Vorteile. Auch der Arbeitgeber spart dadurch Sozialabgaben. Allerdings bezuschussen viele Unternehmen die bAV ihrer Mitarbeiter, wodurch sich der Sparbetrag finanziell kaum mehr auswirkt. Auch verpflichtet das neue Betriebsrentenst√§rkungsgesetz einige Unternehmen zur Arbeitgeberbeteiligung.

Steuerfreier Höchstbetrag der Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung birgt wesentliche steuerliche Vorteile, allerdings sieht der Staat f√ľr die betriebliche Altersvorsorge einen H√∂chstbetrag vor. Bis 2018 lag der steuerfreie H√∂chstbetrag zur Entgeltumwandlung bei vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung. Mit dem Betriebsrentenst√§rkungsgesetz wurde der F√∂rderrahmen jedoch auf acht Prozent erh√∂ht. Davon profitieren vor allem Besserverdiener, die einen h√∂heren Anteil steuerfrei einzahlen k√∂nnen.

Der H√∂chstbetrag zur Entgeltumwandlung liegt 2019 bei 6.432 Euro im Jahr. Dies entspricht acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der GRV. Steuerfrei sind Beitr√§ge, die in eine Direktversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse abgef√ľhrt werden. ( ¬ß 3 Absatz 63 EStG ‚Äď Steuerfreie Betr√§ge bei der Entgeltumwandlung)

Wann ist eine Entgeltumwandlung sinnvoll?

Damit eine Entgeltumwandlung sinnvoll ist, muss die Steuer- und Sozialabgabenverg√ľnstigung rentabler sein, als die Rentenabz√ľge. Das bedeutet, die betriebliche Altersvorsorge muss die niedrigere gesetzliche Rente kompensieren. Zudem ist zu ber√ľcksichtigen, dass die Leistungen der bAV steuer- und sozialabgabenpflichtig sind.

In den meisten F√§llen ist die Entgeltumwandlung sinnvoll, wenn das Unternehmen die bAV bezuschusst. Denn durch die Arbeitgeberbeteiligung wird ein h√∂herer Betrag in die Betriebsrente einbezahlt. Profitabel ist eine betriebliche Altersvorsorge zudem f√ľr Privatversicherte. Wenn sie w√§hrend der Rentenphase privat krankenversichert waren, m√ľssen sie die Leistungen der bAV lediglich versteuern. Es f√§llt kein zus√§tzlicher Beitrag f√ľr die Krankenabsicherung an.

Vorteile und Nachteile

Steuern und Sozialabgaben sparen

Durch die Bruttoentgeltumwandlung lassen sich Steuern und gegebenenfalls Sozialabgaben einsparen.

Eingezahltes Geld ist sicher

Geld, das Arbeitnehmer aus ihrem Bruttogehalt in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt haben, bleibt auch bei einem Jobwechsel oder einer K√ľndigung immer erhalten.

Die von dem Arbeitgeber eingezahlten Beiträge sind nach einer dreijährigen Mindestzugehörigkeit zum Unternehmen und bei einem Mindestalter von 23 Jahren ebenfalls unverfallbar.

Keine Anrechnung auf ALG bzw. Harz IV

Das vom Arbeitnehmer angesparte Geld ist in der Regel vor einer Anrechnung auf das Arbeitslosengeld und Hartz IV gesch√ľtzt.

Sozialversicherungsbeiträge reduzieren gesetzliche Altersrente

Die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge wirken sich im Leistungsfall mindernd auf die gesetzliche Altersrente, die gesetzliche Erwerbsminderungsrente und das Arbeitslosengeld aus.

Steuern und Sozialbeiträge auf Rentenleistung fällig

Steuern und Sozialabgaben werden nur während der Einzahlungsphase eingespart. Im Alter werden Sozialbeiträge und Steuern auf die gesamte Rentenleistung fällig.

Wer kann eine Entgeltumwandlung in Anspruch nehmen und ab wann?

Arbeitnehmer haben einen rechtlichen Anspruch auf die Entgeltumwandlung. Denn seit 2002 sind Unternehmen dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung anzubieten. Dementsprechend k√∂nnen alle Angestellten von den Steuervorteilen profitieren. Dies gilt auch f√ľr Auszubildende, Teilzeitkr√§fte und Minijobber, wenn sie in die Rentenkasse einbezahlen.

Theoretisch kann eine Gehaltsumwandlung mit Arbeitsbeginn beansprucht werden. Da jedoch der Arbeitgeber Vertragspartner bei einer betrieblichen Altersvorsorge ist, warten die meisten Unternehmen die Probezeit ab.

Das Einsparpotenzial bei der betrieblichen Altersvorsorge

Berechnungsbeispiel f√ľr eine Direktversicherung (betriebliche Altersvorsorge im Rahmen einer Entgeltumwandlung)

ohne Entgeltumwandlung mit Entgeltumwandlung Sparpotential
Monatsbruttogehalt 4.000 EUR 3.800 EUR
Sozialabgaben* 803 EUR 763 EUR 40 EUR
Einkommenssteuer* 789 EUR 723 EUR 66 EUR
Nettoeinkommen 2.408 EUR 2.314 EUR

* Quelle: https://www.gehalt.de/ | Arbeitnehmer, 25 Jahre alt, Steuerklasse 1, keine Kinder, Wohnort Berlin, Deutschland | Stand: 31.03.2019

Wichtig: Die Einsparung bei den Sozialversicherungsbeitr√§gen mindern die zuk√ľnftige gesetzliche Rente, die Leistungen aus der Krankenversicherung und aus der Arbeitslosenversicherung.

Auch der Arbeitgeber profitiert von einer Gehaltsumwandlung

Da Altersvorsorgebeiträge zum aktuellen Zeitpunkt bis zu 268 Euro monatlich von der Sozialabgabenpflicht befreit sind, profitiert auch der Arbeitgeber von einer Entgeltumwandlung. Er spart ebenfalls Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 20 Prozent des Bruttoentgelts. Verschiedene Arbeitgeber geben die Einsparungen als Versicherungsbeitrag an ihre Arbeitnehmer weiter.

Seit dem 01.01.2018 gilt in Deutschland das Betriebsrentenst√§rkungsgesetz. Damit wurde auch die 15-Prozent-Pflicht als Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung eingef√ľhrt. Das bedeutet, dass sich Arbeitgeber, die das Sozialpartnermodell nutzen, an der bAV beteiligen m√ľssen, wenn sie dadurch Sozialabgaben sparen. Das Unternehmen muss pauschal 15 Prozent des Umwandlungsbetrages zur betrieblichen Altersvorsorge beisteuern. Dies betrifft Betriebe, die ihren Angestellten eine Beitragszusage gew√§hren.

Wann lohnt sich eine Entgeltumwandlung f√ľr den Arbeitnehmer nicht?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine betriebliche Altersvorsorge in den meisten Fällen lohnenswert ist. Denn die gesetzliche Rente reicht nicht aus, um die Lebenshaltungskosten im Alter zu decken. In einigen Fällen kann eine private Altersvorsorge jedoch rentabler sein. Ob sich eine Gehaltsumwandlung lohnt oder nicht, ist also von der jeweiligen Situation abhängig.

Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht an der bAV:

Wenn sich der Arbeitgeber nicht finanziell an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligt, lohnt sich die Entgeltumwandlung nur begrenzt. Theoretisch k√∂nnen die Versicherten einen h√∂heren Betrag einbezahlen, da ihre Steuer- und Sozialabgabenaufwendungen niedriger sind. Allerdings m√ľssen sie ber√ľcksichtigen, dass auf Leistungen der Altersvorsorge wiederum Steuern und Sozialabgaben f√§llig werden. Au√üerdem reduziert die Entgeltumwandlung den gesetzlichen Rentenanspruch, da ein niedrigerer Betrag einbezahlt wird.

Bei einem geringen Einkommen

Bei einem geringen Einkommen fallen die Steuern und Sozialabgaben bereits niedrig aus. Daher profitieren die Arbeitnehmer nicht direkt von einer Entgeltumwandlung f√ľr ihre Rente. Jedoch sieht das neue Betriebsrentenst√§rkungsgesetze eine Verbesserung f√ľr Geringverdiener vor: Arbeitgeber erhalten eine staatliche F√∂rderung, wenn sie sich an der bAV ihrer Mitarbeiter beteiligen. Sofern das Unternehmen die Arbeitgeberbeteiligung vorsieht, lohnt sich die Entgeltumwandlung auch bei geringen Einkommen.

Tipp: Geringverdiener profitieren in vielen Fällen von einer staatliche geförderten Riester-Rente.

Häufiger Arbeitgeberwechsel

Bei einem h√§ufigen Arbeitgeberwechsel lohnt sich die Entgeltumwandlung nicht. Denn die Unternehmen sind nicht verpflichtet, bestehende Vertr√§ge zu akzeptieren. Da der Arbeitgeber den Anbieter bestimmen kann, riskieren Angestellte, dass sie im Endeffekt mehrere bAV-Vertr√§ge zeitgleich f√ľhren. F√ľr jeden neuen Vertrag m√ľssen sie Abschlusskosten und Verwaltungsgeb√ľhren bezahlen, was zu finanziellen Nachteilen f√ľhrt.

Entgeltumwandlung mindert die gesetzliche Rente

Die Entgeltumwandlung birgt einen entscheidenden Nachteil. Denn sie reduziert die Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse. Damit mindert sich auch der Anspruch an die Altersrente.

Ohne Arbeitgeberbeteiligung kann dies zum Nachteil der Verbraucher sein. Daher lohnt sich die Entgeltumwandlung meist nicht, wenn sich das Unternehmen nicht an der bAV beteiligt.

Beispiel: Ein Sparer zahlt 30 Jahre lang 182 Euro von seinem Bruttogehalt in einen Direktversicherungsvertrag ein. Ohne Zusch√ľsse des Arbeitgebers und einer Verzinsung von 2 Prozent pro Jahr rentieren sich seine Beitragszahlungen erst nach 24 Jahren Rentenbezug. Er m√ľsste mindestens 91 Jahre alt werden. Der Garantiezins f√ľr Direktversicherungen lag im Jahr 2018 bei 0,9 Prozent.

Quelle: https://www.finanztip.de/

Alternativen zur Entgeltumwandlung

Die gesetzliche Rente allein ist f√ľr Verbraucher nicht ausreichend. Schlie√üen diese keine Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung ab, sollten sie sich √ľber Alternativen informieren.

  • Eine m√∂gliche Alternative stellen staatlich gef√∂rderte Produkte wie die Basisrente oder die Riester-Rente dar. Letzteres lohnt sich vor allem f√ľr Geringverdiener und Personen mit mehreren Kindern. Zahlen die Versicherten mindestens vier Prozent ihres Einkommens in die Rente ein, erhalten sie vom Staat Zulagen in H√∂he von 175 Euro.
  • Eine weitere Option ist eine Direktversicherung mit Beitr√§gen aus dem Nettogehalt. In diesem Fall versteuern die Versicherten ihr Einkommen in voller H√∂he. Den Monatsbeitrag entrichten sie anschlie√üend aus ihrem versteuerten Gehalt. Der Vorteil dabei ist, dass durch den Verzicht auf Entgeltumwandlung die betriebliche Altersvorsorge in der Steuererkl√§rung geltend gemacht werden kann. Allerdings lohnt sich dieses Vorgehen nicht in allen F√§llen. Ein Brutto-Netto-Rechner hilft dabei, die Ersparnisse durch eine Entgeltumwandlung mit den Steuervorteilen bei der Lohnsteuererkl√§rung zu vergleichen.
  • Versicherungsgesellschaften bieten zudem klassische verzinste Rentenprodukte sowie fondsgebundene Altersvorsorgen an. Dabei handelt es sich um private Absicherungen, die nicht mit der betrieblichen Altersvorsorge verbunden sind. Um eine geeignete Versicherung zu finden, empfiehlt sich unser Vergleichsrechner. Mit diesem k√∂nnen Verbraucher die Konditionen verschiedener Tarife schnell und √ľbersichtlich √ľberpr√ľfen.

Was ist eine Barlohnumwandlung?

Eine Barlohnumwandlung wird meist aus steuerlichen Gr√ľnden durchgef√ľhrt. Sie bezeichnet die Umwandlung von Lohn oder Gehalt in andere Leistungen des Arbeitgebers. Im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge ist eine Barlohnumwandlung gleichbedeutend mit der Entgeltumwandlung. Gemeint ist die Verwendung eines Teiles des Brutto- oder Nettoentgelts f√ľr den Erwerb von Anwartschaften f√ľr eine Betriebsrente.

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