Entgeltumwandlung 2026:betriebliche Alters­vorsorge nutzen

Bei der Entgeltumwandlung fließt ein Teil des Bruttogehalts in die betriebliche Altersvorsorge – mit Steuer- und Sozialabgabenvorteil und Arbeitgeberzuschuss.

Sparen aus dem BruttoSteuer & Sozialabgaben sparen15 % Arbeitgeberzuschuss
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Private Altersvorsorge Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Entgeltumwandlung ist der Kern der betrieblichen Altersvorsorge.
  • Beiträge fließen aus dem Bruttogehalt – vor Steuern und Sozialabgaben.
  • Der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % Zuschuss.
  • In der Auszahlung sind Betriebsrenten steuer- und beitragspflichtig.

Rechner: Was kostet Sie die Betriebsrente wirklich?

Entgeltumwandlung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif

Aus dem Brutto sparen und Förderung mitnehmen – das macht die Entgeltumwandlung attraktiv. Beim Entgeltumwandlung Vergleich zählen der Arbeitgeberzuschuss, der Durchführungsweg und die Tarifkosten.

Infografik: Worauf es beim Versicherungsvergleich ankommt
Die fünf wichtigsten Kriterien für einen guten Versicherungsvergleich.

Achten Sie beim Entgeltumwandlung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:

Vergleichskriterium Warum es zählt
Bruttoersparnis weniger Steuer und Sozialabgaben heute
Arbeitgeberzuschuss mindestens 15 %, oft mehr
Durchführungsweg Direktversicherung, Pensionskasse u. a.
Kostenquote Tarifkosten mindern die Rendite
Auszahlung volle Steuer- und Beitragspflicht

Wichtig ist beim Entgeltumwandlung Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Den Zuschuss mitnehmen

Seit 2022 muss der Arbeitgeber mindestens 15 Prozent Zuschuss auf die Entgeltumwandlung zahlen – viele geben mehr. Das ist geschenktes Geld. Vergleichen Sie aber den angebotenen Tarif: Bei hohen Kosten kann sich trotz Förderung ein privater Vertrag mehr lohnen.

Was ist die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge?

Die Entgeltumwandlung ist das Verfahren, mit dem die betriebliche Altersvorsorge meist umgesetzt wird: Ein Teil des Bruttogehalts wird direkt in einen Vorsorgevertrag umgewandelt, bevor Steuern und Sozialabgaben anfallen. Dadurch sinkt die heutige Abgabenlast, während im Alter eine zusätzliche Betriebsrente fließt. Jeder Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch darauf.

Steuer, Sozialabgaben und Zuschuss

Der Vorteil entsteht doppelt: Die Beiträge mindern Steuer und Sozialabgaben, sodass der Netto-Aufwand deutlich kleiner ist als der Sparbeitrag. Zusätzlich zahlt der Arbeitgeber seit 2022 mindestens 15 Prozent Zuschuss, soweit er selbst Sozialabgaben spart.

Auszahlung beachten

In der Rentenphase ist die Betriebsrente voll steuerpflichtig, und gesetzlich Krankenversicherte zahlen Beiträge oberhalb eines Freibetrags. Diesem Nachteil steht die Ersparnis in der Ansparphase gegenüber.

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Vorteile für Arbeitnehmer und Grenzen

Die Entgeltumwandlung lohnt sich besonders bei hohem Arbeitgeberzuschuss und günstigem Tarif. Zu bedenken ist die geringere Einzahlung in die gesetzliche Rente und die Verbeitragung in der Auszahlung. Bei sehr teuren Verträgen kann eine private Vorsorge sinnvoller sein.

Vorteile

  • Steuer- und Sozialabgaben gespart
  • Mind. 15 % Arbeitgeberzuschuss
  • Rechtsanspruch für jeden Arbeitnehmer

Nachteile

  • Beiträge & KV in der Auszahlung
  • Mindert leicht die gesetzliche Rente
  • Tarif vom Arbeitgeber vorgegeben

Der Netto-Effekt an einem Beispiel

Bei der Entgeltumwandlung ist der tatsächliche Netto-Aufwand kleiner als der Sparbeitrag: Ein Bruttobeitrag von 100 Euro kostet je nach Steuer- und Abgabensatz netto oft nur etwa 50 bis 60 Euro. Mit dem 15-Prozent-Arbeitgeberzuschuss verbessert sich das Verhältnis weiter – aus moderatem Verzicht wird ein spürbar höherer Vorsorgebeitrag.

Was bei einem Jobwechsel passiert

Beim Arbeitgeberwechsel können Sie den Vertrag privat fortführen, beitragsfrei stellen oder das Guthaben mitnehmen (Portabilität). Die erworbenen Anwartschaften bleiben erhalten. Welcher Weg günstig ist, hängt vom Durchführungsweg ab – klären Sie das frühzeitig, um Lücken oder Nachteile zu vermeiden.

So funktioniert die Entgeltumwandlung

Bei der Entgeltumwandlung, auch Gehaltsumwandlung oder Bruttoentgeltumwandlung genannt, wandeln Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttogehalts in Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung um. Diese Beiträge fließen monatlich in eine Rentenversicherung, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung. Bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze bleiben die Beiträge steuerfrei und sozialabgabenfrei.

Weil weniger Bruttogehalt versteuert wird, sinkt die Steuer- und Sozialabgabenlast spürbar. Den Netto-Effekt können Sie leicht berechnen: Aus einem kleinen Netto-Verzicht wird ein deutlich höherer Sparbeitrag. Der Nachteil: Die Einzahlungen mindern die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leicht. Als Form der betrieblichen Altersvorsorge ist die Entgeltumwandlung dennoch sehr attraktiv.

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung?

Bei der Entgeltumwandlung – auch Bruttoentgeltumwandlung genannt – umwandeln Sie einen Teil Ihres Bruttogehalts in einen Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Der Betrag wird direkt vom Arbeitgeber an einen Versorgungsträger gezahlt, noch bevor Steuern und Abgaben anfallen.

Steuer- und sozialversicherungsfrei sparen

Die Beiträge sind bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei und steuerfrei. Aus 100 Euro Bruttoverzicht werden so oft nur rund 50 Euro Nettoaufwand. Allerdings sinken dadurch geringfügig die Ansprüche aus Arbeitslosenversicherung und gesetzlicher Rente. Seit 2022 zahlt der Arbeitgeber zudem mindestens 15 Prozent Zuschuss.

Auszahlungsphase und Besteuerung im Alter

In der Auszahlungsphase ist die Betriebsrente voll steuerpflichtig, und es werden Beiträge zur Krankenversicherung fällig (nachgelagerte Besteuerung). Dafür ist der Steuersatz im Ruhestand meist niedriger als im Berufsleben.

Lohnt sich die Entgeltumwandlung?

Lohnt sich die Entgeltumwandlung? Meist ja – vor allem mit Arbeitgeberzuschuss. Wer einige Euro im Monat eingezahlt, spart über die Jahre einen vierstelligen Euro im Jahr-Betrag und sorgt zugleich fürs Alter vor. Wer Kinder hat, sollte zusätzlich die Riester-Förderung prüfen.

Häufige Fragen zur Entgeltumwandlung

Was ist die Entgeltumwandlung?
Die Umwandlung eines Teils des Bruttogehalts in eine betriebliche Altersvorsorge – mit Steuer- und Sozialabgabenvorteil.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?
Seit 2022 mindestens 15 Prozent, sofern der Arbeitgeber Sozialabgaben spart; viele zahlen freiwillig mehr.
Habe ich einen Anspruch darauf?
Ja, jeder Arbeitnehmer hat einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.
Wird die Betriebsrente versteuert?
Ja, in der Auszahlung voll, dazu kommen für gesetzlich Versicherte Kranken- und Pflegebeiträge oberhalb eines Freibetrags.
Mindert die Entgeltumwandlung meine gesetzliche Rente?
Leicht, da das Bruttoentgelt sinkt – der Effekt ist meist klein gegenüber dem Vorsorgevorteil.
Lohnt sich die Entgeltumwandlung?
Vor allem bei hohem Arbeitgeberzuschuss und niedrigen Tarifkosten.
Lohnt sich die Entgeltumwandlung?
Ja, vor allem wenn der Arbeitgeber den gesetzlichen Zuschuss von 15 Prozent zahlt. Sie sparen Steuern und Sozialabgaben und bauen eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge auf.
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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.