Das Wichtigste in Kürze
- Der Hausratversicherung Rechner vergleicht die Tarife mehrerer Anbieter – kostenlos und ohne Anmeldung.
- Die richtige Versicherungssumme ergibt sich aus der Wohnfläche mal 650 Euro pro Quadratmeter.
- Wer diese Pauschale ansetzt, sichert sich den Unterversicherungsverzicht – der Versicherer kürzt dann im Schadenfall nicht.
- Achten Sie nicht nur auf den Beitrag, sondern auf Neuwertentschädigung und den Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit.
- Ein guter Schutz kostet oft nur 60 bis 120 Euro im Jahr – der Beitrag hängt stark von Wohnort und Bausteinen ab.
Beitrag in wenigen Minuten berechnen
Mit dem Hausratversicherung Rechner ermitteln Sie Ihren Beitrag und vergleichen den Versicherungsschutz mehrerer Versicherer. Sie tragen Ihre Eckdaten ein, der Rechner ermittelt daraus die Beitragshöhe und stellt Leistung und Preis gegenüber.
Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich. Sie müssen sich nicht anmelden und nichts abschließen. Ein kurzes Beispiel zeigt, wie viel Sie sparen können: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif für denselben Hausrat liegen oft mehr als 100 Euro im Jahr.
Welche Angaben der Rechner braucht
Die Höhe Ihres Beitrags hängt von wenigen Angaben ab. Damit der Rechner passende Tarife findet, halten Sie diese bereit:
- Wohnfläche in Quadratmetern – die Basis für die Versicherungssumme
- Postleitzahl – sie bestimmt die Tarifzone und damit das Einbruchrisiko Ihrer Wohnung
- Gewünschte Bausteine – Fahrraddiebstahl, Elementar, Glasbruch
- Optionale Selbstbeteiligung – sie senkt den Beitrag
Mehr ist für die erste Berechnung nicht nötig. Das Ergebnis liegt in wenigen Minuten vor.
Die richtige Versicherungssumme: der wichtigste Punkt
Bevor Sie Tarife vergleichen, sollten Sie eine Zahl kennen: Ihre Versicherungssumme. Diese Deckungssumme ist der Betrag, bis zu dem der Versicherer im Schadenfall zahlt – und der häufigste Fehler beim Abschluss der Versicherung.

Die einfache Faustformel lautet: Wohnfläche mal 650 Euro pro Quadratmeter. Bei 80 Quadratmetern sind das 52.000 Euro. Diese Pauschale ist ein Branchenrichtwert, kein Gesetz. Sie entspricht dem durchschnittlichen Wert eines vollständig eingerichteten Haushalts pro Quadratmeter – und hat einen entscheidenden Vorteil.
Wer die Summe nach dieser Pauschale ansetzt, erhält von den meisten Versicherern den Unterversicherungsverzicht. Das heißt: Selbst wenn Ihr Hausrat im Schadenfall doch mehr wert war, kürzt der Versicherer die Leistung nicht.
Warum Unterversicherung so teuer wird
Ohne diesen Schutz kann es richtig teuer werden. Ist die Höhe Ihrer Versicherungssumme niedriger als der tatsächliche Wert des Hausrats in Ihrer Wohnung, liegt eine Unterversicherung vor – und der Versicherer kürzt jeden Schaden anteilig.

Ein Rechenbeispiel der Verbraucherzentrale zeigt, wie hart das trifft: Sind 50.000 Euro versichert, der Hausrat ist aber 100.000 Euro wert, sind Sie zur Hälfte unterversichert. Bei einem Brandschaden von 10.000 Euro zahlt der Versicherer dann nur 5.000 Euro. Die andere Hälfte bleibt an Ihnen hängen – obwohl Sie jahrelang Beiträge gezahlt haben.
Genau davor schützt der Unterversicherungsverzicht. Er gehört in jede gute Versicherung.
Der teuerste Fehler ist eine zu niedrige Summe
Viele setzen aus Sparsamkeit einen zu geringen Wert an und stehen im Schaden mit halb leeren Händen da. Rechnen Sie den Wert Ihres Hausrats einmal ehrlich hoch – oder nehmen Sie die 650-Euro-Pauschale. Das kostet ein paar Euro mehr im Jahr und schützt Sie vor einer bösen Überraschung.
Was die Hausratversicherung abdeckt
Versichert ist Ihr gesamtes bewegliches Eigentum – Möbel, Kleidung, Elektronik, Küche. Auch Wertsachen wie Schmuck oder Bargeld sind abgedeckt, allerdings nur bis zu bestimmten Höchstgrenzen. Der Schutz greift bei diesen Kerngefahren:
- Feuer – Brand, Blitzschlag, Explosion
- Leitungswasser – geplatzte Rohre, ausgelaufene Waschmaschine
- Einbruchdiebstahl – inklusive Raub und Vandalismus
- Sturm und Hagel – ab Windstärke 8
Elementarschäden sind nicht automatisch dabei
Schäden durch Überschwemmung, Starkregen oder Rückstau sind nicht automatisch enthalten. Dafür brauchen Sie den Zusatzbaustein Elementarschäden. Weitere sinnvolle Bausteine sind Fahrraddiebstahl, Glasbruch und Schäden durch Überspannung nach einem Blitzeinschlag.

Wie real das Risiko ist, zeigt ein Beispiel aus der Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft: 2025 gab es rund 100.000 versicherte Wohnungseinbrüche, der durchschnittliche Schaden lag bei 3.850 Euro. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz müssten Sie diese Summe selbst tragen.
Worauf Sie beim Tarifvergleich achten sollten
Der günstigste Tarif nützt wenig, wenn er im Ernstfall kürzt. Achten Sie im Rechner auf diese Leistungsmerkmale:
| Kriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Neuwertentschädigung | Sie bekommen den Preis für Neuware, nicht den abgeschriebenen Zeitwert |
| Unterversicherungsverzicht | keine anteilige Kürzung im Schadenfall |
| Verzicht auf Einrede grober Fahrlässigkeit | zahlt auch, wenn Sie den Herd angelassen oder ein Fenster gekippt haben |
| Wichtige Bausteine | Elementar, Fahrrad, Glas – je nach Bedarf |
| Selbstbeteiligung | senkt den Beitrag, wenn Sie kleine Schäden selbst tragen |
Der Unterschied zwischen Neuwert und Zeitwert ist dabei besonders wichtig. Beim Zeitwert zieht der Versicherer für jedes Jahr Nutzung etwas ab – eine fünf Jahre alte Waschmaschine bringt dann nur noch einen Bruchteil. Beim Neuwert bekommen Sie den Betrag, den ein gleichwertiges neues Gerät heute kostet. Nur so deckt die Versicherung im Ernstfall auch wirklich die Wiederbeschaffung Ihres gesamten Hausrats.
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