Skip to content
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Sicherheit im Fall des Falls:
Die Erwerbsminderungsrente

Finanzielle Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit

Rente von gesetzlicher Rentenversicherung gezahlt

Erweiterung der Erwerbminderungsrente durch Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll

So zufrieden sind unsere Nutzer

 

Bewertungen zu versicherungsriese.de

Was können Sie von uns erwarten?

Unser Versprechen an Sie

Bei uns finden Sie sorgf√§ltig recherchierte Informationen zu vielen Versicherungsthemen sowie aktuelle Versicherungsvergleiche zahlreicherer Versicherer, die uns von unseren Partnern zur Verf√ľgung gestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren!

Möchten Sie wissen, welche BU-Versicherung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat?

 

Pfeil zum Versicherungsvergleich

Das Wichtigste in K√ľrze

  • Eine Erwerbsminderungsrente sichert Arbeitnehmer ab, die aufgrund eines Unfalles oder einer Krankheit keinem Beruf mehr nachkommen k√∂nnen. Somit f√§llt ihr Verdienst weg. Zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes zahlt der Staat diese Rente f√ľr ehemalige Arbeitnehmer.
  • Die Rente aufgrund einer Beeintr√§chtigung der Erwerbsf√§higkeit wird von der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt. Allerdings m√ľssen bestimmte Voraussetzungen wie Wartezeiten und Beitragszeiten erf√ľllt werden, bevor ein Arbeitnehmer diese Rente erhalten kann.
  • F√ľr verunfallte oder erkrankte Berufseinsteiger gelten Sonderregeln. Auch wenn sie die Voraussetzungen nicht erf√ľllt haben, k√∂nnen sie unter Umst√§nden bereits eine Erwerbsminderungsrente erhalten.

Was ist eine Erwerbsminderungsrente?

Seit dem 1. Januar 2001 zahlt die Deutsche Rentenversicherung an teilweise oder voll erwerbsunf√§hige Personen diese Rente. Im Sinne dieser Rentenzahlung gilt als erwerbsunf√§hig wer, aufgrund einer Erkrankung oder Beeintr√§chtigung keinen Beruf mehr aus√ľben kann.

Dabei unterscheidet der Gesetzgeber zwischen

  • Personen, die voll erwerbsunf√§hig sind. Sie k√∂nnen nicht mehr als drei Stunden am Tag arbeiten.
  • Personen, die teilweise erwerbsunf√§hig sind. Diese schaffen noch ein Arbeitspensum zwischen drei und sechs Stunden t√§glich.

Die Erwerbsminderungsrente wird anteilig zum Versicherungszeitraum ausgezahlt. Das heißt, je länger ein Arbeitnehmer bereits versichert ist, desto höher liegt die entsprechende Rentenzahlung. Ebenso wirkt sich die Höhe der Einzahlungen auf die Höhe der fälligen Rente aus.

Beachten Sie, dass nicht nur der erlernte Beruf in Frage kommt. Die Rentenversicherung beh√§lt sich vor, zu pr√ľfen, ob der Antragsteller in einem anderen Beruf seinen Lebensunterhalt bestreiten k√∂nnte.

Sofern die Erwerbsminderung von Dauer ist, wird die Erwerbsminderungsrente auch bis zum Erreichen des Rentenalters ausgezahlt. In diesem Fall spricht der Experte auch von einer unbegrenzten Erwerbsminderungsrente. Eine Erwerbsminderungsrente auf Lebenszeit im Wortsinn gibt es nicht. Schließlich wandelt der Gesetzgeber die Erwerbsminderungsrente mit dem Erreichen des Renteneintrittsalters automatisch in eine Altersrente um.

Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher in fast jedem Fall sinnvoll.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

BU-Versicherung vergleichen

Jetzt vergleichen und sparen

Unverbindlich

Unabhängig     
Kostenlos       

Neuregelungen seit 01. Januar 2001

Die Erwerbsminderungsrente besteht erst seit dem 01. Januar 2001. Zuvor galten die Regeln einer Erwerbsunf√§higkeitsrente und einer Berufsunf√§higkeitsrente. Die Berufsunf√§higkeitsrente zahlte f√ľr Arbeitnehmer, die h√∂chstens noch bis zu 50 Prozent in ihrem erlernten Beruf t√§tig sein konnten. Entsprechend leistete die Erwerbsunf√§higkeitsrente, wenn der bisherige Beruf gar nicht mehr ausge√ľbt werden konnte.

Mit der Erwerbsminderungsrente wurden beide Modelle zusammengefasst. Zus√§tzlich gilt seither die Regel, dass bei Berufsunf√§higkeit gar keine berufliche T√§tigkeit mehr ausge√ľbt werden kann. Unabh√§ngig davon, was der Beeintr√§chtigte zuvor gearbeitet hat.

Erwerbsminderungsrente f√ľr Menschen, die vor dem 02. Januar 1961 geboren sind?

Alle Arbeitnehmer, die vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden, genie√üen einen Vertrauensschutz. Das bedeutet, sollten sie erkranken oder durch einen Unfall schwer beeintr√§chtigt werden, m√ľssen sie nicht jede beliebige T√§tigkeit annehmen. In diesem Fall darf die Rentenversicherung h√∂chstens vergleichbare T√§tigkeiten, wie die bisher ausge√ľbte, vermitteln. Ist das nicht m√∂glich, muss die Erwerbsminderungsrente gezahlt werden.

Was bedeutet Reha vor Rente?

Leistungspflichtig f√ľr die Erwerbsminderungsrente ist die Deutsche Rentenversicherung. Abgesehen davon finanziert die Rentenversicherung Rehabilitationsma√ünahmen mit dem Ziel, m√∂glichst vielen Berufst√§tigen weiterhin ein geregeltes Einkommen zu erm√∂glichen.

Rehabilitationsma√ünahmen werden sogar f√ľr Kinder und Jugendliche finanziert. Und zwar dann, wenn die gesunde Entwicklung aufgrund akuter Probleme gef√§hrdet ist. Diese Leistung gilt, obwohl das Kind oder der Jugendliche noch nicht selbst in der gesetzlichen Rentenversicherung gef√ľhrt wird.

Wie bekomme ich Erwerbsminderungsrente?

Der Weg zu der verfr√ľhten Rente ist f√ľr die Betroffenen ein Leidensweg. Schlie√ülich liegt am Anfang ein schwerwiegendes Ereignis, das eine weitere Teilnahme am Erwerbsleben unm√∂glich oder nur noch eingeschr√§nkt m√∂glich macht. Das kann ein Unfall sein oder auch eine Krankheit.

Wenn Sie betroffen sind und bef√ľrchten, dass Sie aufgrund einer dauerhaften Einschr√§nkung am Arbeitsprozess nicht mehr teilnehmen k√∂nnen, erfahren Sie hier, wie der Weg zur Erwerbsminderungsrente aussieht. Und zwar vom Ausl√∂ser bis zum Bezug der Erwerbsminderungsrente.

Der Weg zur Erwerbsminderungsrente

Dauer der Erwerbsminderungsrente

Bei der Deutschen Rentenversicherung finden Sie alle notwendigen Antragsformulare. Hier f√ľllen Sie unter anderem auch einen Selbsteinsch√§tzungsbogen Ihrer Arbeitsf√§higkeit aus. Zus√§tzlich zu den pers√∂nlichen Angaben und Nennung der behandelnden √Ąrzte.

Welche Wartezeiten gelten?

Eine Erwerbsminderung bedeutet f√ľr einen Arbeitnehmer einen drastischen Einschnitt in seine Lebenssituation. Ein Anspruch auf Erwerbsminderung kann fr√ľhestens sieben Monate nach dem Ereignis, das zur Arbeitsunf√§higkeit f√ľhrte, anerkannt werden. Eine Information zu den wichtigen Daten f√ľr die Antragsstellung finden Sie weiter unten.

Die Gelder f√ľr die Rente aufgrund einer Erwerbsminderung zahlt die gesetzliche Rentenversicherung. Deshalb setzt sie auch eine gewisse Zeit der Einzahlung voraus, bevor ein Arbeitnehmer Leistungen beziehen darf. Diese Wartezeit ist f√ľnf Jahre lang, wobei der Antragsteller mindestens drei Jahre Pflichtbeitr√§ge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben muss.

Allerdings ber√ľcksichtigt der Gesetzgeber auch Zeiten, in denen aus triftigem Grund kein Beitrag gezahlt werden konnte. Entsprechend z√§hlt zur Wartezeit, wenn ein Versicherter Krankengeld, Arbeitslosengeld oder √úbergangsgeld bezog. Dar√ľber hinaus k√∂nnen auf Antrag auch Kindererziehungszeiten, h√§usliche Pflege, freiwillige Rentenbeitragszeiten oder Zeiten aus Rentensplitting und Versorgungsausgleich anerkannt werden.

Welche Regelungen gelten f√ľr Berufsanf√§nger?

Besonders prek√§r wird die Situation, wenn sich ein Berufsanf√§nger verletzt oder erkrankt und anschlie√üend nicht mehr arbeiten kann. In diesem Fall ist die Wartezeit selten erf√ľllt und die drei Jahre Pflichtbeitrag teilweise auch noch nicht abgeleistet.

Hier gibt es folgende Sonderregeln:

  • Ursache Arbeitsunfall oder Berufskrankheit:

Hier reicht nach eingehender Pr√ľfung in bestimmten F√§llen bereits ein einziger Pflichtbeitrag in die Rentenversicherung.

  • Ursache Unfall in der Freizeit:

Absicherung bereits nach einem Jahr Beitragszahlung zur Rentenversicherung.

  • Unfall nach Ausbildungs- oder Studienende:

Wartezeit ist erf√ľllt, wenn in einer Zeit von sechs Jahren nach Abschluss der Ausbildung eine Erwerbsminderung eintritt. Gleichzeitig m√ľssen aber vor Abschluss der Ausbildung oder des Studiums innerhalb von zwei Jahren mindestens zw√∂lf Monate Pflichtbeitr√§ge gezahlt worden sein.

Welche Formen der Erwerbsminderungsrente gibt es?

Eine Minderung der Erwerbsfähigkeit kann beispielsweise durch einen Unfall oder eine Erkrankung hervorgerufen werden. Im Grunde genommen berechnet sich die Erwerbsminderung nach der Leistungsfähigkeit einer Person im beruflichen Alltag.

Volle Erwerbsfähigkeit Teilweise Erwerbsminderung Teilweise Erwerbsminderung wegen Berufsunfähigkeit Volle Erwerbsminderung
Als voll erwerbsfähig gilt, wer länger als sechs Stunden täglich arbeiten kann. Wer zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, gilt im Sinne des Gesetzes als erwerbsgemindert. Diese Bezeichnung trifft nur auf Personen zu, die in ihrem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten können, aber vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden. Bei einer beruflichen Leistungsfähigkeit von weniger als drei Stunden, spricht der Gesetzgeber von voller Erwerbsminderung.

Die Art der Erwerbsminderung ist gesetzlich genau festgelegt. Mit der Pr√ľfung, wie viele Stunden ein Besch√§ftigter in der Lage sein muss zu arbeiten, gelingt eine klare Einteilung. Doch in der Praxis sieht es h√§ufig anders aus. Aus diesem Grund gibt es noch weitere Unterteilungen, die in den verschiedensten F√§llen zum Tragen kommen.

Wer erhält volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit?

Die vollst√§ndige Einschr√§nkung der Erwerbst√§tigkeit auf Zeit wird als befristete Rente wegen voller Erwerbsminderung bezeichnet. Diese Rente wird auch ausgezahlt, wenn andere Sozialleistungen aufgrund der Anerkennung einer Erwerbsminderung beendet w√ľrden. Selbst wenn der Erkrankte noch keine sechs Monate aus dem Arbeitsleben ausgeschieden ist.

Wenn Sie die Erwerbsminderungsrente beantragen, achten Sie darauf, ihn unverz√ľglich nach Anerkennung der Erwerbsminderung zu stellen. Die Rente beginnt fr√ľhestens in dem Monat, in welchem Sie den Antrag stellen.

Allerdings endet die befristete Rente nach der vereinbarten Zeit. Das bedeutet, dass der Gesundheitszustand erneut √ľberpr√ľft wird. Aufgrund entsprechender Gutachten und √§rztlicher Unterlagen kommt die Versicherung zu ihrer Einsch√§tzung. Sollte die Erwerbsminderung nicht weiterbestehen, endet die befristete Rente. Wenn der Gesundheitszustand eine Erwerbst√§tigkeit weiterhin nicht zul√§sst, wird die Befristung verl√§ngert.

Vergessen Sie nicht, in diesem Fall den Weiterzahlungsantrag zu stellen!

Wie lange dauert die Befristung?

Grundsätzlich sollte mit der befristeten Erwerbsminderungsrente gerechnet werden. Nur in sehr gravierenden Fällen geht der Gutachter von einer lebenslangen Erwerbsminderungsrente aus. Das bedeutet allerdings auch höchstens bis zum Beginn der regulären Altersrente.

Wie lange die Befristung dauert, h√§ngt von dem pers√∂nlichen Krankenbild ab. Wie wahrscheinlich ist der Wiedereinstieg in den Beruf nach einer bestimmten Zeit? In der Regel dauert die Befristung laut Sozialgesetzbuch drei Jahre. Sie kann jedoch verl√§ngert werden, sofern keine Besserung eintritt. Dies gilt f√ľr die unbefristete Erwerbsminderungsrente. Wie oft sie verl√§ngert wird, h√§ngt von der jeweiligen Situation ab.

Auf den Punkt gebracht: Erfahrungsgem√§√ü verl√§ngert die Rentenversicherung die befristete Erwerbsminderung bis zu dreimal f√ľr jeweils drei Jahre.

Wenn auch nach neun Jahren noch keine Aussicht auf Besserung des Gesundheitszustandes besteht, kann die Erwerbsminderungsrente unbefristet ausgezahlt werden. Wichtig sind immer die entsprechenden Anträge.

Höhe der Erwerbsminderungsrente

Zu der Sorge um die eigene Gesundheit kommt häufig auch noch der Gedanke an die finanzielle Abhängigkeit. Deshalb die berechtigte Frage, wie hoch die volle Erwerbsminderungsrente ausfällt.

Grunds√§tzlich ist der Gedanke einer Ersatzleistung beruhigend. Dennoch bleibt die staatliche Unterst√ľtzung im Ernstfall auf einem bescheidenen Niveau. Folgende Faktoren wirken sich auf die H√∂he der Erwerbsminderungsrente aus:

  • Trifft die volle oder teilweise Erwerbsminderung zu?
  • Liegt eine Rentenversicherung vor und wie viele Jahre wurde sie bereits bedient?
  • In welcher H√∂he liegt der Nettoverdienst?

Als Faustformel gilt, dass die Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente etwa ein halbes Nettogehalt beträgt. Bei einer teilweisen Erwerbsminderungsrente kann mit ungefähr einem Viertel Nettogehalt gerechnet werden.

Erwerbsminderungsrente vs. Schwerbehindertenrente

Wenn eine Person ihrem Beruf nicht mehr nachgehen kann, ist sie dann gleich schwerbehindert? Die Antwort darauf lautet ganz klar: Nein!

Dennoch gibt es Situationen, in denen der Gedanke an eine Schwerbehinderung naheliegt. Dann nämlich, wenn der Betroffene mit seiner Arbeitskraft kein Geld mehr verdienen kann. Entsprechend ist er auf andere Unterhaltszahlungen angewiesen. Hier stellt sich die Frage, ob die Erwerbsminderungsrente oder besser eine Schwerbehindertenrente beantragt werden sollte.

Die Tabelle macht den Unterschied zwischen Erwerbsminderungsrente und Schwerbehindertenrente deutlich:

Gesetzliche Grundlage Rentenberechtigt Wartezeiten Abschläge
Erwerbsminderungsrente ¬ß 43 SGB VI Arbeitnehmer mit nachgewiesener Einschr√§nkung der Arbeitskraft 36 Monate Beitragszahlung in 60 Monaten Mitgliedschaft Pro Monat fr√ľher Rente 0,3 %, h√∂chstens 10,8 %
Schwerbehindertenrente ¬ß 37 und ¬ß 236 SGB VI Schwerbehinderte mit Ausweis (Grad 50), die zwei Jahre vor der Regelaltersrente ihre Rente beziehen m√∂chten Mindestens 35 Jahre rentenversichert Zwei Jahre fr√ľher sind abschlagsfrei, dann pro Jahr 3,6 % Abschlag, maximal 10,8 %

Infos zur Umwandlung einer Erwerbsminderungsrente in eine Altersrente f√ľr Schwerbehinderte:

Grunds√§tzlich besteht die M√∂glichkeit, eine Erwerbsminderungsrente mit dem entsprechenden Alter (zwei Jahre vor Beginn der Regelaltersrente) in eine Altersrente f√ľr Schwerbehinderte umzuwandeln. Unter Umst√§nden kann diese Umwandlung Sinn machen. Schlie√ülich kommt es meist zu Rentenabschl√§gen, sofern der Versicherte die Erwerbsminderungsrente in Anspruch nimmt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich nach einer erfolgten Umwandlung der Rentenbezug erh√∂hen. Allerdings lohnt es sich f√ľr diesen Schritt eine pers√∂nliche Beratung der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen. Die Richtlinien, Stichdaten und Sonderregelungen sind sehr komplex und k√∂nnen bei zu geringer Kenntnis zum Nachteil des Versicherten f√ľhren.

Chronologische Auflistung der Neuregelungen bei der Erwerbsminderungsrente

Seit der Umwandlung der Berufsunf√§higkeitsrente und der Erwerbsunf√§higkeitsrente in die Erwerbsminderungsrente f√ľhrte der Gesetzgeber weitere wichtige √Ąnderungen durch. Hierbei gelten immer bestimmte Stichdaten, die f√ľr √§ltere Arbeitnehmer einen gewissen Bestandsschutz garantieren.

Hier finden Sie die Auflistung der Neuregelungen ab 2001 in ihrer zeitlichen Abfolge:

√Ąnderungsdatum Art der √Ąnderung Bestandsschutz
Januar 2001
  • Abschaffung der Erwerbs- und Berufsunf√§higkeitsrente
  • Seitdem volle oder teilweise Erwerbsminderungsrente
  • Einf√ľhrung eines Abschlages f√ľr alle, die vor dem 63. Geburtstag in Rente gehen
  • F√ľr Versicherte, die vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden
März 2007
  • Anhebung des abschlagsfreien Renteneintritts von 63 auf 65 Jahre
  • Bei vorherigem Renteneintritt gilt ein Abschlag von 0,3% pro Monat
  • Bis 2023 f√ľr Versicherte, die 35 Jahre Pflichtbeitr√§ge zahlten
  • Bis 2024 f√ľr Versicherte mit 40 Jahren Pflichtbeitrag
Juli 2014
  • Erh√∂hung der Zurechnungszeit von 60 auf 62 Jahre
  • Start der Angleichung von Ost- auf Westniveau
  • G√ľltig nur f√ľr Neurentner ab 01. Juli 2014
August 2018
  • Schrittweise Erh√∂hung der Zurechnungszeit von 62 Jahren auf 62 Jahre und drei Monate
  • Zeiten der Erwerbsminderung, in denen gleichzeitig Sozialleistungen bezogen werden, gelten nicht mehr als Anrechnungszeit
  • Gilt f√ľr Rentner, die ab 2018 Rente beziehen
Januar 2019
  • Anhebung der Zurechnungszeit auf 65 Jahre und acht Monate
  • F√ľr Bezugsberechtigte ab 2019

Weitere geplante √Ąnderungen der Rente bei Erwerbsminderung bis 2031

Im Sinne der Gerechtigkeit plant die Bundesregierung per Gesetz die weitere schrittweise Anhebung der Zurechnungszeit bis zum Jahr 2031. Mit diesem √úberblick erfahren Sie die Zurechnungszeit, die f√ľr Ihre Altersgruppe zutrifft, sofern Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt die Erwerbsminderungsrente ben√∂tigen.

Bei Rentenbeginn oder bei Tod der Versicherten im Jahr Anhebung um Monate Anhebung auf Alter
2020 1 65 Jahre und 9 Monate
2021 2 65 Jahre und 10 Monate
2022 3 65 Jahre und 11 Monate
2023 4 66 Jahre und 0 Monate
2024 5 66 Jahre und 1 Monat
2025 6 66 Jahre und 2 Monate
2026 7 66 Jahre und 3 Monate
2027 8 66 Jahre und 4 Monate
2028 10 66 Jahre und 6 Monate
2029 12 66 Jahre und 8 Monate
2030 14 66 Jahre und 10 Monate

Neue Erwerbsminderungsrente f√ľr 2019: Tabelle mit den neuen Zurechnungszeiten | Quelle: vdk.de

Erhöhung der Erwerbsminderungsrente

Entsprechend den oben aufgef√ľhrten √Ąnderungen kommt es zu einer Erh√∂hung der Erwerbsminderungsrente f√ľr die Personengruppe, f√ľr welche die verl√§ngerte Zurechnungszeit gilt. Schlie√ülich rechnet in dem Fall der Gesetzgeber die geplanten Einzahlungen in das Rentensystem f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum ein. Demgem√§√ü f√§llt auch die Erwerbsminderungsrente erh√∂ht aus.

Die Erh√∂hung der Erwerbsminderungsrente gilt nach der derzeitigen Gesetzeslage nur f√ľr Neurentner ab Januar 2019. Demgegen√ľber f√ľhlen sich gleichaltrige Bestandsrentner benachteiligt. Mit anderen Worten bekommt ein Bezugsberechtigter der Erwerbsminderungsrente, der beispielsweise vor 2017 seine Rente erhielt, eine k√ľrzere Zurechnungszeit anerkannt als ein Neurentner ab 2019 im gleichen Alter.

Hier rechnen Experten mit einer Klagewelle. Schlie√ülich wiegt f√ľr die Betroffenen die gesundheitliche Beeintr√§chtigung bereits schwer. Allerdings rechtfertigt der Gesetzgeber seine Richtlinie mit knappen Kassen. Dieses Thema wird Betroffene und Rentenkassen die n√§chsten Jahre weiter besch√§ftigen.

√úbrigens kann die √Ąnderung der Zurechnungszeit von 2014 bis 2019 dazu f√ľhren, dass bei √úberleitung der Erwerbsminderungsrente in die Altersrente eine Erh√∂hung eintritt. Deshalb empfiehlt sich ein ausf√ľhrliches Beratungsgespr√§ch, bevor der Antrag auf √úberleitung ausgef√ľllt und abgegeben wird. Nur wenn bestimmte Voraussetzungen erf√ľllt sind, f√§llt die Altersrente h√∂her aus als die volle Erwerbsminderungsrente.

Hinzuverdienst bei der Erwerbsminderungsrente

Die Zahlung einer Erwerbsminderungsrente deckt die Lebensunterhaltskosten nur selten. Gerade einmal die H√§lfte des vorherigen Nettoverdienstes reicht selten, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Hinzu kommen noch Kosten f√ľr Medikamente oder medizinische Anwendungen und √§rztliche Behandlungen, welche nicht in allen F√§llen ersetzt werden. Aus diesem Grund erlaubt der Gesetzgeber neben der Erwerbsminderungsrente einen Nebenjob bis zu einer bestimmten Verdienstgrenze.

Das betreffende Gesetz findet sich im sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) im Paragrafen § 96 a. Und zwar legte der Gesetzgeber am 01. Juli 2017 mit dem Flexirentengesetz neue Richtlinien fest, welche die Hinzuverdienstgrenzen regelt.

Wissenswertes zur Hinzuverdienstgrenze:

Bei voller Erwerbsminderung liegt die Höchstgrenze bei 6.300 Euro.

Bei teilweiser Erwerbsminderung h√§ngt die Hinzuverdienstgrenze von dem H√∂chstbetrag des j√§hrlichen beitragspflichtigen Einkommens der vergangenen 15 Jahre ab. Die Mindestgrenze liegt f√ľr das Jahr 2019 bei 15 138,90 Euro.

Aufgrund dieser Regelung darf der Antragsteller f√ľr Erwerbsminderungsrente einen Nebenjob aus√ľben. F√ľr Arbeitnehmer, mit halber Erwerbsminderungsrente und einem bestehenden Arbeitsverh√§ltnis gilt ebenfalls die Erlaubnis eines Nebenjobs, sofern die Hinzuverdienstgrenze nicht √ľberschritten wird. Zus√§tzlich ist auch noch der Hinzuverdienstdeckel zu ber√ľcksichtigen. Die Regelungen hierzu finden sich im ¬ß 96a Abs. 1a Satz 4 SGB VI.

Der Gesetzgeber beh√§lt sich vor, die Rentenzahlung zu k√ľrzen, sollte der Hinzuverdienst die H√∂chstgrenze √ľberschreiten. Dies bedeutet, der zu viel verdiente Betrag wird mit 40 Prozent auf die Rente angerechnet, und zwar stufenlos.

Es ist in jedem Fall ratsam, beim Beratungsgespräch mit der Deutschen Rentenversicherung direkt die eigene Hinzuverdienstgrenze abzuklären.

Tipps f√ľr die Erwerbsminderungsrente

Laut Stiftung Warentest zählt Deutschland derzeit etwa 1,8 Millionen Bezugsberechtigte einer Erwerbsminderungsrente. Grundsätzlich kann sie jeden Einzelnen treffen. Dann helfen vorsorglich getroffene Maßnahmen.

  • Bringen Sie Ordnung in Ihren Rentenverlauf. Stellen Sie bei Ihrem Rentenversicherungstr√§ger einen Antrag auf Kontenkl√§rung. Dadurch verhindern Sie im Ernstfall lange Bearbeitungszeiten.
  • Sorgen Sie privat vor. Mit einer privaten Berufsunf√§higkeitsversicherung stocken Sie Ihr monatliches Budget auf. Die Berufsunf√§higkeitsversicherung zahlt in der Regel ohne Wartezeiten. Dar√ľber hinaus gilt sie nicht als Einkommen. Mit anderen Worten, sie wird nicht auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet.
  • Nutzen Sie im Ernstfall die Mitgliedschaft in einem Sozialverband wie VdK oder SoVD. Mit einem geringen Monatsbeitrag genie√üen Sie die Vorteile kostenloser Beratung und Unterst√ľtzung. Dar√ľber hinaus profitieren Sie von der Erfahrung der Fachleute.
  • Bei Ablehnung Ihres Antrages widersprechen Sie umgehend und lassen Sie sich noch einmal ausf√ľhrlich beraten. Nutzen Sie wiederum den Service von Sozialverb√§nden oder auch der Deutschen Rentenversicherung selbst.
  • Denken Sie √ľber die M√∂glichkeit eines Hinzuverdienstes nach. Oder behalten Sie sich einen Antrag auf Grundsicherung vor, falls Ihnen die H√∂he der Erwerbsminderungsrente nicht zum Leben reicht! √úber diesen Link gelangen Sie direkt zum Antrag auf Grundsicherung bei der Deutschen Rentenversicherung.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Sparen Sie auch bei anderen Versicherungen

Wie hat Ihnen dieser Ratgeber gefallen?

[Gesamt:8    Durchschnitt: 4.9/5]
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
error: