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Alle Informationen zur Pflegeversicherung

Private & gesetzliche Pflegeversicherung im Vergleich

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Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Der Abschluss einer Pflegeversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben
  • Die Leistungen der gesetzlichen Pflichtversicherer sind bei PflegebedĂŒrftigkeit nicht ausreichend
  • Mit einer Pflegezusatzversicherung lassen sich die Leistungen im Pflegefall ergĂ€nzen und VersicherungslĂŒcken schließen

Was ist eine Pflegeversicherung?

Die deutsche Sozialversicherung besteht aus fĂŒnf SĂ€ulen:

  1. Krankenversicherung
  2. Unfallversicherung
  3. Rentenversicherung
  4. Arbeitslosenversicherung
  5. Pflegeversicherung

Mit der EinfĂŒhrung dieses Systems soll gewĂ€hrleistet sein, dass Versicherte im Falle einer Krankheit, eines Unfalls, bei Arbeitslosigkeit oder PflegebedĂŒrftigkeit sowie im Alter finanziell abgesichert sind.

Die Pflegeversicherung stellt seit dem 1. Januar 1995 die fĂŒnfte SĂ€ule der Sozialversicherung dar. Sie soll im Falle einer PflegebedĂŒrftigkeit die finanzielle Belastung fĂŒr Betroffene und ihr Angehörige abfangen und dafĂŒr sorgen, dass die PflegebedĂŒrftigen nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind.

PflegebedĂŒrftige Personen können in vielen FĂ€llen nicht mehr uneingeschrĂ€nkt fĂŒr sich alleine sorgen und benötigen Hilfe. Dabei kann es sich um hauswirtschaftliche UnterstĂŒtzung oder um die Verrichtung grundlegender TĂ€tigkeiten, wie das Waschen und Anziehen handeln. Unter UmstĂ€nden muss den Betroffenen eine gesonderte Pflege zuteilwerden, wie das Verabreichen von Medikamenten oder Hilfe bei der Nahrungsaufnahme.

Die Pflegeversicherung soll sicherstellen, dass Personen, die UnterstĂŒtzung benötigen, diese unabhĂ€ngig von ihrer finanziellen Situation erhalten. GrundsĂ€tzlich können Betroffene frei entscheiden, inwiefern sie Hilfe erhalten. Ihnen werden beispielsweise die finanziellen Mittel fĂŒr professionelle FachkrĂ€fte zur VerfĂŒgung gestellt.

WĂ€hrend es in frĂŒheren Jahren ĂŒblich war, dass die Angehörigen fĂŒr die Pflege sorgten, lĂ€sst sich dies heute nicht mehr gewĂ€hrleisten. Einst traditionelle Familienformen sind seltener vorzufinden, sodass es vielen Angehörigen aus finanzieller, privater oder beruflicher Sicht nicht mehr möglich ist, ohne UnterstĂŒtzung eines Pflegedienstes fĂŒr die Versorgung aufzukommen. Mit einer Pflegeversicherung wird sichergestellt, dass die pflegebedĂŒrftigen Personen Hilfe von außen erhalten. Dennoch können auch Familien, die PflegebedĂŒrftige versorgen, finanzielle UnterstĂŒtzung von der Versicherung beantragen.

Überblick: PflegebedĂŒrftige in Deutschland

Mit dem Fortschritt der modernen Medizin werden die Menschen zunehmend Ă€lter. Dadurch steigt auch die Anzahl der PflegebedĂŒrftigen weltweit. Alleine in Deutschland wurden im Jahre 2017 3,41 Millionen Menschen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes als pflegebedĂŒrftig eingestuft.

Zum Vergleich: 1999 lag die Anzahl der PflegebedĂŒrftigen bei 2,01 Millionen.

Die Statistik zeigt zudem, dass pflegebedĂŒrftige Personen bevorzugt zu Hause, anstatt in Heimen versorgt werden. Dabei kommt die Pflege durch Angehörige auch heute noch grĂ¶ĂŸtenteils zum Tragen.

Quelle: https://de.statista.com/themen/785/pflege-in-deutschland/

 

Mio
PflegebedĂŒrftige in Deutschland
Zu Hause werden

0

durch Angehörige gepflegt.
Zu Hause werden

0

durch Pflegedienste betreut.
In Pflegeheimen werden

0

vollstationÀr betreut.

Welche Versicherungsarten gibt es?

Die Pflegeversicherung unterteilt sich in drei verschiedene Versicherungszweige:

  1. Gesetzliche Pflegekasse
  2. Private Pflegeversicherung
  3. Pflegezusatzversicherung

Gesetzlich Krankenversicherte sind automatisch Mitglied einer sozialen Pflegeversicherung. Auch fĂŒr privat Versicherte ist der Abschluss einer Pflegeversicherung vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die private Pflegezusatzversicherung hingegen ist eine freiwillige Absicherung, mit denen Gesetzlich- und Privatversicherte ihre Absicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit erweitern können.

Gesetzliche Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist an die Krankenkassen angeknĂŒpft. So sind alle Mitglieder der Krankenkasse automatisch auch Mitglied der zugehörigen Pflegekasse. Es spielt dabei keine Rolle, ob diese pflichtversichert oder freiwillig versichert sind.

Gesetzlich Versicherte und Pflichtversicherte

Die meisten Menschen in Deutschland sind gesetzlich kranken- und pflegeversichert. Dabei handelt es sich um Arbeitnehmer, Auszubildende, Rentner sowie um EmpfĂ€nger von Arbeitslosengeld. Arbeitnehmer, die ĂŒber der Versicherungspflichtgrenze liegen, SelbststĂ€ndige, Freiberufler und Beamte mĂŒssen nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sein. Sie können entscheiden, ob sie eine private Kranken- und Pflegeversicherung abschließen möchten. Bleiben sie jedoch Mitglied einer Krankenkasse, sind sie „freiwillig versichert“.

Leistungen der gesetzlichen Pflegekasse

Das Ziel der gesetzlichen Pflegeversicherung ist, die LebensqualitĂ€t pflegebedĂŒrftiger Personen zu erhalten und ihnen die notwendige Versorgung zukommen zu lassen. AbhĂ€ngig vom jeweiligen Pflegegrad, erhalten die Personen Geld- und Sachleistungen von der Pflegekasse.

  • Sachleistungen: Pflegesachleistungen werden bezahlt, wenn sich die pflegebedĂŒrftige Person oder ihre Angehörigen fĂŒr einen ambulanten Pflegedienst entscheiden. Pflegedienste wie der MDK rechnen ihre erbrachte Leistung direkt mit der Pflegekasse ab.
  • Geldleistungen: Pflegegeld wird an PflegebedĂŒrftige bezahlt, um die Mehrkosten des Pflegeaufwands auszugleichen. Die EmpfĂ€nger können das Geld fĂŒr Materielles nutzen oder ihren Angehörigen als Ausgleich fĂŒr den Pflegeaufwand zukommen lassen.

Geld- und Sachleistungen können zudem kombiniert werden. Wird eine pflegebedĂŒrftige Person von einem Pflegedienst versorgt und zusĂ€tzlich durch Angehörige, kann sie beide Leistungen erhalten.

Den Entlastungsbetrag nehmen nur wenige PflegebedĂŒrftige in Anspruch. Er soll zu unterstĂŒtzenden Angeboten im Alltag beitragen und dient zur finanziellen Entlastung bei der Pflege in hĂ€uslicher Umgebung.

Pflegegrad Geldleistung (ambulant) Sachleistung (ambulant) Entlastungsbetrag (ambulant) Leistungsbetrag (vollstationÀr)
1 - - 125 EUR 125 EUR
2 316 EUR 689 EUR 125 EUR 770 EUR
3 545 EUR 1.298 EUR 125 EUR 1.262 EUR
4 728 EUR 1.612 EUR 125 EUR 1.775 EUR
5 901 EUR 1.995 EUR 125 EUR 2.005 EUR

Eine vollstationĂ€re Pflege ist notwendig, wenn eine hĂ€usliche oder teilstationĂ€re Pflege nicht möglich ist. Als nicht möglich gelten die hĂ€usliche oder teilstationĂ€re Pflege erst dann, wenn beispielsweise keine Pflegeperson verfĂŒgbar ist, die rĂ€umlichen Gegebenheiten nicht vorhanden sind oder es dadurch zu einer Selbst- oder FremdengefĂ€hrdung kommt.

Erkrankt die pflegende Person, benötigt Urlaub oder kann aus anderen GrĂŒnden nicht fĂŒr die Pflege aufkommen, haben die Versicherten ein Anrecht auf Kurzzeit- oder Verhinderungspflege. In diesem Fall erhalten sie zusĂ€tzlich zum Pflegegeld Sachleistungen fĂŒr die vorĂŒbergehende Unterbringung in einer stationĂ€ren Einrichtung oder fĂŒr die Beauftragung eine Ersatzpflegekraft.

  • Kurzzeitpflegeleistung: maximal 1.612 Euro fĂŒr acht Wochen im Kalenderjahr
  • Verhinderungspflegeleistung: maximal 1.612 Euro fĂŒr sechs Wochen im Kalenderjahr

Beitragssatz der Pflegekassen

Die gesetzliche Pflegeversicherung finanziert sich durch Gesundheitsfonds, staatliche ZuschĂŒsse und die BeitrĂ€ge ihrer Mitglieder. Die Kosten fĂŒr die Absicherung werden von der Bundesregierung festgelegt und richtet sich nach dem Einkommen. Bei Arbeitnehmern wird der Beitrag zwischen dem Versicherten und seinem Arbeitgeber jeweils zur HĂ€lfte aufgeteilt. Rentner, SelbststĂ€ndige und Freiberufler tragen die Kosten fĂŒr die BeitrĂ€ge in voller Höhe selbst. Eine weitere Ausnahme besteht fĂŒr Mitglieder der KĂŒnstlersozialkasse.

  • 2019 liegt der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung bei 3,05 Prozent (3,30 Prozent bei kinderlosen ĂŒber 25 Jahren)

Zusatzbeitrag fĂŒr kinderlose Personen

Versicherte, die das 25. Lebensjahr erreicht und keine Kinder haben, mĂŒssen einen Zuschlag von 0,25 Prozent bezahlen. Der Zusatzbeitrag wird nicht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt parallel zum Einkommen an. Allerdings ist dieser ab einem bestimmten Einkommen gedeckelt und wird nicht weiter erhöht. Das maximale Einkommen beziehungsweise die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2019 bei 4.537,50 Euro im Monat.

  • Kinderlose Angestellte zahlen somit maximal 80,54 Euro fĂŒr die gesetzliche Pflegeversicherung, Angestellte mit einem oder mehreren Kindern 69,20 Euro im Monat

Private Pflegepflichtversicherung (fĂŒr Privatversicherte)

Privat Krankenversicherte sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine private Pflegeversicherung abzuschließen. Diese Tarife sind nicht mit der privaten Pflegezusatzversicherung zu verwechseln, da diese auch gesetzlich Versicherten zur VerfĂŒgung stehen und nur zur ErgĂ€nzung der Pflichtleistungen dienen. Die Pflegepflichtversicherung fĂŒr Privatversicherte orientiert sich an den Leistungen der Pflegekassen und muss mindestens einen gleichwertigen Versicherungsschutz bieten.

Leistungen der privaten Pflegeversicherung

Die Leistungen der privaten Pflegeversicherungen sind den Leistungen der gesetzlichen Pflegekassen angepasst. Allerdings unterscheiden die Versicherer nicht in Sach- und Geldleistungen, sondern kommen fĂŒr eine Kostenerstattung bei ambulanter oder stationĂ€rer Pflege auf. Die Kostenerstattung richtet sich nach der Höhe der gesetzlichen PflegesĂ€tze.

Wie auch bei den Pflegekassen werden die Leistungen anhand des Pflegegrades und der Art der Pflege bemessen:

 

Kostenerstattung bei Pflege durch Pflegepersonen (Angehörige und Bekannte)

Pflegegrad Höhe der Kostenerstattung
Pflegegrad 1 -
Pflegegrad 2 316 EUR
Pflegegrad 3 545 EUR
Pflegegrad 4 728 EUR
Pflegegrad 5 901 EUR

Kostenerstattung bei hÀuslicher Pflegehilfe

Pflegegrad Höhe der Kostenerstattung
Pflegegrad 1 -
Pflegegrad 2 689 EUR
Pflegegrad 3 1.298 EUR
Pflegegrad 4 1.612 EUR
Pflegegrad 5 1.995 EUR

Auch Privatversicherte können den Entlastungsbetrag bei UnterstĂŒtzung im Alltag in Anspruch nehmen. Dieser kann bereits bei Pflegegrad 1 beantragt werden und betrĂ€gt 125 Euro im Monat.

Wenn die Pflege einmal nicht gewĂ€hrleistet werden kann, ĂŒbernehmen die privaten Pflegeversicherer zusĂ€tzlich zum Pflegegeld eine Kostenerstattung fĂŒr die Unterbringung in der Kurzzeitpflege oder fĂŒr die Verhinderungspflege. Diese Leistungen kommen zum Tragen, wenn die pflegende Person erkrankt, Urlaub benötigt oder aus anderen GrĂŒnden nicht fĂŒr die Versorgung aufkommen kann.

  • Kurzzeitpflegeleistung: maximal 1.612 Euro fĂŒr acht Wochen im Kalenderjahr
  • Verhinderungspflegeleistung: maximal 1.612 Euro fĂŒr sechs Wochen im Kalenderjahr

BeitrÀge zur privaten Pflegeversicherung

WÀhrend sich bei der gesetzlichen Pflegekasse die Beitragshöhe nach dem Einkommen richtet, sind die PrÀmien der privaten Pflegeversicherung personenbezogen. Dies bedeutet, der Monatsbeitrag ist vom Lebensalter und dem Gesundheitszustand der versicherten Person abhÀngig. Allerdings legt der Staat einige Kriterien bei der Beitragsberechnung fest:

  • Es darf keinen finanziellen Unterschied zwischen Frauen und MĂ€nnern geben
  • Vorerkrankungen können mit einem Risikozuschlag belegt, dĂŒrfen aber nicht ausgeschlossen werden
  • Kinder sind beitragsfrei mitversichert
  • FĂŒr die Krankenversicherer besteht ein Annahmezwang: sie mĂŒssen jeden Antragsteller versichern

Um sicherzustellen, dass sich auch Àltere Personen die Pflegeversicherung leisten können, wird der Beitrag vom Gesetzgeber gedeckelt. So darf die PrÀmie maximal dem Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Beihilfeberechtigte Personen bezahlen nur die HÀlfte der Beitragsgrenze.

Die Regelung zur Beitragsgrenze greift erst ab dem fĂŒnften Versicherungsjahr. Neukunden mĂŒssen unter UmstĂ€nden eine höhere PrĂ€mie bezahlen. Ab dem fĂŒnften Jahr tritt dann der Höchstbeitrag in Kraft und die PrĂ€mie sinkt.

Angestellte mit einer privaten Krankenversicherung erhalten einen Zuschuss von ihrem Arbeitgeber. Dieser ist auf die HĂ€lfte des Beitrags zur privaten Pflege- und Krankenversicherung gedeckelt und betrĂ€gt maximal die Höhe des festgelegten Arbeitgeberanteils fĂŒr gesetzlich Versicherte.

Rentner, SelbststĂ€ndige und Freiberufler mĂŒssen die BeitrĂ€ge zur privaten Pflegeversicherung in voller Höhe selbst bezahlen.

Private Pflegeversicherung (Pflegezusatzversicherung)

Die private Pflegezusatzversicherung wird hĂ€ufig auch als private Pflegeversicherung fĂŒr gesetzlich Versicherte bezeichnet. Doch eine Zusatzversicherung kann sowohl von Kassenmitgliedern als auch von Privatversicherten abgeschlossen werden und dient zur ErgĂ€nzung der gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung.

Versicherungen bieten verschiedene Möglichkeiten zur Absicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit:

Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung ist eine vergleichsweise gĂŒnstige Versicherung. Sie sichert das Risiko der PflegebedĂŒrftigkeit ab, indem die Kunden bei Eintritt des Versicherungsfalls eine Geldleistung erhalten. Die vereinbarte Leistung (das Tagegeld) wird mit dem Wert 30 multipliziert (Kalendertage). In der Regel ist die Höhe des Pflegetagegelds entsprechend den Pflegegraden gestaffelt.

Wurde in einem Versicherungsvertrag das Tagegeld mit 50 Euro bei Pflegegrad 5 vereinbart, erhĂ€lt der Kunde im Leistungsfall 1.500 Euro im Monat. (50 € x 30 Tage = 1.500 €)

Pflegerentenversicherung

Die Pflegerente wird meist als Zusatzbaustein bei einer Lebens- oder Unfallversicherung vereinbart. Im Falle einer PflegebedĂŒrftigkeit erhalten die Versicherungsnehmer monatlich eine Geldleistung in Form einer Rente ausbezahlt. Die Höhe der Leistung ist an den Pflegegrad gekoppelt. Meist ist die Pflegezusatzversicherung an einige Bedingungen geknĂŒpft. Beispielsweise darf der Versicherungsnehmer ein bestimmtes Lebensalter noch nicht erreicht haben oder die PflegebedĂŒrftigkeit muss infolge eines Unfalls eingetreten sein.

FĂŒr einen geringen Mehrbeitrag handelt es sich bei der Pflegerentenversicherung um eine sinnvolle ErgĂ€nzung. Als Zusatzbaustein ist sie jedoch als private Pflegeversicherung nicht ausreichend.

Pflegerente in der Unfallversicherung

Vereinbart ein Versicherungsnehmer in seiner Unfallversicherung den Einschluss der Pflegerente, erhĂ€lt er eine monatliche Leistung, wenn er infolge eines Unfalls pflegebedĂŒrftig wird. AbhĂ€ngig vom Anbieter setzt dieser jedoch einen bestimmten Pflegegrad voraus. Zudem muss die PflegebedĂŒrftigkeit dauerhaft, fĂŒr mindestens sechs Monate bestehen.

Pflege-Bahr-Versicherung

Die Pflege-Bahr ist eine staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung, die zum 01. Januar 2013 eingefĂŒhrt wurde. Mit dieser Versicherung möchte der Gesetzgeber die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegeabsicherung ergĂ€nzen und auf die Zunahme von PflegebedĂŒrftigen innerhalb der letzten Jahre reagieren.

Bei der Pflege-Bahr betrĂ€gt der Eigenanteil des Beitrags mindestens 15 Euro im Monat. Zahlen die Versicherungsnehmer diesen ein, erhalten sie vom Staat zusĂ€tzlich 5 Euro. Dadurch werden ihnen im Jahr 180 Euro gutgeschrieben, obwohl sie selbst nur 120 Euro einbezahlt haben. FĂŒr den Mindestbeitrag erhalten die Verbraucher eine Leistung von 600 Euro im Monat. Erhöhen sie ihren Eigenanteil, steigt die Leistung bei PflegebedĂŒrftigkeit. Sie erhalten jedoch maximal 60 Euro Zulagen im Jahr.

 

Die Leistungen der Pflege-Bahr sind vom Gesetzgeber geregelt und sehen folgende Zahlungen vor:

Pflegegrad Höhe der Kostenerstattung
Pflegegrad 1 10 Prozent des versicherten Tagesgelds
Pflegegrad 2 30 Prozent des versicherten Tagesgelds
Pflegegrad 3 55 Prozent des versicherten Tagesgelds
Pflegegrad 4 75 Prozent des versicherten Tagesgelds
Pflegegrad 5 100 Prozent des versicherten Tagesgelds

Infoblatt – Staatlich geförderte, private Pflegezusatzversicherung: „Pflege-Bahr“  | Quelle: bundderversicherten.de

Die Leistungen und die Beitragshöhe der Pflege-Bahr-Versicherung sind gesetzlich festgelegt. Gesellschaften mĂŒssen ihren Kunden mindestens die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Leistungen bieten. Es steht ihnen jedoch frei, diese zu erhöhen. Daher sollten Verbraucher vor Vertragsabschluss verschiedene Anbieter miteinander vergleichen.

Pflegekostenversicherung

Die gesetzliche und private Pflegeversicherung ĂŒbernimmt nur einen Teil der anfallenden Kosten bei PflegebedĂŒrftigkeit. FĂŒr Betroffene oder ihre Angehörige reichen die Leistungen in der Regel nicht aus. Mit einer Pflegekostenversicherung haben sie die Möglichkeit, ihren Versicherungsschutz zu ergĂ€nzen und fĂŒr finanzielle Entlastung zu sorgen.

Die Pflegekostenversicherung ĂŒbernimmt einen Teil der tatsĂ€chlich anfallenden Pflegekosten. Dadurch soll die Differenz zwischen den reellen Kosten und der Absicherung durch die Pflegepflichtversicherung geschlossen oder möglichst geringgehalten werden. Im Vergleich zur Tagegeldversicherung erhalten die Kunden keine pauschale Leistung, sondern beziehen das Geld entsprechend dem finanziellen Aufwand. Dies hat den Vorteil, dass die Versicherungsnehmer mit dieser privaten Pflegezusatzversicherung auch vor steigenden Pflegekosten geschĂŒtzt sind.

Die Pflegekostenversicherung unterscheidet sich in zwei Tarife: Entweder kommt die Gesellschaft anteilig fĂŒr die anfallenden Kosten auf oder sie ĂŒbernimmt die Restkosten, also den gesamten Eigenanteil der Kunden. Letzteres ist in der Regel auf einen maximalen Jahresbetrag begrenzt. Um eine Kostenerstattung zu erhalten, mĂŒssen die Versicherungsnehmer Rechnungen und Quittungen einreichen.

Wer braucht eine Pflegeversicherung?

Da der Gesetzgeber eine Versicherungspflicht vorschreibt, benötigt jede Person, die in Deutschland gemeldet ist, eine gesetzliche oder private Pflegeversicherung.

Der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung hingegen ist keine Pflicht. Es steht jeder Person frei, ob sie sich fĂŒr eine ergĂ€nzende Absicherung entscheidet.

Fakt ist jedoch, dass die Leistungen der gesetzlichen und privaten Pflegekasse bei PflegebedĂŒrftigkeit nicht ausreichen. Vor allem bei einer Unterbringung im Heim oder der ambulanten Pflege entstehen hohe VersicherungslĂŒcken, welche die finanzielle Existenz bedrohen können. VerfĂŒgen die PflegebedĂŒrftigen nicht ĂŒber ausreichend RĂŒcklagen, eine ausreichende Rente oder Eigentum, mĂŒssen ihre Angehörigen fĂŒr die Pflegekosten aufkommen. Dementsprechend benötigt jede Person eine private Pflegezusatzversicherung, die ihre Familie vor etwaigen Pflegekosten schĂŒtzen möchte oder ihr Eigentum nicht zum Zwecke der Pflege verkaufen möchte.

Pflegekosten in Deutschland

Die Kosten fĂŒr ein Pflegeheim setzen sich aus den Betreuungskosten (Pflegesatz), den Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie den Investitionskosten zusammen. Nach einer Beispielrechnung der Deutschen Seniorenstiftung belaufen sich die Kosten fĂŒr eine Heimunterbringung bei Pflegegrad 3 auf insgesamt 2.780,08 Euro im Monat. Von den Pflegekassen erhalten gesetzlich Versicherte einen Zuschuss von 1.262,00 Euro. Damit betrĂ€gt der Eigenanteil 1.518,08 Euro monatlich.

Quelle: https://deutsche-seniorenstift.de/kosten-und-finanzierung/

Vorteile der Absicherung einer PflegebedĂŒrftigkeit

Finanzielle Absicherung bei PflegebedĂŒrftigkeit

In Deutschland sind die Kosten fĂŒr eine ambulante oder stationĂ€re Pflege sehr hoch. Mit einer Pflegeversicherung wird gewĂ€hrleistet, dass Verbraucher diese nicht komplett selbst tragen mĂŒssen.

Garantierte Versorgung im Pflegefall

Mit einer Pflegeversicherung kann sich jeder, unabhÀngig von seiner finanziellen Situation, die Versorgung im Pflegefall leisten.

Annahmezwang ohne AusschlĂŒsse

FĂŒr die gesetzliche und private Pflegeversicherung besteht ein Annahmezwang. Versicherer dĂŒrfen Kunden weder ablehnen noch Vorerkrankungen ausschließen.

Flexible, zusÀtzliche Absicherung möglich

Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Verbraucher ihren Versicherungsschutz nach eigenem Bedarf erhöhen und VersicherungslĂŒcken schließen.

Nachversicherungsgarantie bei zusÀtzlicher Absicherung

Bei einer privaten Pflegezusatzversicherung besteht meist eine Nachversicherungsgarantie. Kunden können bei bestimmten Ereignissen (Hochzeit, Geburt) ihre Versicherungsleistung ohne erneute GesundheitsprĂŒfung erhöhen.

Niedrige BeitrÀge durch Arbeitnehmeranteil und staatlicher Förderung

Unter BerĂŒcksichtigung der Leistung sind die BeitrĂ€ge fĂŒr Versicherte aufgrund des Arbeitnehmeranteils sehr gering. ZusĂ€tzlich werden Pflegezusatzversicherung wie die Pflege-Bahr staatlich gefördert.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile der Absicherung einer PflegebedĂŒrftigkeit

Junger Mann Ă€rgert sich ĂŒber die Nachteile einer Versicherung

Leistungen nicht ausreichend

Die vom Gesetzgeber festgelegten Leistungen der Pflegekassen und Privatversicherer sind bei PflegebedĂŒrftigkeit nicht ausreichend.

Leistungen nicht dem Bedarf entsprechend

Die Pflegeleistungen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung können nicht individuell dem eigenen Bedarf angepasst werden. Sie sind fĂŒr jede Person gleich, unabhĂ€ngig von ihren LebensumstĂ€nden.

Hohe BeitrĂ€ge fĂŒr Ă€ltere Personen

Ältere Personen, die eine private Pflegezusatzversicherung abschließen möchten, mĂŒssen mit hohen BeitrĂ€gen im Vergleich zur Leistung rechnen.

Wartezeiten

Beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung fĂ€llt fĂŒr die Versicherten meist eine Wartezeit von drei bis fĂŒnf Jahren an. Werden sie wĂ€hrend der Karenzzeit pflegebedĂŒrftig, erhalten sie lediglich ihre BeitrĂ€ge zurĂŒckerstattet. Die Wartezeit entfĂ€llt in der Regel, wenn die versicherte Person aufgrund eines Unfalls pflegebedĂŒrftig wird.

GesundheitsprĂŒfung bei Zusatzversicherungen

Wer eine private Pflegezusatzversicherung abschließen möchte, muss sich abhĂ€ngig vom Anbieter und dem Produkt einer GesundheitsprĂŒfung unterziehen. Vorerkrankungen können unter UmstĂ€nden zu RisikobeitrĂ€gen oder Ablehnung fĂŒhren.

So finden Sie die beste Pflegeversicherung

Wer privat pflegeversichert ist oder eine Pflegezusatzversicherung abschließen möchte, kann frei ĂŒber den Anbieter entscheiden. Bei gesetzlich Versicherten hingegen ist die Pflegekasse mit der jeweiligen Krankenkasse verbunden.

Bei der Wahl einer Gesellschaft fĂŒr eine private oder ergĂ€nzende Pflegeversicherung können die folgenden Fragen behilflich sein:

Welche Absicherung möchte ich?

Privatversicherte benötigen zunÀchst eine private Pflegezusatzversicherung. Viele Gesellschaften bieten einen Krankenversicherungstarif, an den eine Pflegeversicherung gekoppelt ist.

Sind Sie Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse oder möchten Sie Ihre private Pflegeversicherung aufstocken, benötigen Sie eine Pflegezusatzversicherung. Hierbei mĂŒssen Sie entscheiden, ob Sie eine Tagegeldleistung, eine Rente oder eine Pflegekostenerstattung wĂŒnschen.

Wie hoch muss die Absicherung sein?

Wie viel Geld Sie im Pflegefall benötigen, lÀsst sich nicht pauschal beantworten. Dennoch können Sie einen ungefÀhren Wert bestimmen:

  • ÜberprĂŒfen Sie Ihre RentenansprĂŒche sowohl bei Renteneintritt als auch bei ErwerbsunfĂ€higkeit
  • Rechnen Sie die AnsprĂŒche aus anderen Versicherungen (private Rentenversicherung, Berufs- / ErwerbsunfĂ€higkeitsversicherung) hinzu

Auf diese Weise haben Sie einen ersten Überblick ĂŒber Ihre monatlichen EinkĂŒnfte im Rentenalter oder wenn Sie krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten können. Hierzu mĂŒssen noch die Leistungen der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung addiert werden.

PrĂŒfen Sie anschließend die Kosten fĂŒr Pflegeheime in Ihrer Region. So können Sie herausfinden, wie hoch ihre VersicherungslĂŒcke im Falle einer stationĂ€ren Pflege ist. Dieser Summe sollte die ergĂ€nzende Leistung entsprechen, um rundum finanziell abgesichert zu sein. Bei Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung wird die VersicherungslĂŒcke durch den Wert 30 geteilt.

Annahmezwang ohne AusschlĂŒsse

FĂŒr die gesetzliche und private Pflegeversicherung besteht ein Annahmezwang. Versicherer dĂŒrfen Kunden weder ablehnen noch Vorerkrankungen ausschließen.

Wann bezahlt die Versicherung?

In erster Linie sollten Sie immer einen Tarif wĂ€hlen, der sowohl bei ambulanter als auch bei stationĂ€rer Pflege leistet. Zudem ist es ratsam, eine Versicherung abzuschließen, die bereits bei Pflegegrad 1 Versicherungsschutz bietet. Weniger sinnvoll sind Tarife, die erst ab Pflegegrad 4 eine Leistung vorsehen. Vor allem der höchste Pflegegrad wird nur sehr selten erreicht.

Wichtig: Vorsicht bei Wartezeiten

Die meisten Pflegezusatzversicherungen sehen eine Wartezeit vor. Werden Sie wĂ€hrend dieses Zeitraums pflegebedĂŒrftig, erhalten Sie nicht die vereinbarte Leistung, sondern lediglich eine Erstattung der BeitrĂ€ge. Tarife ohne Wartezeit sind im Regelfall mit einer GesundheitsprĂŒfung verbunden.

Was kann ich mir leisten?

Der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ist nur dann sinnvoll, wenn Sie sich die PrĂ€mie auch leisten können. Bedenken Sie, dass Sie den Beitrag auch dann zahlen mĂŒssen, wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit kein oder nur ein geringes Einkommen haben. Unter UmstĂ€nden sollten Sie die Leistungen etwas herabsetzen, wenn die PrĂ€mie Ihre finanzielle Situation belasten könnte.

Sobald Sie Ihren Bedarf kennen, können Sie verschiedene Pflegekassen miteinander vergleichen. Nutzen Sie dafĂŒr diesen Pflegeversicherung Rechner und erhalten kostenlos und unverbindlich eine Übersicht ĂŒber preiswerte und leistungsstarke Angebote.

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Pflegeversicherung frĂŒhestmöglich abschließen

Schließen Sie eine Pflegeversicherung so frĂŒh wie möglich ab. Mit voranschreiten des Alters steigt auch die Höhe der BeitrĂ€ge. So zahlt beispielsweise eine 20-jĂ€hrige Person 13 Euro im Monat fĂŒr ihre Pflegezusatzversicherung, wĂ€hrend eine 40-jĂ€hrige Person fĂŒr dieselben Leistungen 30 Euro aufbringen muss.

Pflegeversicherung Test: Die besten Tarife

Stiftung Warentest hat 2017 31 Tarife der Pflegeversicherung auf den PrĂŒfstand gestellt. Das Unternehmen prĂŒfte sowohl Tarife zur Pflegetagegeldversicherung als auch zur privaten Pflegeabsicherung. Als Modelkunden wĂ€hlten sie eine 45-jĂ€hrige und eine 55-jĂ€hrige Person.

Als Testsieger gingen die DFV, die DKV und die HanseMerkur hervor. Vor allem fĂŒr den 45-jĂ€hrigen Modelkunden ĂŒberzeugte die HanseMerkur mit einem guten Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. FĂŒr jĂŒngere Antragsteller hebt Stiftung Warentest zudem die WĂŒrttembergische-Versicherung hervor.

Auch das Deutsche Institut fĂŒr Finanzplanung bewertet die Pflegetagegeldtarife der HanseMerkur, der DKV und der WĂŒrttembergischen als sehr gut. Mit dem gleichen QualitĂ€tsurteil schnitten außerdem die Hallesche, Signal Iduna, Axa und Deutscher Ring ab.

Die Leistungen der Pflege-Bahr-Versicherung wurden bei fast allen Tests als ungenĂŒgend bezeichnet. Lediglich der Tarif der Central konnte sich von den Mitbewerbern positiv abheben.

Darauf ist bei einer privaten Pflegeversicherung zu achten

Punkt 1: Pflegeleistungen

Die Versicherung sollte bestenfalls bereits ab Pflegegrad 0 und bei Demenz leisten. Eine Leistung erst ab Pflegegrad 4 und höher ist nicht ausreichend. Die vereinbarte Versicherungssumme entspricht im Regelfall dem Höchstsatz und wird erst ab Pflegegrad 5 bezahlt. Verbraucher mĂŒssen daher darauf achten, dass die Leistungen prozentual niedriger sind bei geringerer PflegebedĂŒrftigkeit. Tipp: Durch die Vereinbarung einer Dynamik steigen die Leistungen im Laufe der Jahre an. Auf diese Weise lĂ€sst sich auch bei steigenden Pflegekosten vorsorgen.

Punkt 2: Pflegeleistung zu Hause

Die meisten Gesellschaften leisten auch dann, wenn die Versicherungsnehmer zu Hause gepflegt werden. Manche Gesellschaften unterscheiden allerdings zwischen ambulanter Pflege (Pflegedienst) und Laienpflege (Angehörige). Verbraucher sollten einen Tarif wĂ€hlen, der die Leistung bei hĂ€uslicher Pflege unabhĂ€ngig davon vorsieht, wer die Versorgung ĂŒbernimmt.

Punkt 3: Pflegeleistung im Heim

Die Pflegeversicherung ĂŒbernimmt nicht die vollen Heimkosten, sondern bezuschusst diese mit einem festen Betrag. In welcher Höhe ist davon abhĂ€ngig, wie hoch der Pflegegrad ist. In der Regel reichen die ZuschĂŒsse nicht fĂŒr die Deckung der Gesamtkosten aus, sodass PflegebedĂŒrftige oder ihre Angehörigen einen Eigenanteil leisten mĂŒssen.

Die Pflegeversicherungen kommen nicht fĂŒr Verpflegungs- und Investitionskosten auf.

Punkt 4: Höhe der Leistung bei PflegebedĂŒrftigkeit

Die Höhe der Leistung muss dem Bedarf entsprechen. Personen, die im Pflegefall nicht von Angehörigen, sondern von Dritten gepflegt werden möchten, benötigen entsprechend eine höhere Absicherung. Mit dem Pflegenavigator der AOK-Krankenkasse lĂ€sst sich einfach herausfinden, welche Aufwendungen bei einer PflegebedĂŒrftigkeit entstehen und was Pflegeheim in der Umgebung kosten.

Punkt 5: Nachweis der PflegebedĂŒrftigkeit

Beim Nachweis der PflegebedĂŒrftigkeit gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den privaten Pflegezusatzversicherungen. Manche Versicherer orientieren sich an dem vom medizinischen Dienst fĂŒr die gesetzliche oder private Pflegeversicherung festgelegten Pflegegrad. Andere Gesellschaften haben ihre eigenen Vorgaben bei der Einstufung. So kann eine Person beispielsweise von der Pflegekasse Leistungen nach Pflegegrad 1 erhalten, wĂ€hrend sie von ihrer Zusatzversicherung die höheren Leistungen nach Pflegegrad 2 bezieht. 

Einfacher Nachweis der PflegebedĂŒrftigkeit

Orientiert sich die Versicherungsgesellschaft an Einstufung der gesetzlichen Pflegeversicherung, sollte ein Einstufungsbescheid ausreichen. Andernfalls muss sich die versicherte Person erneut einer PrĂŒfung unterziehen.

Versicherung Schaden melden

Pflegeversicherung Kosten - Damit mĂŒssen Sie rechnen

Die Kosten fĂŒr eine private Pflegeversicherung sind nicht vom Einkommen, sondern von personenbezogenen Aspekten abhĂ€ngig. Bei einer Pflegezusatzversicherung kommen weitere leistungsspezifische Faktoren hinzu. FĂŒr die Beitragsberechnungen sind folgende Kriterien relevant:

  • das Eintrittsalter
  • der Gesundheitszustand
  • die Versicherungsform
  • die vereinbarten Leistungen

Da diese Faktoren bei jeder Person verschieden sind, lĂ€sst sich nicht genau sagen, was eine Pflegezusatzversicherung kostet. Genauso sind die Versicherungsgesellschaften bei der Preisgestaltung ihrer Zusatzversicherungen frei, weshalb es sich fĂŒr Verbraucher zwingend empfiehlt, Anbieter zu vergleichen.

Kostenbeispiele:

Eine 20-jĂ€hrige Person bezahlt fĂŒr eine Pflegetagegeldversicherung 25 Euro. Der Tagessatz betrĂ€gt 50 Euro und wird bereits ab Pflegegrad 1 bezahlt. Bei einem Mitbewerber betrĂ€gt der Monatsbeitrag lediglich 4 Euro, allerdings wird das Tagegeld erst ab Pflegegrad 5 bezahlt.

Der Beitrag fĂŒr eine 35-jĂ€hrige Person mit einem Tagessatz von 50 Euro ab Pflegegrad 1 betrĂ€gt 38 Euro. Eine 55-jĂ€hrige Person bezahlt fĂŒr dieselbe Leistung 93 Euro.

Versicherer der privaten Pflegekassen im Überblick

HUK-Coburg

Die HUK-Coburg bietet neben einer Pflegemonatsgeld- und der Pflege-Bahr-Versicherung auch eine Pflege-Assistance-Leistung an. FĂŒr einen geringen Betrag erhalten Verbraucher im Falle einer PflegebedĂŒrftigkeit umfassende UnterstĂŒtzung in Form von Beratungs- und VermittlungstĂ€tigkeiten.

Allianz

Die Pflegetagegeldversicherung ist die wichtigste Pflegeversicherung der Allianz. Versicherungsnehmer können einen Tagessatz bis zu 150 Euro vereinbaren. Diese Versicherung lĂ€sst sich außerdem mit einer BerufsunfĂ€higkeitsabsicherung kombinieren.

HDI

Die HDI bietet eine Pflegetagegeldversicherung mit einem Tagessatz zwischen fĂŒnf und 160 Euro an. In dem Tarif ist automatisch eine Dynamik enthalten, welche die Leistung alle drei Jahre um fĂŒnf Euro erhöht. Der Tarif sieht zudem keine Wartezeiten vor.

Continentale

Die Continental bietet verschiedene Pflegezusatzversicherungen an, die Leistungen ab Pflegegrad 1 oder erst ab Pflegegrad 3 vorsehen. Die Wartezeit betrĂ€gt drei Jahre und der Anbieter sieht eine regelmĂ€ĂŸige Erhöhung in Form einer Dynamik ohne zusĂ€tzliche GesundheitsprĂŒfung vor.

DEVK

Die DEVK gilt als einer der Testsieger in puncto privater Pflegeversicherung. Das Unternehmen stellt verschiedene Tarife zur VerfĂŒgung, die bei PflegebedĂŒrftigkeit eine Assistenzleistung des Anbieters vorsehen. Das Onlineportal bietet außerdem umfangreiche Informationen zur Pflege sowie zu weiteren gesundheitlichen Themen.

Debeka

Die Debeka bietet eine Pflege-Bahr und eine Pflegetagegeldversicherung an. Die Versicherten können auf eine kostenlose Hotline zurĂŒckgreifen, wo sie zum Thema Pflege umfassend beraten werden. Bei Pflegegrad 2 sieht der Versicherer 70 Prozent und bei Pflegegrad 1 35 Prozent der vereinbarten Leistung vor.

Central / Generali

Die Generali vertreibt ihre Pflegeprodukte ĂŒber die Central Krankenversicherung. Im Falle einer PflegebedĂŒrftigkeit wendet die Central eine eigene Einstufung an, die im Vergleich zum MDK in manchen Punkten eine höhere Pflegeeinstufung vorsieht. Die Generali bietet zudem eine Pflegerente an, die einen sofortigen Versicherungsschutz vorsieht.

Gothaer

Bei der Gothaer können Verbraucher eine Pflegerentenversicherung und eine Pflegetagegeldversicherung abschließen. Die Leistungspakete unterteilen sich in einen Basis-, einen Top- und einen Plus-Schutz. Der Basistarif sieht keine Leistung bei hĂ€uslicher Pflege mit den Pflegegraden 1 bis 3 vor.

Ergo / DKV

Die Ergo vertreibt die Pflegeversicherungen der DKV. Der Krankenversicherer gehört zu den empfohlenen Anbietern laut Stiftung Warentest. Verbraucher können die Tarife ohne Gesundheitsfragen und AusschlĂŒsse abschließen, mĂŒssen jedoch eine Wartezeit von fĂŒnf Jahren in Kauf nehmen.

KVB Wuppertal

Die KVB Wuppertal ist die Krankenvorsorge fĂŒr Bundesbeamte. Sie stellt den Beamten und beihilfeberechtigten Angehörigen die gesetzlich vorgeschriebene, private Pflegeversicherung zur VerfĂŒgung.

HanseMerkur

Die HanseMerkur ist Testsieger im Bereich der Pflegeversicherung. Die Gesellschaft sieht keine Wartezeiten vor und leistet bereits ab dem Pflegegrad 1. Den Kunden wird auf Wunsch die Vermittlung von Assistance-Leistungen zur VerfĂŒgung gestellt. Außerdem können junge Personen auf einen vergĂŒnstigten Einsteigertarif zurĂŒckgreifen, der fĂŒr wenig Geld einige Leistungen der privaten Pflegeversicherung abdeckt.

WĂŒrttembergische

Die WĂŒrttembergische ist Testsieger im Bereich der Pflegetagegeldversicherung. Versicherte erhalten ab Pflegestufe 2 und unter Voraussetzung der stationĂ€ren Pflege 100 Prozent der Leistung und werden vom Beitrag befreit. Bei einer ambulanten Pflege erhalten sie bei Pflegegrad 2 40 Prozent der vereinbarten Leistung, 65 Prozent bei Pflegegrad 3 und 85 Prozent mit Pflegegrad 4.

Hallesche

Die Hallesche bietet verschiedene Pflegeversicherung an. Als „sehr gut“ wird vor allem der Tarif OLGAflex bewertet. Versicherte erhalten bei stationĂ€rer Pflege bereits ab Pflegegrad 2 100 Prozent der vereinbarten Leistung. Bei ambulanter Pflege sieht die Pflege-Leistung 30 Prozent vor.

Barmer

Die Barmer ist eine gesetzliche Kranken- und Pflegekasse, die zusĂ€tzlich eine private Absicherung als ErgĂ€nzung anbietet. Dabei greift der Krankenversicherer auf die Produktpalette der HUK-Coburg zurĂŒck. FĂŒr Versicherte ergibt sich der Vorteil, dass sie sowohl die gesetzliche Absicherung als auch ihre Pflegezusatzversicherung aus einer Hand erhalten.

UKV

Due UKV bietet eine private Pflegeversicherung und Pflegezusatzversicherungen an. Dabei unterscheidet das Unternehmen zwischen einem Comfort- und einem Premiumtarif. Der Premiumtarif sieht eine Pflegerente bei Pflegestufe 0 vor, wodurch auch das Risiko einer Demenzerkrankung abgesichert werden kann.

FAQ - HĂ€ufig gestellte Fragen

Das Thema der Pflegekassen in Deutschland ist sehr komplex und vielfÀltig, weshalb wir im Folgenden nur grundlegende Fragen und Antworten in diesem Bereich vorstellen.

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