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Beginnen Sie fr√ľhzeitig mit einer Privaten Altersvorsorge

Finanzielle Absicherung im Alter

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Das Wichtigste in K√ľrze

  • Die gesetzliche Rente reicht meist nicht aus, um den Lebensstandard zu sichern. Mit einer privaten Altersvorsorge schlie√üen Verbraucher ihre Versorgungsl√ľcke.
  • Es gibt staatliche gef√∂rderte Rentenprodukte sowie die fondsgebundene und klassische Altersvorsorge.
  • Auch der Erwerb eines Eigenheims kann als Altersvorsorge betrachtet werden.

Was ist eine private Altersvorsorge?

Ob als tragende S√§ule der Altersvorsorgestrategie oder als Rentenzusatzversicherung: Die private Altersvorsorge bietet ein breites Spektrum an Vorsorgem√∂glichkeiten. Welche Art von Versicherung ‚Äď oder Versicherungen ‚Äď man w√§hlt, h√§ngt von den aktuellen Lebensbedingungen und Zukunftspl√§nen ebenso ab, wie von der pers√∂nlichen Risikobereitschaft.

Da die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung angesichts der immer h√∂heren Lebenserwartung und geringeren Anzahl an Beitragszahlern zuk√ľnftig vor gro√üen Herausforderungen steht, wird die ‚Äď gegebenenfalls zus√§tzliche ‚Äď Absicherung mit einer kapitalgedeckten Altersvorsorge unter bestimmten Umst√§nden vom Staat gef√∂rdert. Die Zielsetzung ist dabei immer, die sp√§teren Renten- und Leistungsempf√§nger vor Altersarmut zu sch√ľtzen, und deren Abgleiten in die Sozialhilfebed√ľrftigkeit zu verhindern.

Rentenanspr√ľche in Deutschland

2017 lag die durchschnittliche Bruttorente in Deutschland bei 1.396 Euro im Monat. Um diese zu erhalten, m√ľssen die Verbraucher jedoch 45 Jahre lang ein durchschnittliches Entgelt bezogen haben. Da das Durchschnittsgehalt voraussichtlich steigen wird, erh√∂ht sich die fiktive Rente bis zum Jahr 2030 auf 1.922 Euro brutto. Allerdings zeigt die Praxis auch, dass durch Studium, Schwangerschaften oder Krankheit nur wenige Verbraucher auch 45 Jahre lang das durchschnittliche Entgelt beziehen. Hinzu kommt, dass es sich hierbei um Bruttobetr√§ge handelt. Dementsprechend sind zus√§tzlich Steuern und Sozialabgaben abzuziehen.

Monatliche Bruttostandardrente der gesetzlichen Rentenversicherung

Jahr 2032: 0 ‚ā¨

Jahr 2031: 0 ‚ā¨

Jahr 2030: 0 ‚ā¨

Jahr 2029: 0 ‚ā¨

Jahr 2028: 0 ‚ā¨

Jahr 2027: 0 ‚ā¨

Jahr 2026: 0 ‚ā¨

Jahr 2025: 0 ‚ā¨

Jahr 2024: 0 ‚ā¨

Jahr 2023: 0 ‚ā¨

Jahr 2022: 0 ‚ā¨

Jahr 2021: 0 ‚ā¨

Jahr 2020: 0 ‚ā¨

Jahr 2019: 0 ‚ā¨

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/574084/umfrage/standardrente-der-gesetzlichen-rentenversicherung-in-deutschland/

Wie funktioniert die private Altersvorsorge?

Bei der privaten Altersvorsorge wenden Verbraucher meist monatlich einen Sparbetrag auf, den sie f√ľr ihre Rente zur√ľcklegen. Die H√∂he des Betrags kann bei einem Gro√üteil der Rentenmodelle individuell festgesetzt werden. Das bedeutet, er ist nicht an die H√∂he des Gehalts gebunden, wie es bei der gesetzlichen Rente der Fall ist. Es gibt jedoch einige gef√∂rderte Altersvorsorgeprodukte, bei denen die Sparer einen Mindestbetrag beisteuern m√ľssen. Andernfalls sch√∂pfen sie die staatlichen Zulagen nicht vollst√§ndig aus.

Der Sparbetrag der Versicherten wird von der Gesellschaft in Wertpapiere, Fonds oder Aktien angelegt. Im Regelfall errechnet die Versicherung anhand des Beitrags und der Vertragslaufzeit einen garantierten Rentenwert. Diese Summe erhalten die Versicherungsnehmer bei Rentenbeginn ausbezahlt. Investieren die Sparer in Fondsprodukte, f√§llt der Garantiewert deutlich geringer aus. Grund daf√ľr ist, dass sich die Entwicklung der B√∂rse nicht exakt voraussagen l√§sst. Allerdings bieten diese Altersvorsorgeprodukte die M√∂glichkeit auf eine h√∂here Rendite. Da sich jedoch der Verlauf der B√∂rse nicht vorhersagen l√§sst, kann die gesch√§tzte Leistung bei Rentenbeginn nicht garantiert werden. Verbraucher, die jedoch einen hohen Garantiewert bevorzugen, investieren in klassische Produkte. Diese legen das Geld nicht in Fonds an, wodurch die Rendite zwar geringer ausf√§llt. Daf√ľr aber mehr Sicherheiten bietet.

Am Ende der Ansparphase folgt die Rentenauszahlung. Je nach Produkt erhalten die Versicherten lebenslang eine feste Rente oder f√ľr einen bestimmten Zeitraum. Letzteres wird als ‚ÄěRentengarantiezeit‚Äú bezeichnet.

Verstirbt der Versicherte während der Garantiezeit, wird die Rente bis zum Ende dieses Zeitraums an die Hinterbliebenen weiterbezahlt.

Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge

Um die gesetzliche Rente aufzustocken und Versorgungsl√ľcken zu schlie√üen, gibt es verschiedene M√∂glichkeiten. Welche Rentenform geeignet ist, h√§ngt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Neben pers√∂nlichen Aspekten wie dem Alter und der Lebensplanung sind auch die finanziellen Mittel zu ber√ľcksichtigen.

Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Die R√ľrup-Rente

Die R√ľrup-Rente richtet sich als Basis-Altersvorsorge vor allem an Selbstst√§ndige, die sich nicht freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung absichern wollen. Es handelt sich um eine private, kapitalgedeckte Rentenversicherung mit staatlicher F√∂rderung. Ihre Leistungen entsprechen der Altersabsicherung durch die berufsst√§ndischen Versorgungswerke oder die gesetzlichen Rentenversicherungstr√§ger (nur Rentenleistungen). Der Staat beteiligt sich in der Ansparphase mit deutlichen Steuervorteilen. Bis zu 88 Prozent des Sparbetrages k√∂nnen als Sonderausgaben geltend gemacht werden (Stand 2019). Au√üerdem ist das angesparte Kapital vor Pf√§ndung gesch√ľtzt und wird auch bei einem Bezug von Arbeitslosengeld II nicht angerechnet.

Geeignet f√ľr:

  • Selbstst√§ndige und Freiberufler, die nicht freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen

Die Riester-Rente

Der Abschluss einer Riester-Rente ist freiwillig. Mit einer staatlichen F√∂rderung will der Gesetzgeber m√∂glichst viele Menschen motivieren, zus√§tzlich f√ľr das Alter vorzusorgen.

Zu den förderberechtigten Personen gehören:

  • in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, Auszubildende und Selbst√§ndige
  • Beamte und Kirchenbeamte
  • Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes und des freiwilligen Wehrdienstes
  • M√ľtter oder V√§ter w√§hrend der Kindererziehungszeit
  • Empf√§nger von Arbeitslosengeld unter bestimmten Voraussetzungen
  • Empf√§nger von Arbeitslosengeld II unter bestimmten Voraussetzungen
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld
  • Empf√§nger von Kranken¬≠, Verletzten¬≠ und Versorgungskrankengeld oder √úbergangsgeld
  • nicht erwerbsm√§√üig t√§tige Pflegepersonen
  • pflichtversicherte Landwirte
  • geringf√ľgig Besch√§ftigte, die nicht von der Versicherungspflicht befreit sind
  • Empf√§nger einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung, die das 67. Lebensjahr noch nicht vollendet haben

Im sogenannten Huckepack-Verfahren werden auch Ehepartner eines f√∂rderberechtigten Riestersparers unmittelbar zulageberechtigt. Sie k√∂nnen einen eigenen zertifizierten Sparvertrag abschlie√üen und die staatliche F√∂rderung hierf√ľr in Anspruch nehmen. Unabh√§ngig davon, ob sie selbst berufst√§tig sind, oder nicht. Dies gilt gleicherma√üen f√ľr Ehen und eingetragene Lebenspartnerschaften.

Der Staat f√∂rdert den Riester-Sparvertrag mit einer Zulage in H√∂he von 175 Euro im Jahr. Hinzu kommt eine Zulage f√ľr kindergeldberechtigte Kinder. Diese betr√§gt 185 Euro f√ľr vor 2008 geborene und 300 Euro f√ľr nach 2008 geborene Kinder. Voraussetzung ist eine eigene Sparleistung in H√∂he des Mindesteigenbeitrags. Dieser liegt bei vier Prozent des Vorjahreseinkommens des Sparers, mindestens jedoch 60 Euro im Jahr. Sofern der Mindesteigenbeitrag nicht erreicht ist, beteiligt sich der Staat nur anteilig an der Sparleistung.

Die Zulage f√ľr einen Riester-Sparvertrag wird nicht automatisch gew√§hrt. Sie muss vom Versicherten bei der Zentralen Zulagenstelle f√ľr Altersverm√∂gen (ZfA) jedes Jahr erneut beantragt werden. In der Regel √ľbernehmen dies jedoch die Anbieter f√ľr den Sparer, sofern sie von diesem dazu bevollm√§chtigt werden.

Der Sparer hat die M√∂glichkeit, seinen Riestervertrag eine bestimmte Zeit lang ruhen zu lassen. Er zahlt in dieser Zeit keine Beitr√§ge ein, sein Kapital erwirtschaftet jedoch weiterhin Zinsertr√§ge. Ruht der Vertrag l√§nger als ein Jahr, so werden f√ľr diese Zeit keine Zulagen und keine Steuervorteile gew√§hrt.

Geeignet f√ľr:

  • Verbraucher, die zum f√∂rderberechtigten Personenkreis geh√∂ren
  • Personen, die Zulagen f√ľr zwei oder mehr Kinder beantragen k√∂nnen
  • Auszubildende und Arbeitnehmer mit einem geringen Einkommen

Wohn-Riester

Verbraucher k√∂nnen die staatliche Riester-F√∂rderung auch einsetzen, um ein Haus, eine Eigentumswohnung oder eine eingetragene Genossenschaftswohnung zu bauen oder zu kaufen. Dadurch soll das mietfreie Wohnen als Form der Altersvorsorge gef√∂rdert werden. Ferienwohnungen sind daher von der F√∂rderung ausgeschlossen. Voraussetzung f√ľr die staatliche F√∂rderung ist, dass der Zulagenberechtigte sp√§testens bei Leistungsbeginn selbst in dem gef√∂rderten Objekt wohnt.

Die Riesterf√∂rderung der Immobilie kann auf zwei Wegen erfolgen. Zum einen kann bereits √ľber einen Riestersparvertrag angespartes und staatlich gef√∂rdertes Kapital verwendet werden. Das Geld kann aus dem Vertrag entnommen werden, ohne dass der Staat Zulagen und Steuervorteile zur√ľckfordert. Zum anderen kann das Wohnobjekt im Rahmen der Finanzierung staatlich gef√∂rdert werden. Drei Modelle stehen zur Auswahl: das Annuit√§tendarlehen, die Bausparkombifinanzierung und der Bausparvertrag.

Geeignet f√ľr:

  • Verbraucher, die zum f√∂rderberechtigten Personenkreis geh√∂ren
  • Personen, die in der Zukunft ein Eigenheim bauen oder Sanieren m√∂chten

Der Riester-Bausparvertrag

Riester-Bausparvertr√§ge lohnen sich besonders f√ľr jene, die mittelfristig eine Immobilie erwerben wollen und zus√§tzlich staatliche F√∂rderungen wie die Arbeitnehmersparzulage oder die Wohnungsbaupr√§mie in Anspruch nehmen k√∂nnen.

Bausparvertr√§ge bieten die M√∂glichkeit, finanzielle Mittel f√ľr den Bau oder Kauf einer Immobilie im Rahmen eines Sparvertrages zu akkumulieren und diese anschlie√üend um ein Darlehen zu erweitern. Das angesparte Kapital umfasst in der Regel vierzig bis f√ľnfzig Prozent der gesamten Bausparsumme. Das in einer sp√§teren Phase ausgezahlte Darlehen bleibt √ľber die gesamte Laufzeit fest verzinst.

Riester-Bausparvertr√§ge zeichnen sich durch eine besondere Zertifizierung aus. Das angesparte Guthaben darf nur entnommen werden, wenn es zum Bau, Kauf oder zur Entschuldung einer vom Sparer selbst genutzten Wohnimmobilie eingesetzt wird. Anderenfalls k√∂nnen die darauf gezahlten staatlichen Zulagen und Steuervorteile zur√ľckgefordert werden. Auch das Bauspardarlehen wird nur unter der Pr√§misse gef√∂rdert, dass damit eine selbstgenutzte Wohnimmobilie gef√∂rdert werde. Sp√§testens zum vollendeten 68. Lebensjahr muss das Riester-Bauspardarlehen getilgt sein.

Geeignet f√ľr:

  • Verbraucher, die zum f√∂rderberechtigten Personenkreis geh√∂ren
  • Personen, die in der Zukunft eine Immobilie erwerben m√∂chten

Der Riester-Banksparplan

Hierbei handelt es sich um eine besonders einfache und g√ľnstige L√∂sung f√ľr jene, die die Riester-F√∂rderung f√ľr ihre Altersvorsorge nutzen wollen. Anders als bei Rentenversicherungen fallen keine Abschlussgeb√ľhren an. Die staatliche F√∂rderung flie√üt vom ersten Tag an in die Rendite. Die allerdings ist niedrig. Aufgrund der niedrigen Zinsen auf Bankguthaben erfolgt das Kapitalwachstum fast ausschlie√ülich aufgrund der staatlichen F√∂rderbetr√§ge.

Private Altersvorsorgemodelle ohne staatliche Förderung

Klassische Rentenversicherungsverträge

Eine klassische Rentenversicherung garantiert dem Sparer eine Mindestrente in einer bei Vertragsabschluss festgesetzten H√∂he. Zus√§tzlich sorgen Renten√ľbersch√ľsse f√ľr eine Erh√∂hung der monatlichen Leistung. Diese stehen jedoch erst zum Renteneintritt fest. Klassische Rentenversicherer stehen zurzeit vor dem Problem, dass niedrige Zinss√§tze das Sparkapital nur in geringem Umfang wachsen lassen. Jedoch gelten klassische Produkte als sicherer und die Gesellschaften k√∂nnen bereits bei Vertragsabschluss ziemlich genau vorhersagen, wie hoch die Altersrente sein wird. Daher bevorzugen sicherheitsorientierte Verbraucher meist die klassische Rentenversicherung ohne Fondsanteile.

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die eine garantierte Rentenh√∂he und eine sichere Verzinsung bevorzugen
  • Angestellte und Selbstst√§ndige, die zwischen einer Renten- und einer Kapitalauszahlung w√§hlen m√∂chten

Fondsgebundene Rentenversicherungsverträge

Hier werden die eingezahlten Rentenbeitr√§ge statt in Wertpapiere in Aktien- oder Immobilienfonds investiert. Das soll st√§rkere Wertentwicklungen erm√∂glichen. Die fondsgebundene Rentenversicherung garantiert im Regelfall nur eine geringe Rente, da die Fondsentwicklung nicht sicher prognostiziert werden kann. Allerdings steht dieses Risiko einer h√∂heren Renditechance gegen√ľber. Denn Fonds, Aktien und Anleihen erwirtschaften meist eine deutlich bessere Rendite als klassische Rentenversicherungen.

Antragsteller können bei Vertragsabschluss eine Anlagestrategie wählen. Eine risikoorientierte Anlage bietet die Chance auf eine hohe Rendite, wohingegen kaum Garantiewerte vorhanden sind. Bei einer sicherheitsorientierten Anlagestrategie fällt die garantierte Rente deutlich höher aus. Dies wirkt sich jedoch negativ auf die Rendite aus, da die Investitionen nur begrenzt Gewinne versprechen.

Fondsgebundene Rentenversicherungen empfehlen sich vor allem f√ľr junge Verbraucher. Denn eine Ansparphase von 15 bis 20 Jahre sollte das Minimum darstellen. In diesem Zeitraum lassen sich Verluste durch abfallende Kurse besser kompensieren und Schwankungen am B√∂rsenmarkt wirken sich kaum auf die Rendite aus.

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die mindestens 15 Jahre in ihren Vertrag einbezahlen und eine hohe Renditechance nutzen m√∂chten
  • Angestellte und Selbstst√§ndige, die zwischen einer Renten- und einer Kapitalauszahlung w√§hlen m√∂chten

Indexpolicen

Auch bei der Indexpolice werden die Rentenversicherungsbeiträge in Aktienfonds investiert. Die Versicherer garantieren den Erhalt der eingezahlten Beiträge. Ob und in welcher Höhe durch die Investition Erträge erwirtschaftet werden, wird bei Vertragsabschluss nicht festgelegt.

Geeignet f√ľr:

  • Risikoorientierte Anleger, die keine Garantiewerte bevorzugen

Rentenversicherungen der Neuen Klassik

Rentenversicherungsvertr√§ge der Neuen Klassik bieten h√∂here Renditechancen, in dem sie nur wenige Rentengarantien anbieten. So m√ľssen sie weniger in sichere Anlagen mit niedrigen Zinsen investieren und k√∂nnen risikoreichere Aktienanlagen w√§hlen. Zwar sichern sie weiterhin einen R√ľckkaufswert und eine lebenslange Rente zu, der garantierte Zins liegt jedoch fast bei null.¬†

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die in sichere Anlagen investieren m√∂chten, aber auf Garantiewerte verzichten k√∂nnen
  • Verbraucher, die eine hohe Renditechance nutzen m√∂chten

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung kann eine Kombination aus Altersvorsorge und Hinterbliebenenabsicherung sein. In erster Linie erf√ľllt sie den Zweck, Angeh√∂rige finanziell abzusichern. Daf√ľr vereinbaren die Antragsteller bei Vertragsabschluss eine Versicherungssumme, die im Todesfall in die Bezugsberechtigten und die Erben ausbezahlt wird. Gleichzeitig besteht die Lebensversicherung auch aus einem Sparanteil. Dieser Betrag wird verzinst oder in Fonds angelegt, um Rendite zu erwirtschaften. Zum vereinbarten Rentenbeginn, erhalten die Versicherungsnehmer von ihrer Lebensversicherung eine Rente ausbezahlt.

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die nicht nur f√ľr das Alter vorsorgen, sondern auch ihre Hinterbliebenen im Todesfall finanziell absichern m√∂chten
  • Kreditnehmer, die eine Lebensversicherung vorweisen m√ľssen und zus√§tzlich einen Sparbeitrag zur Altersvorsorge leisten m√∂chten

Nicht jede Lebensversicherung eignet sich f√ľr die Altersvorsorge. Es gibt auch die sogenannte ‚ÄěRisikolebensversicherung‚Äú bei der kein Sparanteil kalkuliert wird. Diese deckt alleinig das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers ab. Verstirbt der Versicherte nicht w√§hrend der Vertragslaufzeit, erh√§lt er im Rentenalter kein Geld ausbezahlt.

Sofortrente

Die Sofortrente unterscheidet sich ma√ügeblich von anderen privaten Altersvorsorgen. Denn w√§hrend bei regul√§ren Rentenformen eine Ansparphase vorausgesetzt wird, entf√§llt dieser Zeitraum bei diesem Modell. Die Versicherten zahlen einen Einmalbeitrag, der dann als Rente ausbezahlt wird. Die Auszahlung kann sofort oder zu einem sp√§teren Zeitpunkt erfolgen. Letzteres wird auch als ‚Äěaufgeschobene Rentenversicherung‚Äú bezeichnet.

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die einen hohen Geldbetrag √ľbrighaben und diesen in ihre Rente investieren m√∂chten

Das Eigenheim als Altersvorsorge

Die Niedrigzinsphase sorgt daf√ľr, dass viele Verbraucher √ľber den Kauf eines Eigenheims nachdenken. Denn anstatt monatlich mehrere Hundert Euro Miete zu bezahlen, investieren sie das Geld in einen Kredit. Am Ende der Ratenzahlung entf√§llt die finanzielle Belastung f√ľr den Wohnsitz. Lediglich Betriebskosten wie Strom- und Heizkosten sind noch zu bezahlen.

Ein Immobilienkauf f√§llt in den Bereich der privaten Altersvorsorge. Denn die Eigent√ľmer sparen sich im Alter die Kosten f√ľr eine Mietwohnung. Dadurch stehen ihnen mehrere Hundert Euro mehr zur Verf√ľgung. Au√üerdem besteht die M√∂glichkeit, durch die Vermietung von Wohneinheiten ein zus√§tzliches finanzielles Polster aufzubauen. Allerdings muss ber√ľcksichtigt werden, dass eine Baufinanzierung gr√ľndlich zu planen ist. Denn das Zinsniveau kann in den n√§chsten Jahren stark ansteigen. Unter Umst√§nden kann dies bei einer Weiter- oder Umfinanzierung nach zehn bis 20 Jahren zu finanziellen Schwierigkeiten f√ľhren. Auch Kosten, die mit der Immobilie verbunden sind, sind zu ber√ľcksichtigen. Dazu geh√∂ren beispielsweise Instandhaltungsma√ünahmen und Aufwendungen f√ľr Sch√§den oder Sachm√§ngel.

Geeignet f√ľr:

  • Personen, die ein Eigenheim besitzen m√∂chten und denen es nichts ausmacht, lebenslang an einen festen Wohnort gebunden zu sein.

 

Das sind die Vorteile der privaten Altersvorsorge

Finanzielle Sicherheit im Alter

Die private Altersvorsorge schlie√üt die Versorgungsl√ľcke im Alter. Damit bietet sie finanzielle Sicherheit bei Rentenbeginn.

Bedarfsgerechte Absicherung

Verbraucher k√∂nnen zwischen einer gro√üen Produktpalette w√§hlen. Au√üerdem gibt es f√ľr jede Altersvorsorgeform verschiedene Tarife unterschiedlicher Anbieter.

Individueller Beitrag

Die Höhe des Beitrags kann von den Antragstellern individuell gewählt werden. Meist sehen die Gesellschaften jedoch einen Mindest- und Maximalbeitrag vor.

Steuervorteile bei Rentenbezug

Die private Altersvorsorge wird steuerliche beg√ľnstigt. Empf√§nger zahlen niedrigere Steuern als f√ľr die Basisabsicherung.

Keine Sozialabgaben bei Leistungsbezug

Während bei der gesetzlichen Rentenversicherung Sozialabgaben fällig werden, entfallen diese bei der privaten Altersvorsorge.

Rentengarantiezeit oder lebenslange Rente

Verbraucher können eine lebenslange Rente beantragen oder eine Rentengarantiezeit festlegen. Damit wird die Leistung während des vereinbarten Zeitraumes an Hinterbliebene bezahlt, wenn der Versicherte versterben sollte.

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Das sind die Nachteile der privaten Altersvorsorge

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Kaum Garantiewerte

Aufgrund des Niedrigzinsniveaus bietet die Altersvorsorge kaum noch Garantiewerte.

Keine Leistung ohne Restkapitalabfindung

Sollten die Verbraucher kurz nach Rentenbeginn versterben, behält die Gesellschaft das Restguthaben ein. Eine Restkapitalabfindung oder eine Rentengarantiezeit muss individuell vereinbart werden.

Hohe Verluste bei K√ľndigung

K√ľndigen die Versicherten ihren Vertrag, erhalten sie einen R√ľckkaufswert ausbezahlt. Dieser entspricht im Regelfall nicht ansatzweise ihren erbrachten Leistungen.

Kosten und Geb√ľhren

Der Abschluss einer privaten Rente ist immer mit Kosten verbunden. Auch w√§hrend der Vertragslaufzeit kalkulieren die Versicherer eine Verwaltungsgeb√ľhr.

Un√ľbersichtliche Produkte

Viele Verbraucher wissen nicht, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Produkte bieten. Es fällt ihnen schwer, ohne Vermögensberater eine bedarfsgerechte Altersvorsorge zu finden.

F√ľr wen ist die private Altersvorsorge sinnvoll?

Die gesetzliche Rentenversicherung soll sicherstellen, dass Beitragszahler im Rentenalter finanziell abgesichert sind. Doch nicht nur die sinkenden Leistungen der Rentenkassen sorgen daf√ľr, dass zunehmend mehr Menschen von Altersarmut bedroht sind. Auch pers√∂nliche Umst√§nde wie eine lange Arbeitslosigkeit, Schwangerschaften oder eine bestehende Selbstst√§ndigkeit k√∂nnen daf√ľr verantwortlich sein, dass Verbraucher nicht ausreichend Anspr√ľche an die Rentenversicherung haben. Daher ist eine private Altersvorsorge grunds√§tzlich f√ľr jede Person sinnvoll, um sich vor Altersarmut zu sch√ľtzen. Durch die fr√ľhzeitige Absicherung k√∂nnen Verbraucher finanzielle R√ľcklagen bilden, mit denen die gesetzliche Rente aufgestockt wird.

Die private Altersvorsorge ist vor allem in jungen Jahren sinnvoll

Bei der privaten Altersvorsorge gilt: Umso fr√ľher diese abgeschlossen wird, desto besser. Denn so lassen sich Kursschwankungen bei fondsgebundenen Produkten am besten kompensieren und der Zinseszinseffekt bei klassischen Renten nutzen.

 

Je √§lter Verbraucher bei Vertragsabschluss sind, desto mehr Geld m√ľssen sie einzahlen, um eine hohe Rente zu erzielen. Wer jedoch einige fr√ľher vorsorgt, muss f√ľr denselben Betrag deutlich weniger einbezahlen.

Wer seine Versorgungsl√ľcke kennt, kann diese mit einer privaten Altersvorsorge schlie√üen. Doch es wird nicht m√∂glich sein, diese exakt zu decken. Denn sinkende Rentenanspr√ľche, steigende oder abnehmende Lebenshaltungskosten und die Inflation ver√§ndern die H√∂he der Versorgungsl√ľcke im Laufe der Jahre. Auch l√§sst sich die Rendite der Vorsorgeform nicht genau bestimmen. Dennoch ist es wichtig, seine Versorgungsl√ľcke zu kennen und dieser bestm√∂glich entgegenzusteuern.

Das richtige Rentenmodell wählen

Die Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge machen es Verbrauchern nicht leicht, ein geeignetes Rentenmodell zu wählen. Grundsätzlich sollten sie sich vor Vertragsabschluss folgende Fragen stellen:

  • Wie viel Geld kann ich monatlich aufwenden?
  • Wie flexibel muss meine Altersvorsorge sein?
  • M√∂chte ich zus√§tzliche Hinterbliebene absichern?
  • M√∂chte ich mich zus√§tzlich gegen weitere Risiken wie eine Berufsunf√§higkeit absichern?
  • Bin ich risikobereit oder lege ich Wert auf garantierte Summen?
  • Kann ich von staatlichen F√∂rderungen profitieren?

Versorgungsl√ľcke berechnen

Die Versorgungsl√ľcke bezeichnet die Differenz zwischen den zur Verf√ľgung stehenden finanziellen Mitteln und dem finanziellen Bedarf. Also wie viel Geld Verbraucher abz√ľglich der gesetzlichen Rentenanspr√ľche ben√∂tigen, um im Alter ihre Lebenshaltungskosten decken zu k√∂nnen. Die Versorgungsl√ľcke l√§sst sich wie folgt berechnen:

+ Einnahmen
  • Rentenanspr√ľche (abz√ľglich etwa 11 Prozent Sozialabgaben und 8 Prozent Steuern)
  • Sonstige Einnahmen (bestehende Rentenversicherungen, Miet- und Pachteinnahmen)

Grunds√§tzlich l√§sst sich die H√∂he der Versorgungsl√ľcke auch am Einkommen berechnen. Also die Differenz zwischen Nettolohn und Nettorente. Allerdings sinken die Ausgaben im Alter meist. Da beispielsweise Versicherungsbeitr√§ge wegfallen oder Kredite getilgt sind. Daher ist es ratsam, herauszufinden, wie viel Geld Verbraucher im Rentenalter tats√§chlich ben√∂tigen.

Private Altersvorsorge Vergleich: Das passende Produkt finden

Jede Altersvorsorge hat ihre Vor- und Nachteile. Auch die pers√∂nliche Lebenssituation, die Anspr√ľche an die Vorsorge und die berufliche Situation sind bei jedem verschieden. Daher ist es wichtig, das Produkt dem eigenen Bedarf entsprechend zu w√§hlen.

Bevor sich Verbraucher f√ľr eine private Altersvorsorge entscheiden, sollten sie einen Vergleich durchf√ľhren. So k√∂nnen sie m√∂gliche Alternativen ausloten und die Angebote verschiedener Gesellschaften pr√ľfen. Mit unserem Vergleichsrechner lassen sich viele verschiedene Tarife und Versicherer vergleichen, um das Angebot zu finden, das am besten zum eigenen Bedarf passt.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

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Private Altersvorsorge im Test

Auf der Suche nach einem passenden Produkt ist es zudem hilfreich, auf Verbraucherportale und Stiftung Warentest zur√ľckgreifen. Bei einem Test der privaten Altersvorsorge untersuchen die Verbrauchermagazine verschiedene Gesellschaften und ihre Tarife. Allerdings begrenzen sich diese immer auf ein spezielles Produkt, beispielsweise die Riester-Rente. Au√üerdem werden diese Tests mit Modellkunden durchgef√ľhrt, die eine andere Lebenssituation haben. Es kann daher zu erheblichen Abweichungen in Bezug auf den eigenen Bedarf kommen.

 

  • Riester-Rente: Stiftung Warentest f√ľhrte 2017 einen Test mit einem 30-j√§hrigen Modellkunden durch. Kein Tarif erhielt die Note ‚Äěsehr gut‚Äú. Am besten schnitten die Tarife ‚ÄěKlassik ARS1U‚Äú der Allianz sowie die ‚ÄěRiester Care RA 2017S‚Äú der Hanse Merkur aus.
  • R√ľrup-Rente: Focus Money testete 2018 gemeinsam mit Franke und Bornberg 14 verschiedene R√ľrup-Renten. Bei einem Monatsbeitrag von 100 Euro schnitten sechs Tarife mit ‚Äěhervorragend‚Äú ab. Darunter ‚ÄěKlassik BVR2‚Äú der Allianz, ‚ÄěBA6‚Äú der Debeka und ‚Äěclassic 39‚Äú der Stuttgarter.
  • Fondsgebundene Rente: Franke und Bornberg nahm 2017 einige fondsgebundenen Rentenversicherungen unter die Lupe. Ein Gro√üteil der Tarife schnitt mit der Bestwertung ab und √ľberzeugte durch Flexibilit√§t und eine hohe Gestaltungsm√∂glichkeit. Unter den Testsiegern waren nahezu alle Tarife der Alten Leipziger, AXA, Barmenia, HDI, Hanse Merkur, DBV, Gothaer, Condor, Signal Iduna, InterRisk und W√ľrttembergischen.
  • Klassische Rentenversicherung: Das Deutsche Institut f√ľr Service-Qualit√§t testete 2019 etwa 30 Versicherer und ihre Tarife. Dabei wurden gro√üe Unterschiede in Bezug auf die Garantiewerte deutlich. Dies macht deutlich, dass f√ľr Verbraucher ein Vergleich der privaten Altersvorsorge elementar ist. Mit ‚Äěsehr gut‚Äú bewertet wurden Allianz, Hannoversche und Continentale.

Private Altersvorsorge und Steuer: Das bleibt von der Rente √ľbrig

Verbraucher m√ľssen ihre private Altersvorsorge versteuern. Allerdings gibt es unterschiedliche Regelungen zur Versteuerung, abh√§ngig vom Produkt, der Rentengarantiezeit und dem Auszahlungstermin. Daher kann nur ein Steuerberater eine sichere Aussage treffen, mit welchen Anteil die eigene Rente zu versteuern ist.

Steuer bei lebenslangen Renten

Lebenslange Renten werden mit dem Ertragsanteil besteuert. Dabei richtet sich die H√∂he des steuerpflichtigen Ertragsanteils nach dem Alter der Versicherten bei Rentenbeginn. Geregelt wird dies unter ¬ß 22 des Einkommensteuergesetzes. Der prozentuale Anteil dr√ľckt jedoch nicht die Steuerlast aus. Sondern der Anteil der Rentenleistung, welche zu besteuern ist. Dieser ist mit dem pers√∂nlichen Steuersatz zu versteuern. Ein Beispiel:

  • Ein Versicherungsnehmer bezieht eine lebenslange Rente von 1.000 Euro im Monat. Bei Rentenbeginn ist er 65 Jahre alt, weshalb er 18 Prozent der Leistung versteuern muss. Dies entspricht 180 Euro. Sein pers√∂nlicher Steuersatz betr√§gt 30 Prozent. Damit liegt die Steuerlast bei 54 Euro im Monat. (180 Euro x 30 Prozent)
Lebensalter bei Rentenbeginn Zu versteuernder Ertragsanteil
60 bis 61 22 Prozent
62 21 Prozent
63 20 Prozent
64 19 Prozent
65 bis 66 18 Prozent
67 17 Prozent
68 16 Prozent
69 bis 70 15 Prozent
71 14 Prozent
72 bis 73 13 Prozent
74 12 Prozent
75 11 Prozent

Quelle: § 22 Einkommenssteuergesetz (Stand 07.2019)

Die Riester- und R√ľrup-Renten unterliegen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Demzufolge m√ľssen sie zu 100 Prozent mit dem pers√∂nlichen Steuersatz versteuert werden.

Steuer bei verk√ľrzten Renten

Ist die Leibrente auf eine bestimmte Zeit begrenzt, wird nicht ¬ß 22 des Einkommenssteuergesetzes bei der Besteuerung angewandt. Denn die H√∂he der Steuerlast ist nicht vom Alter der Versicherten abh√§ngig. Stattdessen bemisst sich die Steuer anhand der Dauer der Rentenzahlung. Geregelt wird dies unter ¬ß 55 der Einkommensteuer-Durchf√ľhrungsverordnung.

Ist ein Bein vollst√§ndig funktionsunf√§hig, ergibt sich somit ein Invalidit√§tsgrad von 70 %. Ist es um ein F√ľnftel in seiner Funktion beeintr√§chtigt, ergibt sich demzufolge ein Invalidit√§tsgrad von 14 % (entsprechend 1/5 von 70 %).

FAQ: Häufig gestellte Fragen

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