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Die Unfallrente - Eine finanzielle Unterst√ľtzung nach einem Unfall

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Das Wichtigste in K√ľrze

  • Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt eine Unfallrente bei 20-prozentiger Minderung der Erwerbsf√§higkeit.
  • Private Unfallversicherer sehen die Zahlung der Unfallrente ab 50-prozentiger Invalidit√§t vor.
  • Die private Unfallrente kann als Einzeltarif oder als Baustein der Unfallversicherung abgeschlossen werden.

Definition: Was ist die Unfallrente?

Die Unfallrente ist eine Geldleistung, die infolge eines Unfalls monatlich an die Betroffenen bezahlt wird. Sie stellt sowohl einen Baustein der privaten Unfallversicherung als auch der gesetzlichen Unfallversicherung dar. Allerdings gibt es wesentliche Unterschiedene in Bezug auf die Höhe, die Voraussetzungen sowie die Dauer der Rentenzahlung.

In jedem Fall soll diese spezielle Rente eine finanzielle St√ľtze nach einem Unfall sein. Meist k√∂nnen Betroffene ihrer Arbeit nicht mehr uneingeschr√§nkt nachgehen. Teilweise besteht sogar eine volle Erwerbsunf√§higkeit. Die Unfallrente soll das fehlende Einkommen anteilig kompensieren und finanzielle Unterst√ľtzung f√ľr notwendige Ma√ünahmen nach einem Unfall bieten. Dazu geh√∂ren Umbauma√ünahmen, Haushaltshilfe, Therapien und Behandlungen.

Gesetzliche Unfallrente

Die gesetzliche Unfallrente besteht √ľber den Arbeitgeber und wird von einer Berufsgenossenschaft oder einer Unfallkasse bezahlt. Ein Gro√üteil aller Arbeitnehmer ist √ľber die Unfallversicherung des Gesetzgebers abgesichert. Versicherungsschutz besteht allerdings nur w√§hrend der Arbeitszeit, bei betrieblichen Veranstaltungen sowie auf Dienstwegen. Da sich jedoch mehr als die H√§lfte aller Unf√§lle in der Freizeit oder im Haushalt ereignen, bietet die gesetzliche Unfallrente keinen ausreichenden Versicherungsschutz.

Wie wird die Unfallrente der BG berechnet?

Nur wenige Versicherte wissen, wie die Unfallrente der Berufsgenossenschaft berechnet wird. F√ľr die Berechnung der Unfallrente zieht die BG sowohl den Jahresarbeitsverdienst als auch den Grad der Minderung der Erwerbsf√§higkeit heran.

Bei einer 100-prozentigen Erwerbsminderung w√ľrde die BG eine Unfallrente in H√∂he von zwei Dritteln des Jahresarbeitsverdienstes bezahlen. Ist die Erwerbsminderung geringer, wird ein prozentualer Anteil abh√§ngig vom Grad der Minderung berechnet.

Beispiel: Wie wird die Unfallrente der BG berechnet?

Bei einem Bruttojahreseinkommen von 33.600 Euro (2.800 Euro im Monat) wird von der BG eine Unfallrente von 1.122 Euro im Monat berechnet. W√ľrde eine 50-prozentige Erwerbsunf√§higkeit vorliegen, betr√§gt die H√∂he der Rentenleistung 561 Euro.

Verbessert oder verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand der Betroffenen, berechnet die BG die Unfallrente neu. Dabei findet eine Anpassung an den tatsächlichen Gesundheitszustand an. Die Rente kann steigen oder sinken.

Wann bekommt man eine Unfallrente der BG?

Die Berufsgenossenschaften zahlen eine Unfallrente, wenn die betroffene Person infolge eines anerkannten Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit zu mindestens 20 Prozent nicht mehr erwerbsf√§hig ist. Die Minderung der Erwerbsf√§higkeit (kurz MdE) muss f√ľr mindestens ein halbes Jahr bestehen bleiben. Wann man diese spezielle Rente von der BG bekommt, ist unter ¬ß 56 des Siebten Buches des Sozialgesetzbuches geregelt.

Wie lange wird von der BG eine Unfallrente bezahlt?

Viele Betroffen stellen sich die Frage, wie lange zahlt die Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Die Zahlungen beginnen, sobald die Rehabilitationsma√ünahmen abgeschlossen sind und die Versicherten keinen Anspruch mehr auf Verletztengeld haben. Bestand dieser Anspruch nicht, zahlt die BG die Rente r√ľckwirkend zum Unfallzeitpunkt.

Die Unfallrente der Berufsgenossenschaft ist auf unbestimmte Zeit und grunds√§tzlich lebenslang vorgesehen. Bezugsberechtigte d√ľrfen sogar arbeiten gehen und bis zu einer maximalen H√∂he Lohn beziehen. Der Anspruch auf die gesetzliche Rente infolge eines Unfalls erlischt, wenn die Minderung der Erwerbsf√§higkeit unter 20 Prozent sinkt. Wie lange die Berufsgenossenschaft die Rente bezahlt, ist also davon abh√§ngig, wie sich der Gesundheitszustand der Leistungsempf√§nger entwickelt.

Verstirbt eine Person an den Folgen des Arbeitsunfalles oder der Berufskrankheit, kann die BG-Rente an Hinterbliebene (Ehegatten und Kinder) bezahlt werden.

Private Unfallrente

Im Vergleich zur gesetzlichen Absicherung bietet die private Unfallversicherung Versicherungsschutz weltweit und rund um die Uhr. Sie leistet also sowohl bei Unf√§llen w√§hrend der Arbeitszeit, als auch in der Freizeit. Dar√ľber hinaus ist die private Unfallversicherung nicht an die Erwerbsf√§higkeit gekoppelt, sondern an den Grad der Invalidit√§t.

Wann wird eine private Unfallrente bezahlt?

Als Grundvoraussetzung gilt, dass f√ľr Verbraucher eine private Unfallversicherung besteht, die den Baustein ‚ÄěUnfallrente‚Äú einschlie√üt. Da sich dieser individuell vereinbaren l√§sst, sieht nicht jeder Tarif obligatorisch eine Rentenleistung vor.

Die private Unfallrente bezahlt, wenn Versicherte zu mindestens 50 Prozent dauerhaft invalide sind. Eine Invalidit√§t liegt vor, wenn ein Unfall zum Verlust oder der Einschr√§nkung k√∂rperlicher oder geistiger Leistungsf√§higkeit f√ľhrt. Als dauerhaft gilt, wenn der Zustand voraussichtlich f√ľr mindestens drei Jahre anh√§lt und keine Besserung zu erwarten ist.

Wie lange wird die private Unfallrente bezahlt?

Die Zahlung der privaten Unfallrente beginnt r√ľckwirkend zum Zeitpunkt, zu dem sich der Unfall ereignet hat.

Die private Unfallversicherung zahlt die monatliche Unfallrente lebenslang. Solange, bis die versicherte Person verstirbt oder der Grad der Invalidität unter 50 Prozent sinkt.

Wie hoch ist die private Unfallrente?

Die private Unfallrente ist nicht vom Gehalt der Versicherungsnehmer abhängig. Sie wird individuell vereinbart und sollte in ihrer Höhe dem Bedarf der Versicherten entsprechen. Üblicherweise beträgt die Rente mindestens 500 Euro, meist 1.000 Euro im Monat.

Wie hoch sollte die Unfallrente sein?

Die Höhe der Unfallrente ist abhängig vom Bedarf der Antragsteller. Besteht eine Absicherung gegen Berufs- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit, kann die Rentenhöhe geringer sein. Ist kein weiterer Versicherungsschutz vorhanden, sollte die Rente höher sein. Der Bund der Versicherte empfiehlt eine Rentenhöhe von 1.000 Euro.

Vorteile der Rentenzahlung nach einem Unfall

Monatliche Zahlung nach einem Unfall

Die Unfallrente wird bei 20-prozentiger Erwerbsminderung (gesetzlich) oder 50-prozentiger Invalidität (privat) bezahlt. Die monatlichen Leistungen sollen den fortlaufenden Kapitalbedarf nach einem Unfall decken. Außerdem kompensiert die Unfallrente fehlende oder niedrigere Lohnzahlungen.

Absicherung f√ľr Kinder

Kinder haben, wenn sie in der Zukunft erwerbsunf√§hig sind, keine Anspr√ľche an die Rentenkasse. Mit einer Unfallrente l√§sst sich ihr zuk√ľnftiger Kapitalbedarf sicherstellen.

Bedarfsgerechte Versicherungssumme

Die Zahlungen der gesetzlichen Unfallversicherung werden mitunter am Jahresarbeitsentgelt bemesse. Bei der privaten Unfallrente können Verbraucher die Höhe der Leistung ihrem Bedarf entsprechend festlegen.

Versicherungsschutz bei der Arbeit, bei Berufskrankheiten und weltweit

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Versicherungsschutz bei der Arbeit und auf Dienstwegen, sowie bei anerkannten Berufskrankheiten. Mit der privaten Unfallrente lässt sich die Absicherung bei Unfällen in der Freizeit ergänzen.

Leistungen von zwei Versicherungsträgern

Erleidet eine versicherte Person einen Unfall, kann sie sowohl aus der gesetzlichen als auch aus der privaten Unfallversicherung eine Rentenzahlung beziehen. Als Voraussetzung gilt, dass sie die Bedingungen beider Leistungstr√§ger erf√ľllt.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile der Rentenzahlung nach einem Unfall

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Versicherungsschutz nur bei Unfällen

Versicherungsschutz besteht nur bei Unfällen und nicht bei Krankheiten. Ein Unfall ist ein plötzlich von außen unfreiwillig auf den Körper einwirkendes Ereignis.

Leistungen nur unter bestimmten Voraussetzungen

Die gesetzliche Unfallrente zahlt, wenn die Versicherten zu 20 Prozent erwerbsgemindert sind. Die private Unfallrente sieht im Regelfall eine Invalidit√§t von 50 Prozent f√ľr eine Zahlung vor.

H√∂here Beitr√§ge f√ľr gef√§hrdete Berufe

Einige Berufe, beispielsweise Gartenbauer und Lackierer, haben ein erh√∂htes Risiko einen Unfall zu erleiden. Sie m√ľssen aufgrund ihrer Berufsgruppe einen h√∂heren Beitrag bezahlen als kaufm√§nnisch und verwaltend T√§tige.

Anpassung der Leistungen bei Nachpr√ľfung

Versicherungsgesellschaften und Berufsgenossenschaften haben das Recht, eine Nachpr√ľfung des Gesundheitszustandes zu beantragen. Mindert sich der Invalidit√§tsgrad oder die Erwerbsunf√§higkeit, darf der Leistungstr√§ger die H√∂he der Rentenzahlung anpassen oder einstellen.

F√ľr wen ist eine Unfallrente sinnvoll?

Grunds√§tzlich sind die meisten Menschen in Deutschland gesetzlichen unfallversichert. Arbeitnehmer √ľber ihren Arbeitgeber. Kinder, Sch√ľler und Studenten √ľber den Gesetzgeber beim Besuch der Bildungseinrichtung. Die gesetzliche Unfallversicherung stellt f√ľr den Gro√üteil der Verbraucher eine Pflichtversicherung dar. Es besteht f√ľr sie kein Recht, auf die Absicherung zu verzichten. Davon ausgenommen sind Freiberufler und Selbstst√§ndige.

Eine private Unfallrente hingegen kann jede Person nach eigenem Ermessen abschließen. In den meisten Fällen stellt sie ein Baustein der privaten Unfallversicherung dar. Sie wird in Kombination mit einer Invaliditätsleistung abgeschlossen.

Eine Unfallrente ist sinnvoll f√ľr Personen, die sich im Falle eines Unfalls in ihrer Freizeit und auf der Arbeit absichern m√∂chten. Die monatliche Zahlung soll ihren Kapitalbedarf decken und die finanziellen Mittel f√ľr notwendige Aufwendungen wie Haushaltshilfen und Therapien bereitstellen.

Sinnvoll ist eine private Unfallrente vor allem f√ľr Kinder. Sie haben in noch keine Anspr√ľche an die Rentenkasse. Au√üerdem sind sie seitens des Gesetzgebers nur w√§hrend des Besuches der Schule oder des Kindergartens sowie auf Schulwegen versichert. Im Falle eines Unfalls mit bleibenden Sch√§den w√§ren sie aus Sozialhilfe abgewiesen. Mit der privaten Unfallversicherung k√∂nnen Eltern ihre Kinder vor einer unfallbedingten Armut sch√ľtzen.

Welche Unfallrente ist die beste?

In Bezug auf die gesetzliche Unfallrente haben Verbraucher kein Wahlrecht. Sie werden √ľber ihren Arbeitgeber bei der zust√§ndigen Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse angemeldet.

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Den Anbieter f√ľr die private Unfallversicherung kann sich jedoch jede Person selbst aussuchen. Grunds√§tzlich gilt die Unfallrente als die beste, die den eigenen Bedarf zu einem angemessenen Beitrag absichert. Mit einem Vergleichsrechner haben Verbraucher die M√∂glichkeit, verschiedene Anbieter auf dem Markt zu vergleichen. So k√∂nnen sie die Versicherung zu finden, die am besten zu ihrem Bedarf passt.

Unfallrente ist kein Ersatz f√ľr die Berufsunf√§higkeit

Die private Unfallrente ist eine sinnvolle Erg√§nzung, um sich gegen die Folgen eines schweren Unfalls abzusichern. Allerdings leistet die Versicherung nicht bei Krankheiten. Diese sind statistisch gesehen h√§ufiger f√ľr Berufsunf√§higkeit verantwortlich als Unf√§lle. Aus diesem Grund ersetzt die Unfallrente nicht die Berufsunf√§higkeitsversicherung, die f√ľr Verbraucher eine der wichtigsten Absicherungen darstellt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

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