Das Wichtigste in Kürze
- Die Unfallrente ist ein Baustein der privaten Unfallversicherung.
- Sie zahlt eine monatliche Rente ab einem vereinbarten Invaliditätsgrad.
- Üblich ist die Leistung ab 50 % Invalidität.
- Sie sichert ein dauerhaftes Einkommen bei schwerer Behinderung.
Private Unfallversicherung mit Unfallrente: So finden Sie den passenden Tarif
Eine einmalige Kapitalsumme ist schnell aufgebraucht – die Unfallrente sorgt für dauerhaftes Einkommen. Beim Unfallrente Vergleich zählt vor allem, ab welchem Invaliditätsgrad sie einsetzt.

Achten Sie beim Unfallrente Vergleich vor allem auf diese Kriterien:
| Vergleichskriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Invaliditätssumme & Progression | hohe Leistung bei schwerer Invalidität |
| Gliedertaxe | Bewertung der einzelnen Körperteile |
| Unfallrente | monatliche Rente ab hoher Invalidität |
| Zusatzleistungen | Bergungskosten, kosmetische OP, Reha |
| Mitwirkungsanteil | Anrechnung von Vorerkrankungen |
Wichtig ist beim Unfallrente Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.
Ab 50 Prozent ist Standard – geht es niedriger?
Die meisten Tarife zahlen die Unfallrente ab 50 Prozent Invalidität. Es gibt aber Tarife, die schon ab 25 oder 30 Prozent leisten – das kann den Unterschied machen, wenn die Invalidität unter 50 Prozent bleibt, aber das Einkommen dennoch wegfällt. Achten Sie im Vergleich auf diese Schwelle.
Was ist die Unfallrente? Private und gesetzliche Unfallrente im Überblick
Die Unfallrente ist eine optionale Leistung der privaten Unfallversicherung: Erreicht die unfallbedingte Invalidität einen vereinbarten Grad, zahlt der Versicherer eine monatliche, meist lebenslange Rente. Sie ergänzt die einmalige Invaliditätsleistung und sichert bei schwerer Behinderung ein dauerhaftes Einkommen.
Ab welchem Invaliditätsgrad die Unfallrente gezahlt wird
Üblich ist die Zahlung der Unfallrente ab 50 % Invalidität. Einige Tarife setzen die Schwelle niedriger an – etwa ab 25 oder 30 % – und leisten damit auch bei mittelschwerer Invalidität. Diese Schwelle ist das wichtigste Vergleichskriterium, denn sie entscheidet, ob die Rente im konkreten Fall überhaupt greift.
Höhe der Rente festlegen
Wählen Sie die monatliche Rente so, dass sie zusammen mit anderen Leistungen Ihren laufenden Bedarf deckt. Eine eingebaute Dynamik schützt vor Kaufkraftverlust.
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Gesetzliche Unfallrente: Rente von der Berufsgenossenschaft nach einem Arbeitsunfall
Neben der privaten gibt es die gesetzliche Unfallrente. Sie wird von der Berufsgenossenschaft (BG) beziehungsweise der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt, wenn ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit zu einer dauerhaften Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) führt. Versicherte sind alle Arbeitnehmer automatisch, die Beiträge trägt allein der Arbeitgeber.
Die Unfallrente der gesetzlichen Unfallversicherung wird ab einer MdE von mindestens 20 Prozent gezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem Jahresarbeitsverdienst und dem Grad der Erwerbsminderung: Bei voller Erwerbsminderung gibt es die Vollrente in Höhe von zwei Dritteln des Jahresarbeitsverdienstes, darunter eine entsprechende Teilrente. Anders als die private Unfallrente deckt die gesetzliche aber nur Unfälle bei der Arbeit, auf dem Arbeitsweg sowie anerkannte Berufskrankheiten ab.
Genau hier liegt der Wert der privaten Unfallversicherung: Sie zahlt auch bei Unfällen in der Freizeit, wo die meisten schweren Unfälle passieren. Gesetzliche und private Unfallrente ergänzen sich also, statt sich zu ersetzen. Wer keinen Anspruch auf eine gesetzliche Rente hat, etwa Selbstständige oder Hausfrauen, ist auf die private Absicherung besonders angewiesen.
Für wen die private Unfallrente sinnvoll ist
Die Unfallrente ist sinnvoll für alle, denen die einmalige Kapitalleistung nicht genügt, um ein dauerhaftes Einkommen zu sichern – besonders für Familien und Alleinverdiener. Wer seine Arbeitskraft umfassend absichern will, sollte zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung prüfen, da diese auch bei Krankheit zahlt.
Vorteile
- Dauerhaftes monatliches Einkommen
- Lebenslange Zahlung möglich
- Ergänzt die Kapitalleistung
Nachteile
- Zahlt nur bei Unfall
- Schwelle oft erst ab 50 % Invalidität
Was kostet die private Unfallrente?
Die Unfallrente ist ein Zusatzbaustein, dessen Beitrag von der Rentenhöhe und der Eintrittsschwelle abhängt. Eine niedrigere Schwelle und eine höhere Rente erhöhen den Beitrag.
Wann besteht Anspruch auf eine Unfallrente und wie wirkt sie auf die Altersrente?
Ein Anspruch auf eine Unfallrente besteht, sobald die vereinbarte Invaliditätsgrenze (privat) oder die MdE-Schwelle von 20 Prozent (gesetzlich) dauerhaft überschritten wird. Die private Rente wird unabhängig vom Einkommen gezahlt, die gesetzliche richtet sich nach dem früheren Verdienst.
So beantragen Sie die Unfallrente: ärztliches Gutachten
Für die private Unfallrente brauchen Sie ein ärztliches Gutachten, das den Grad der bleibenden Invalidität feststellt. Erreicht er die im Vertrag vereinbarte Schwelle, reichen Sie das Gutachten bei Ihrer Versicherung ein. Wichtig: Die Invalidität muss in der Regel innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall ärztlich festgestellt und geltend gemacht werden – melden Sie den Unfall daher zügig.
Die gesetzliche Unfallrente müssen Arbeitnehmer meist nicht selbst beantragen: Der Arbeitgeber meldet den Arbeitsunfall an die Berufsgenossenschaft, die ein Gutachten veranlasst. Ein Beispiel: Bei 30 Prozent MdE und einem Jahresarbeitsverdienst von 36.000 Euro ergibt sich eine Rente von rund 600 Euro im Monat.
Die gesetzliche Unfallrente der BG läuft neben einer späteren Altersrente weiter, wird aber teilweise angerechnet. Die private Unfallrente bleibt davon unberührt und wird zusätzlich gezahlt. So sichern Sie sich auch im Ruhestand ein zusätzliches Einkommen, falls ein Unfall bleibende Folgen hat.
Wie hoch ist die Unfallrente? Ein Rechenbeispiel
Bei der privaten Unfallrente legen Sie die Höhe selbst fest, etwa 1.000 Euro im Monat ab 50 Prozent Invalidität. Manche Tarife zahlen die volle Rente auch bei niedrigerem Invaliditätsgrad oder erhöhen die Leistung über eine Progression. So ist die monatliche Rente unabhängig vom Einkommen abgesichert.
Bei der gesetzlichen Unfallrente rechnet die Berufsgenossenschaft anders: Verdiente jemand vor dem Arbeitsunfall 36.000 Euro im Jahr (Jahresarbeitsverdienst) und liegt eine MdE von 50 Prozent vor, beträgt die Teilrente die Hälfte von zwei Dritteln des Jahresarbeitsverdienstes, also rund 1.000 Euro im Monat. Eine private Unfallrente ist gerade deshalb sinnvoll, weil sie diese Lücke bei Freizeitunfällen schließt.
Ein Vorteil der privaten Unfallversicherung gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Auszahlung der privaten Unfallrente erfolgt in der Regel steuerfrei und ohne Einschränkung auf bestimmte Unfallorte. Wer eine private Unfallrente erhalten möchte, sollte beim Abschluss auf eine ausreichende Versicherungssumme und eine sinnvolle Progression achten.
Häufige Fragen zur Unfallrente
Was ist die Unfallrente? Private und gesetzliche Unfallrente im Überblick
Ab wann zahlt die Unfallrente?
Warum eine Rente statt nur Kapital?
Wie hoch sollte die Unfallrente sein?
Ersetzt die Unfallrente die BU?
Was kostet die private Unfallrente?
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