Unfall­versicherung Rechner 2026:Invaliditätssumme & Beitrag berechnen

Beitrag und die richtige Invaliditätssumme berechnen – mit Gliedertaxe-Rechner. So finden Sie den Tarif, der im Ernstfall wirklich zahlt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Unfallversicherung Rechner vergleicht die Tarife mehrerer Anbieter – kostenlos und ohne Anmeldung.
  • Die Höhe der Auszahlung ergibt sich aus Grundsumme, Progression und Gliedertaxe.
  • Faustformel: Grundsumme mindestens das Fünf- bis Sechsfache Ihres Bruttojahreseinkommens, wenigstens aber 100.000 Euro.
  • Rund zwei von drei Unfällen passieren in der Freizeit – und dort zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht.
  • Ein guter Schutz kostet Erwachsene oft nur 5 bis 15 Euro im Monat, für Kinder noch weniger.

Beitrag in wenigen Minuten berechnen

Mit dem Unfallversicherung Rechner ermitteln Sie online Ihren Beitrag und vergleichen den Versicherungsschutz mehrerer Anbieter. Sie tragen Ihre Daten ein, der Rechner stellt Leistung und Preis schnell gegenüber – ganz ohne mühsames Anfragen bei einzelnen Versicherern.

Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich. Sie müssen sich nicht anmelden und nichts abschließen. So finden Sie einfach und schnell heraus, welche Unfallversicherung zu Ihnen passt und welchen Versicherungsschutz Sie zum besten Preis bekommen.

Warum die gesetzliche Unfallversicherung nicht reicht

Viele glauben, sie seien über den Arbeitgeber ausreichend abgesichert. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen sowie Berufskrankheiten. Sobald Sie Feierabend haben, sind Sie ohne private Versicherung auf sich gestellt. Im Fall der Fälle zahlt dann niemand.

Infografik: Zwei von drei Unfällen passieren in Freizeit und Zuhause – dort zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht
Der Großteil aller Unfälle passiert außerhalb der Arbeit. Quelle: BAuA-Unfallstatistik.

Und genau dort passiert das Meiste: Laut der Unfallstatistik der Bundesanstalt für Arbeitsschutz ereignen sich rund zwei von drei Unfällen zu Hause und in der Freizeit. Ein Sturz beim Radfahren, ein Sturz von der Leiter, ein Unfall beim Sport – all das deckt nur eine private Versicherung ab. Und die finanziellen Folgen eines solchen Unfalls können ein Leben lang bleiben.

Die Grundsumme: der wichtigste Wert

Bevor Sie Tarife vergleichen, brauchen Sie eine Zahl: Ihre Invaliditätssumme, auch Grundsumme genannt. Sie ist die Basis für jede Auszahlung.

Als Orientierung dient eine Faustformel nach Alter:

Alter Empfohlene Grundsumme
bis 30 Jahre 6-faches Bruttojahreseinkommen
bis 40 Jahre 5-faches Bruttojahreseinkommen
ab 50 Jahre 4-faches Bruttojahreseinkommen

Ein Beispiel: Ein 30-Jähriger mit 40.000 Euro Bruttoeinkommen sollte rund 240.000 Euro Grundsumme absichern. Die Stiftung Warentest empfiehlt mindestens 100.000 Euro – und betont: Die Grundsumme ist wichtiger als die Progression, weil sie sich bei jedem Invaliditätsgrad auszahlt.

Dennis Becker, Versicherungsmakler

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Sparen Sie nicht an der Grundsumme

Der häufigste Fehler ist eine zu niedrige Grundsumme. Viele wählen 50.000 Euro, weil der Beitrag dann schön niedrig ist. Nach einem schweren Unfall ist dieser Versicherungsschutz aber schnell aufgebraucht. Rechnen Sie lieber mit einer hohen Grundsumme und einer Progression ab 350 Prozent – das kostet ein paar Euro mehr im Monat und macht im Ernstfall den Unterschied.

Progression und Gliedertaxe: so entsteht die Leistung

Zwei Begriffe entscheiden, wie viel im Ernstfall wirklich fließt. Der interaktive Rechner zeigt es Ihnen für Ihre eigene Grundsumme.

Rechner: Wie viel zahlt die Unfallversicherung?

Die Progression hebelt die Leistung bei schweren Verletzungen nach oben. Eine Progression von 350 Prozent bedeutet: Bei voller Invalidität zahlt der Versicherer das 3,5-Fache Ihrer Grundsumme. Aus 100.000 Euro Grundsumme werden so 350.000 Euro. Die Stiftung Warentest empfiehlt mindestens 350 Prozent.

Infografik: Die Gliedertaxe – Arm zählt 70 Prozent, Hand 55 Prozent, Bein 70 Prozent, Fuß 40 Prozent, Auge 50 Prozent, Daumen 20 Prozent
Jedem Körperteil ist ein fester Invaliditätsgrad zugeordnet.

Die Gliedertaxe legt fest, welcher Invaliditätsgrad für den Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Körperteils angesetzt wird. Ein Arm zählt marktüblich 70 Prozent, eine Hand 55 Prozent, ein Auge 50 Prozent. Diesen Prozentsatz multipliziert der Versicherer mit Ihrer Grundsumme. So lässt sich die gewünschte Leistung für jeden Fall genau berechnen.

Was ein guter Tarif leisten sollte

Der günstigste Tarif nützt wenig, wenn er im Ernstfall kürzt. Achten Sie im Rechner auf diese Punkte:

Kriterium Warum es zählt
Hohe Grundsumme und Progression die Basis für eine ausreichende Leistung
Gute Gliedertaxe höhere Prozentsätze bedeuten mehr Geld je Körperteil
Unfallrente monatliche Rente meist ab 50 Prozent Invalidität
Hohe Mitwirkungsgrenze schützt vor Kürzung bei Vorerkrankungen
Zusatzleistungen Bergungskosten, kosmetische Operationen, Reha

Der unterschätzte Punkt: die Mitwirkung

Trägt eine bestehende Krankheit zur unfallbedingten Invalidität bei, darf der Versicherer die Leistung anteilig kürzen. Standardmäßig geschieht das schon ab 25 Prozent Mitwirkungsanteil. Gute Tarife setzen die Grenze auf 50 Prozent oder verzichten ganz auf die Kürzung – ein wichtiger Punkt vor allem für ältere Menschen.

Was eine private Unfallversicherung kostet

Der Schutz ist günstiger, als viele denken. Für Erwachsene beginnen gute Tarife der Unfallversicherung oft bei 5 bis 15 Euro im Monat, für Kinder liegt der gewünschte Beitrag noch darunter. Die Stiftung Warentest nennt soliden Unfallschutz ab rund 100 Euro im Jahr.

Frau mit Fahrradhelm fährt Rad im Park, im Hintergrund ein Jogger – aktive Freizeit, in der die private Unfallversicherung schützt
Ob Rad, Sport oder Haushalt: Die private Unfallversicherung schützt dort, wo die gesetzliche endet.

Der genaue Beitrag hängt vom Alter, dem Beruf und dem gewünschten Leistungsumfang der Unfallversicherung ab. Ihr Beruf ist dabei ein wichtiger Faktor: Körperlich arbeitende Menschen zahlen mehr als Bürokräfte, weil ihr Unfallrisiko im Beruf höher ist. Halten Sie für den Rechner deshalb Ihre Daten zu Alter und Beruf bereit.

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Häufige Fragen

Wie hoch sollte die Invaliditätssumme sein?
Als Faustformel gilt das Vier- bis Sechsfache Ihres Bruttojahreseinkommens, je nach Alter, mindestens aber 100.000 Euro. Bei Kindern und nicht erwerbstätigen Personen sollten es wenigstens 200.000 Euro sein.
Was bedeutet Progression?
Sie erhöht die Auszahlung bei hoher Invalidität überproportional. Bei 350 Prozent Progression zahlt der Versicherer bei Vollinvalidität das 3,5-Fache der Grundsumme. Die Progression greift meist erst ab 25 Prozent Invaliditätsgrad.
Was ist die Gliedertaxe?
Eine Tabelle in den Versicherungsbedingungen, die jedem Körperteil einen festen Invaliditätsgrad zuweist. Der Prozentsatz mal Ihrer Grundsumme ergibt die Leistung. Ein Arm zählt zum Beispiel 70 Prozent.
Zahlt die gesetzliche Unfallversicherung auch in der Freizeit?
Nein. Sie greift nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Da rund zwei von drei Unfällen in der Freizeit passieren, ist eine private Unfallversicherung für die meisten Menschen sinnvoll.
Ab wann gibt es eine Unfallrente?
Die meisten Tarife zahlen eine lebenslange monatliche Unfallrente ab 50 Prozent dauerhafter Invalidität.
Was ist der Mitwirkungsanteil?
Er beschreibt, zu welchem Anteil eine bereits bestehende Vorerkrankung zur Invalidität beigetragen hat. Der Versicherer darf die Leistung um diesen Anteil kürzen. Eine hohe Mitwirkungsgrenze oder ein Verzicht darauf ist deshalb wertvoll.
Wie viel bekomme ich bei Vollinvalidität?
Grundsumme mal Progression. Bei 100.000 Euro Grundsumme und 350 Prozent Progression sind das 350.000 Euro. Der Rechner oben zeigt Ihnen die Leistung für Ihre eigenen Werte.
Was kostet eine Unfallversicherung für Kinder?
Kindertarife sind besonders günstig und liegen oft bei wenigen Euro im Monat. Weil die gesetzliche Unfallversicherung Kinder nur in Kita und Schule schützt, ist der private Schutz für die Freizeit hier besonders wichtig.
Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.