Skip to content
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Sorgenfrei ins Alter mit einer Rentenversicherung

Finanzielle Absicherung im Rentenalter

Unterschiedliche Modelle zur Altersvorsorge

Fr√ľhzeitiges Informieren gegen Altersarmut

So zufrieden sind unsere Nutzer

 

Bewertungen zu versicherungsriese.de

Was können Sie von uns erwarten?

Unser Versprechen an Sie

Bei uns finden Sie sorgf√§ltig recherchierte Informationen zu vielen Versicherungsthemen sowie aktuelle Versicherungsvergleiche zahlreicherer Versicherer, die uns von unseren Partnern zur Verf√ľgung gestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren!

Erfahren Sie hier, welche Rentenversicherung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat!

 

Pfeil zum Versicherungsvergleich

Fakten auf einen Blick

  • Die gesetzliche Rentenversicherung, die R√ľrup-Rente und die berufsst√§ndischen Versorgungswerke bieten den Basisschutz vor Altersarmut.
  • Mit der staatlich gef√∂rderten Altersvorsorge k√∂nnen vor allem Arbeitnehmer ihren Basisschutz erweitern und ihren Lebensstandard im Alter absichern. Hierzu geh√∂ren die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Rente.
  • Ungef√∂rderte Altersvorsorgemodelle setzen vor allem auf die private Absicherung durch Renten- oder Lebensversicherungen oder Fondssparpl√§ne. Sie richten sich an Arbeitnehmer und Selbst√§ndige gleicherma√üen.

Was ist eine Rentenversicherung?

Rentenversicherungen sorgen f√ľr die finanzielle Absicherung bei Einkommensverlusten, wenn eine berufliche oder selbst√§ndige T√§tigkeit nicht mehr ausge√ľbt werden kann. Sie dienen vor allem als Altersvorsorge. In vielen F√§llen greifen Rentenversicherungen auch dann, wenn der Versicherte wegen einer schweren Erkrankung oder Behinderung nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen kann. Auch die finanzielle Absicherung von Hinterbliebenen ist m√∂glich. Verschiedene Rentenversicherungssysteme und eine gro√üe Spannbreite an Absicherungsm√∂glichkeiten tragen dem Variantenreichtum an Lebenskonzepten Rechnung. Die optimale Vorsorge wird in der Regel durch eine Kombination verschiedener Versicherungsformen erreicht.

Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)

Als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems deckt die gesetzliche Rentenversicherung den Einkommensverlust von Arbeitnehmern und Selbst√§ndigen im Alter und bei Erwerbsunf√§higkeit ab. Witwer-, Witwen- und Waisenrenten werden im Rahmen der Hinterbliebenenvorsorge ebenfalls von der GRV getragen. Droht der Verlust der Arbeitsf√§higkeit, √ľbernehmen die Tr√§ger der GRV auch Rehabilitationsleistungen. Die Absicherung erfolgt zu einem gro√üen Teil als Pflichtversicherung. Aber auch eine Mitgliedschaft in der GRV auf freiwilliger Basis ist m√∂glich.

Da die gesetzliche Rente nicht das Niveau des Nettoeinkommens erreicht, basiert das deutsche Rentenversicherungssystem auf einem sogenannten Drei-Schichten-Modell oder auch Drei-S√§ulen-Modell. Dies besagt, dass eine gute Altersvorsorge nicht allein auf der Basisabsicherung durch die gesetzliche Versicherung oder der R√ľrup-Rente (f√ľr Selbst√§ndige) fu√üen, sondern zus√§tzlich staatlich gef√∂rderte, betriebliche und/oder private Vorsorgema√ünahmen beinhalten sollte.

Die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Im Grundsatz sind alle Arbeitnehmer und Auszubildenden von Anfang an in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Auch bestimmte Gruppen von Selbständigen sind von der Pflichtmitgliedschaft erfasst. Doch auch Personen, die selbst kein Einkommen beziehen, werden in der GRV versichert. Dazu gehören Bezieher von Kranken- oder Arbeitslosengeld, Menschen, die sich der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen widmen, Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst beziehungsweise Menschen, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableisten.

Pflichtversichert kraft Gesetzes sind auch:

  • Hebammen
  • Angeh√∂rige von Pflegeberufen, wie Ergotherapeuten, Podologen oder Physiotherapeuten
  • Seelotsen, K√ľstenschiffer und K√ľstenfischer
  • Publizisten
  • K√ľnstler
  • freiberufliche Lehrer
  • freiberufliche Erzieher
  • Handwerker, die in die Handwerksrolle eingetragen sind. Sie k√∂nnen sich nach einem Zeitraum von 18 Jahren freiwillig von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Die freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

Wer nicht zum Kreis der Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung geh√∂rt, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen freiwillig versichern. Die Beitragsh√∂he ist innerhalb festgelegter Grenzen frei w√§hlbar. Die Mindestbeitragsh√∂he betr√§gt zum aktuellen Stand (3/2019) 83,70 Euro monatlich. Pflichtversicherte k√∂nnen durch die Einzahlung von freiwilligen Beitr√§gen ihre Rente erh√∂hen oder Abschl√§ge ausgleichen, falls sie fr√ľher in Rente gehen wollen. Selbst√§ndige, die zuvor pflichtversichert waren, k√∂nnen durch freiwillige Beitr√§ge ihren Anspruch auf Leistungen im Falle einer Erwerbsminderung aufrechterhalten.

Einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente haben ‚Äď mit wenigen Ausnahmen - nur Pflichtversicherte nach f√ľnf Jahren Beitragszahlung. Selbst√§ndige, die zuvor pflichtversichert waren, k√∂nnen durch freiwillige Beitr√§ge ihren Anspruch auf Erwerbsminderungsrente aufrechterhalten. √úber eine freiwillige Beitragszahlung allein lassen sich jedoch keine Anspr√ľche auf eine sp√§tere Rente wegen Erwerbsminderung sichern.

Die freiwillige Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung

F√ľr Selbst√§ndige, die nicht unter die Rentenversicherungspflicht fallen, sich aber dennoch f√ľr den Fall der Erwerbsunf√§higkeit absichern m√∂chten, stellt die freiwillige Pflichtversicherung eine Option dar. Entscheidet sich der Selbst√§ndige f√ľr die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenabsicherung, gelten die von ihm gezahlten Beitr√§ge als Pflichtbeitr√§ge. Er erwirbt daraus, ebenso wie ein Arbeitnehmer, Anspr√ľche auf Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente und Rehabilitationsleistungen. Selbst√§ndige, die sich auf Antrag pflichtversichern, haben au√üerdem einen Anspruch auf die staatliche F√∂rderung der Riester-Rente.

Ein Antrag auf Versicherungspflicht in der GRV ist nur innerhalb der ersten f√ľnf Jahre nach der Aufnahme der selbst√§ndigen T√§tigkeit m√∂glich. Diese Entscheidung kann nachtr√§glich nicht mehr r√ľckg√§ngig gemacht werden. Der Antragsteller bindet sich f√ľr die gesamte Dauer seiner Selbst√§ndigkeit.

Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung im √úberblick

Altersrente

Einen Anspruch auf die sogenannte Regelaltersrente (die ‚Äúnormale‚ÄĚ Rente) haben Menschen, die ein bestimmtes Lebensalter erreicht und mindestens f√ľr f√ľnf Jahre Beitr√§ge in die GRV eingezahlt haben. Die Altersgrenze wird seit dem Jahr 2012 schrittweise von 65 Jahre auf 67 Jahre angehoben. Es besteht auch die M√∂glichkeit, zu einem fr√ľheren oder sp√§teren Zeitpunkt in Rente zu gehen. Ein vorzeitiger Rentenbeginn ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und zu geringeren Rentenleistungen m√∂glich. Rentner, die zus√§tzlich zu ihrer Altersrente weiterhin Einkommen beziehen, k√∂nnen dies in unbegrenzter H√∂he tun, ohne dass sich dies auf die Rentenleistung auswirkt.

Altersrente f√ľr schwerbehinderte Menschen

Versicherte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50, die f√ľr mindestens 35 Jahre Pflichtbeitr√§ge in die GRV eingezahlt haben, k√∂nnen mit 65 Jahren eine Altersrente f√ľr schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen. Wollen sie nebenbei in einem bestimmten Umfang arbeiten, so m√ľssen sie bis zu ihrem 67. Lebensjahr eventuelle Hinzuverdienstgrenzen beachten. Mit Abschl√§gen kann die Altersrente f√ľr schwerbehinderte Menschen ab dem 62. Lebensjahr auch vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Altersrente f√ľr langj√§hrig und besonders langj√§hrig Versicherte

Menschen, die mindestens 35 beziehungsweise mindestens 45 Jahre an Beitragszeiten zur√ľckgelegt haben, k√∂nnen unter Umst√§nden fr√ľher in Altersrente gehen. Ma√ügeblich hierf√ľr sind das Geburtsjahr und die Anzahl und Art der geleisteten beziehungsweise angerechneten Rentenbeitragszeiten. Auch bestehen verschiedene Vertrauensschutzregelungen f√ľr Besch√§ftigte, die in der Vergangenheit eine Altersteilzeitvereinbarung getroffen haben oder im Bergbau besch√§ftigt waren.

Altersrente f√ľr langj√§hrig unter Tage besch√§ftigte Versicherte

Menschen, die mindestens 25 Jahre Beitragszeiten f√ľr st√§ndige Arbeiten unter Tage in der Rentenabsicherung zur√ľckgelegt haben und das 60. (schrittweise erh√∂ht auf das 62.) Lebensjahr vollendet haben, k√∂nnen eine Altersrente f√ľr langj√§hrig unter Tage besch√§ftigte Versicherte in Anspruch nehmen. Auf die Beitragszeiten (Wartezeit) werden unter Umst√§nden auch der Bezug von Anpassungsgeld und bestimmte knappschaftliche Ersatzzeiten angerechnet.

Wichtig: Die Berechnung der Wartezeit aus Pflichtbeitr√§gen, freiwilligen Beitr√§gen und Beitragszeiten aus ‚Äď zum Beispiel ‚Äď Zeiten der Arbeitslosigkeit ist komplex. Dies gilt auch im Hinblick auf die jeweils geltenden Altersgrenzen und einen eventuellen Vertrauensschutz. Lassen Sie sich hierzu unbedingt von einem Spezialisten beraten.

Hinterbliebenenrenten

Stirbt der Ehepartner oder Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft, so hat der oder die Hinterbliebene Anspruch auf eine Witwen- beziehungsweise Witwerrente. Das gilt dann, wenn der Verstorbene f√ľr mindestens f√ľnf Jahre Pflichtbeitr√§ge oder freiwillige Beitr√§ge in die GRV eingezahlt hat oder bereits eine gesetzliche Rente bezog. Die Dauer und H√∂he der Rente sind unter anderem vom Alter des Hinterbliebenen und den famili√§ren Verh√§ltnissen abh√§ngig. Kinder des Verstorbenen k√∂nnen unter den gleichen Voraussetzungen eine Halbwaisenrente erhalten, sofern noch ein Erziehungsberechtigter lebt. Sind beide Elternteile verstorben, besteht ein Anspruch auf Vollwaisenrente. Und auch f√ľr Geschiedene stellt die GRV unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen bereit, wenn der ehemalige Partner stirbt.

Wichtig: Auch bei der Anspruchspr√ľfung und der Berechnung der Hinterbliebenenrenten spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Stets muss jedoch die Allgemeine Wartezeit erf√ľllt sein. Das hei√üt, es m√ľssen f√ľr mindestens f√ľnf Jahre Pflichtbeitr√§ge eingezahlt und/oder freiwillige Beitr√§ge geleistet worden sein. Zeiten der Kindererziehung werden mit maximal drei Jahren angerechnet. Die Wartezeit gilt als erf√ľllt, wenn der Versicherte aufgrund eines Arbeitsunfalls verstorben ist.

Erwerbsminderungsrenten

Versicherte, die wegen einer Krankheit oder Behinderung nur weniger als sechs Stunden t√§glich arbeiten k√∂nnen, sind in der GRV gegen das finanzielle Risiko abgesichert. Je nach Umfang der Erwerbsminderung werden die Leistungen den Entgeltausfall entweder abmildern oder ersetzen. Neben den medizinischen Voraussetzungen pr√ľfen die Rentenversicherungstr√§ger auch hier, ob die notwendigen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erf√ľllt sind.

Es gilt in jedem Fall der Grundsatz: ‚ÄěRehabilitation vor Rente‚Äú: Bevor eine Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, versucht der Rentenversicherungstr√§ger, den Versicherten wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Hierf√ľr bietet er medizinische und berufliche Rehabilitationsleistungen an, die den Verlust der Arbeitskraft verhindern oder wieder r√ľckg√§ngig machen sollen.

Medizinische Rehabilitationsleistungen

Versicherte in der GRV k√∂nnen ambulante oder station√§re medizinische Rehabilitationsleistungen in Anspruch nehmen, wenn dadurch eine Rente wegen Erwerbsminderung abzuwenden ist. Der Rentenversicherungstr√§ger √ľbernimmt die Kosten f√ľr Reise, Unterkunft, Verpflegung, √§rztliche Betreuung, therapeutische Leistungen und medizinische Anwendungen. Dar√ľber hinaus haben die Teilnehmer an der Rehaleistung Anspruch auf finanzielle Unterst√ľtzung in Form von √úbergangsgeld. Sie greift, wenn die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers endet. Sind Kinder unter 12 Jahren im Haushalt des Leistungsempf√§ngers zu betreuen, finanziert die GRV eine Haushaltshilfe.

Berufliche Rehabilitationsleistungen

Auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können eine drohende Berentung wegen Erwerbsminderung verhindert. Die GRV bietet hierzu unter anderem:

  • Aus- und Weiterbildungen
  • Unterst√ľtzung bei der Aufnahme einer anderen beruflichen T√§tigkeit
  • Unterst√ľtzung bei der Suche eines neuen Arbeitsplatzes
  • Gr√ľndungszusch√ľsse
  • Zusch√ľsse f√ľr den Kauf eines Autos
  • Technische Hilfsmittel
  • Arbeitsplatzassistenzen
  • Leistungen in einer anerkannten Werkstatt f√ľr behinderte Menschen

Wichtig: Sowohl die medizinischen als auch die beruflichen Rehabilitationsleistungen setzen voraus, dass auch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erf√ľllt sind. Hierf√ľr m√ľssen unter anderem Pflichtbeitr√§ge in ausreichender Anzahl eingezahlt worden sein. Je nach Art der Rehabilitationsleistung kommen auch andere M√∂glichkeiten in Betracht, die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen zu erf√ľllen. Ob diese im Einzelfall vorliegen, pr√ľft der zust√§ndige Rentenversicherungstr√§ger.

Um eine Hinterbliebenen- oder Altersrente zu beziehen, m√ľssen Beitr√§ge aus einer Pflichtversicherung und / oder freiwilligen Versicherung f√ľr einen Zeitraum von insgesamt mindestens f√ľnf Jahren eingezahlt worden sein.

Berufsständische Versorgungswerke

Angeh√∂rige verschiedener freier Berufe werden mit der Aufnahme in ihre Berufskammer Mitglied eines berufsst√§ndischen Versorgungswerkes. Die berufsst√§ndischen Versorgungswerke sichern ihre Mitglieder kraft Gesetzes f√ľr Alter, Invalidit√§t und die Hinterbliebenenversorgung ab. Auch Rehabilitationsleistungen werden von den berufsst√§ndischen Versorgungswerken √ľbernommen. Die Freiberufler k√∂nnen sich ihrerseits f√ľr die Dauer der Mitgliedschaft von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Die Betr√§ge in den Versorgungswerken sind unterschiedlich hoch und h√§ngen unter anderem vom Einkommen des Mitglieds ab. Die Leistungsversprechen liegen in der Regel h√∂her als bei der GRV.

Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke sind:

  • Apotheker
  • √Ąrzte
  • Psychotherapeuten
  • Anw√§lte und Notare
  • Architekten
  • Steuerberater und Wirtschaftspr√ľfer
  • vereidigte Buchpr√ľfer
  • Ingenieure

Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung

F√ľr die Leistungen aus der GRV ist die Deutsche Rentenversicherung zust√§ndig (DRV). Sie fasst seit dem 1. Oktober 2005 alle Rentenversicherungstr√§ger unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund vertritt die GRV als Gesamtheit und ist f√ľr grunds√§tzliche Fragen der Organisation und der Finanzen aller Rentenversicherungstr√§ger zust√§ndig. Ein zweiter Bundestr√§ger, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, √ľbernimmt seit dem ersten Oktober 2005 die Aufgaben der Bundesknappschaft, der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse.

Die ehemals nur f√ľr gewerbliche Arbeitnehmer zust√§ndigen Landesversicherungsanstalten, √ľbernehmen nun die Betreuung aller Versicherten in ihrer Region. Sie hei√üen jetzt zum Beispiel Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland oder Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg.

Wer eine Selbst√§ndigkeit aufnimmt, sollte beachten, dass er unter Umst√§nden weiterhin in der GRV pflichtversichert ist ‚Äď also zur Zahlung von Beitr√§gen verpflichtet. Je nach Ausgestaltung der Vertr√§ge kann es sich auch um eine Scheinselbst√§ndigkeit handeln, die ebenfalls den Auftragnehmer und den Auftraggeber - bis zu vier Jahren auch r√ľckwirkend - zur Zahlung von Rentenversicherungsbeitr√§gen verpflichtet.

Die private Rentenversicherung (PRV)

Wer nicht der GRV angeh√∂rt und sich auch nicht auf freiwilliger Basis versichern m√∂chte, f√ľr den kommt eine PRV als Altersvorsorge in Frage. Die PRV geh√∂rt zu den kapitalgedeckten Versicherungen. Die Beitr√§ge werden in festverzinslichen Wertpapieren, Aktien, Aktien-, Index- oder Immobilienfonds angelegt. Die Leistung der PRV besteht in einer monatlichen Rentenauszahlung an den Versicherten, die sich aus seinem angesparten Verm√∂gen speist. Eine PRV stellt auch eine Option f√ľr jene dar, die neben den Leistungen aus der GRV im Alter auf weitere Einkommensquellen zur√ľckgreifen m√∂chten.

Versicherung Schaden melden

Rentenzusatzversicherung

Rentenzusatzversicherungen erg√§nzen den Versicherungsschutz der Deutschen Rentenversicherung um eine zus√§tzliche kapitalgedeckte Form der Altersvorsorge. Infrage kommen Absicherungen √ľber den Arbeitgeber (betriebliche Altersvorsorge) oder eine rein private Absicherung f√ľr das Alter (PRV).

Rentenversicherungsbeitrag

Der Rentenversicherungsbeitrag ist der Geldbetrag, der vom Versicherten bzw. f√ľr den Versicherten in die GRV eingezahlt wird. Man unterscheidet zwischen Pflichtbeitr√§gen f√ľr gesetzlich Pflichtversicherte und freiwilligen Beitr√§gen.

So können Sie Ihren Rentenversicherungsbeitrag berechnen

Der Beitragssatz in der GRV betr√§gt momentan 18,6 % vom Bruttolohn oder Bruttogehalt. Arbeitnehmer tragen ihren Rentenversicherungsbeitrag zur H√§lfte. Den anderen Teil des Rentenversicherungsbeitrages √ľbernehmen die Arbeitgeber.

So können Sie als Arbeitnehmer Ihren Rentenversicherungsbeitrag berechnen:

  • Das Bruttogehalt x 9,3 % stellt die H√∂he des von ihm zu zahlenden Rentenversicherungsbeitrags dar.
  • Ein Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 5.000 Euro zahlt somit pro Monat 465 Euro in die Rentenversicherung ein.
  • Die Beitragsbemessungsgrenze f√ľr die GRV liegt aktuell bei 6.700 Euro.
  • Das hei√üt, ein Arbeitnehmer, der beispielsweise 8.000 Euro monatlich verdient, zahlt dennoch nur einen Rentenversicherungsbeitrag in H√∂he von 6.700 x 9,3 %.

Wer zahlt wie viel Prozent?

Bei Arbeitnehmern zahlen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber den Rentenversicherungsbeitrag zu jeweils 50%.

Pflichtversicherte Selbst√§ndige tragen ihren Rentenversicherungsbeitrag in voller H√∂he selbst. Ist der Versicherte arbeitslos und bezieht Arbeitslosengeld I, zahlt unter Umst√§nden die Agentur f√ľr Arbeit seine Rentenversicherungsbeitr√§ge in voller H√∂he. Allerdings wird nicht sein gesamtes ehemaliges Bruttogehalt zugrunde gelegt, sondern nur 80% davon.

Ebenfalls 80% des Bruttogehalts dienen als Basis f√ľr die Berechnung der Rentenversicherungsbeitr√§ge w√§hrend des Bezuges von Krankengeld. Hier zahlen der Versicherte und die Krankenkasse jeweils 50% des Rentenversicherungsbeitrags.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund im √úberblick

Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist der gr√∂√üte der 16 deutschen Tr√§ger der GRV. Sie ist aus der ehemaligen Bundesversicherungsanstalt f√ľr Angestellte (BfA) hervorgegangen. Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist f√ľr die Betreuung der Versicherten und Rentner der ehemaligen Bundesversicherungsanstalt f√ľr Angestellte zust√§ndig. Dar√ľber hinaus nimmt sie Querschnitts- und Grundsatzaufgaben f√ľr alle Rentenversicherungstr√§ger wahr.

Weiter Informationen auf: www.deutsche-rentenversicherung.de

‚ÄěSo kann es sicher nicht weitergehen. Daher sollte man in den anstehenden Diskussionen √ľber die Zukunftssicherung des Rentensystems pr√ľfen, ob das bestehende Umlageverfahren um eine Komponente erg√§nzt werden kann, die auf dem Prinzip des Kapitaldeckungsverfahrens beruht.‚Äú

Professor Volker Br√ľhl, Gesch√§ftsf√ľhrer des Center for Financial Studies in Frankfurt, 2018

Das sollten Sie √ľber die Rentenversicherungsnummer wissen

Die Rentenversicherungsnummer ist das Identifikationsmerkmal f√ľr gesetzlich Rentenversicherte in Deutschland. Sie besteht aus Ziffern und Buchstaben. Die Rentenversicherungsnummer wurde in der Vergangenheit bei der Aufnahme der ersten sozialversicherungspflichtigen T√§tigkeit vergeben. Heute erh√§lt jeder B√ľrger Deutschlands seine Rentenversicherungsnummer bereits mit der Geburt.

Rentenversicherungsnummer beantrag - So geht's

Die Rentenversicherungsnummer muss nicht mehr explizit beantragt werden. Jedoch muss jeder Arbeitgeber einen Arbeitnehmer bei der Aufnahme seiner ersten versicherungspflichtigen Tätigkeit bei der GRV anmelden. Der Arbeitnehmer erhält dann seinen Sozialversicherungsausweis, der unter anderem auch die Rentenversicherungsnummer enthält. Der Sozialversicherungsausweis wird ihm von seinem zuständigen Rentenversicherungsträger zugesandt.

So pr√ľfen Versicherte Ihren Rentenversicherungsverlauf

Allen gesetzlich rentenversicherten Personen wird in regelm√§√üigen Abst√§nden ihre Renteninformation zugeschickt. Diese enth√§lt unter anderem eine Auflistung der in der Rentenversicherung gespeicherten Daten, wie Besch√§ftigungszeiten und die H√∂he der jeweiligen Bruttoarbeitsentgelte, Zeiten der Kindererziehung, Arbeitslosigkeit und Krankengeldbezug. Zudem werden unter anderem Zeiten des Studiums oder des Wehrdienstes aufgef√ľhrt. Versicherte sollten diesen Versicherungsverlauf stets ganz genau auf eventuell nicht aufgef√ľhrte Zeiten √ľberpr√ľfen, da diese Daten ausschlaggebend sind f√ľr ihre Versicherungsleistung. Das k√∂nnen sie selbst tun, sich aber auch in einer Auskunfts- und Beratungsstelle informieren lassen.

Leistungen der Rentenversicherung im √úberblick

  • Die PRV zahlen ab einem vereinbarten Lebensalter eine monatliche Rente an den Versicherten aus.
  • Durch eine Vereinbarung mit dem Versicherer k√∂nnen im Rahmen einer Garantiezeit auch die Hinterbliebenen des Versicherten f√ľr einen bestimmten Zeitraum durch eine PRV abgesichert werden.
  • Die GRV sichert die Versicherten nach dem Erwerbsleben mit einer monatlichen Altersrente ab.
  • Je nach Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen zahlt die GRV auch Renten an Witwer, Witwen und Waisen, Renten wegen Erwerbsminderung und Rehabilitationsleistungen.

Vorteile einer Rentenabsicherung im √úberblick

Absicherung gegen Altersarmut

Eines ist sicher. Ganz ohne Rentenabsicherung geht es nicht. Es kommt fr√ľher oder sp√§ter der Zeitpunkt, an dem ein Einkommen aus eigener Kraft nicht mehr erwirtschaftet werden kann. Einnahmen aus Immobilien k√∂nnen einbrechen. Zinsertr√§ge k√∂nnen sinken oder ganz wegbrechen. Aktienkurse brechen ein. Wenn dann keine anderen Einkommensquellen zur Verf√ľgung stehen, ist der soziale Abstieg unvermeidbar.

Unter Umständen Versicherung zusätzlicher Risiken möglich

Nicht nur das Alter kann ein Grund sein, seine Erwerbst√§tigkeit oder Selbst√§ndigkeit aufgeben zu m√ľssen. Krankheiten oder Behinderungen, so ungern man daran denkt, rei√üen viele Menschen von heute auf morgen aus dem Erwerbsleben. Vor allem, wenn man eine Familie hat, sollte diese auf jeden Fall abgesichert sein.

Sicherung des Lebensstandards im Alter

Es muss nicht immer der Totalverlust des Einkommens sein. Doch bereits der Unterschied aus Erwerbseinnahmen und den Eink√ľnften aus der GRV ist in der Regel gravierend. Doch wer m√∂chte sich nicht im Alter noch einige Tr√§ume erf√ľllen? Mit einer zus√§tzlichen Altersvorsorge ist das m√∂glich.

Förderung vom Staat

Die Riester-F√∂rderung stellt eine hervorragende M√∂glichkeit dar, sein eigenes Einkommen mit Hilfe des Staates zu verbessern. Egal, ob man zus√§tzliche Gelder f√ľr den Verm√∂gensaufbau verwendet, oder Verbindlichkeiten mit Hilfe des Staates schneller tilgt: Derartige Unterst√ľtzung findet man nicht √ľberall auf der Welt. Verschenken Sie sie nicht.

Steuervorteile

Wer m√∂chte nicht seine Steuerlast mindern und gleichzeitig seinen zuk√ľnftigen Lebensstandard verbessern? Die private Altersvorsorge stellt eine der besten M√∂glichkeiten daf√ľr dar.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile einer Rentenabsicherung im √úberblick

Junger Mann √§rgert sich √ľber die Nachteile einer Versicherung

Langfristige Bindungen

Wer sich f√ľr eine Rentenversicherung entscheidet, ist lange an diese Wahl gebunden. Sicher lassen sich Renten- und Lebensversicherungen auch k√ľndigen. Doch dies ist in der Regel mit hohen Verlusten verbunden. Fast alle Altersvorsorgemodelle werden kurzfristig mit Abschlussgeb√ľhren oder anderen Kosten belastet, die erst nach l√§ngerer Laufzeit ausgeglichen werden k√∂nnen. Die Altersvorsorge sollte zudem auch bereits in fr√ľhen Jahren aufgebaut werden. Denn kurz vor Rentenbeginn rentieren sich die Einzahlungen wegen des geringen Zins- und Zinseszinseffektes kaum noch.

Vielzahl komplexer Modelle

Es gibt nicht die eine, auf alle Lebenskonzepte passende Rentenabsicherung. Das Altersvorsorgemodell muss auf den pers√∂nlichen Lebensstil und die eigenen Zukunftspl√§ne ausgerichtet sein. Dies ist nur nach gr√ľndlicher Recherche und gegebenenfalls mit einer Kombination verschiedener Vorsorgeformen zu erreichen. Andernfalls droht sp√§testens mit dem Leistungsbeginn das b√∂se Erwachen.

Beratung ist unerlässlich

Vor allem die Leistungen aus der GRV sind f√ľr Laien nur schwer zu prognostizieren. Dies h√§ngt zum einen mit komplexen Rechenverfahren zusammen, zum anderen versucht der Staat, durch Vertrauensschutzregelungen fr√ľhere Anspr√ľche zu bewahren und gleichzeitig den sozialen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Die k√ľnftigen Rentenanspr√ľche sind daher von so vielen Faktoren abh√§ngig, dass nur mit kompetenter Beratung eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann.

Welche Rentenversicherung soll ich wählen?

Dies richtet sich nach verschiedenen Faktoren:

  • Wie sieht die aktuelle Absicherung aus?
  • Besteht eine Versicherung in der GRV?
  • Stehen andere Einkommensquellen (Mieteinnahmen, Einnahmen aus Wertpapieren etc.) zur Verf√ľgung?
  • Wie sieht die Lebensplanung aus?
  • Sind Kinder oder Partner abzusichern?
  • Wie ist steht es um die Gesundheit?
  • Besteht ein Arbeitsverh√§ltnis? Wie sicher ist, dass dieses auch in Zukunft bestehen wird?
  • Wird eine selbst√§ndige T√§tigkeit ausge√ľbt oder ist eine solche geplant?
  • Welchen Lebensstandard sollen die Einnahmen im Alter gew√§hrleisten?
  • Wie sicherheitsorientiert oder risikofreudig ist der Anleger?
  • Kann staatliche Unterst√ľtzung in Anspruch genommen werden?
  • Bietet der Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge an?
  • Oder besteht noch gar keine finanzielle Absicherung gegen Altersarmut?

Die Wahl der Rentenabsicherung ist eine langfristige Entscheidung. Daher m√ľssen die pers√∂nlichen Pr√§ferenzen und Voraussetzungen sehr genau ber√ľcksichtigt werden. Grob gesagt: Besteht schon eine Versicherungspflicht in der GRV und wird diese Absicherung voraussichtlich auch in Zukunft bestehen, ist bereits ein Teil der Altersvorsorge gesichert. Sind dar√ľber hinaus auch die Voraussetzungen f√ľr Reha- und Rentenleistungen im Falle der Erwerbsminderung und/oder Rentenleistungen an Hinterbliebene gegeben, kann auch darauf zur√ľckgegriffen werden.

Es muss jedoch ber√ľcksichtigt werden, dass die Leistungen der Rentenversicherung von der demographischen Entwicklung und politischen Entscheidungen abh√§ngig sind, so dass deren zuk√ľnftige H√∂he nicht mit Sicherheit prognostiziert werden kann. Wer seinen Lebensstandard im Alter noch zus√§tzlich absichern m√∂chte, sollte dar√ľber hinaus √ľber eine PRV nachdenken. Welche der vielen auf dem Markt bestehenden Varianten genutzt wird, ist abh√§ngig von der individuellen Lebensgestaltung.

Menschen, die weder in der GRV versichert sind noch √ľber anderes Einkommen im Alter verf√ľgen werden, sollten sich unbedingt privat absichern.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

Rentenversicherung vergleichen

Jetzt vergleichen und sparen

Unverbindlich

Unabhängig     
Kostenlos       

Rentenversicherung - Worauf achten?

Das GRV-System ist von politischen Entscheidungen und sozialen Entwicklungen geprägt

Eine hundertprozentige Sicherheit daf√ľr, dass die einst prognostizierte Rentenh√∂he im Alter auch tats√§chlich erreicht wird, gibt es nicht. Die Anhebung des Rentenalters und zahlreiche K√ľrzungen in der Vergangenheit zeigen dies deutlich. Es ist daher sinnvoll, seine Altersvorsorge auf mehrere S√§ulen zu st√ľtzen.

Die private Altersvorsorge abhängig von Markt-, Börsen und Zinsentwicklungen

Auch wenn zu Vertragsabschluss die k√ľnftigen Leistungen oft absehbar scheinen. In der Realit√§t k√∂nnen nur wenige sichere Zusagen getroffen werden. Da Rentenversicherungen auf dem Kapitalaufbau durch Zinsen und Renditen basieren, k√∂nnen sich die Leistungsanspr√ľche im Laufe der Zeit verringern. Alle Altersvorsorgemodelle sind mit Risiken behaftet, die jeder Versicherte beim Abschluss des Vertrages ber√ľcksichtigen muss. Das gilt auch f√ľr eine Altersvorsorge in Form von Immobilien, deren Wert sich im Zeitverlauf erh√∂hen, aber auch drastisch verringern kann.

Rein fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen bergen das Risiko des Totalverlustes

Aktien- und fondsbasierte Vorsorgemodelle bergen immer das Risiko gravierender Kursschwankungen kurz vor Rentenbeginn. Dies kann bis zur Vernichtung des gesamten Kapitals reichen. Diese Altersvorsorgemodelle sollten daher nur dann gewählt werden, wenn bis zum Leistungsfall ausreichend Zeit bleibt, um auf Kursschwankungen zu reagieren und gegebenenfalls in andere Anlageformen zu wechseln.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Das Themengebiet der Rentenabsicherung ist sehr komplex. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit der gesetzlichen und privaten Rentensicherung.

Sparen Sie auch bei anderen Versicherungen

Wie hat Ihnen dieser Ratgeber gefallen?

[Gesamt:6    Durchschnitt: 4.8/5]
Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
error: