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Firmenrechtsschutz

Fakten auf einen Blick

  • Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Anwalts- und Gerichtskosten, die durch eine Rechtsverfolgung entstehen.
  • Rechtsschutzpolicen können Berufs-. Privat-, Verkehrs-, Miet- und Wohnrechtschutz abdecken.
  • Ob und welche Rechtsschutzversicherung für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem privaten und beruflichen Umfeld sowie Ihrer persönlichen Risikoeinschätzung ab.

Was ist eine Rechtsschutzversicherung?

Recht zu haben, bedeutet nicht automatisch auch Recht zu bekommen. Wer Ärger mit dem Vermieter, Arbeitgeber oder einem Unfallgegner hat, sollte in erster Linie versuchen, die Streitigkeiten einvernehmlich zu klären. Wenn dies nicht gelingt, bleibt in den meisten Fällen nur der Gang zum Gericht. Doch sein Recht durchzusetzen kostet mehrere Tausend Euro, von Anwalts- über Gerichtskosten bis hin zu Zeugen und Sachverständigen. Eine Rechtsschutzversicherung ermöglicht es auch, mit wenigen finanziellen Mitteln, den Fall vor Gericht zu bringen. Denn die Versicherung trägt die Prozesskosten, auch wenn die Streitigkeiten außergerichtlich geklärt werden.

Eine Rechtsschutzversicherung dient dazu, das rechtliche Interesse von Verbrauchern durchzusetzen, auch wenn diesen nur begrenzt finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Partei mit den größeren finanziellen Möglichkeiten den Fall gewinnt – auch wenn diese nicht im Recht ist.

Wovor schützt eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung schützt die Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen bei einem Rechtsstreit. Die Gesellschaft kommt für Anwalts- und Gerichtskosten wie auch für Sachverständigenbeauftragungen und Zeugenbefragungen auf.

Bei Rechtsstreitigkeiten werden der Partei die Gerichtskosten auferlegt, die den Fall verloren hat. Für viele Verbraucher kann dies der finanzielle Ruin bedeuten. Doch es spielt keine Rolle, ob der Versicherungsnehmer Kläger oder Angeklagter ist, die Versicherung kommt für die Übernahme der Kosten auf.

Ein Rechtsschutz bietet nicht nur Schutz bei gerichtlichen Verfahren. In Straffällen stellt die Gesellschaft die Kaution in Form eines zinslosen Darlehens.

Wer braucht eine Rechtschutzversicherung?

Viele Privatpersonen sind der Ansicht, sie benötigen keine Rechtsschutzversicherung, da sie keinen Streit beginnen. Dies kann jedoch ein fataler Irrglaube sein, der Betroffene teuer zu stehen bekommt. Denn ein Rechtsstreit muss nicht zwangsweise vom Versicherungsnehmer ausgehen.

Ein Rechtsschutz ist daher für jede Person sinnvoll. Sie ermöglicht es, das eigene Recht vor Gericht durchzusetzen und schützt im Falle einer Anklage.

Es gibt bestimmte Personengruppen, die auf eine Rechtsschutzversicherung nicht verzichten sollten. Dazu gehören:

  • Mieter und Vermieter
  • Autofahrer
  • Angestellte

Mietstreitigkeiten sind sowohl für Vermieter als auch für Mieter sehr teuer. Unstimmigkeiten bei der Nebenkostenabrechnung oder Reparaturbedarf nach dem Auszug können den Streitwert schnell in die Höhe treiben.

Autofahrer gehen tagtäglich ein hohes Risiko ein. Laut dem Zentralruf der Autoversicherer kommt es auf Deutschlands Straßen jährlich zu rund 4 Millionen Unfällen. Sachverständigengutachten und Schadensersatzansprüche können den Unfallverursacher teuer zu stehen bekommen. Kritisch sind Verkehrsunfälle vor allem dann, wenn sie durch eine Ordnungswidrigkeit wie zu schnelles Fahren zustande kamen. Es kann jedoch auch vorkommen, dass ein Unfallverursacher seine Schuld abstreitet. Unter diesen Gegebenheiten wird der Fall meist vor Gericht gebracht.

Quelle: https://www.gdv-dl.de/dienstleistungen/zentralruf-der-autoversicherer/

Der Verkehrsrechtsschutz ist nicht nur für Autofahrer sinnvoll. Auch Motorrad- und Fahrradfahrer können mit dieser Versicherung ihre Rechte und Interessen vor Gericht vertreten.

Besonders wichtig ist eine Rechtsschutzversicherung für Arbeitnehmer. Denn in der ersten Instanz muss jede Partei die Kosten der eigenen anwaltlichen Vertretung selbst bezahlen. Selbst bei kleineren Rechtsstreitigkeiten können sich diese Kosten auf 1.000 Euro und mehr belaufen.

Grundsätzlich stellt sich nicht nur die Frage, ob ein Rechtsschutz sinnvoll ist, sondern in welchem Umfang. Denn der Leistungsumfang ist immer von den eigenen Lebensumständen abhängig. Ein Rentner benötigt keinen Berufsrechtsschutz, sollte jedoch mindestens im privaten Bereich abgesichert sein.

Was wird durch die Rechtschutzversicherung abgedeckt?

Die Leistungen der Rechtsschutzversicherung sind von der Versicherungsgesellschaft als auch von den gewählten Bausteinen abhängig. Denn die Kunden können sich aus verschiedenen Bereichen ihren individuellen Versicherungsschutz zusammenstellen. Die Gesellschaften bieten die folgenden Leistungsbereiche an: Privat, Beruf, Verkehr, Wohnrecht und Vermieterrecht. Bezahlt werden von den Versicherern die Gerichts- und Anwaltskosten sowie Aufwendungen für Zeugen, Gerichtsvollzieher und Sachverständiger.

Versicherte Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Grundsätzlich sind die versicherten Leistungen davon abhängig, welche Bausteine die Kunden einschließen. Bei einem Komplettpaket für Privatpersonen, das die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr, Haus und Wohnung abdeckt, gehören mitunter diese Leistungen zum Versicherungsschutz:

  • Berufsrecht: Ausstellung eines schlechten Arbeitszeugnisses, Verweigerung der Lohnfortzahlung und unberechtigte Abmahnungen. Häufiger Streitfall ist die Kündigungsschutzklage, bei der vor Gericht um Abfindungen, Weiterbeschäftigung und das Bestehen eines Arbeitsverhältnisses gestritten wird.
  • Erbrecht: Einigung bei Erbstreitigkeiten.
  • Familienrecht: Beistand bei Sorgerechtsstreitigkeiten, Unterhaltsfragen und Adoption von Kindern.
  • Haus- und Wohnrecht: Auseinandersetzungen mit dem Vermieter, beispielsweise aufgrund einer Miterhöhung, Nebenkostenabrechnungen oder Kündigung wegen Eigenbedarf. Für Eigenheimbesitzer besteht Versicherungsschutz bei Grundstücks- und Nachbarschaftsstreitigkeiten.
  • Schadensersatzrecht: Geltend machen von Ansprüchen nach einem Unfall oder einer Beschädigung.
  • Sozialrecht: Unstimmigkeiten mit Sozialversicherungsträgern wie der Krankenkasse oder der Rentenversicherung.
  • Steuerrecht: Unstimmigkeiten mit dem Finanzamt, beispielsweise bei der Anerkennung von Werbungskosten.
  • Strafrecht: Anwaltliche Vertretung bei Ordnungswidrigkeiten, Verkehrsdelikten und Anklagen im Strafverfahren. (Sofern kein Vorsatz vorliegt)
  • Verkehrsrecht: Streitigkeiten nach einem Verkehrsunfall wie eine fälschliche Schuldzuweisung oder das Durchsetzen von Schadensersatzansprüchen für Reparatur oder Verletzungen.
  • Vermieterrechtschutz: Durchsetzen von Forderungen gegen Mieter wie Kündigung aufgrund von Eigenbedarf. Sowie Räumungsklage und Nachforderungen von Schönheitsreparaturen und berechtigten Nebenkostenabrechnungen.
  • Vertragsrecht: Streitigkeiten rund um Verträge mit Dienstleistern, Handwerkern, Versicherungen und Reiseveranstalter. Eingeschlossen sind zudem Kaufverträge, sowohl beim Verkauf als auch beim Ankauf.
  • Verwaltungsrecht: Auseinandersetzungen mit Behörden und Ämtern.

Manche Gesellschaften bieten ihren Kunden zusätzliche Leistungen an. Beispielsweise eine kostenlose telefonische Rechtsberatung durch einen Anwalt. Dadurch haben die Versicherungsnehmer die Möglichkeit, sich vorab über eventuelle Ansprüche zu informieren, auch wenn noch kein Rechtsstreit vorliegt. Ein für Arbeitnehmer nützlicher Einschluss ist die Prüfung von Arbeitsverträgen und Arbeitszeugnissen durch einen Anwalt. Dies wird meist durch eine kostenlose Erstberatung abgedeckt. Dieser Einschluss ermöglicht Versicherungsnehmern, sich anwaltlichen Rat einzuholen, auch wenn der Fall grundsätzlich nicht versichert ist.

Versicherungsschutz bei außergerichtlicher Einigung (Mediation)

Bei einer Mediation versuchen beide Parteien außerhalb des Gerichtes zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Geschulte und unabhängige Mediatoren vermitteln zwischen beiden Konfliktpartnern und helfen ihnen dabei, eine für beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Auf diese Weise sollen Streitigkeiten gelöst werden, ohne dabei ein gerichtliches Verfahren anzustreben oder dieses in die Länge zu ziehen. Ist eine Lösung gefunden, wird diese für beide Parteien bindend vertragliche festgehalten.

Rechtsschutzversicherungen begrüßen eine außergerichtliche Einigung und bieten auch in diesem Fall ihren Kunden Versicherungsschutz.

Hinweis: Für eine Mediation gilt meist eine maximale Erstattungssumme. Diese ist in den Bedingungen des Versicherers festgehalten und kann je Versicherungsfall oder auf das Jahr begrenzt sein.

Nicht versicherte Leistungen des Rechtsschutzes

Ein Rechtsschutz bietet nicht gegen jede Eventualität Versicherungsschutz. Sofern vertraglich nicht anders geregelt, schließen die Gesellschaften die folgenden Leistungen aus:

  • Streitigkeiten im Marken-, Urheber- und Patentrecht
  • Die Übernahme von Geldstrafen und Geldbußen
  • Streitigkeiten bei Spiel-, Wett- und Spekulationsgeschäften
  • Auseinandersetzungen mit dem eigenen Rechtsschutzversicherer
  • Rechtsfälle im gewerblichen oder selbstständigen Bereich (hierfür muss ein eigener Rechtsschutz abgeschlossen werden)
  • Rechtsfälle im Zusammenhang mit Krieg, inneren Unruhen, Aufruhr, Aussperrung und Streik
  • Unstimmigkeiten beim Bau/Renovierung/Sanierung/Umbau einer Immobilie oder bei der Baufinanzierung
  • Streitigkeiten bei der Bebauung, Planung, Kauf und Verkauf eines Baugrundstücks
  • Das alleinige Abwehren von Schadensersatzansprüchen
  • Verfahren vor Verfassungsgerichten
  • Interessensvertretung bei Insolvenzverfahren

Ausschluss von vorsätzlichen Delikten

Versicherungsgesellschaften schließen jegliche Leistungen des Strafrechts aus, wenn dem Kunden ein vorsätzliches Handeln nachgewiesen wird. Ein Beispiel:

Ein Versicherungsnehmer verletzte eine dritte Person unter Drogeneinfluss. Da es sich dabei um eine vorsätzliche Straftat handelt, übernimmt die Gesellschaft nicht die Kosten des Rechtsstreits.

Wird dem Kunden während des Gerichtsverfahrens eine Straftat nach § 12 StGB nachgewiesen, muss er der Versicherungsgesellschaft die übernommenen Kosten erstatten. Sollte ein Versicherungsnehmer jedoch unter Vorsatz angeklagt werden und der Vorwurf stellt sich im Nachhinein als unbegründet heraus, besteht rückwirkend Versicherungsschutz.

Für die Einschätzung und Beurteilung des Leistungsumfangs einer Versicherung ist es sinnvoll, die Definition einer Straftat zu kennen.

Rechtliche Definition einer Straftat (Strafgesetzbuch, § 12 Verbrechen und Vergehen)

  1. Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.
  2. Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit einer geringeren Freiheitsstrafe oder die mit Geldstrafe bedroht sind.
  3. Schärfungen oder Milderungen, die nach den Vorschriften des Allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind, bleiben für die Einteilung außer Betracht.

Welche Wartezeiten gelten bei einer Rechtsschutzversicherung?

Viele Verbraucher sind auf der Suche nach einer Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit. Denn in den meisten Fällen denken sie erst dann an eine Absicherung, wenn sich eine Streitigkeit bereits anbahnt. Doch grundsätzlich gibt es keine Gesellschaft, die eine Versicherung ohne Wartezeit anbietet. Für die meisten Leistungen besteht eine obligatorische Sperrfrist von drei Monaten. Diese beginnt beim vertraglich vereinbarten Beginn. Zwischen dem Rechtsfall und dem Vertragsbeginn müssen also mindestens drei Monate liegen, damit die Kunden mit einer Kostenübernahme seitens des Versicherers rechnen können. Jedoch auch nur dann, wenn sie die Erstprämie fristgerecht bezahlt haben.

Leistungen der Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit

Es gibt jedoch Ausnahmen: Keine Wartezeit besteht für den Verkehrs-, Schadensersatz und Strafrechtsschutz. Grund dafür ist, dass sich diese Streitigkeiten nicht im Voraus absehen lassen und im Regelfall unverhofft und plötzlich eintreten. Versicherungsschutz vor Ablauf der Karenzzeit besteht auch dann, wenn ein Versicherungsnehmer seine Rechte als Opfer, zum Beispiel nach einem Unfall geltend machen möchte.

Beispiele für die Kostenübernahme vor und nach Ablauf der Wartezeit

Fallbeispiel Wartezeit ja/nein
Ein Versicherungsnehmer erhält am 20.01. die unrechtmäßige Kündigung seines Arbeitgebers. Seine Rechtsschutzversicherung hat er bereits vor vier Monaten mit Beginn zum 01.01. abgeschlossen. Ja, Wartezeit besteht. Versicherungsbeginn war der 01.01. Die Sperrfrist endet zum 01.04. Daher kein Versicherungsschutz.
Nach einem Unfall möchte ein Versicherungsnehmer seine Schadensersatzansprüche gerichtlich geltend machen. Nein, keine Wartezeit, da es sich um einen Schadensersatzanspruch handelt. Versicherungsschutz besteht auch während der Sperrfrist.

Leistungen des Rechtsschutzes mit mehr als drei Monaten Wartezeit

Prinzipiell können Versicherer die Wartezeiten erhöhen, weshalb Verbraucher sich vor Vertragsabschluss bei der jeweiligen Gesellschaft umfangreich informieren sollten. Es gibt allerdings auch Leistungen innerhalb der Rechtsschutzversicherung, deren Sperrfrist obligatorisch mehr als drei Monate beträgt.

  • Im Streit um Unterhaltszahlungen legen Versicherungsgesellschaften eine Wartezeit von 12 Monaten fest.
  • Bis zu drei Jahren gilt die Sperrfrist bei Ehestreitigkeiten.

Keine Wartezeit bei Versichererwechsel

Eine Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeiten kommt bei einem Versichererwechsel zustande. Kündigt ein Kunde seinen bestehenden Vertrag und schließt lückenlos eine neue Versicherung bei einer anderen Gesellschaft ab, entfällt die obligatorische Wartezeit für alle Leistungen, die bereits versichert waren.

Eine Wartezeit besteht jedoch für neu hinzugekommene Leistungen. Schließt der Versicherungsnehmer einen neuen Baustein ein, der vorher nicht zu seinem Versicherungsumfang gehörte, kommt für die neue Leistung die vereinbarte Wartezeit zum Tragen.

Was passiert bei Rechtsstreitigkeiten während der Wartezeit?

Rechtsstreitigkeiten, die während der Karenzzeit auftreten, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Auch dann, wenn sich das Verfahren über die vertragliche Wartezeit hinauszieht oder erst später vor Gericht kommt. Ausschlaggebend ist immer der Zeitpunkt, zudem der Schaden beziehungsweise die Ursache des Rechtsstreits eingetreten ist.

Gilt der Versicherungsschutz weltweit?

In anderen Ländern gelten auch andere Regeln als in Deutschland. Für Reisende kann dies unter Umständen zum Verhängnis werden, wenn sie sich nicht an die Gesetze ihres Urlaubsdomizils halten.

Viele Gesellschaften bieten einen Versicherungsschutz auch außerhalb von Deutschland – manche sogar weltweit. In diesem Fall stellt die Gesellschaft die Kaution bei Strafsachen im Ausland. Auch für die Kosten der Übersetzung notwendiger Unterlagen kommt die Rechtsschutzversicherung auf. Wichtig für Versicherungsnehmer ist zu wissen, dass der Versicherungsschutz im Regelfall einer zeitlichen Begrenzung unterliegt. Die Gesellschaft kommt nur dann für die Kosten auf, wenn sich die Kunden nicht länger als sechs Wochen dauerhaft im Ausland befinden.

Verbraucher, die sich für längere Zeit außerhalb von Deutschland aufhalten, benötigen eine spezielle Rechtsschutzversicherung für das Ausland. Es gibt Versicherer, die unter bestimmten Voraussetzungen den entsprechenden Schutz anbieten.

Ein Vertragsabschluss ist nur möglich, wenn die Person die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, eine Adresse und eine Bankverbindung in Deutschland vorweist und die Absicht besteht, wieder in die Heimat zurückzukehren.

Ab wann tritt der Rechtsschutz in Kraft?

Die Rechtsschutzversicherung tritt zum vereinbarten Vertragsbeginn, spätestens mit Ablauf der vertraglichen Wartezeit in Kraft. Die Ausnahme hiervon gilt für Versicherungsnehmer, bei denen ein nahtloser Übergang von einer anderen Gesellschaft besteht.

Der Versicherungsbeginn ist immer auf der Police angegeben. Für dessen Gültigkeit wird vorausgesetzt, dass die Versicherungsnehmer den Erstbeitrag innerhalb von zwei Wochen nach Rechnungsstellung bezahlen. Kommen sie der Zahlungsaufforderung nicht nach, verzögert sich der Vertragsbeginn, bis die erste Zahlung getätigt wurde. Dementsprechend besteht bis zu diesem Zeitpunkt kein Versicherungsschutz und die Wartezeiten verlängern sich.

Eine Rechtsschutzversicherung tritt erst dann in Kraft, wenn ein Rechtsfall vorliegt. Die alleinige Annahme, es könnte sich ein Streitfall entwickeln, reicht nicht für eine Kostenübernahme aus. Ein Beispiel:

Einem Arbeitnehmer ist über Dritte zu Ohren gekommen, der Arbeitgeber plant, ihn zu kündigen. Daraufhin besucht er einen Anwalt, um sich über die Abfindung zu informieren. Da die Kündigung jedoch noch nicht ausgesprochen wurde, übernimmt die Gesellschaft die Kosten für die anwaltliche Beratung nicht. Der Streitfall und damit auch die Kostenübernahme tritt erst dann ein, wenn der Versicherungsnehmer die Kündigung erhält.

Wann greift die Rechtschutzversicherung nicht?

Kein Versicherungsschutz besteht, wenn es sich bei den Rechtsstreitigkeiten um Leistungsausschlüsse handelt, beispielsweise bei vorsätzlichen Straftaten oder Fälle des Urheberrechts.

Auch besteht kein Versicherungsschutz bei Rechtsfällen, die zwischen den versicherten Personen innerhalb eines Vertrages stattfinden. Dazu kommt es bei Familienstreitigkeiten zwischen Ehepartner oder Eltern und Kindern (Familienpolice) oder bei Ehe-/Lebenspartnern (Single Rechtsschutz mit Einschluss einer im Haushalt lebenden Person).

Die Rechtsschutzversicherung greift auch dann nicht, wenn die Ursache des Rechtsstreits außerhalb des Leistungszeitraums (während der Wartezeit oder vor Vertragsbeginn) liegt. Dies ist der Fall, wenn Versicherungsnehmer erst einen Versicherungsvertrag abschließen, nachdem es zum Rechtsstreit gekommen ist.

Verbesserte Vertragsbedingungen im Rahmen der „Folgeereignistheorie“

Manche Gesellschaften haben die sogenannte „Folgeereignistheorie“ in ihren Bedingungen festgehalten. Diese verbesserten Versicherungsbedingungen besagen, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch Fälle versichert sind, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt.

Ein Beispiel:

Ein Versicherungsnehmer schließt zum 01.04. eine Rechtsschutzversicherung ab. Er kaufte bereits ein Jahr zuvor ein Fahrrad, mit der er im Sommer eine Radtour unternimmt. Aufgrund eines Materialfehlers stürzt der Kunde und verletzt sich schwer. Er möchte Schadensersatzansprüche gegen den Hersteller geltend machen.

Ohne die Folgeereignistheorie wäre dieser Fall nicht versichert, da die Ursache für den Schaden bereits bei der Produktion, spätestens mit dem Fahrradkauf eingetreten ist. Beide Zeitpunkte liegen noch vor Vertragsabschluss. Da der Sturz jedoch nach Vertragsbeginn stattfand, ist der Kunde im Rahmen der „Folgeereignistheorie“ versichert.

Welche Rechtsschutzversicherer gibt es?

Die Rechtsschutzversicherung bietet den Vorteil, dass Verbraucher ihren Versicherungsschutz bedarfsgerecht zusammenstellen können. Somit zahlen sie nicht für eine Absicherung, die sie nicht benötigen. Folgende Bausteine stehen den Kunden zur Auswahl:

Privatrechtsschutz

Der Privatrechtsschutz bietet Leistungen bei Rechtsfällen im privaten Bereich. Dazu gehören mitunter Streitigkeiten im Vertrags- und Sachrecht und im Strafrecht. Dieser Baustein ist wichtig, um Schadensersatzansprüche, zum Beispiel nach einem Sportunfall, gerichtlich geltend machen zu können.

Verkehrsrechtsschutz

Der Verkehrsrechtschutz ist nicht nur für Autofahrer wichtig. Die Versicherung bietet Schutz bei allen Streitigkeiten im Verkehr, unabhängig davon, ob der Kunde mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs war. Mit einem Verkehrsrechtsschutz können Versicherungsnehmer nach einem nicht selbst verschuldeten Unfall ihre Interessen durchsetzen oder mit anwaltlichem Beistand gegen den Entzug des Führerscheins oder einen Bußgeldbescheid vorgehen.

Verbraucher, die bei Rechtsstreitigkeiten im Verkehr eine Teilschuld zugesprochen bekommen, müssen sich mit diesem Anteil auch an den Prozesskosten beteiligen.

 

Berufsrechtsschutz

Der Berufsrechtsschutz, auch Arbeitsrechtsschutz genannt, schützt Angestellte bei Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten mit dem Arbeitgeber. Versicherungsnehmer können gerichtlich gegen ungerechtfertigte Kündigungen oder Abmahnungen vorgehen und Abfindungen geltend machen.

Der Berufsrechtsschutz kann nur in Verbindung mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden.

Bei arbeitsrechtlichen Verfahren werden in der ersten Instanz die Kosten zur Hälfte zwischen den Parteien aufgeteilt. Unabhängig davon, wem das Recht zugesprochen wird. Verbraucher mit einem Berufsrechtsschutz müssen vor den Kosten nicht zurückschrecken und können sich auch gegen finanziell starke Unternehmen zur Wehr setzen.

Mietrechtsschutz

Dieser Baustein richtet sich an Mieter sowie an Eigentümer selbst genutzter Wohnungen und Häuser. Der Haus- und Wohnungsrechtsschutz oder auch Mietrechtsschutz genannt vertritt die Interessen von Mietern bei Unstimmigkeiten mit dem Vermieter. Dabei kann es sich um Mieterhöhungen oder ungerechtfertigte Nebenkostennachforderungen handeln. Für Eigentümer bietet dieser Baustein unter anderem Versicherungsschutz bei Streitigkeiten mit den Nachbarn oder Hausverwaltung sowie bei Problemen mit dem Grundsteuerbescheid.

Vermieterrechtsschutz

Der Vermieterrechtsschutz schützt Vermieter vor den Kosten bei Rechtsfällen mit ihren Mietern. Dabei kann es sich um das Einklagen ausstehender Miet- und Nebenkostenzahlungen oder um Räumungsklagen handeln.

Rechtsstreitigkeiten im Mietrecht können sich über einen langen Zeitraum hinwegziehen. Die Kosten für den Anwalt und den Prozess fallen dementsprechend hoch aus.

Familienrechtsschutz

Der Familienrechtsschutz bietet Versicherungsschutz für alle nahestehenden Familienmitglieder des Versicherungsnehmers. Dazu gehören der Ehepartner sowie Kinder. Manche Gesellschaften bieten die Möglichkeit, im Haushalt lebende Elternteile im Familienrechtsschutz mitzuversichern.

Der Familienrechtsschutz wird individuell aus den Bausteinen Privat, Beruf, Verkehr sowie Wohnung- und Wohnung zusammengesetzt.

Firmenrechtsschutz

Ein Firmenrechtsschutz ist für Selbstständige und Gewerbetreibende unerlässlich. Versichert sind Streitigkeiten durch Inhaber und Mitarbeiter des Betriebes, die während der Ausführung ihrer beruflichen Tätigkeit zustande kamen. Versicherungsnehmer können auch beim Firmenrechtsschutz die Bausteine Verkehr und Immobilien einschließen. Es gibt zudem Komplettpakete, die gewerblich und privat Versicherungsschutz bieten.

Versicherte Kosten: Was zahlt die Rechtsschutzversicherung?

Die Kostenerstattung der Rechtsschutzversicherung ist an die von den Versicherungsnehmern gewählten Bausteine gekoppelt. So zahlen die Gesellschaften zum Beispiel Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber nur dann, wenn die Kunden den Berufsrechtsschutz versichert haben.

Abhängig von den versicherten Bausteinen, übernehmen die Versicherer die folgenden Kosten:

  • Gerichtskosten
  • Gerichtsvollzieherkosten
  • Anwaltskosten im Rahmen der gesetzlichen Gebührenordnung
  • Aufwendungen für Zeugen und Sachverständigen
  • Stellung einer Kaution in Form eines zinslosen Darlehens
  • Die Kosten der gegnerischen Seite, wenn der Versicherungsnehmer zur Erstattung verpflichtet ist
  • Entstandene Reisekosten zu einem Gericht, sofern diese einer Notwendigkeit unterliegen

In welcher Höhe die Kosten durch den Versicherer übernommen werden, ist von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden. Im Versicherungsvertrag sowie in den Versicherungsbedingungen können sich Verbraucher über die Erstattungsgrenzen ihres Rechtsschutzversicherers informieren.

Anwaltshonorar im Voraus prüfen lassen

Rechtsschutzversicherer zahlen das Honorar eines Anwalts nur im Rahmen der gesetzlichen Gebührenordnung. Um eine sichere Kostenzusage zu erhalten, ist Verbrauchern angeraten, die Konditionen des Anwalts vor dem Prozess oder der Interessensvertretung von der Gesellschaft prüfen zu lassen.

Tipp: Rechtsschutzversicherer können ihren Kunden einen passenden Anwalt in ihrer Umgebung empfehlen, bei dem sie in der Regel innerhalb kürzester Zeit einen Termin erhalten.

Welche Personen sind abgesichert?

Welche Personen innerhalb eines Vertrages mitversichert sind, hängt davon ab, welchen Tarif die Versicherungsnehmer wählen. Grundsätzlich können sowohl Einzelpersonen als auch ganze Familien abgesichert werden.

  • Singlerechtsschutz: Versicherungsschutz für alleinstehende Personen. Bei manchen Gesellschaften gegen einen geringen Aufpreis erweiterbar für Kinder von Alleinerziehenden und im Haushalt lebende Partner
  • Familienrechtsschutz: Absicherung der Ehepartner sowie Kinder unter 25 Jahren. Unter Umständen sind auch im Haushalt lebende Elternteile mitversicherbar

Kinder sind im Familienrechtsschutz so lange mitversichert, wie diese unverheiratet sind und einer schulischen oder beruflichen Ausbildung nachgehen. Maximal bis zum 25. Lebensjahr. Davon ausgenommen sind die Fahrzeuge der Kinder und Wohnungen, beispielsweise Zweitwohnungen während des Studiums.

Was passiert mit dem Rechtsschutz nach dem Zusammenziehen?

Wenn zwei Privatpersonen zusammenziehen, ist entscheidend, was für ein Tarif besteht. In einer Familienrechtsschutzversicherung ist der Partner im Regelfall mitversichert, sobald er sich in der gemeinsamen Wohnung gemeldet hat.

Besteht ein Singletarif, gibt es zwei Möglichkeiten:

Nur eine Person besitzt eine RS-Versicherung: Der Vertrag sollte erweitert werden, um beiden Personen Versicherungsschutz zu bieten. Für die neue mitversicherte Person gelten die vertraglich vereinbarten Wartezeiten.

Beide Personen besitzen eine RS-Versicherung: Wenn beide bereits einen Rechtsschutz besitzen, besteht eine Doppelversicherung. Sind die vertraglichen Leistungen gleich, kann die Versicherung ohne Berücksichtigung einer Kündigungsfrist aufgehoben werden, die seit kürzerer Zeit besteht. In den älteren Vertrag werden beide Partner eingeschlossen.

Was ist die Selbstbeteiligung bei einer RS-Versicherung?

Durch den Einschluss einer Selbstbeteiligung können Verbraucher die Kosten für ihre Rechtsschutzversicherung senken. Hierfür wählen sie einen Betrag zwischen 150 Euro und 1.000 Euro aus, den sie im Schadensfall selbst bezahlen.

Der Selbstbehalt wird bei jedem Rechtsstreit fällig. Verbraucher können auch eine Versicherung ohne Selbstbeteiligung wählen, allerdings fällt die Versicherungsprämie dann entsprechend höher aus. Ob sich das lohnt, ist davon abhängig, wie häufig die Versicherung in Anspruch genommen wird. Wer von mehreren, regelmäßigen rechtlichen Auseinandersetzungen ausgeht, sollte einen Tarif ohne Selbstbehalt wählen. Wer die Absicherung allerdings nur für den Ernstfall abschließt, spart mit einem Selbstbehalt viel Geld. In den meisten Fällen gleicht die Ersparnis die Selbstbeteiligung nach wenigen Jahren bereits aus.

Welche Selbstbeteiligung ist sinnvoll?

Empfehlenswert ist eine Selbstbeteiligung von 150 Euro. Höhere Summen sind nicht sinnvoll, vor allem, wenn es nur um einen Bagatellfall geht, bei dem der Streitwert sehr niedrig ist.

Verbraucher, denen nur wenig Geld zur Verfügung steht, sollten den Selbstbehalt entsprechend höher wählen. Hierbei gilt: Eine Rechtsschutzversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro ist bei Rechtsstreitigkeiten besser, als keine Absicherung zu besitzen.

Bei manchen Versicherungsgesellschaften sinkt die Selbstbeteiligung im Laufe der Jahre. Nehmen die Kunden ihre Rechtsschutzversicherung nicht in Anspruch, rechnet ihnen das Unternehmen dies an, indem es den Selbstbehalt ohne Mehrbeitrag einmalig herabsetzt. Verbraucher sollten das beim Wechsel ihres Rechtsschutzversicherers beachten, um keine Nachteile beim Abschluss eines Neuvertrages zu haben.

Vorteile eines Rechtsschutzes im Überblick

Schutz vor hohen Anwalts- und Gerichtskosten

Wird ein Fall mit einem Streitwert von 10.000 Euro verloren, können die Gerichts- und Anwaltskosten bereits in der ersten Instanz mehr als 4.100 Euro betragen.

Prozessführung auch gegen finanziell starke Parteien möglich

Parteien mit hohen finanziellen Rücklagen haben keine Vorteile vor Gericht, wenn sie beispielsweise den Prozess kostspielig in die Länge ziehen.

Vermittlung von qualifizierten Fachanwälten

Rechtsschutzversicherer können auf Wunsch kompetente Fachanwälte in der Umgebung empfehlen und zeitnah einen Termin vermitteln.

Kautionsstellung bei Strafverfahren

Vor allem im Ausland kann es bereits bei Unfällen mit leichtem Personenschaden passieren, dass Verbraucher in Haft genommen werden und nur gegen die Stellung einer Strafkaution freikommen. Die Rechtsschutzversicherung stellt ihren Kunden die Kaution zur Verfügung.

Einschätzen der Erfolgschancen noch vor Prozessbeginn

Geschulte Experten schätzen im Voraus ein, inwiefern ein Erfolg im Rechtsstreit vor Gericht zu erwarten ist.

Unterstützung bei außergerichtlicher Einigung

In vielen Fällen ist die außergerichtliche Einigung für beide Parteien von Vorteil, da dadurch Zeit und Kosten eingespart werden.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile eines Rechtsschutzes im Überblick

Junger Mann ärgert sich über die Nachteile einer Versicherung

Unter Umständen hohe Beiträge

Familien zahlen für eine umfangreiche Rechtsschutzversicherung mindestens 300 Euro im Jahr, womit diese im Vergleich deutlich teurer als die meisten Privatversicherungen ist.

Wartezeiten fallen an

Die Rechtsschutzversicherung bietet in vielen Leistungsbereichen keinen sofortigen Schutz, sondern erst nach einer Wartezeit von mindestens drei Monaten.

Einschränkungen bei Leistungen & Kostenübernahme

Kein Rechtsschutzversicherer bietet Schutz gegen alle Eventualitäten. Verbraucher müssen sich vor Vertragsabschluss mit den Leistungsausschlüssen und Einschränkungen bei der Kostenübernahme befassen.

Kostenübernahme nur in Höhe der gesetzl. Gebührenordnung

Verbraucher, die einen Anwalt beauftragen, dessen Honorar höher als die gesetzliche Gebührenordnung ist, müssen für die Differenz selbst aufkommen.

Rechtsschutzversicherung Test: Die besten Tarife

Stiftung Warentest hat 2018 56 Rechtsschutzversicherung getestet. Nur 14 davon erhielten das Urteil „Gut“, drei wurden sogar als „Mangelhaft“ bezeichnet. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, mussten die Gesellschaft weitaus mehr Leistungen anbieten, als den von Stiftung Warentest festgelegten Mindestrechtsschutz. Dazu gehörte beispielsweise:

  • Unterstützung bei Widerspruch gegen Behördenbescheide
  • Verbraucherfreundliche Definitionen der Versicherung
  • Hohe Versicherungssummen bei Familien- und Erbrecht (bis zu 2.500 Euro)

Quelle: Rechts­schutz­versicherung im Test: 14 von 56 Tarifen sind gut

Auch die Ratingagentur Franke und Bornberg führte 2018 eine Prüfung der Gesellschaften durch. Diese unterteilte die Tarife für Familie und Singles, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dabei wird deutlich, dass vor allem „Premium-Tarife“, „XL und Plus Tarife“ sowie Versicherungen mit einem rundum Schutz als Testsieger hervorgehen.

Tarife mit einem Basis- oder Grundschutz bieten dagegen kaum eine ausreichende Absicherung.

Hervorragend schnitten mitunter die folgenden Rechtsschutzversicherungen ab:

  • ADAC Rechtsschutz Premium
  • Advocard 360°-Privat und Einzeltarif
  • Allianz RechtsschutzBest und RechtsschutzPlus
  • Roland Top-Rechtsschutz
  • D.A.S. Premium Rechtsschutz

Quelle: https://www.franke-bornberg.de/ratings/sachversicherung/rechtsschutzversicherung/rs-familie

Wo finden Sie die beste Rechtsschutzversicherung?

Es gibt keinen Versicherungsanbieter, der sich allgemein als „der Beste“ bezeichnen lässt. Jede Gesellschaft hat in puncto Vertragsinhalte, Leistungsumfang, Leistungsausschlüsse, Deckungssummen und Beitragshöhe ihre eigenen Vor- und Nachteile. Manche Personen benötigen einen umfangreichen Schutz im Bereich des Arbeitsrechts, während dieser Baustein bei anderen – Rentnern oder Hausfrauen – gänzlich entfällt.

Für Verbraucher ist es daher wichtig, dass sie für sich selbst die beste Versicherung finden, die individuell auf ihren Bedarf und ihre Lebensumstände angepasst ist.

Um eine bedarfsgerechte Rechtsschutzversicherung zu finden, raten wir dazu, verschiedene Anbieter zu vergleichen. Nutzen Sie dafür unseren Onlinevergleich, mit dem Sie schnell und einfach einen guten Überblick über die auf dem Markt angebotenen Versicherungen erhalten. Berücksichtigen Sie dabei die für Sie relevanten Bausteine (Privat, Beruf, Verkehr, Haus- und Wohnung, Firma) und Ihre Lebensumstände (Singleperson, Lebenspartnerschaft oder Familie).

Wenn Ihnen ein Beitrag zu teuer erscheint, können Sie durch das Festlegen einer höheren Selbstbeteiligung die Prämie verringern. Generell gilt jedoch, dass eine umfangreiche und gute RS-Versicherung einige Euro kostet. Zudem ist ein Familientarif pro Kopf immer günstiger, als ein Single Rechtsschutz.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

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Wie kann ich meine bestehende Rechtsschutzversicherung kündigen?

Versicherungsnehmer, die ihre Rechtsschutzversicherung kündigen möchten, müssen dies schriftlich tun. Spätestens drei Monate vor Vertragsablauf muss die Kündigung beim Versicherer vorliegen. Dies empfiehlt sich per Fax oder Einschreiben, um einen Beleg für das Schreiben zu erhalten.

Eine Kündigung muss Folgendes enthalten:

  • Name und Adresse des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsnummer
  • Kündigungstermin
  • Datum, Ort und Unterschrift des Versicherungsnehmers

Außerordentliches Kündigungsrecht nach Schadensregulierung oder Beitragserhöhung

Erhöht der Versicherer den Beitrag, besteht für die Kunden ein außerordentliches Kündigungsrecht. Sie können innerhalb eines Monats nach Mitteilung der Erhöhung ihren Vertrag kündigen. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht auch dann, wenn die Gesellschaft eine Schadenregulierung vorgenommen hat.

Rechtsschutzversicherer im Überblick

ADAC

ADAC Rechtsschutz

ADAC-Mitglieder profitieren beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung von niedrigeren Beiträgen. Die Versicherung des Autoclubs überzeugt mit einem erweiterten Strafrechtsschutz und einer freien Anwaltswahl. Im Premium-Schutz sind die Versicherungsnehmer im europäischen Ausland bis zu 12 Monaten versichert.

Advocard (Generali, DVAG)

Advocard Rechtsschutz

Die Advocard gilt als einer der führenden Rechtsschutzanbieter. Versicherungsnehmer können sich auf Wunsch kostenlos telefonisch sowie online von einem Anwalt beraten lassen. Mit der vorsorglichen anwaltlichen Beratung können sie sich bis zu einer Summe von maximal 1.000 Euro im Jahr, auch bei Themen beraten lassen, die nicht versichert sind.

Allianz

Allianz Rechtsschutz

Mit der Notfallvorsorge können sich Versicherungsnehmer bei der Erstellung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen beraten lassen. Im BEST-Tarif der Allianz gilt der weltweite Versicherungsschutz für eine unbegrenzte Aufenthaltsdauer. Außerdem kann die Selbstbeteiligung des Vertrages flexibel angepasst werden.

Allrecht

Allrecht Rechtsschutz

Die Allrecht-Rechtsschutzversicherung gilt mit guten Leistungen als preiswert. Die Meinungen der Kunden sind überwiegenden positiv und die Versicherung zeichnet sich durch eine unbegrenzte Deckungssumme aus.

Arag

Arag Rechtsschutz

Die Arag-Rechtsschutzversicherung bietet mit ihrem „Sofort-Rechtsschutz“ die Möglichkeit, Streitigkeiten bis zu 12 Monate rückwirkend abzusichern. Außerdem können Versicherungsnehmer ihren Anwalt frei wählen und sind im Premium-Tarif auch bei Insolvenzverfahren geschützt.

AXA

AXA Rechtsschutz

Die AXA-Rechtsschutzversicherung bietet Absicherung auch bei Auslandsaufenthalten bis zu einem Jahr. Im Rahmen des Berufsrechtsschutzes sind zudem Streitigkeiten versichert, die aufgrund von Mobbing oder Diskriminierung am Arbeitsplatz entstanden sind.

Concordia

Concordia Rechtsschutz

Der Sorglos-Rechtsschutz der Concordia deckt alle wichtigen Bereiche im Leben ab. Er eignet sich für Arbeitnehmer, die in einer Mietswohnung leben oder Eigentum besitzen und am öffentlichen Verkehr teilnehmen. Der Versicherer bietet auch spezielle Tarife für Rentner, zu einem günstigeren Beitrag an.

DAS (Ergo)

DAS Rechtsschutz

Die DAS ist der Rechtsschutzversicherer der Ergo Versicherung. Die Gesellschaft bietet spezielle Tarife für Studenten und Auszubildende, die sich gegen einen geringen Beitrag gegen alle wichtigen Rechtsfälle absichern können. Der Premium-Rechtsschutz der DAS ging 2017 als Testsieger einer Qualitätsbeurteilung von Stiftung Warentest hervor.

Debeka

Debeka Rechtsschutz

Im Bereich des Rechtschutz fällt die Debeka dadurch auf, dass die monatliche Zahlweise ohne Mehrbeitrag möglich ist. Die Gesellschaft bietet für Singles günstige Tarife mit guten Leistungen.

Deurag

Deurag Rechtsschutz

Die Rechtsschutzversicherung der Deurag wurde 2019 vom Deutschen Instituts für Service und Qualität zum Testsieger gewählt. Die Versicherungsnehmer können auf eine freie Anwaltswahl und unbegrenzte Deckungssummen zurückgreifen.

DEVK

DEVK Rechtsschutz

Der Premiumtarif der DEVK hebt sich stark von anderen Anbietern ab. Er beinhaltet die Kostenübernahme bei der Entfernung rufschädigenden Inhalten aus dem Internet, psychologische telefonische Hilfe nach Cybermobbing oder Ärztefehler und Rechtsschutz, wenn private Wohnungen kurzzeitig vermietet werden.

DMB

DMB Rechtsschutz

Bei der DMB besteht für die Kunden Rechtsschutz bei bestimmten Kapitalanlagegeschäften bis zu 20.000 Euro. Außerdem können im Haushalt lebende Eltern, Großeltern und Schwiegereltern mitversichert werden, sofern diese bereits in Rente sind.

HUK

HUK Rechtsschutz

Die HUK-Coburg bietet einen 24-Stunden-Notrufservice sowie einen Schadenfreiheitsbonus, wenn der Rechtsschutz nicht in Anspruch genommen wurde.

LVM

LVM Rechtsschutz

Die LVM bietet ihren Rechtsschutzkunden nicht nur eine telefonische Rechtsberatung, sondern auch per Mail. Mit dem Plus-Tarif können sich Versicherungsnehmer schriftlich über Streitigkeiten und Angelegenheiten informieren, die nicht zu den versicherten Leistungen gehören.

Örag

Örag Rechtsschutz

Der Rechtsschutzversicherung der Örag bietet bei vielen Leistungen eine unbegrenzte Versicherungssumme und eine Strafkaution bis 500.000 Euro. Bei Rechtsstreitigkeiten rund um den Aufhebungsvertrag gilt eine maximale Deckungssumme von 1.000 Euro.

Provinzial (Sparkasse)

Provinzial Rechtsschutz

Die Pronvincial erhielt bereits mehrere Auszeichnungen für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Gesellschaft kooperiert gemeinsam mit der Örag, um den Kunden einen umfangreichen Versicherungsschutz bieten zu können.

Roland

Roland Rechtsschutz

Roland gehört zu den größten Rechtsschutzversicherern am Markt. Im Ausland sind Kunden bis zu einem Jahr versichert. Positiv fällt die Gesellschaft dadurch auf, das bei kleinen Rechtsschutzfällen bis zu 250 Euro keine Selbstbeteiligung fällig wird.

R+V

R+V Rechtsschutz

Die R+V Versicherung bietet einen weltweiten Internetrechtsschutz bis zu einer Versicherungssumme von 300.000 Euro im Comfort-Tarif. Die Absicherung bei Vorsatztaten, Erweiterungen im Familien- und Erbrecht sowie Vorsorgeaufwendungen müssen separat eingeschlossen werden.

VHV

VHV Rechtsschutz

Bei der VHV müssen viele Leistungen wie der Spezial-Strafrechtsschutz, die Mitversicherung von Kapitalanlagestreitigkeiten und Streitfälle bei Ordnungswidrigkeiten separat mitversichert werden. Die Gesellschaft bietet die Möglichkeit, sofern eingeschlossen, Vorsorgedokumente erstellen zu lassen und beim Zentralen Vorsorgeregister zu hinterlegen.

WGV

WGV Rechtsschutz

Der Optimal-Tarif der WGV beinhaltet bis zu 12 Monate weltweiten Versicherungsschutz und in Europa unbegrenzte Deckungssummen. Im Basis-Tarif sind viele Leistungen wie Steuer-, Sozial- und Verwaltungsrecht nicht eingeschlossen.

Welche Vertragslaufzeiten gelten für eine Rechtsschutzversicherung?

Versicherungsverträge sind immer an Laufzeiten gebunden. Grundsätzlich können die Kunden frei wählen, ob ihr Vertrag ein Jahr, drei Jahre oder fünf Jahre läuft. Dabei gilt: Umso länger die Vertragslaufzeit, desto günstiger fällt die Prämie aus.

Während der Vertragslaufzeit kann die Rechtsschutzversicherung nur außerordentlich gekündigt werden. Ein ordentliches Kündigungsrecht besteht erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit. Kündigen die Kunden nicht fristgemäß drei Monate vor Ablauf, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.

Ausnahme bei Verträgen mit fünfjähriger Laufzeit

Rechtsschutzversicherungen, die mit einer Laufzeit von fünf Jahren oder mehr abgeschlossen wurden, dürfen nach drei Jahren gekündigt werden. Gesetzlich geregelt wir dies unter § 11 Absatz 4 des Versicherungsvertragsgesetzes:

„(4) Ein Versicherungsvertrag, der für die Dauer von mehr als drei Jahren geschlossen worden ist, kann vom Versicherungsnehmer zum Schluss des dritten oder jedes darauffolgenden Jahres unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten gekündigt werden.“

Versicherungsbei­träge, Leis­tun­gen & Scha­den-Kos­ten-Quo­ten

Jahr Beiträge Leistungen Schaden-Kosten-Quote
2014 3.486 Mio. EUR 2.600 Mio. EUR 102,4 %
2015 3.621 Mio. EUR 2.652 Mio. EUR 100,0 %
2016 3.828 Mio. EUR 2.792 Mio. EUR 100,2 %
2017 3.981 Mio. EUR 2.738 Mio. EUR 97,8 %

Quelle: www.GDV.de

Wie viele Deutsche haben einen Rechtsschutz?

Statistiken zeigen, dass die Zahl der Rechtsschutzverträge von 1990 bis 2017 stark zugenommen hat. 2017 verzeichneten die deutschen Gesellschaften einen Vertragsbestand von 22 Millionen Stück. Zurückführen lässt sich die Zunahme auf die gestiegene Notwendigkeit einer Absicherung.

Heutzutage sind die Menschen deutlich schneller bereit, einen Fall vor Gericht auszuhandeln, als noch vor 20 bis 30 Jahren. Die Gesetzlage hat sich zudem in den letzten Jahrzehnten stark verschärft.

Mio
Versicherungsverträge in Deutschland

Rechtsschutzversicherung Schaden melden

Schritt 1: Schaden dokumentieren

Umso mehr Informationen der Rechtsschutzversicherung vorliegen, desto genauer kann sie den Fall bewerten. Denn um eine Deckungszusage als Kläger zu erhalten, muss für die Gesellschaft eine Erfolgsaussicht bestehen.

Schritt 2: Nicht überstürzt handeln

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb eine Versicherungsgesellschaft die Übernahme eines Versicherungsfalles ablehnt. Es kann sich um Leistungsausschlüsse handeln oder die Gesellschaft erkennt keine Erfolgsaussichten. In diesem Fall bleibt der Kunde auf den Kosten sitzen. Verbraucher sollten nichts im Rechtsstreit unternehmen, bis sie eine Deckungszusage von der Versicherung erhalten haben.

Schritt 3: Kontakt mit Versicherer aufnehmen

Auf dem Versicherungsschein oder im Internet findet sich die Schadens-Hotline des Versicherers. Die Mitarbeiter am Telefon können die ersten Informationen zum Rechtsstreit aufnehmen und den Versicherungsnehmern bei Bedarf einen Fachanwalt empfehlen oder sie telefonisch mit einem verbinden.

Verbraucher, die einen eigenen Anwalt beauftragen, müssen abklären, ob dieser nach der gesetzlichen Gebührenordnung abrechnet.

Schritt 4: Schadensmeldung ausfüllen

Mit einem Meldebogen zur Schadensmeldung wird der Rechtsstreit genau geschildert. Die Versicherung benötigt möglichst detaillierte Informationen zum Hergang und zur gegnerischen Partei. Auf diese Weise kann die Gesellschaft die Erfolgsaussichten abschätzen.

Schritt 5: Auf Rückfragen warten

Wenn alle Unterlagen vorliegen, müssen die Kunden auf Prüfung des Verfahrens und eventuelle Rückfragen seitens des Versicherers warten. Sollten während dieser Zeit Schreiben vom Gericht mit Fristen eingehen, sollten die Verbraucher die entsprechenden Maßnahmen treffen. Im Regelfall können sie im Nachhinein noch Einspruch einlegen oder zurückziehen.

Versicherung Schaden melden

Lehnt die Versicherungsgesellschaft die Übernahme der Kosten eines Rechtsstreits ab, können die Kunden in der Regel die Einschaltung eines Schiedsgutachterverfahrens beantragen. Dieser prüft, inwiefern die Entscheidung der Versicherung rechtmäßig ist.

Rechtsschutzversicherung - Worauf achten?

Eine Rechtsschutzversicherung muss immer individuell angepasst sein. Daher ist nicht immer die Versicherung mit dem umfangreichsten Versicherungsschutz die beste, da es schnell zu einer Überversicherung kommen kann. Ist dies der Fall, zahlen die Kunden unnötig Geld. Um im Schadensfall jedoch bestmöglich abgesichert zu sein, ist auch eine Unterversicherung zu vermeiden.

Vor dem Versicherungsabschluss sollten Sie folgendes beachten:

Mann hält ein aufgeklapptes Notebook über seinen Kopf um damit den Versicherungsschutz zu präsentieren

Ausschlüssen prüfen

Zu den regulären Ausschlüssen bei einer Rechtsschutzversicherung gehören beispielsweise vorsätzliche Straftaten, Streitigkeiten mit dem Versicherer oder zwischen gemeinsam versicherten Personen und Klagen vor internationalen Gerichtshöfen oder dem Verfassungsgericht. Prüfen Sie dennoch vor Vertragsabschluss, ob die Gesellschaft weitere, von den Allgemeinen Versicherungsbedingungen abweichende Ausschlüsse in ihren Verträgen hinterlegt hat.

Versicherungssummen prüfen

Abhängig vom gewählten Anbieter können die Versicherungssummen stark variieren. Achten Sie daher darauf, dass …

  • die Deckungssummen in unbegrenzter Höhe sind,
  • wenn eine Begrenzung vorliegt, der Betrag möglichst hoch ist

Hinweis: Der Versicherungssummen gelten pro Rechtsfall. Wenn mehrere Verfahren zu einem Rechtsstreit vorliegen, werden die Kosten aller Verfahren addiert.

Absicherung von Straftaten

Manche Gesellschaften schließen die Übernahme der Kosten bereits im Voraus aus, wenn den Versicherungsnehmern eine Straftat vorgeworfen wird. Dabei kann es sich auch um kleinere Delikte handeln. Grundsätzliche sollte Ihre Versicherung Ihnen auch bei grober Fahrlässigkeit Schutz bieten.

Hinweis: Wenn es zu einer Verurteilung mit Vorsatz kommt, müssen Sie die Kosten immer selbst tragen.

Mediation / Außergerichtliche Einigung einschließen

In vielen Fällen lassen sich Rechtsstreitigkeiten im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung lösen. Die Versicherung sollte die Kosten für eine Mediation übernehmen. Achten Sie auf die Höhe der Versicherungssumme, bestenfalls ist diese sowohl in der Summe als auch zeitlich unbegrenzt.

Einschluss der Folgeereignistheorie

Im Rahmen der Folgeereignistheorie sind auch Rechtsfälle versichert, deren Ursprung vor Vertragsabschluss liegt (Fahrradkauf), der Schaden allerdings erst während der Vertragslaufzeit eintrat (Unfall aufgrund eines Materialfehlers).

Schadenfreiheitsbonus

Mit einem Schadenfreiheitsbonus sinkt die Selbstbeteiligung der Versicherungsnehmer, wenn diese über einen bestimmten Zeitraum keinen Schaden gemeldet haben. Manche Gesellschaften bieten das Bonussystem auch in Form von Nachlässen auf die Beiträge.

Kostenlose telefonische Rechtsberatung und Erstberatung

Sowohl die kostenlose telefonische Rechtsberatung als auch eine einmalige Erstberatung ermöglichen es, sich von einem Anwalt beraten zu lassen, auch wenn noch kein Streitfall vorliegt oder dieser nicht versichert ist.

Verfügungen und Vorsorge

Manche Gesellschaften zahlen einen pauschalen Betrag, wenn ihre Kunden mit einem Anwalt eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung oder auch ein Testament aufsetzen.

Wartezeit bei Versichererwechsel

Stellen Sie bei einem Wechsel der Gesellschaft sicher, dass in Ihrer Police der Vorversicherer festgehalten ist und für bereits versicherte Bausteine keine Wartezeit gilt.

Vereinbarung des Stichentscheids

Aufgrund von mangelhaften oder fehlenden Erfolgsaussichten, können die Versicherer einen Rechtsfall ablehnen. Achten Sie deshalb darauf, dass der Stichentscheid in den Bedingungen vereinbart ist: Bei einer Ablehnung kann der Fall im Rahmen eines Schiedsgutachterverfahrens erneut geprüft werden. Das Ergebnis ist für die Gesellschaft bindend.

Einschluss des Widerspruchsverfahrens im Sozial-, Steuer- und Verwaltungsrecht

Wenn der Einschluss des Widerspruchsverfahrens nicht vorliegt, übernehmen Versicherer die Anwalts- und Prozesskosten erst dann, wenn ein Fall im Sozial-, Steuer- und Verwaltungsrecht vor Gericht ist. Durch den Einschluss dieser Klausel können Sie es vermeiden, dass der Rechtsstreit vor Gericht geht, indem Sie einen Anwalt mit dem Widerspruch und der Einigung betrauen.

Rechtsschutzversicherung Kosten - Damit sollten Sie rechnen

Die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung sind von verschiedenen Faktoren abhängig und unterscheiden sich stark von dem jeweiligen Bedarf wie auch den Leistungen des Versicherers. Bei der Beitragsberechnung spielen die folgenden Kriterien eine Rolle:

  • Leistungsumfang (Versicherungsbausteine)
  • Tarif (Anzahl der versicherten Personen)
  • Höhe der Deckungssummen
  • Vertragslaufzeit
  • Vereinbarter Selbstbehalt
  • Zahlweise

Hinweis: Manche Personengruppen, beispielsweise Auszubildende und Studenten, Rentner und Beamte können Nachlässe von bis zu 15 Prozent erhalten.

Kosten sparen mit jährlicher Zahlweise

Verbraucher sollten eine jährliche Zahlweise ihrer Versicherungen vereinbaren, um Kosten zu sparen. Die meisten Gesellschaften erheben einen Mehrbeitrag von fünf, zehn oder 15 Prozent, wenn die Kunden halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich bezahlen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Das Thema der Versicherung gegen Rechtsstreitigkeiten in Deutschland ist sehr komplex und vielfältig, weshalb wir im Folgenden grundlegende Fragen und Antworten in diesem Bereich diskutieren.

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