
Das Wichtigste in Kürze
- Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung für die Bestattung.
- Sie zahlt im Todesfall eine vereinbarte feste Summe an die Angehörigen.
- Der Abschluss ist meist auch im höheren Alter und ohne strenge Prüfung möglich.
- In den ersten Jahren gilt oft eine Wartezeit.
Sterbegeldversicherungen im Vergleich: den Tarif finden
Gerade ältere Menschen schätzen die Sterbegeldversicherung, weil sie sich ohne große Hürden noch zu Lebzeiten abschließen lässt. Beim Sterbegeldversicherung Vergleich zählen Wartezeit, Gesundheitsfragen und das Verhältnis von Beiträgen zur Leistung.

Achten Sie beim Sterbegeldversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:
| Vergleichskriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Versicherungssumme | an den Bestattungskosten ausrichten (5.000–10.000 €) |
| Gesundheitsprüfung | ohne oder mit wenigen Fragen |
| Wartezeit | meist 6–36 Monate, bei Unfalltod oft entfallend |
| Beitragszahlungsdauer | bis Endalter oder lebenslang |
| Beitrag-Leistungs-Verhältnis | eingezahlte Beiträge vs. Summe |
Wichtig ist beim Sterbegeldversicherung Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.
Auf die Wartezeit achten
Die Sterbegeldversicherung punktet mit einfachem Zugang auch im Alter – dafür gibt es meist eine Wartezeit von ein bis drei Jahren, in der bei Tod durch Krankheit nur die Beiträge zurückfließen. Vergleichen Sie genau, ab wann die volle Summe gezahlt wird und ob bei jahrzehntelanger Zahlung am Ende mehr eingezahlt wird, als ausgezahlt wird.
Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, deren Leistung zweckgebunden für die Bestattung gedacht ist. Im Todesfall erhält der Begünstigte eine vereinbarte Summe – meist zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Da das gesetzliche Sterbegeld 2004 abgeschafft wurde, schließt sie die Lücke und sorgt dafür, dass Angehörige die Kosten nicht selbst tragen müssen.
Wie funktioniert eine Sterbegeldversicherung?
Das Prinzip ist einfach: Der Versicherungsnehmer schließt zu Lebzeiten einen Vertrag ab und zahlt einen festen monatlichen Beitrag. Im Gegenzug garantiert der Versicherer eine vereinbarte Versicherungssumme, die im Todesfall fällig wird. Verstirbt die versicherte Person, meldet der Bezugsberechtigte den Sterbefall, reicht die Sterbeurkunde ein und erhält die Auszahlung – in der Regel innerhalb weniger Tage und steuerfrei.
Anders als bei einem Sparplan steht die volle Summe damit sofort nach dem Vertragsabschluss (nach Ablauf der Wartezeit) zur Verfügung – unabhängig davon, wie lange Sie bereits eingezahlt haben. Genau das unterscheidet die Sterbeversicherung vom reinen Ansparen: Wer früh verstirbt, hat trotz geringer Einzahlungen Anspruch auf die volle vereinbarte Versicherungssumme.
Wartezeit und Gesundheitsfragen
Typisch für die Sterbegeldversicherung ist der erleichterte Zugang: Viele Tarife verzichten auf eine Gesundheitsprüfung oder stellen nur wenige Fragen. Im Gegenzug gilt meist eine Wartezeit von ein bis drei Jahren. Stirbt die versicherte Person in dieser Zeit durch Krankheit, werden in der Regel nur die eingezahlten Beiträge erstattet; bei Unfalltod zahlt der Versicherer oft sofort die volle Summe.
Beiträge im Blick behalten
Bei sehr langer Beitragszahlung kann die Summe der Beiträge die Versicherungssumme übersteigen. Achten Sie auf eine begrenzte Zahldauer und ein faires Beitrag-Leistungs-Verhältnis.
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Für wen ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?
Die Sterbegeldversicherung eignet sich vor allem für ältere Menschen, die andere Wege nicht mehr offen haben, und für alle, die lieber monatlich in kleinen Raten als auf einmal vorsorgen. Wer sofort über das volle Kapital verfügen kann und keine Gesundheitshürden hat, fährt mit einem Treuhandkonto oft günstiger.
Vorteile
- Auch im Alter abschließbar
- Kleine monatliche Beiträge
- Feste, planbare Summe
Nachteile
- Wartezeit von 1–3 Jahren
- Beiträge können Summe übersteigen
- Geringere Rendite
Was kostet eine Bestattung und die Sterbegeldversicherung?
Der Beitrag hängt von Eintrittsalter, Versicherungssumme und Zahldauer ab. Für eine 6.000-Euro-Summe zahlen ältere Versicherte oft 20 bis 40 Euro im Monat. Je früher der Abschluss, desto günstiger.
Was kostet eine Bestattung? Die einzelnen Posten
Wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, hängt von den erwarteten Kosten für die Bestattung ab. Eine Beerdigung in Deutschland kostet schnell mehrere tausend Euro – die folgende Übersicht zeigt die typischen Beerdigungskosten im Detail:
| Kostenposten | typische Spanne |
|---|---|
| Bestatter (Sarg/Urne, Überführung, Aufbahrung) | 1.500–4.000 € |
| Friedhofsgebühren & Grabstelle | 1.000–3.500 € |
| Grabstein & Einfassung | 1.000–4.000 € |
| Trauerfeier (Redner, Blumen, Musik) | 1.000–3.000 € |
| Grabpflege (über mehrere Jahre) | 500–3.000 € |
| Sonstiges (Traueranzeige, Urkunden) | 200–800 € |
| Gesamt | ca. 6.000–12.000 € |
Die Spanne ist groß, weil eine anonyme Urnenbestattung deutlich günstiger ausfällt als ein klassisches Erdgrab mit aufwendiger Trauerfeier und langer Grabpflege. Wer die vereinbarte Versicherungssumme an diesen Posten ausrichtet, stellt sicher, dass die Hinterbliebenen die Beerdigungskosten vollständig decken können und nichts aus eigener Tasche zuzahlen müssen.
Wartezeit und Staffelung im Detail
In der Wartezeit (meist 1–3 Jahre) zahlt der Versicherer bei Tod durch Krankheit nur die eingezahlten Beiträge, oft mit Zins. Manche Tarife staffeln die Leistung: Im ersten Jahr ein Teil, danach steigend bis zur vollen Summe. Bei Unfalltod wird dagegen meist sofort die volle Summe fällig. Diese Details gehören in jeden Vergleich.
Bezugsberechtigung festlegen
Legen Sie fest, wer die Summe erhält. Sinnvoll ist ein Bezugsberechtigter, der die Bestattung organisiert, oder die Abtretung an ein Bestattungsunternehmen. So fließt das Geld zweckgebunden und schnell, ohne auf den Erbschein warten zu müssen. Prüfen Sie die Bezugsrechtsregelung regelmäßig, etwa nach familiären Veränderungen.
Sterbegeld, Risikoleben oder Treuhand?
Drei Wege sichern Bestattungskosten: Die Sterbegeldversicherung ist auch im Alter abschließbar, aber renditeschwach. Eine Risikolebensversicherung ist günstig, läuft aber befristet und endet vor dem typischen Sterbealter. Das Treuhandkonto setzt vorhandenes Kapital sofort ein. Welcher Weg passt, hängt von Alter, Gesundheit und Vermögen ab.
| Sterbegeldversicherung | Risikolebensversicherung | Treuhandkonto / Ansparen | |
|---|---|---|---|
| Abschluss im Alter | auch mit 80 Jahren möglich | nur bis ca. 65–75 | jederzeit |
| Gesundheitsprüfung | keine oder wenige Fragen | umfangreich | keine |
| Leistung im Todesfall | volle Summe (nach Wartezeit) | volle Summe befristet | nur das bereits angesparte Kapital |
| Rendite | gering | — | je nach Anlage |
| Geeignet für | Ältere ohne Erspartes | Familien mit Schulden | Vermögende, Gesunde |
Eine echte Alternative zur Sterbegeldversicherung ist für jüngere, gesunde Menschen mit Rücklagen oft das Ansparen auf einem zweckgebundenen Konto oder ein Treuhandvertrag beim Bestatter. Für ältere Menschen ohne große Rücklagen bleibt die Sterbegeldversicherung dagegen meist der einfachste Weg, weil das Kapital nach dem Tod sofort und unabhängig vom Erben zur Verfügung steht.
Sterbegeldversicherung und das Sozialamt
Reicht das Vermögen für die Bestattung nicht und springen keine zahlungspflichtigen Erben ein, übernimmt das Sozialamt eine einfache „Sozialbestattung“ – allerdings nur das absolut Notwendige, ohne Trauerfeier oder Grabstein. Eine eigene Vorsorge erspart den Hinterbliebenen diesen Weg. Gut zu wissen: Eine angemessene Sterbegeldversicherung zählt in der Regel zum geschützten Schonvermögen und muss bei Bezug von Sozialleistungen nicht aufgelöst werden – das Geld bleibt also der Bestattung vorbehalten.
Worauf gute Tarife achten – Hinweise von Verbraucherschützern
Verbraucherschützer und die Stiftung Warentest weisen regelmäßig darauf hin, dass sich Sterbegeldversicherungen rein rechnerisch nicht immer lohnen, weil bei langer Laufzeit die Beiträge die Leistung übersteigen können. Wer dennoch eine abschließt, sollte laut den Testern auf eine begrenzte Beitragszahlungsdauer, eine kurze Wartezeit und ein faires Verhältnis von Beitrag und Summe achten. Genau hier unterscheiden sich die Tarife der Versicherern erheblich – ein Vergleich mehrerer Anbieter ist deshalb Pflicht.
Beitragszahlung bis Endalter oder lebenslang
Bei der Sterbegeldversicherung gibt es zwei Modelle: Beitragszahlung bis zu einem Endalter (etwa 85) oder lebenslange Zahlung. Beim Endalter-Modell sind Sie ab einem bestimmten Alter beitragsfrei, der Schutz bleibt bestehen – das ist meist die bessere Wahl.
Bei lebenslanger Zahlung besteht das Risiko, dass Sie bei sehr langem Leben in der Summe mehr einzahlen, als später ausgezahlt wird. Achten Sie deshalb im Vergleich auf eine begrenzte Beitragsdauer und rechnen Sie das Beitrag-Leistungs-Verhältnis über die voraussichtliche Laufzeit durch.
Für wen sich Sterbegeld nicht lohnt
Die Sterbegeldversicherung ist kein Renditeprodukt: Wer jung und gesund ist und über vorhandenes Vermögen verfügt, fährt mit einem zinsbringenden Sparkonto oder einem Treuhandkonto oft besser, weil dort das volle Kapital sofort wirkt und mehr erwirtschaftet.
Ihren Wert entfaltet die Sterbegeldversicherung vor allem für ältere Menschen ohne großes Erspartes und für alle, die in kleinen Raten vorsorgen möchten, ohne eine größere Summe binden zu können. Wer rein nach Rendite entscheidet, sollte die Alternativen nüchtern gegenüberstellen.
Bestattungskosten: Angehörige finanziell entlasten

Eine Sterbegeldversicherung soll die Hinterbliebenen finanziell entlasten, wenn es um die Bestattung geht. Eine Beerdigung in Deutschland kostet oft zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Im Todesfall zahlen die Versicherer die vereinbarte Summe steuerfrei an die Bezugsberechtigten, sodass Ihre Angehörigen die Bestattungskosten nicht aus eigener Tasche tragen müssen.
So bleibt den Hinterbliebenen die finanzielle Sorge in einer ohnehin schweren Zeit erspart. Wer eine Sterbegeldversicherung abschließen will, sollte die Versicherungssumme an den geplanten Bestattungskosten ausrichten und einen Vertrag mit kurzer Wartezeit wählen. Mehrere Sterbegeldversicherungen im Vergleich helfen, einen fairen Beitrag zu finden, um die Angehörigen zu entlasten.
Kosten im Blick: Was eine Beerdigung je nach Bestattungsart kostet, schätzt unser interaktiver Bestattungskosten-Rechner – inklusive Preis-Entwicklung.
Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung
Was zahlt die Sterbegeldversicherung?
Gibt es eine Gesundheitsprüfung?
Wie lange ist die Wartezeit?
Für wen lohnt sich die Sterbegeldversicherung?
Was kostet eine Sterbegeldversicherung?
Ist sie vor dem Sozialamt geschützt?
Für wen ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?
Auch interessant: Sterbegeldversicherung im Test.
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