Schützen Sie Ihr Haus mit einer Gebäudeversicherung

Übernahme der Instandsetzungskosten

Schutz bei Schäden durch Feuer, Unwetter, etc.

Zusätzlicher Schutz vor Elementarschäden möglich

So zufrieden sind unsere Nutzer

 

Bewertungen zu versicherungsriese.de

Was können Sie von uns erwarten?

Unser Versprechen an Sie

Als unabhängiger Versicherungsvermittler beraten wir Sie in allen Versicherungsangelegenheiten neutral und faktenbasiert. Bei uns finden Sie aktuelle Vergleiche zahlreicherer Versicherer. Hier erfahren Sie nicht nur, welche Versicherung am günstigsten ist. Wir zeigen Ihnen außerdem, welcher Versicherungsschutz am besten zu Ihnen passt. Zudem informieren wir Sie in unserem Versicherungsratgeber über Zusatz- und Sonderversicherungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Möchten Sie wissen, welche Gebäudeversicherung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat?

 

Pfeil zum Versicherungsvergleich

Die Gebäudeversicherung im Überblick

Versicherungsriese zeigt auf ein informatives Diagramm.

Feuer

Basisschutz

Blitzschlag

Basisschutz

Sturm & Hagel

Basisschutz

Elementarschäden

Zusatzschutz

Photovoltaik & Co.

Zusatzschutz

Glasbruch

Zusatzschutz

Explosion & Implosion

Basisschutz

Leitungswasser

Basisschutz

Was ist eine Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung sorgt für finanzielle Sicherheit von Gebäudebesitzern gegenüber Beschädigungen aller Art. Grundsäztlich empfiehlt sich das Absichern von verschiedenen Risiken für jeden Eigentümer von Wohngebäuden oder anderen Gebäudetypen.

Die Gebäudeversicherung übernimmt die Kosten für Schäden am Gebäude. Für Schäden an Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Haushaltsgeräten muss eine Hausratversicherung abgeschlossen werden.

Mit einer Gebäudeversicherung lassen sich die Risiken absichern, die das Gebäude schädigen können. Dazu gehören Sturm, Feuer, Hagel oder Schäden durch Wasserrohrbrüche. Der Erwerb einer Immobilie stellt eine umfangreiche Investition dar. Entsprechend macht es Sinn, diese Geldanlage durch eine Versicherung zu schützen. Sollte das Gebäude einen Schaden erleiden, so sorgt die Versicherung dafür, dass die Reparatur- oder Wiederherstellungskosten übernommen werden.

Glossar: Wichtige Begriffe zum Thema

Unterversicherung

Eine Unterversicherung tritt dann ein, wenn die Deckungssumme dem Wert des Gebäudes nicht entspricht.

Neubauwert

Diese Angabe entspricht dem Geldbetrag, der für den Neubau eines gleichwertigen Gebäudes notwendig wäre.

Verkehrswert

Mit diesem Wert lässt sich der zu erwartende Verkaufswert eines Hauses ausdrücken. Der Verkehrswert hängt stark von der Wohnlage und der Infrastruktur einer Gemeinde ab.

Entschädigungsgrenze

Unter einer Entschädigungsgrenze versteht man den Höchstbetrag, den eine Versicherungsgesellschaft im Schadensfall bereit ist zu zahlen.

Wertermittlung

Der Wertermittlung einer Immobilie liegen verschiedene Richtwerte zugrunde. Dazu gehört der Wert 1914 sowie der Baupreisindex.

Gleitender Neuwertfaktor

Dieser Wert verhindert zuverlässig eine Unterversicherung. Er berücksichtigt sowohl den Baupreisindex als auch die Lohnentwicklung in der Baubranche. Der gleitende Neuwertfaktor sorgt für die Anpassung der Versicherungsprämie und damit auch der Deckungssumme.

Wer braucht eine Gebäudeversicherung?

Die Antwort der Verbraucherzentrale ist klar: Auf eine Gebäudeversicherung sollte kein Hausbesitzer verzichten! Im Endeffekt geht es um den Schutz des eigenen Vermögens. Immerhin gehört das Eigenheim zu den hochwertigen Vermögensanlagen. Sobald es durch einen unerwarteten Unglücksfall Schaden nimmt, fallen hohe Kosten an. Nur selten sind Eigentümer in der Lage, teure Reparaturen ohne zusätzliche Geldmittel spontan zu finanzieren. Deshalb schützt diese Versicherung jeden Hauseigentümer im Ernstfall vor dem finanziellen Ruin.

Achten Sie darauf, welche Risiken Ihre Gebäudeversicherung übernimmt. Normalerweise müssen Elementarschäden gesondert in die Police aufgenommen werden. Dabei hängt es davon ab, welche Risiken ein bestimmtes Wohngebiet birgt. Steht Ihr Wohngebäude beispielsweise in einem Überschwemmungsgebiet, wird dieses Risiko entweder nicht übernommen oder die Kosten der Versicherung steigen erheblich.

Bereits vor dem Erwerb einer Immobilie sollte klar sein, dass es ohne die entsprechende Versicherung nicht geht. Dies sehen auch Darlehensgeber so. Geldinstitute verlangen für die Genehmigung eines Darlehens von zukünftigen Eigentümern zwingend den Abschluss einer Versicherung des Gebäudes.

Schadenshäufigkeit & Schadenshöhe je Gefahr

Gefahr Anzahl der Schäden Leistungen Schadendurchschnitt
Feuer 200.000 1.040 Mio. EUR 5.038 EUR
Leitungswasser 1.140.000 2.760 Mio. EUR 2.408 EUR
Sturm & Hagel 850.000 1.110 Mio. EUR 1.315 EUR
Elementarschäden 40.000 160 Mio. EUR 3.830 EUR
Gesamt 2.310.000 5.208 Mio. EUR 2.255 EUR

Stand: Datensatz aus 2017 | Quelle: www.GDV.de

Ab wann braucht man eine Gebäudeversicherung?

Ab wann wird eine Gebäudeversicherung benötigt

Der Gesetzgeber verpflichtet niemanden zur Versicherung seines Wohneigentums. Demzufolge ist der Abschluss einer Gebäudeversicherung freiwillig. Zum Schutz der eigenen Vermögenswerte sollte die Wahl einer geeigneten Wohngebäudeversicherung zu den ersten Tätigkeiten, die mit dem Erwerb einer eigenen Immobilie einhergehen, gehören.

Häufig nehmen Hauskäufer ein Darlehen in Anspruch, um das neue Wohneigentum zu finanzieren. In diesem Fall redet der Geldgeber mit. Denn er benötigt eine Sicherheit dafür, dass das geliehene Geld mit allen anfallenden Kosten an ihn zurückgezahlt wird. Demzufolge stellt die Versicherung des Gebäudes einen Teil der Sicherheiten dar, die Banken oder andere Kreditgeber verlangen, um eine Hypothek oder ein Darlehen zu gewähren. Insofern brauchen Hausbesitzer eine derartige Versicherung sobald ein Geldgeber ins Spiel kommt.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in verschiedenen Teilen Deutschlands eine Versicherungspflicht gegen Feuer. Diese Pflichtversicherung diente der Durchsetzung bestimmter Standards zur Verhinderung von Feuer. Erst 1994 hoben die entsprechenden Bundesländer die Verpflichtung zur Absicherung von Wohngebäuden wieder auf. Dies geschah im Rahmen der Anpassung an Regelung des Binnenmarktes der Europäischen Union. Aber auch die Öffnung des gesamten Marktes für Versicherungen trug ihren Teil zu der Abschaffung der Versicherungspflicht bei.

Vorteile einer Hausversicherung im Überblick

Wiederherstellung unvorhergesehener Schäden

Die Kosten für am Gebäudemantel entstehende Schäden sind hoch und selten aus der Haushaltskasse zu bezahlen. Der Versicherer übernimmt die Ausgaben für die Wiederherstellung des Gebäudes.

Finanzielle Absicherung

Im Ernstfall können Schäden an der Bausubstanz für den Eigentümer existenzbedrohend sein. Hier rettet die Versicherung Geschädigte vor dem finanziellen Ruin.

Nebengebäude sind mitversichert

Die Gebäudeversicherung schließt im Versicherungsvertrag benannte Nebengebäude und Anbauten ein, sofern diese in der Flächenberechnung berücksichtigt sind.

Versicherung für Einbauelemente

Teure Einbauten wie zum Beispiel eine Küche, elektrische Rollläden oder eine Sauna sind im Leistungsumfang eingeschlossen.

Absicherung für den Rohbau

Im Bau befindliche Gebäude lassen sich bereits durch eine Feuer-Rohbau-Versicherung absichern. Mit dem Einzug wird diese automatisch in eine Wohngebäudeversicherung umgewandelt.

Rabatte für Neubauten

Viele Versicherungen bieten für Neubauten und junge Immobilien günstigere Tarife an. Sogenannte Neubaurabatte. Die zu zahlenden Kosten gleichen sich im Laufe der Zeit schrittweise den regulären Beiträgen an.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile einer Hausversicherung im Überblick

Junger Mann ärgert sich über die Nachteile einer Versicherung

Detailreiche Versicherung

Die Gebäudeversicherung muss im Ernstfall hohe Beträge zur Verfügung stellen. Entsprechend detailliert gestalten sich die Versicherungsverträge. Hier ist Fachkompetenz und Genauigkeit beim Abschluss gefragt.

Ausschlüsse im Kleingedruckten

Versicherer wissen, wo Gebäude zusätzlich teuer werden. Entsprechend versuchen sie, bestimmte Leistungen im Vertrag auszuschließen. Beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung ist das Kleingedruckte unbedingt durchzulesen!

Billige Reparaturarbeiten

Der Versicherte sollte sich nicht auf die Sachverständigen der Versicherung verlassen. Einsparungen in einem teuren Geschäft sind hier nicht selten die Triebfeder für das Handeln. Holen Sie Vergleichsangebote ein und überwachen Sie die Reparaturarbeiten.

Elementarschäden sind nicht automatisch eingeschlossen

Schäden am Haus, die durch Wetterphänomene verursacht werden, müssen zusätzlich im Rahmen der Gebäudeversicherung abgesichert werden. Die Beiträge sind hier regional sehr unterschiedlich.

steigende Prämien mit zunehmender Laufzeit

Bei vielen Versicherungen sinken die Beiträge, wenn der Versicherte Schadenfreiheit vorweisen kann. Die Gebäudeversicherung befürchtet mit zunehmendem Alter einer Immobilie höhere Schäden. Entsprechende steigen die Beiträge oft unkontrolliert an.

Veränderungen sind meldepflichtig

Alle baulichen Veränderungen, die den Wert einer Immobilie erhöhen müssen der Versicherung unverzüglich mitgeteilt werden. Ansonsten sind entstehende Schäden nicht mitversichert.

Die Leistungen einer Wohngebäudeversicherung

Vor dem Abschluss einer Versicherung muss klar sein, für welche Schäden diese aufkommt. Grundsätzlich liegt es im Interesse des Eigentümers, dass die Versicherung möglichst viele Risiken abdeckt. Allerdings unterscheiden sich die Leistungen der einzelnen Anbieter in Einzelheiten. Dennoch gibt es einen Konsens, der die Leistungen der Gebäudeversicherung umreist.

Die Versicherung für Schäden an Gebäuden zahlt bei:

  • Feuer
  • Überspannung durch Blitzeinschlag
  • Explosion und Implosion
  • Hagel
  • Wasserschaden durch Rohrbrüche (auch Frostschäden)
  • Schäden durch Leitungswasser, das bestimmungswidrig austritt
  • Sturmschäden ab Windstärke 8 (62 Kilometer pro Stunde)

Diese grundsätzlichen Schäden bieten die meisten Versicherungen an. Möglicherweise müssen die Versicherungsnehmer aus verschiedenen Bausteinen wählen. Weitere Bausteine einer Versicherung stellen sogenannte Elementarschäden dar. Kaum eine Immobilienversicherung bietet eine Elementarversicherung in der Basis-Versicherung an. Denn die Absicherung vor Elementarschäden stellt für Versicherungsunternehmen ein besonderes Risiko dar.

Elementarschäden entstehen durch den Einfluss von Naturgewalten. Deshalb bestehen regional sehr große Unterschiede. Besondere Risiko-Gebiete sind durch Hochwasser gefährdete Wohngebiete oder von Erdrutschen oder Schneemassen bedrohte Gemeinden. Darum legen die Versicherungsgesellschaften der Gefahrenstufe entsprechende Preise für Elementarschäden fest.

Zu den Elementarschäden zählen:

  • Erdrutsch und Erdbeben
  • Erdsenkung
  • Lawinen und Schneedruck
  • Überschwemmung

Weitere Versicherungsmodule können sein:

  • Glasbruch
  • Photovoltaik- und Solaranlagen

Was ist versichert?

Der Abschluss einer Versicherung zum Schutz der eigenen Immobilie ist für Hauseigentümer essentiell. Aus diesem Grund schließt eine Gebäudeversicherung nicht nur das Hauptgebäude eines Grundstücks ein. Zwar gehören bewegliche Gegenstände nicht in das Leistungsportfolio der Wohngebäudeversicherung. Dafür umfasst sie die komplette Hülle eines Hauses und zusätzlich fest verbaute Vermögenswerte. Auch Nebengebäude, die sich auf dem gleichen Grundstück befinden schließt die hochwertige Versicherung normalerweise mit ein.

Überblick über die Leistungen der Gebäudeversicherung:

  • Hauptgebäude
  • auf dem gleichen Grundstück befindliche Nebengebäude
  • feste Anbauten
  • Einbauten

Zu den Nebengebäuden zählen beispielsweise Carport, Garage oder Geräteschuppen. Sie sind allerdings nicht automatisch in der Versicherung enthalten. Sie müssen bei der Flächenberechnung berücksichtigt werden. Nachträglich gebaute Nebengebäude müssen der Versicherung mitgeteilt werden. Schließlich wirken sie wertsteigernd und müssen im Rahmen der Versicherungssumme in den Vertrag aufgenommen werden. Briefkasten, Wintergarten oder Terrassen gehören zu den festen Anbauten eines Gebäudes. Unter Einbauten versteht man Aufzüge, Treppenlifte, Einbauküchen oder Ähnliche.

In welcher Höhe zahlt die Gebäudeversicherung im Schadensfall?

Auf Hausbesitzer kommen im Schadensfall immense Kosten zu. Selbst wenn ein vergleichsweise geringer Schaden am Gebäude entsteht, kann die Reparatur doch teuer werden.

Beispiel: Ein Wasserschaden durch einen hausinternen Rohrbruch ist eine geringfügige Ursache. Doch sie kann die großflächige Durchfeuchtung von Wänden, Böden oder Decken zur Folge haben. Hier wird die Renovierung teuer.

Im absoluten Ernstfall geht es darum, dass der Eigentümer einen Totalschaden am Gebäude finanziell abgesichert übersteht. Deshalb sollte die Deckungssumme der Versicherung dem Wert des Hauses angepasst sein. Das Risiko einer Unterversicherung besteht dann, wenn die Gebäudeversicherung der Wertentwicklung nicht laufend angepasst wird.

Grundsätzlich gilt, dass sich die Besitzer einer Immobilie glücklich schätzen können. Denn selbst in Zeiten der Inflation behalten Wohngebäude und andere Immobilien ihren hohen Wert. Aktuell steigen die Immobilienpreise, und damit auch die Gebäudewerte, stetig an. Aber gerade aufgrund dieser Entwicklung sollte die Deckungssumme der Versicherung regelmäßig angepasst werden. Es wäre fatal zu glauben, dass eine einmal abgeschlossene Versicherung die Schäden immer im vollen Umfang bezahlt.

Versicherte Basisrisiken

Fakt ist, dass nicht der Schaden an dem Gebäude von der Versicherung benannt wird, sondern die Ursache des Schadens. Damit unterscheiden die Versicherungen zwischen grundsätzlichen Risiken, den sogenannten Basisrisiken und Elementarschäden. Die Kosten für Schäden, die durch Basisrisiken entstehen, übernehmen alle seriösen Gebäudeversicherungen.

Anprall oder Absturz

Mit diesen Risiken ist die Beschädigung der Hülle eines Gebäudes gemeint. Wenn zum Beispiel ein Fahrzeug mit erheblicher Wucht auf ein Haus prallt oder nach außen ragende Bauteile eines Gebäudes abreist. Des Weiteren können abstürzende Flugkörper für empfindliche Beschädigungen sorgen.

Blitzschlag

Die Internetplattform www.derwesten.de beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haus vom Blitz getroffen wird auf 1:6 Millionen (Quelle). Dennoch, die Möglichkeit besteht. Und die Schäden fallen im Ernstfall nicht gering aus. Vom Hausbrand bis zur Beschädigung der kompletten Elektrik ist alles drin. Selbst bei Blitzeinschlägen in der Nachbarschaft kann sich die zerstörende Kraft der Überspannung über Telefonleitungen und Kabel noch im eigenen Haus bemerkbar machen.

Feuer & Explosion

Feuer

Unter einem Brand verstehen die Allgemeinen Wohngebäudeversicherungsbedingungen (VGB § 2 Nr. 2) "... ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.".
Demnach sind Kaminfeuer beispielsweise nicht versichert. Wohl aber durch Funkenflug sich ausbreitendes Feuer. Angesengte Möbel übernimmt die Versicherung nicht, da keine Flammen und somit keine "Feuer" laut Definition entstanden sind.

Explosion und Implosion

Explosionen können sich in Räumen ereignen, in denen Gas, Dampf oder Staub in gefährlichen Mischungen mit Luft plötzlich verbrennt. Aber auch Behälter-Explosionen gehören zu dieser Risikogruppe. Dagegen ist die Implosion der Druckausgleich von außen nach innen.

Leitungswasser

Hierzu zählen Wasserschäden, die durch Rohrbrüche oder Leitungswasser entstehen. Ursachen dafür sind strenger Frost oder veraltete Leitungen. Wasser, das Wände oder andere Bauteile durchdringt kann an Gebäuden schlimme Schäden anrichten.

Sturm & Hagel

In Zeiten von Wetterextremen treten besonders heftige Stürme gehäuft auf. Ab Windstärke acht sprechen Experten von stürmischem Wind. Hierbei liegt die Windgeschwindigkeit bei mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Dachabdeckungen oder Schäden durch umherfliegende oder abstürzende Gegenstände sind in diesem Fall die Ursachen für die Versicherungsfälle.

Selten kommt es vor, dass durch einen Hagelschlag ein Wohngebäude nachhaltig geschädigt wird. Allerdings treten gerade bei Nebengebäuden mit weniger hochwertigen Dächern Hagelschäden häufiger auf.

Die Versicherung übernimmt nicht nur die entstehenden Ausgaben für die Beseitigung der Schäden und die Wiederherstellung des Gebäudezustandes vor dem Schaden. Die Kosten für eine notwendige Fremdunterbringung sind ebenfalls abgedeckt. Je nach Versicherung bis zu einem Jahr.

Welche optionalen Zusatzoptionen gibt es?

Eine Gebäudeversicherung beinhaltet bestimmte Basisrisiken. Eine Vielzahl von Gefährdungen hängen von der Wohnlage und der Region ab, in der das Haus gebaut wurde. Denn in Deutschland gibt es Regionen, die durch Wetterphänomene stärker betroffen sind, als andere. Weiterhin bestehen allein aufgrund der Ausstattung zusätzliche Gefährdungsstellen an Häusern, die nicht grundsätzlich mitversichert sind. Darüber hinaus sind Wohneigentümern verschiedene Absicherungen wichtig. Die Gebäudeversicherer machen es sich einfach, indem sie dem Versicherungsnehmer die Wahl überlassen, welche Zusatzoptionen er versichern möchte.

Elementarschäden

Die Schäden durch Naturgewalten sind immens. Sie schlagen in den letzten Jahren besonders deutlich zu Buche. Dazu richten sie in gefährdeten Regionen unheimliche Verheerungen an. Bauliche Maßnahmen helfen gegen diese Urgewalten kaum. Im Versicherungsjargon heißen die Schäden durch Naturgewalten Elementarschäden. Leider sind sie bei Hausversicherungen nicht grundsätzlich mitversichert.

Hochwasser, Flut, Starkregen

Wetterextreme nehmen in den letzten Jahren auch in Deutschland zu. Überflutungen durch starke, lang anhaltende Regenfälle gehören in manchen Gebieten zur Regel. Hier gilt es genau zu ermitteln, ob der Elementarschaden Hochwasser für das betroffene Wohngebiet zur Verfügung steht. Denn die Versicherer sind vorsichtig, gerade was Elementarschäden angeht. Für Gebiete mit hoher Überflutungsgefahr bieten nur wenige Versicherungen einen Schutz an.

Schneedruck, Frost und Lawinengefahr

In Deutschland gibt es eine Industrienorm, welche die Schneelast regelt. Sie nennt sich DIN EN 1991-1-3. Diese Norm gibt die Stärke der Schneelast in bestimmten Gebieten an. Entsprechend der DIN muss die Stabilität des Daches ausgerichtet werden. Jedoch hält sich das Wetter nicht an Industrienormen und zuviel Schnee kann Dächer zum Einsturz bringen. Diesem Risiko begegnen Immobilienbesitzer mit der Versicherung gegen Schneedruck.

Die Zerstörung von Gebäuden oder Gebäudeteilen durch Lawinen gehört in einigen Gemeinden und Regionen ebenfalls zu den drohenden Naturgewalten. Zusätzlich lohnt es sich in diesen Gebieten Frostschäden abzusichern.

Erdbeben, Erdrutsche und Senkungen

Die Gefahr von Erdbeben ist bisher in Deutschland nicht besonders hoch. Allerdings kommt es vor und auch die Auswirkungen von Fracking als Methode der Erdgasgewinnung ist umstritten. Dagegen können Hausbesitzer nichts unternehmen. Aber das Risiko lässt sich absichern, um im Fall des Falles nicht in den finanziellen Ruin getrieben zu werden. Dieser Teil einer Elementarschadenversicherung beinhaltet auch Erdrutsche oder Senkungen.

Photovoltaik & Co.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten, für die Energieversorgung eines Gebäudes. Dennoch zählt die Absicherung dieser Einbauten nicht zum Leistungsumfang einer Standardversicherung. Allerdings erhöhen Photovoltaikanlagen den Gebäudewert beträchtlich. Deshalb müssen Gebäudebesitzer diese Anlagen zusätzlich versichern.

Zusätzlich zu versichernde Anlagen sind:

  • Geothermie
  • Photovoltaik
  • Solarthermie
  • Wärmepumpen

Glasbruch

Die Versicherung des Gebäudes deckt Schäden am sogenannten Mantel des Hauses ab. Dazu gehören auch Fenster und Glastüren. Wintergärten, Glasbausteine und Lichtkuppeln sind ebenso Teil des Gebäudes. Bei Glasschäden, die durch die versicherten Risiken verursacht werden, leistet die Versicherung. Andere Glasschäden oder auch Schäden an nicht fest verbauten Glaselementen können durch eine Glasversicherung zusätzlich abgesichert werden. Einige Versicherungen bieten den Zusatzbaustein "Glasbruch" an.

Vandalismus

Das Thema Vandalismus in der Hausversicherung ist eine heikle Sache. Denn im Basisschutz ist sie nicht enthalten. Entschließt sich ein Hausbesitzer, sein Eigentum zusätzlich gegen Vandalismus zu versichern, muss er die Versicherungsbedingungen genau lesen. Hier verstecken sich oft Details, die dem Versicherer später die Zahlungsverweigerung erleichtern. Beispielsweise gilt es herauszufinden, ob Graffiti mitversichert ist. Übrigens versteht man unter Vandalismus eine Sachbeschädigung, die häufig durch Einbruch in ein Gebäude verursacht wird.

Eine Elementarschadenversicherung kann nicht ohne die Gebäudeversicherung abgeschlossen werden. Allerdings macht die Kombination der beiden Versicherungen durchaus Sinn. Denn sobald eine Versicherung zur Kasse gebeten wird, kommt es darauf an, wodurch ein Schaden entstanden ist.

Wann zahlt die Gebäudeversicherung und wann nicht?

Grundsätzlich müssen Versicherte vor dem Abschluss einer Gebäudeversicherung genau hinsehen. Denn die Agenturen zahlen im Schadensfall natürlich nur die Werte, die sie auch versichert haben. Versicherer übernehmen Beschädigungen am Gebäude selbst, an Nebengebäuden und fest verbauten Bestandteilen des Gebäudes. Sofern diese zusätzlichen Gebäudeteile und Nebengebäude in der Police erwähnt sind.

Eine Liste der möglichen Beschädigungen:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Hagel
  • Blitz
  • Überspannungsschäden
  • Graffiti
  • Tierverbiss

Ein wichtiger Zusatz für Gebäudeversicherungen ist der "Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit". Versicherungen argumentieren bei teuren Schäden damit, dass der Schaden aufgrund grober Fahrlässigkeit des Bewohners entstand. Mit der Folge, dass Versicherungsleistungen gekürzt werden, auf denen der Geschädigte sitzen bleibt. Die Vereinbarung dieses "Verzichts" verpflichtet die Versicherung Kosten auch dann in voller Höhe zu übernehmen, wenn eine zu verhindernde Ursache den Schaden ausgelöst hat.

Schäden, die in der Versicherung nicht explizit benannt sind, übernimmt der Versicherer in der Regel nicht. Hier liegt es im eigenen Verantwortungsbereich, in Absprache mit dem Anbieter die möglichen Risiken genau abzuwägen. Zusätzlich kommt hier der gleitende Neuwert ins Spiel. Die Erwartung an die Versicherung ist, dass im Schadensfall der Neuwert ersetzt wird. Allerdings muss der Versicherte hier darauf achten, dass Preissteigerungen in der Versicherungspolice berücksichtigt werden. Mit dem gleitenden Neuwert berücksichtigt die Versicherung den Baupreisindex und die Lohnsteigerung im Baugewerbe.

Von Versicherungsleistungen ausgeschlossen sind normalerweise Schäden, die vor der Fertigstellung und dem Bezug eines Gebäudes entstehen. Und Brandschäden, die von einem Kaminofen oder Heizkessel verursacht wurden.

Bei der Versicherungswahl ist einiges zu beachten

Beim Abschluss einer Versicherung sollten diese Punkte beachtet werden

Welche Leistungen sind beinhaltet?

Das Angebot der verschiedenen Versicherungen ist unübersichtlich. Vor dem Versicherungsabschluss lohnt es sich, die Leistungen mehrerer Versicherungen zu vergleichen. Ein Versicherungsvergleich ist online möglich. Oder Sie vereinbaren einen Termin mit einem Berater.

Achten Sie auf die folgenden Stichworte:

  • Unterversicherungsverzicht
  • Verzicht auf die Einrede grober Fahrlässigkeit

Wie hoch ist der Versicherungsbeitrag?

Die Preisunterschiede bei Wohngebäudeversicherungen irritieren. Allerdings versuchen gerade neue Versicherungen mit günstigen Angeboten, Kunden zu locken. Der Vergleich der Versicherungsbeiträge lohnt sich. Dennoch sollten Sie auch die Seriosität der Versicherungen im Auge behalten.

Was sagen Kundenbewertungen aus?

Mit dieser Frage lässt sich die Seriosität einer Versicherung feststellen. Kundenbewertungen geben Anhaltspunkte über die Erreichbarkeit eines Beraters, den Verlauf einer Schadensabwicklung oder die Kulanz einer Versicherung.

Was kosten die Zusatzleistungen?

Für gewöhnlich erhöhen zusätzliche Leistungen den Versicherungsbeitrag. Achten Sie darauf, welche Zusatzleistungen Sie vereinbaren müssen und wie sie sich auf den Gesamtbeitrag auswirken. Vergleichen Sie verschiedene Versicherungsangebote. Die Preisunterschiede sind enorm.

Gebäudeversicherung Test

In regelmäßigen Abständen erscheinen die Testergebnisse von unabhängigen Überprüfungen bestimmter Versicherungen. Wie etwa der Finanztest von Stiftung Warentest oder Focus Money. Hier erhalten Sie wertvolle Gebäudeversicherung Tests mit Hinweisen über die Kosten im Verhältnis zum Service einer Versicherung.

Was kostet eine Gebäudeversicherung?

Der Wert einer Immobilie wirkt sich direkt auf die Kosten für die Gebäudeversicherung aus. Deshalb gibt es auch keine Versicherungspauschale. Doch nicht nur der Immobilienwert sondern auch die Risikofaktoren und die Wohngegend wirken sich auf die Höhe der Versicherungskosten aus.

Diese Liste zeigt, welche Faktoren die Höhe der Beitragszahlungen mitbestimmen:

  • Wert des Gebäudes abhängig vom Wert 1914
  • Wohngebiet des Gebäudes in Abhängigkeit von strukturellen Faktoren
  • Bauweise
  • Art des Daches
  • Nutzung und Ausstattung

Infolge dessen sind die Kosten für eine Gebäudeversicherung individuell verschieden. Generell gilt: Je hochwertiger das Gebäude und die mitversicherten Gebäude oder Bauteile, desto höher die Kosten für die Versicherung. Dagegen minimieren die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung oder Laufzeitlängen die Versicherungsbeiträge.

Versicherungsbei­träge, Leis­tun­gen und Scha­den-Kos­ten-Quo­ten

Jahr Beiträge Leistungen Schaden-Kosten-Quote
2014 5.981 Mio. EUR 4.341 Mio. EUR 101,8 %
2015 6.342 Mio. EUR 4.742 Mio. EUR 101,4 %
2016 6.791 Mio. EUR 4,725 Mio. EUR 96,0 %
2017 7.198 Mio. EUR 5.208 Mio. EUR 97,9 %

Quelle: www.GDV.de

Gebäudeversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung wählen?

Die Entscheidung für eine Selbstbeteiligung beim Abschluss einer Gebäudeversicherung liegt beim Eigentümer. Der Vorteil der Selbstbeteiligung liegt darin, dass die Gesamtkosten der Versicherung sinken. Trotzdem gibt es auch Gründe, sich gegen die Aufnahme eines Selbstbehaltes zu entscheiden.

Die Selbstbeteiligung bezeichnet einen Betrag X, den der Hausbesitzer im Schadensfall selbst aufbringen muss. Gleich ob es sich um einen hohen Schaden oder nur um eine Kleinigkeit handelt. Die Bezeichnung Selbstbehalt wird gleichbedeutend verwendet.

Mit einer Selbstbeteiligung lassen sich die zwar Vergünstigungen im Versicherungspreis erzielen. Allerdings zahlen Versicherte diese Summe auch bei geringen Schäden. Dadurch sparen die Versicherungen Ausgaben ein. Dennoch kann es für den Versicherten günstig sein, denn bereits ein Selbstbehalt von 300 Euro bringt eine Ersparnis, die sich im Laufe der Jahre rechnen kann.

Gebäudeversicherung Schaden melden

Die korrekte Meldung eines Schadens an die jeweilige Versicherung kann sich auf die Leistungserbringung auswirken. Deshalb ist es wichtig, die richtige Vorgehensweise anzuwenden. Wird ein Schaden beispielsweise zu spät gemeldet, kann es zu Folgeschäden kommen, die nicht durch die Versicherung gedeckt werden.

Schritt 1: Folgeschäden vermeiden

Sobald ein Schaden festgestellt wurde, muss der Eigentümer die Ursache herausfinden und nach Möglichkeit abstellen. Allerdings ohne sich dabei in Gefahr zu bringen. Im Falle eines Feuers bedeutet dies, die Feuerwehr zu alarmieren. Bei einem Wasserrohrbruch muss der Hauptwasserhahn abgestellt werden. Wurde ein Dach durch einen Sturm beschädigt, ist das Loch bis zur Reparatur behelfsmäßig abzudichten.

Schritt 2: Schaden dokumentieren

Fotos und eine Auflistung der Schäden dienen als Unterlage, um die Zerstörung zu belegen. Mit einer umfassenden Dokumentation lässt sich die Regulierung des Schadens beschleunigen.

Schritt 3: Schadensanzeige bei Straftat

Wenn eine dritte Person, bekannt oder unbekannt, den Schaden verursacht, muss der Hauseigentümer die Polizei benachrichtigen. In diesem Fall haftet grundsätzlich zuerst die Versicherung des Verursachers. Nur wenn dieser nicht gefunden wird, geht der Antrag an die Versicherung. Diese setzt aber die Prüfung eines Straftatbestandes voraus.

Schritt 4: Schadensmeldung bei Versicherung

Die Schadensmeldung sollte auf dem schnellsten Weg erfolgen. Hierzu stellen viele Versicherer Online-Formulare zur Schadensmeldung auf ihrer Homepage bereit. Alternativ kann der Schaden auch telefonisch, schriftlich oder im direkten Kontakt mit ihrem Versicherungsvertreter gemeldet werden. Sie sind verpflichtet, den Schaden sofort zu melden. Verstreicht eine Frist von ein bis zwei Wochen, darf der Versicherer die Leistung kürzen.

Schritt 5: Am Schaden nichts verändern

Häufig schickt die Versicherung einen Gutachter, der den Schaden überprüft. Deswegen muss die schadhafte Stelle oder der Bereich bis zur Freigabe durch die Versicherung unverändert bleiben. Das bedeutet, dass bis zum Zeitpunkt der Freigabe noch keine Reparaturen vorgenommen werden dürfen.

Schritt 6: Mängelliste erstellen

Sollten im Rahmen der Schädigung Gegenstände verschwunden oder gestohlen sein, muss eine Liste darüber erstellt werden. Sowohl die Polizei als auch die Versicherung erhält eine Abschrift dieser Liste. Gegebenenfalls wird auch das Vorweisen von Belegen, soweit vorhanden, verlangt.

Schritt 7: Freigabe abwarten

Die Reparaturarbeiten dürfen erst begonnen werden, wenn der Versicherer grünes Licht dazu gibt. Dabei müssen die Reparatur- und Aufräumarbeiten mit der Versicherung abgestimmt werden.

Versicherung Schaden melden

Die Beachtung dieser Vorgehensweise ist besonders wichtig. Sobald die Versicherung die ordentliche Mitarbeit des Geschädigten vermisst, ist sie berechtigt, Leistungen zu kürzen.

Gebäudeversicherung Test - Ergebnisse & Auswertung

Beim Erwerb einer Immobilie müssen sich die neuen Eigentümer überlegen, welche Versicherung für ihr Haus am besten ist. Namhafte Testmagazine und Finanz-Magazine geben hierzu Studien und Vergleiche in Auftrag, welche die Auswahl für die Versicherten erleichtern.

Gebäudeversicherung Testsieger - Das sind die besten

Die Prüfungen der verschiedenen Test-Magazine tätigen die Auftraggeber im Sinne der Kunden. Schließlich war nicht nur der Umfang der Leistungen interessant. Auch den Preisen für eine Police widmen die Tester ihr Augenmerk. Die besten Versicherungen tauchen in verschiedenen Testberichten mit sehr guten Bewertungen auf.

  • WGV mit dem Optimal Tarif - Focus Money
  • InterRisk - Stiftung Warentest, Focus Money
  • AXA - Stiftung Warentest, Focus Money
  • Domcura - Focus Money
  • Allianz - Stiftung Warentest

Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Versicherten, welche Leistungen er für nötig erachtet. Und welchen Preis er dafür zu zahlen bereit ist. Den Abgleich der Interessen ermöglicht ein unabhängiger Gebäudeversicherung Rechner. Hier lassen sich unverbindlich die Daten des Wohneigentums mit den Angeboten verschiedener Versicherungen abgleichen.

Wie wird der Gebäudewert festgelegt?

Vor dem Abschluß der Gebäudeversicherung muss der Wert der Immobilie feststehen. Schließlich muss der Versicherungswert dem Gebäudewert entsprechen. Wenn tatsächlich ein Schaden eintritt, soll die Hausversicherung die anfallenden Kosten soweit decken, dass das Haus wieder so aufgebaut werden kann wie vor dem Schaden.

Zur Ermittlung des Gebäudewertes benötigen die Sachverständigen den Neubauwert des Hauses, den Baupreisindex des Baujahres, den Wert 1914 und den Preisindex des aktuellen Jahres.

Die Rechnung sieht folgendermaßen aus:

  1. Ermittlung des Wertes 1914 (in Goldmark): Neubauwert multipliziert mit 100 dividiert durch den Baupreisindex
  2. Ermittlung des Gebäudewertes im aktuellen Jahr: Wert 1914 multipliziert mit dem Baupreisindex des aktuellen Jahres dividiert durch 100

In diese Rechnung können Sie Ihre Angaben variabel einsetzen. Ist der Neubauwert nicht bekannt, wenden Sachverständige Wertermittler verschiedene Verfahren an. Diese regelt die Immobilienwertermittlungsverordnung. Sie nennen sich:

  • Ertragswertverfahren
  • Sachwertverfahren
  • Vergleichswertverfahren

Rechenbeispiel:

  • Neubauwert im Baujahr 2015 300.000 Euro
  • Baupreisindex 2015: 1310,3
  • Baupreisindex 2019: 1454,3

Ermittlung des Wertes 1914:
Neubauwert 300.000 Euro x 100 : 1310,3 = 22.896 Goldmark

Ermittlung des Gebäudewertes 2019:
Wert 1914 22.896 Goldmark x 1454,3 : 100 = 332.977 Euro

Da auch Löhne und Preise steigen, beinhalten seriöse Versicherungen den gleitenden Neuwertfaktor. Dieser berücksichtigt Materialkosten und die Lohnentwicklung im Baugewerbe. All diese Daten werden benötigt, damit der Hausbesitzer im Schadensfall nicht unterversichert ist.

Was versteht man unter Bauartklassen?

Zur Ermittlung des Immobilienwertes fragt jede Versicherung bestimmte Daten ab. Dazu gehört auch die Frage nach der Bauartklasse. Sie gibt Hinweise auf die Wertigkeit und die Gefährdung eines Wohngebäudes.

Folgende fünf Bauartklassen unterscheiden die Versicherungen in Deutschland:

  • Häuser in Massivbauweise, harte Bedachung (Bauartklasse 1)
  • Fachwerkhäuser mit Steinausfachung, Holzfertighäuser (Bauartklasse 2)
  • Blockbohlenhäuser oder andere feuergefährdete Bauten, harte Bedachung (Bauartklasse 3)
  • Häuser in Bauartklasse 1 und 2, weiche Bedachung (Bauartklasse 4)
  • feuergefährliche Gebäude aus Bauartklasse 3, weiche Bedachung

Aus der Liste wird ersichtlich, dass die Gefährdung beispielsweise durch Feuer mit den Bauartklassen ansteigt. Dabei bedeutet harte Bedachung, dass die Art der Dachdeckung gegen Flugfeuer nicht anfällig ist und strahlender Wärme standhält. Unter einer weichen Bedachung versteht man beispielsweise Schindeln, Reet oder Stroh. Eben feuergefährdetes Baumaterial.

Was bedeutet der Wert 1914?

Dieser historische Wert sorgt für Gleichbehandlung. Er drückt einen Gebäudewert in Goldmark aus. Und zwar in der Höhe, die das Gebäude im Jahr 1914 Wert gewesen wäre. Der Hintergrund liegt in der stabilen Preislage dieses Jahres. Anschließend stiegen die Immobilienpreise unverlässlich und inflationär an. Daher beziehen sich Gebäudeversicherungen auf den Grundwert aus dem Jahr 1914, um objektive Berechnungsgrundlagen für die Versicherungssumme ermitteln zu können.

Was bedeutet gleitender Neuwert?

Bei der Bewertung des Immobilienwertes für die Gebäudeversicherung geht es immer um den richtigen Wert im Schadensfall. Damit die Versicherung die tatsächlich anfallenden Kosten eines Wiederaufbaus oder eines Schadensfalles übernimmt, müssen sich die Werte der Police mitentwickeln. Denn in diesem Wirtschaftssektor entwickeln sich sowohl die Baupreise als auch die Löhne. Der gleitende Neuwert sorgt zuverlässig dafür, dass im Schadensfall die entstehenden Kosten der versicherten Werte in voller Höhe übernommen werden. Der gleitende Neuwert bezieht sich auf den Wert 1914.

Für Berechnungen mithilfe des gleitenden Neuwertes gibt es den gleitenden Neuwertfaktor. Er wird jährlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) festgelegt.

Welche Gebäudeversicherung ist die richtige?

Der Markt an Gebäudeversicherungen ist unübersichtlich. Dennoch stellen die großen Finanzmagazine fest, dass es bezüglich der Leistungen und Preise große Unterschiede gibt. Das Ziel ist, einen kostendeckenden Versicherungsschutz zu erreichen.

Hinweis auf Versicherung Tarifvergleich

Gebäudeversicherung vergleichen

Jetzt vergleichen und sparen

Unverbindlich

Unabhängig     
Kostenlos       

Die richtige Versicherung ist kostendeckend, effizient und bezahlbar

Um genau die passende Versicherung zu finden, gibt es die Möglichkeit des kostenlosen Versicherungsvergleichs. Hier benötigt der Hauseigentümer die abgefragten Daten zur Wertermittlung. Dazu gehören beispielsweise der Wert 1914, die Wohnfläche in verschiedenen Stockwerken und der Einbau besonders hochwertiger Bodenbeläge oder Wandverkleidungen. Auch die Anzahl und Art der Nebengebäude müssen angegeben werden. Nach Abfrage aller notwendigen Daten vergleicht der Vergleichsrechner verschiedene Versicherungen, die für den geschilderten Fall infrage kommen. Anschließend bietet er die möglichen Versicherungen an, die für den gewählten Rechner zur Verfügung stehen. Nun liegt es am Hausbesitzer die richtige, das heißt den eigenen Bedürfnissen am ehesten entsprechende, Versicherung auszuwählen.

Alternativ gibt es die Möglichkeit einen Versicherungsmakler mit der Auswahl der möglichen Gebäudeversicherungen zu beauftragen. Auch dieser wählt aus den ihm zur Verfügung stehenden Portfolios nach intensiver Rücksprache mit dem zukünftigen Versicherungsnehmer die passenden Versicherungen aus. Anschließend bespricht er die wichtigen Daten mit dem Immobilienbesitzer. Auch hier liegt die Entscheidung am Ende beim Kunden. Allerdings sind die Makler in der Lage, einiges an Fachchinesisch in alltägliche Worte zu fassen.

Die besten Gebäudeversicherungen im Test

Die richtige Versicherungssumme festlegen

Eine Gebäudeversicherung zahlt sich aus, wenn sie den Hausbesitzer vor dem finanziellen Ruin rettet. Im Schadensfall sollte sie die Kosten für die komplette Renovierung übernehmen. Entscheidend ist hier die Versicherungssumme. Sie muss dem Gebäudewert entsprechen. Allerdings steigt der Immobilienwert im Laufe der Jahre. Bleibt die Versicherungssume gleich, entsteht im Schadensfall eine Unterversicherung.

Um dies zu vermeiden, sollte der Versicherungsnehmer einerseits darauf achten, dass der Gebäudewert richtig ermittelt wird. Zusätzlich muss der gleitende Neuwertfaktor bereits bei Versicherungsabschluss mit berücksichtigt werden. Dadurch steigt die Versicherungssumme entsprechend der Baupreise und der Lohnentwicklung. Demzufolge entsteht keine Unterversicherung.

Hausversicherung bei Immobilienkauf

Jeder Bauherr kümmert sich beizeiten darum, dass sein neues Kleinod bei Bezug oder sogar schon im Rohbau versichert ist. Wie sieht es aus, wenn ein Haus verkauft wird? Immerhin gab es einen Vorbesitzer, der in den meisten Fällen ebenfalls eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hatte. Wir klären hier die Fragen der Hausversicherung beim Kauf oder Verkauf von Häusern.

Begriffserklärung: Feuer-Rohbau-Versicherung

In der Rohbauphase können unvorhergesehene Umstände eintreten, die das entstehende Gebäude schädigen. Für diesen Fall bieten einige Versicherer die Feuer-Rohbau-Versicherung an. Teilweise auch in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung.

Ab wann muss der Käufer die Gebäudeversicherung zahlen?

Der Käufer eines Gebäudes kauft die dazugehörige Versicherung mit. Somit übernimmt er die Beitragszahlungspflicht mit der Unterschrift unter den Kaufvertrag. Gerade bei älteren Versicherungen lohnt sich der sofortige Vergleich von Daten und Werten der bestehenden Gebäudeversicherung mit alternativen Angeboten. Denn der Gesetzgeber sieht ein Sonderkündigungsrecht bei Hauskauf vor. Günstigere Angebote gibt es meistens. Innerhalb eines Monats darf der neue Besitzer eine neue Versicherung abschließen und die bestehende schriftlich kündigen.

Entsprechend ist der Verkäufer mit Verkauf seiner Immobilie von der Beitragspflicht für die Hausversicherung befreit.

Das Sonderkündigungsrecht gilt nicht, wenn Sie ein Gebäude erben!

Wann Gebäudeversicherung kündigen bei Eigentümerwechsel?

Der Eigentümerwechsel muss der Versicherungsgesellschaft unverzüglich schriftlich mitgeteilt werden. Grundsätzlich liegt die Pflicht für eine Kündigung der Gebäudeversicherung bei dem neuen Besitzer. Schließlich übernimmt er die Versicherung mit Kauf des Eigenheims. Dennoch gilt die Empfehlung, innerhalb der Sonderkündigungszeit von vier Wochen eine neue Versicherung abzuschließen, ehe die bestehende gekündigt wird. Sonst ist der Versicherer am längeren Hebel.

Sollte der Versicherungsanbieter die Kündigung vorwegnehmen wollen, empfehlen Experten immer auf einen Dialog zu pochen. Denn die Suche nach einer neuen Versicherung gestaltet sich ohne bestehenden Versicherungsschutz weitaus schwieriger.

Der Versicherer hat das Recht, bei einem Eigentümerwechsel den bestehenden Vertrag zu kündigen! Nach Eingang einer Kündigung durch den Versicherer hat der Inhaber eines Gebäudes vier Wochen Zeit, eine neue Versicherung zu finden. Allerdings empfiehlt sich die Verhandlung mit der aktuellen Gesellschaft zur Aufrechterhaltung des Versicherungsschutzes bis eine passende neue Gebäudeversicherung abgeschlossen ist.

Leerstand oder Renovierungsarbeiten der Versicherung melden

Versicherungen sehen leer stehende Gebäude nicht gern. Immerhin erhöht sich im Winter die Gefahr eines Frostschadens. Dementsprechend besteht die Verpflichtung Leerstände oder auch Renovierungsarbeiten an die Versicherungsgesellschaft zu melden. Mit dem Einbau höherwertiger Böden oder Küchen muss der Versicherungsschutz ebenfalls angepasst werden.

Achten Sie immer auf die Anpassung Ihres Versicherungsschutzes. Denn nicht oder falsch versicherte Gebäudeteile zahlt der Anbieter nicht. Und im Schadensfall sehen Gutachter besonders genaus hin.

Gebäudeversicherung bei Neubau

Als Neubauten zählen Häuser, die neu errichtet werden oder wieder aufgebaute Gebäude. Mit dem ersten Spatenstich für das Eigenheim sollte der Versicherungsschutz für das Haus abgeschlossen sein. Demgemäß kümmern sich Bauherren beizeiten um die notwendige Hausversicherung. Bereits in einem Rohbau können Schäden entstehen, die nur teuer wiederherzustellen sind. Versicherer bieten eine Feuerrohbauversicherung an. Sie wird bei Fertigstellung in eine gewöhnliche Gebäudeversicherung umgewandelt.

Für Neubauten gibt es vier verschiedene Arten. Dazu gehören das Einfamilienhaus, das Reihenhaus, eine Doppelhaushälfte und Mehrfamilienhäuser. Gibt es mehrere Eigentümer, müssen sie sich auf eine Versicherung einigen.

Nicht selten kommt es vor, dass in Rohbauten ein Feuer ausbricht. Wenn bereit geleistete Handwerkerarbeiten ein zweites Mal geleistet und gezahlt werden müssen, reicht das Budget der allermeisten Bauherren nicht aus. Der finanzielle Ruin ist die Folge. Deshalb lohnt es sich, die Feuerrohbauversicherung vor Baubeginn abzuschließen. Tatsächlich gewähren Kreditgeber kein Darlehen, ohne dass diese Versicherung abgeschlossen wurde.

Ab wann ist die Gebäudeversicherung bei Neubau zu zahlen?

Mit dem Baubeginn zahlen Bauherren die ausgewählte Versicherung. Entsprechend liegt der Versicherungsabschluss in der Phase der Bauplanung. Auch wenn gerade in der Vorbereitungsphase viele organisatorische Tätigkeiten auf die zukünftigen Hausbesitzer zukommen, sollte der Abschluss der Feuerrohbauversicherung nicht missachtet werden. Mit dem Einzug lässt sich diese durch schriftliche Information des Versicherers unkompliziert in eine Gebäudeversicherung umwandeln.

Gibt es Rabatte für Neubauten?

Die meisten Versicherungsgesellschaften gewähren beim Neubau eines Anwesens einen Rabatt. Demgemäß verringert sich der Versicherungsbeitrag um 10 bis 50 Prozent. Dabei gleicht sich der gewährte Rabatt über die Laufzeit der Versicherung in kleinen Schritten den normalen Beiträgen an.
Übrigens bieten viele Versicherungsagenturen den Rabatt auch an, wenn das Gebäude noch nicht älter als zehn oder zwanzig Jahre ist.

Nicht vergessen: Bei Versicherungsabschluss von Neubauten nach dem Neubaurabatt fragen!!!

Sie möchten den bestmöglichen Versicherungsschutz?

Ein Gebäude ist optimal versichert, wenn die möglichen Risiken abgedeckt sind. Gleich ob, die Versicherungssumme zu niedrig oder der Versicherungsschutz überdimensioniert ist, den Schaden hat immer der Versicherungsnehmer. Insofern liegt es an ihm, die Details des Versicherungsangebotes auf den Bedarf für das Gebäude abzustimmen.

Beachten Sie deshalb folgende Punkte:

Mann hält ein aufgeklapptes Notebook über seinen Kopf um damit den Versicherungsschutz zu präsentieren

Die richtige Versicherungssumme

Die Versicherungssumme, die zur umfassenden Absicherung eines Gebäudes notwendig ist, lässt sich mit dem Wert 1914 berechnen. In diesem Jahr wurden letztmalig stabile Immobilienpreise in Goldmark festgelegt. Zusätzlich sollte die Versicherungssumme über den gleitenden Neuwertfaktor jährlich angepasst werden.

Unterversicherung & Überversicherung vermeiden

Eine Versicherungssumme, die nicht jährlich angepasst wird kann zur Unterversicherung führen. Mit einem Unterversicherungsverzicht der Versicherung oder der Anpassung durch den gleitenden Neuwertfaktor verhindern Sie die Unterversicherung.

Mit einer Überversicherung ist ein zu viel an Leistungen gemeint. Überlegen Sie genau, welche Schäden durch die Versicherung abgedeckt sein sollten. Einige Schäden lassen sich aus der Haushaltskasse direkt reparieren. Prüfe Sie deshalb das Versicherungsangebot genau. Mit der überlegten Entscheidung, welche Schäden versichert sein sollten, vermeiden Sie die Überversicherung. Dadurch sparen Sie bares Geld.

Selbstbeteiligung beachten

Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung wirkt sich auf die Beiträge für die Versicherung aus. Der Selbstbehalt verpflichtet den Versicherten einen vereinbarten Betrag im Schadensfall selbst aufzubringen. Die Selbstbeteiligung liegt optimalerweise bei 200 bis 300 Euro. Er sollte aus der Haushaltskasse zu bezahlen sein.

Vertragslaufzeit berücksichtigen

Die Vertragslaufzeit beträgt üblicherweise ein Jahr. Infolgedessen besteht die Möglichkeit der jährlichen, fristgerechten Kündigung. Damit ist beispielsweise der Wechsel zu einem besseren Angebot möglich.

Vertragslaufzeiten von fünf Jahren erwirken einen Treuebonus. Dieser wirkt sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Dennoch ist der Abschluss einer längerfristigen Versicherung laut vieler Finanzexperten nicht empfehlenswert. Die Kosten die Sie durch den Nachlass einsparen, können bei einem überraschenden Wechsel der Versicherung schnell eingeholt sein.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Die Wichtigkeit einer Versicherung der eigenen Immobilie steht außer Frage. Hier finden Sie kurz und bündig erklärt, worauf Sie bei der Auswahl und dem Abschluss einer Immobilienversicherung achten sollten.

Sparen Sie auch bei anderen Versicherungen

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!
error: