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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet finanzielle Sicherheit, wenn Versicherte ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können
  • Jeder Vierte wird in Deutschland im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig
  • Der Gesetzgeber leistet nur bei Erwerbsunfähigkeit - und auch dann sind die Leistungen nicht ausreichend

Was ist Berufsunfähigkeit (BU)?

Jana ist 34 Jahre alt. Seit mehr als 10 Jahren kümmert sie sich als Krankenschwester ihre Patienten. Nach einem schweren Bandscheibenvorfall kann sie nicht mehr länger als zwei Stunden am Stück stehen und ist ferner nicht mehr in der Lage, die Patienten in ihren Betten zu versorgen. Da sie ihrer Arbeit als Krankenpflegerin voraussichtlich dauerhaft nicht mehr nachkommen kann, gilt Jana als berufsunfähig.

Die Arbeitskraft eines Menschen ist sein Kapital. Wenn der Rücken zu sehr schmerzt oder Allergien das Ausführen des Berufes nicht mehr möglich machen, dann droht der Verlust dieser Arbeitskraft. Damit fällt auch das Einkommen weg.

172 Abs. 2 Versicherungsvertragsgesetz

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

Quelle: https://dejure.org/gesetze/VVG/172.html

Berufsunfähigkeit bedeutet also, dass eine Person ihrem zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr nachgehen kann. Als dauerhaft gilt die Berufsunfähigkeit, wenn zu erwarten ist, dass der Zustand für mindestens sechs Monate bestehen wird.

Vorsicht: Manche Gesellschaften erkennen die Berufsunfähigkeit nur an, wenn die Erkrankung oder Einschränkung für mindestens drei Jahre besteht!

Unterschied zwischen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeit bezieht sich auf den zuletzt ausgeübten Beruf einer Person. Die Erwerbsunfähigkeit umfasst jedoch die Arbeitskraft einer Person in vollem Umfang. Im Gesetz lautet die korrekte Bezeichnung „Erwerbsminderung“ und bezieht sich damit auf die Erwerbsminderungsrente, die Bundesbürger beantragen können. Wer als voll erwerbsgemindert beziehungsweise erwerbsunfähig gilt, wird unter § 43 Abs. 1 des Sozialgesetzbuches geregelt:

„Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein (…)“

Quelle: https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbvi/43.html

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Verlust der Arbeitskraft kann die finanzielle Existenz bedrohen. Das Einkommen fällt weg, die staatliche Absicherung durch die Erwerbsminderungsrente ist nur knapp bemessen und wird erst dann bezahlt, wenn die Person auch keiner anderen Arbeit mehr nachgehen kann.

Und genau an diesem Punkt knüpft die Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz BU-Versicherung) an. Versicherungsnehmer erhalten eine monatliche Rente oder eine Kaptalleistung, wenn sie ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie theoretisch einen anderen Beruf ausüben können. Denn die Leistungen der Versicherungen sind immer an den letzten Beruf geknüpft.

Ein Beispiel:

Ein Angestellter im Gartenbau benötigt ein künstliches Kniegelenk. Nach der Operation ist er nicht mehr in der Lage, weiterhin seiner körperlichen Tätigkeit nachzugehen. Er könnte allerdings eine Umschulung durchlaufen und einen kaufmännischen Beruf ohne körperliche Belastung ausüben.

Da die Berufsunfähigkeit an die Tätigkeit als Mitarbeiter im Gartenbau gekoppelt ist, erhält der Versicherungsnehmer von der Gesellschaft die monatliche Rente. Von der Erwerbsminderungsrente des Staates würde er jedoch keine Leistung erhalten, da er in einem anderen Beruf ohne körperliche Belastung nachgehen könnte.

Für eine BU-Versicherung spielt es keine Rolle, ob die Versicherungsnehmer aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können. Als Voraussetzung gilt, dass sie zu mindestens 50 Prozent dauerhaft im Sinne der Bedingungen berufsunfähig sind.

Für Personen, die vor dem 01.01.1961 geboren sind, gibt es noch eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Wer später geboren ist, erhält lediglich die Erwerbsminderungsrente vom Staat. Die Leistungen der staatlichen Rente beziehen sich nicht auf den zuletzt ausgeübten Beruf, sondern auf die allgemeine Arbeitskraft. Außerdem sind die Leistungen der Erwerbsminderungsrente deutlich zu niedrig und im Falle einer Arbeitsunfähigkeit für die finanzielle Existenz nicht ausreichend. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/weitere-versicherungen/berufsunfaehigkeit-die-verkannte-gefahr-13931

Risiko einer Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit kann Menschen jeder Altersgruppe treffen. Die Statistik zeigt, dass sowohl junge Berufstätige als auch ältere Generationen betroffen sind. Besonders hoch ist das Risiko zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Sehr häufig liegt die Ursache bei dieser Altersklasse bei psychischen Erkrankungen. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr der Berufsunfähigkeit vor allem bei körperlicher Arbeit. Aufgrund der langjährigen Belastung kommt es zur Abnutzung und zum Verschleiß der Gelenke und Knochen. Auch eine ständige Fehlhaltung bei Arbeiten am Schreibtisch begünstigt die Entstehung von Rückenleiden und kann zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit führen.

Alter Frauen Männer
20 Jahre 43 % 38 %
30 Jahre 41 % 37 %
40 Jahre 39 % 35 %
50 Jahre 34 % 29 %

Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit bis zur Rente mit 65 nach Altersgruppen | Quelle: Statista.com

Häufigkeitsverteilung der Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit

Ein Unfall, eine schwere Erkrankung oder Allergien: Es gibt viele Ursachen, die Menschen die Arbeitskraft rauben können. Wie die Statistik zeigt, sind nicht nur Personen gefährdet, die tagtäglich einer schweren körperlichen Arbeit nachgehen. Neben Erkrankungen des Bewegungsapparates sind auch psychische Krankheiten immer häufiger die Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Mit den zunehmenden Anforderungen innerhalb des Berufslebens steigt auch die Zahl der an Burn-out und Depressionen Erkrankten in Deutschland.

  • Nervenkrankheiten

    0%
  • Skelett- und Bewegungsapparat

    0%
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste

    0%
  • Unfälle

    0%
  • Herz- und Gefäßsystemerkrankungen

    0%
  • Sonstige Erkrankungen

    0%

Invaliditätsursachen Statistik aus 2016 | Quelle: www.GDV.de

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Viele Menschen sind der Annahme, sie benötigen keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ist für jede berufstätige Person elementar wichtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einer körperlichen, kaufmännischen oder geistigen Arbeit nachgeht. Denn jeder Vierte in Deutschland schafft es nicht, bis zum regulären Beginn der Altersrente zu arbeiten.

Was passiert, wenn keine BU-Versicherung abgeschlossen wurde?

Die meisten Menschen sind sich nicht darüber bewusst, welche Probleme eine Berufsunfähigkeit mit sich bringt. Erkrankt eine berufstätige Person, leistet der Arbeitgeber in den ersten sechs Wochen eine Lohnfortzahlung - sofern sie angestellt ist. Anschließend erhält sie Krankentagegeld. Diese Leistung entspricht höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens und wird für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren bezahlt. Läuft der Anspruch auf Krankengeld aus, kann die betroffene Person Erwerbsminderungsrente beantragen. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist von den erworbenen Ansprüchen abhängig. Außerdem sind die Leistungen des Staates an einige Voraussetzungen geknüpft:

  • die Antragsteller sind seit mindestens fünf Jahren in der Rentenversicherung und haben mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge einbezahlt
  • die volle Erwerbsminderungsrente (100 Prozent des Anspruchs) wird nur bezahlt, wenn die Antragsteller weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können
  • Antragsteller, die weniger als sechs Stunden, aber mehr als drei Stunden am Tag arbeiten können, erhalten nur die halbe Erwerbsminderungsrente (50 Prozent des Anspruchs)

Für Verbraucher ist es nicht nur schwierig, die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente zu erfüllen, auch reichen die Leistungen in der Regel nicht aus, um die eigene Existenz zu sichern. Durchschnittlich 772 Euro zahlte der Staat 2017 bei vollem Leistungsanspruch an Erwerbsminderungsrentner aus. Bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1.945 Euro im Monat bei Arbeitnehmern entsteht eine große Versorgungslücke beim Bezug der Erwerbsminderungsrente.

  • Wurde der Antrag auf Erwerbsminderungsrente abgelehnt, bleibt nur die Sozialhilfe. Der Hartz IV Höchstregelsatz liegt 2019 bei 424 Euro für Alleinstehende.

Quellen:

https://www.test.de/erwerbsminderungsrente-5176318-0/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/370558/umfrage/monatliche-nettoloehne-und-gehaelter-je-arbeitnehmer-in-deutschland/

Berufsanfänger, Stundenden und Auszubildende haben keine staatliche Absicherung

Der Verlust der Arbeitskraft ist vor allem für Auszubildende, Berufsanfänger und Studenten existenzbedrohend. Da sie im Regelfall noch nicht lange genug in die Rentenkasse einbezahlt haben, besteht für sie kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Bei einer krankheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit erhalten sie vom Staat keinerlei Leistung.

Individuelles Berufsrisiko

Obwohl jede Person berufsunfähig werden kann, gibt es Berufsgruppen, bei denen ein deutlich höheres Risiko vorliegt. Dazu gehören vor allem körperliche Tätige, wie Gerüstbauer, Dachdecker, Fliesenleger, Zimmerer, Maurer und Gartenbauer. Doch auch Arzthelfer sowie Kranken- und Altenpfleger gelten aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos als BU-gefährdet. Vor allem beim Umgang mit Desinfektionsmitteln und Latexhandschuhen kann es zudem zur Entwicklung von Allergien kommen, die das Ausführen des Berufs unmöglich machen. Zum Überraschen vieler Versicherungsnehmer gelten auch Bäcker und Konditoren als risikoreich, berufsunfähig zu werden. Sie arbeiten nicht nur körperlich, sondern auch mit schweren und hoch temperierten Maschinen und Arbeitsgeräten.

Die meisten Versicherungsgesellschaften stufen die Berufsgruppen in fünf verschiedene Kategorien ein. Dabei gilt: Umso höher die Einstufung, desto eher besteht die Gefahr einer Berufsunfähigkeit. Die Berufsgruppe stellt ein wichtiger Faktor bei der Beitragsberechnung dar. Denn um das erhöhte Risiko für die Gesellschaft auszugleichen, steigt auch die Prämie entsprechend der Gefahrengruppe.

Risikogruppe Berufsunfähigkeitsrisiko Beispiele für Berufe
Berufsgruppe 1 Sehr geringes Risiko Bürokaufleute, Immobilienkaufleute, Architekten
Berufsgruppe 2 Unterdurchschnittliches Risiko Bauzeichner, Medienkaufleute
Berufsgruppe 3 Erhöhtes Risiko Tierarzt, Lehrer, Erzieher
Berufsgruppe 4 Hohes Risiko Koch, Kranken- und Altenpfleger, Bäcker
Berufsgruppe 5 Sehr hohes Risiko Dachdecker, Pilot, Tätowierer, Personenschützer

Nicht versicherbare Berufe

Für manche Berufe liegt ein so hohes BU-Risiko vor, dass die Gesellschaften im Voraus eine Versicherung ablehnen. Dazu gehören beispielsweise Berufssportler, Artisten, Feuerwerker und Abrisshelfer. Doch auch Künstler haben im Regelfall keine Chance, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Für diese Berufe stellt eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung eine gute Alternative dar.

BU für verschiedene Berufsgruppen

Abweichen von klassischen Berufsgruppen wie Kaufleute oder Handwerker, gibt es Berufe, die einen speziellen Tarif erhalten. Jede dieser Berufsgruppe ist mit individuellen Risiken konfrontiert oder benötigt eine Absicherung, die von den regulären Leistungen oder Tarifmerkmalen abweicht. Für die nachfolgenden Berufe sehen die Gesellschaften gesonderte Berufsunfähigkeitsversicherungen vor, die auf die jeweilige Lebenssituation und den Bedarf der Versicherten zugeschnitten sind:

Risiko verschiedener Berufsgruppen als Grundlage für die Entscheidung einer Berufsunfähigkeitsversicherung

BU für Studenten und Schüler

Kaum ein junger Mensch denkt über die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeit nach. Dabei zeigen die Statistiken, dass vor allem Personen unter 40 Jahren von dem Risiko betroffen sind. Noch dazu ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten und Schüler besonders günstig, da sie ein niedriges Eintrittsalter, meist keine Vorerkrankungen und einen risikoarmen Beruf haben. Bei den meisten Gesellschaften wird der Vertrag bis zu seinem Ablauf mit einem vergleichsweise günstigen Beitrag fortgeführt, auch wenn die Versicherungsnehmer später einem risikoreichen Beruf nachgehen sollten.

BU für Beamte

Beamte im öffentlichen Dienst benötigen eine sogenannte Dienstunfähigkeitsversicherung. Diese leistet, sobald die versicherte Person aus medizinischen Gründen aus ihrem Dienst ausscheidet. Wichtig ist, dass der Vertrag eine „echte Dienstunfähigkeitsklausel“ oder auch „Beamtenklausel“ enthält. In diesem Fall ist ein amtlicher Dienstunfähigkeitsbescheid wie die Entlass- oder Ruhestandsurkunde für die Leistung der Gesellschaft ausreichend.

BU für Ärzte

Der Beruf des Arztes birgt verschiedene Risiken. Enormer Leistungsdruck und Belastungen können zu psychischen Erkrankungen führen, welche die Ausübung der geistigen Tätigkeit einschränken. Außerdem sind Ärzte täglich einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Aus diesem Grund haben viele Versicherungsgesellschaften spezielle Klauseln eingeführt, welche die Leistungen bei Infektionen verbessern.

Hinweis: Ärzte erhalten vom berufsständischen Versorgungswerk erst dann eine Rente, wenn sie ihren Beruf komplett aufgegeben haben. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet bereits, wenn die Tätigkeit zu 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann.

BU für Lehrer

Lehrer stehen unter einem hohen Druck. Bei ihnen sind psychische Erkrankungen die Hauptursache einer Berufsunfähigkeit. Aus diesem Grund ist für diese Berufsgruppe die Absicherung besonders wichtig.

Bei einer BU-Versicherung für Lehrer ist zu unterscheiden, ob diese verbeamtet wurden, angestellt oder freiberuflich tätig sind. Als Beamte benötigen sie eine Dienstunfähigkeitsversicherung.

BU für Auszubildende

Für Auszubildende ist die Berufsunfähigkeitsversicherung äußerst lohnenswert. Sie zahlen aufgrund des niedrigen Eintrittsalters nicht nur einen günstigen Beitrag, sie sichern sich auch gegen das Risiko der Arbeitsunfähigkeit ab. Denn Auszubildende haben seitens des Gesetzgebers keinen Schutz, wenn sie erwerbsunfähig werden. Bei einer BU-Versicherung mit Auszubildendentarif sehen die meisten Gesellschaften eine Erhöhung des Beitrags nach einem bestimmten Zeitraum vor.

BU für Selbstständige

Für Selbstständige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig. Vor allem dann, wenn sie sich von der Rentenversicherungspflicht befreien ließen. Da zudem Selbstständige keine gesetzliche Unfallversicherung haben, sind sie bei einem Arbeits- oder Wegeunfall nicht abgesichert. Können sie ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen, erhalten sie keine oder nur wenig Leistung vom Staat. Damit ist nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch das gesamte Unternehmen gefährdet.

Abhängig von ihrer Branche können Selbstständige leicht oder erschwert eine BU-Versicherung erhalten.

Darauf sollten Sie bei einer BU-Versicherung achten

Die Berufsunfähigkeitsversicherungen ist eine der wichtigsten Versicherungen. Doch der Abschluss eines Vertrages stellt so manchen Verbraucher für Schwierigkeiten. Aus diesem Grund soll diese Checkliste Ihnen dabei helfen, nicht nur die Leistungen, sondern auch wesentliche Vertragsmerkmale zu berücksichtigen.

Punkt 1: Höhe der BU-Rente

Die BU-Rente sollte mindestens 60 bis 75 Prozent des Einkommens absichern. Auszubildende, Berufseinsteiger und Studenten benötigen eine höhere Absicherung, da sie im Regelfall weder Ansprüche an den Staat noch finanzielle Rücklagen haben.

Punkt 2: Vereinbarter Prognosezeitraum

Der Prognosezeitraum umschreibt den Zeitraum, für den die Berufsunfähigkeit andauern muss, um als „dauerhaft“ zu gelten. In den letzten Jahren kam es zu diversen Rechtsprechungen, bei denen die Gesellschaft eine Einschränkung erst bei einem Bestehen von drei Jahren als dauerhaft anerkannte. Viele Gesellschaften erweiterten daher ihre Bedingungen, indem sie den Zusatz „voraussichtlich für mindestens sechs Monate“ im Prognosezeitraum ergänzten.  Dies bedeutet, die Kunden erhalten dann ihre BU-Rente, wenn der Arzt bestätigt, dass sie für mindestens sechs Monate ihrer Arbeit nicht uneingeschränkt nachgehen können.

Punkt 3: Verzicht auf abstrakte Verweisung

Der Verzicht auf eine Verweisung ist wesentlich für eine Berufsunfähigkeit. Liegt diese Klausel nicht im Vertrag vor, können die Versicherten grundsätzlich auf die Ausübung einer anderen Tätigkeit verwiesen werden, die sie trotz ihrer körperlichen oder psychischen Erkrankung ausüben können.

Aus diesem Grund müssen Sie bei der Antragstellung drauf achten, dass der Versicherer die Klausel des Verweisungsverzichts in seinen Verträgen hinterlegt hat.

Punkt 4: Vorerkrankungen

Der Begriff „Vorerkrankungen“ umfasst Krankheiten, die sich maßgeblich auf das Risiko der Berufsunfähigkeit auswirken können. Bei chronischen oder schweren Krankheiten wie Allergien, Asthma, Diabetes, Herzerkrankungen oder Nervenkrankheiten kann es zu Leistungsausschlüssen oder Ablehnung des Antrags kommen. Auch vorangegangene Verletzungen der Muskulatur oder der Knochen sowie psychische Erkrankungen können Einfluss auf den Versicherungsschutz nehmen.

Punkt 5: Zahlung der Leistung

Achten Sie beim Abschluss einer BU-Versicherung darauf, dass die Gesellschaft auch rückwirkend Leistungen bezahlt. Dies bedeutet, Sie erhalten die BU-Rente rückwirkend zu dem Zeitpunkt, zu dem die Berufsunfähigkeit eingetreten ist – auch wenn die Diagnose und die Meldung an die Gesellschaft später stattfanden. Die Gesellschaften unterscheiden sich bei ihren Auszahlungskriterien, indem manche Versicherer zum Zeitpunkt der Diagnose und andere erst nach Eingang der Meldung bei der Gesellschaft bezahlen.

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Die Leistungen einer Berufs­unfähigkeits­versicherung

Die Grundleistung der BU-Versicherung ist die Berufsunfähigkeitsrente. Die Versicherungsnehmer erhalten eine monatliche Zahlung, die das entfallene Einkommen ausgleichen soll. Die Höhe der Rente kann individuell festgelegt werden. Die BU-Rente wird solange bezahlt, wie die versicherte Person berufsunfähig ist und lebt, maximal bis zur vereinbarten Leistungsdauer.

Bei Vertragsabschluss müssen die Antragsteller angeben, bis zu welchem Endalter die Rente im Versicherungsfall bezahlt werden soll. Der Ablauf der Leistungsdauer sollte dem Termin entsprechend, zudem die reguläre Altersrente greift.

Lebenslange Berufsunfähigkeitsrente

Manche Gesellschaften bieten die Möglichkeit, bei Eintritt der Berufsunfähigkeit vor einem bestimmten Lebensjahr (in der Regel vor dem 40. Lebensjahr), eine lebenslange Rente zu vereinbaren. Verbrauchern ist angeraten diese Option zu nutzen, da sie in jungen Jahren nur geringe Anteile in die Rentenkasse einbezahlt haben und entsprechend einen niedrigen Anspruch haben.

Darüber hinaus gibt es weitere Leistungen, die abhängig vom Anbieter und dem gewählten Tarif im Vertrag eingeschlossen sind:

Wiedereingliederungshilfe

Wenn die Versicherungsnehmer während ihrer Berufsunfähigkeit neue Kenntnisse erlernen, um einem anderen Beruf nachgehen zu können, erhalten sie bei Wiedereintritt in das Berufsleben weniger oder keine Leistungen mehr aus der BU-Rente.

Da die Gesellschaft keine Aufwendungen mehr erbringen muss, belohnt sie ihre Versicherte mit einer Wiedereingliederungshilfe. Dabei handelt es sich um eine Einmalzahlung, die zum Anreiz für die Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit dienen soll. Die Höhe der Wiedereingliederungshilfe variiert abhängig von der Gesellschaft und kann bis zu sechs Monatsrenten betragen.

Leistungsdynamik

Der Einschluss einer Leistungsdynamik bietet verschiedene Vorteile. Versicherte können auf diese Weise auf Lohnerhöhungen und steigende Lebenshaltungskosten reagieren. Denn der Versicherer erhöht in regelmäßigen Abständen die BU-Rente um einen im Voraus festgelegten Prozentsatz. Mit der Leistungsanpassung steigt jedoch auch der Beitrag für die Versicherung.

Leistung bei Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit bedeutet, krankheitsbedingt nicht seiner Tätigkeit nachgehen zu können. Angestellte erhalten bei ihrem Arzt einen „gelben Zettel“, den sie ihrem Arbeitgeber und der Krankenkasse vorlegen müssen. Die Bescheinigung enthält die Diagnose der Arbeitsunfähigkeit sowie den voraussichtlichen Zeitraum der Krankschreibung. Manche Versicherungsgesellschaften leisten nicht nur, wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt, sondern auch wenn die Versicherungsnehmer länger als sechs Monate arbeitsunfähig sind.

Weltweiter Versicherungsschutz

Der weltweite Versicherungsschutz ist eine leistungserweiternde Klausel, die manche Gesellschaften vereinbaren. Dies bedeutet, dass eine Berufsunfähigkeit auch dann abgesichert ist, wenn diese im Ausland eintritt. Wichtig ist dies vor allem dann, wenn die Versicherten berufsbedingt häufig reisen.

Manche Versicherer beschränken den weltweiten Versicherungsschutz der BU auf einem bestimmten Zeitraum. Wer seinen Wohnsitz aus Deutschland abmelden möchte oder für länger als sechs Monate im Ausland arbeiten wird, sollte zuvor prüfen, ob der Versicherungsschutz erhalten bleibt.

Leistungen erhöhen ohne erneute Gesundheitsprüfung: Nachversicherungsgarantie

In den meisten Fällen entspricht nach einigen Jahren die bei Vertragsschluss vereinbarte BU-Rente nicht mehr dem aktuellen Bedarf. Lohnerhöhungen und Inflationsraten machen es notwendig, die Leistung anzupassen, um Versicherungslücken zu vermeiden. Grundsätzlich müssen Versicherungsnehmer jedoch eine erneute Gesundheitsprüfung in Kauf nehmen, wenn sie weitere oder verbesserte Leistungen in ihren Vertrag aufnehmen möchten.

Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht es, ohne erneute Gesundheitsprüfung, die BU-Rente bis um eine bestimmte Höhe aufzustocken. Allerdings ist die Anwendung der Nachversicherungsgarantie nur bei wesentlichen Veränderungen der persönlichen Lebensumstände möglich. Einige Beispiele für Ereignisse, die eine Erhöhung der BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglichen, sind:

  • Eine Heirat
  • Die Geburt oder Adoption eines Kindes
  • Eine Scheidung
  • Der Abschluss des Studiums oder der Ausbildung
  • Der Abschluss einer akademischen Weiterqualifizierung
  • Die Aufnahme einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit
  • Der Erwerb einer Immobilie
  • Eine Einkommenssteigerung von mehr als 10 Prozent

Um die Nachversicherungsgarantie in Anspruch nehmen zu können, sind die Versicherten an Fristen gebunden. Sie müssen innerhalb eines bestimmten Zeitraums den Versicherer über die veränderte Lebenssituation in Kenntnis setzen und eine Erhöhung der Leistung beantragen. Die jeweiligen Fristen werden in den Bedingungen der Gesellschaften definiert.

Wer die Nachversicherungsgarantie in Anspruch nimmt, muss entsprechend der Rentenerhöhung mit einer Beitragsanpassung rechnen. Doch viele Gesellschaften schließen für die zusätzliche Rentenleistung einen weiteren Vertrag ab. Die Beitragsberechnung für die Erhöhung wird am aktuellen Alter der Versicherungsnehmer bemessen, weshalb eine Nachversicherung zu einem erheblichen Mehrbeitrag führen kann.

Bei der Tarifauswahl muss einiges beachtet werden

Vor dem Abschluss einer BU-Versicherung sollten Verbraucher einige wichtige Faktoren berücksichtigen. Diese wirken sich nicht nur auf die Höhe des Beitrags aus, sondern auch auf die Leistungen im Versicherungsfall.

Höhe der monatlichen Rente

Die Höhe der BU-Rente sollte immer dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Sie muss ausreichend sein, um die laufenden Kosten wie Miete und Versicherungen als auch die Lebenshaltungskosten für Nahrungsmittel und Kleidung zu decken.

Um herauszufinden, wie hoch die Leistung sein muss, sollten Verbraucher ihre monatlichen Ausgaben detailliert aufschreiben. Diesen stellen sie ihre Einnahmen gegenüber, die sie auch ohne die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit verbuchen. Dazu gehören beispielsweise Mieteinnahmen und Kapitalanlagen.

  • Als Faustregel gilt: Die Rente sollte mindestens 60 bis 75 Prozent des Bruttoeinkommens entsprechen

Bereicherungsverbot bei Summenleistungen

Seit 2008 gibt es grundsätzlich kein Bereicherungsverbot mehr. Nach diesem Gesetz war es Versicherten untersagt, eine BU-Rente zu vereinbaren, die deutlich über ihrem Bedarf liegt. Heute können Versicherungsnehmer theoretisch eine höhere Leistung beantragen, als sie im Versicherungsfall benötigen würden. Allerdings dürfen die Gesellschaften selbst entscheiden, ob sie den Antrag in dieser Form annehmen.

Da eine deutlich höhere BU-Rente für Versicherte lukrativer sein könnte als einer Tätigkeit nachzugehen, sehen die Gesellschaften hierbei ein hohes Risiko für eine Berufsunfähigkeit. In vielen Fällen werden Anträge mit unangemessen überhöhten Versicherungssummen abgelehnt.

Leistungsprogression

In der Regel zahlen Versicherungsgesellschaften bei einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent die BU-Rente in voller Höhe. Es gibt jedoch auch Versicherer, die eine Teilzahlung bei einer niedrigeren Progression vorsehen.

Ein Beispiel:

Aufgrund von Rückenproblemen kann ein Versicherungsnehmer nur noch zu 75 Prozent arbeiten. Damit ist er nur zu 25 Prozent berufsunfähig, was für den Bezug der vollen Rente nicht ausreicht. Sieht die Gesellschaft jedoch eine Teilzahlung bei geringerer Progression vor, erhält er anteilig seine vereinbarte BU-Rente.

Tarife, die eine Teilzahlung bei geringerer Berufsunfähigkeit vorsehen, sind teurer, als klassische Tarife, die ab einer 50-prozentigen BU leisten.

Eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitszusatzversicherung

Verbraucher können die BU-Versicherung in verschiedenen Formen abschließen:

  • Als eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung oder
  • als Zusatzversicherung bei Risiko- oder Rentenversicherung (BUZ)

Die BUZ unterscheidet sich wesentlich von der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Zusatzversicherung wird als Baustein beim Abschluss einer Risiko- oder Rentenversicherung beantragt. Die Versicherten erhalten eine im Voraus vereinbarte Leistung oder eine anteilige Zahlung aus ihrer Versicherungssumme.

Bei der Kombination aus einer BUZ und einer Risikolebensversicherung leistet der Versicherer sowohl im Todesfall als auch bei Berufsunfähigkeit. Für viele Versicherte scheint es von Vorteil, verschiedene Leistungen in einem Vertrag zu kombinieren und einen Gesamtbeitrag zu bezahlen. Allerdings birgt dies auch Nachteile, denn häufig ist eine BUZ weniger flexibel und teurer, als eine eigenständige BU-Versicherung. Zudem verlieren die Kunden, wenn sie die Beiträge für ihre Risiko- oder Rentenversicherung nicht mehr bezahlen können, auch den Schutz bei Berufsunfähigkeit.

BUZ bei einer Rentenversicherung

Beim Abschluss einer Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitsschutz können Verbraucher zwischen zwei Optionen wählen: Entweder erhalten sie im Versicherungsfall eine Leistung in Form einer BU-Rente oder die Beitragspflicht entfällt. Letzteres sorgt dafür, dass die Versicherungsnehmer bei Berufsunfähigkeit keine Beiträge mehr bezahlen müssen, und dennoch die vereinbarte Leistung bei Rentenbeginn erhalten.

Mit oder ohne Beitragsrückgewähr

Die BU-Versicherung ist eine reine Risikoabsicherung. Dies bedeutet, Versicherungsnehmer zahlen einen Beitrag, um sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Tritt der Versicherungsfall ein, erhalten sie ihre vereinbarte Rente. Können sie ihrem Beruf jedoch bis Ablauf der Vertragslaufzeit nachgehen, steht ihnen keine Leistung zu.

Damit am Ende der Vertragsdauer nicht alle Beiträge verloren sind, können Verbraucher einer BU-Versicherung mit Beitragsrückgewähr abschließen.

Berufsunfähigkeitsversicherung mit Beitragsrückgewähr

Vereinbart ein Versicherungsnehmer eine BU-Versicherung mit Beitragsrückgewähr, legt die Gesellschaft einen Teil des Beitrags in Sparanlagen an. Auf diese Weise versucht sie Überschüsse zu erwirtschaften, die dem Kunden nach Ablauf der Vertragslaufzeit ausbezahlt werden. Bei einer BU- mit Beitragsrückgewähr erhalten die Kunden also nicht ihre einbezahlten Beiträge zurück, sondern werden an den von der Gesellschaft erwirtschafteten Gewinnen beteiligt. Wie hoch die Summe nach Ablauf des Vertrages ausfällt, lässt sich nicht sagen und ist von der Entwicklung des Finanzmarktes abhängig.

Als Voraussetzung für eine Beitragsrückgewähr gilt, dass während der gesamten Vertragslaufzeit kein Versicherungsfall eingetreten ist.

Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Beitragsrückgewähr

Der Beitrag für eine BU-Versicherung ohne Beitragsrückgewähr fällt deutlich niedriger aus, als bei einer Beitragsrückgewähr. Denn am Ende der Vertragslaufzeit wird den Versicherungsnehmern keine Gewinnbeteiligung gutgeschrieben. Dies bedeutet, mit Ablauf der BU-Versicherung entfällt lediglich die Beitragszahlung.

Berufs­unfähigkeits­versicherung Test: Die besten Tarife

2017 hat Stiftung Warentest 74 BU-Versicherungen unter die Lupe genommen. Rund 31 Angebote wurden mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet, viele weitere gelten als gut. Die besten Tarife fanden sich bei der Europa (SBU E-BU), Hannoversche (SBU 17 B1), Alte Leipziger (SBU BV10 BV11), Provinzial Nordwest (BUZ Top) und R+V (SBU BV04, BUZ).

Quelle: https://www.test.de/Berufsunfaehigkeitsversicherung-im-Test-4881349-0/

Die Ratingagentur Franke und Bornberg testete Berufsunfähigkeitsversicherer in Bezug auf das Preis-Leitungs-Verhältnis und die Kundenfreundlichkeit der Versicherungsbedingungen. Spitzenreiter war bei diesem Test der Berufsunfähigkeitsschutz des Anbieters Canada Life.

Die Bayerische galt für alle geprüften Berufsgruppen bis auf Selbstständige als sehr gut. Die SBU XL von InterRisk konnte mit Ausnahme von Akademikern überzeugen, während der Tarif B1A der Hannoversche nicht für Angestellte, dafür für Selbstständige gut geeignet ist.

Quelle: https://www.finanzen.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/testsieger

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BU Versicherer im Überblick

Allianz

Die Allianz bietet drei verschiedene BU-Tarife, von denen einer einen zusätzlichen Schutz bei Pflegebedürftigkeit beinhaltet. Während für die Basisabsicherung ein Prognosezeitraum von drei Jahren hinterlegt ist, gilt für die anderen Tarife der verkürzte Zeitraum von sechs Monaten. Außerdem leistet der Versicherer auch bei Krankschreibung.

Alte Leipziger

Bei der Alten Leipziger können die Versicherten den Baustein „Leistung bei Krankschreibung“ individuell einschließen. Außerdem bezahlt der Versicherer eine Sofort-Rente bei Krebs. Benötigen die Versicherungsnehmer einer Chemo- oder Strahlentherapie oder müssen nach einer Operation lebenslang Medikamente einnehmen, erhalten sie für 15 Monate eine Rentenleistung.

AXA

Bei der AXA gibt es sowohl eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherungen als auch Zusatzversicherungen an. Das Unternehmen bietet sogenannte Starter-Tarife für Auszubildende und Studenten. In den ersten Jahren zahlen diese einen niedrigen Beitrag, der jedoch mit zunehmendem Alter steigt. Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit können optional eingeschlossen werden. Versicherte erhalten dann nicht nur die Zahlung bei Berufsunfähigkeit, sondern auch wenn sie länger als sechs Monate krankgeschrieben sind.

Continentale

Die Continentale bietet verschiedene BU-Versicherungen, darunter auch spezielle Tarife für junge Leute und Schüler. Mit der Premium-Vorsorge für Schüler können Eltern ihr Kind frühzeitig absichern und ihnen so einen günstigeren Beitrag garantieren. Nach der Schule findet eine Vertragsanpassung an das neue Berufsbild statt, ohne erneute Gesundheitsprüfung. Außerdem sieht der Tarif eine monatliche BU-Rente von 1.000 Euro vor, wenn die versicherte Person länger als sechs Monate nicht am Unterricht teilnehmen kann.

DBV

Die DBV bietet sowohl einen Berufsunfähigkeitsschutz als auch eine Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte. Beim Abschluss einer BU-Versicherung ist das Risiko der Dienstunfähigkeit bereits enthalten. Somit müssen Versicherte, die später verbeamtet werden, keine neue Versicherung abschließen.

Debeka

Bei der Debeka können Kunden zwischen zwei BU-Tarifen wählen. Beide Tarife verzichten auf eine abstrakte Verweisung, doch nur die Top-Variante bietet rückwirkenden Versicherungsschutz. Jedoch nur bis zu einem Zeitraum von maximal sechs Monaten.

DEVK

Die DEVK leistet nicht nur bei Berufsunfähigkeit, sondern auch bei einer durchgehenden Krankschreibung von sechs Monaten. Außerdem verzichtet das Unternehmen auf die abstrakte Verweisung und bietet weltweiten Versicherungsschutz.

Die Bayerische

Die BU PROTECT young der Bayerischen richtet sich speziell an junge Leute. Versicherte starten mit einem vergünstigten Anfangstarif, der sich im Laufe der Jahre erhöht. So zahlen sie bis zum sechsten Versicherungsjahr 40 Prozent des regulären Beitrags, 70 Prozent bis zum elften Versicherungsjahr und erst danach die volle Versicherungsprämie.

Ergo

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung der Ergo wird vor allem für Studenten empfehlen, denn die Gesellschaft verzichtet auf eine Befristung im Leistungsfall. Außerdem bietet das Unternehmen eine BU-Versicherung für Hausfrauen. Unter Umständen gibt es jedoch eine abstrakte Verweisung innerhalb der Tarife.

Generali / Aachen Münchener

Die Generali bietet seit 2018 keine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung mehr an, sondern greift auf die Produktpalette der Aachen Münchener zurück. Dennoch können Kunden mit einer BU-Versicherung das Programm „Generali Vitality“ in Anspruch nehmen. Bei einem gesunden Lebensstil sammeln die Versicherten Vitality-Punkte, mit denen sie sich Cashbacks auf ihre Prämie sichern können.

Gothaer

Die Gothaer bietet einen Plus- und einen Premiumtarif an. Die Premium-Absicherung sieht eine lebenslange Rentenzahlung bei Pflegebedürftigkeit sowie Leistung bei ununterbrochener Krankschreibung von mindestens sechs Monaten vor. Außerdem erhalten die Versicherungsnehmer eine finanzielle Zusatzleistung, wenn ihr Kind an einer schweren Krankheit erkrankt.

Hannoversche / VHV

Die Berufsunfähigkeitsversicherung der Hannoversche ist Testsieger in puncto Preisleistung und Kundenservice. Die Gesellschaft verzichtet auf eine abstrakte Verweisung, sieht einen verkürzten Prognosezeitraum vor und leistet auch dann, wenn eine Pflegebedürftigkeit für mindestens sechs Monate vorliegt. Außerdem bietet der Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen ein vereinfachtes Antragsverfahren.

HDI

Die EGO Top Berufsunfähigkeitsversicherung der HDI leistet bei einem Prognosezeitraum von sechs Monaten sowie bei bedingungsgemäßer Krankschreibung. Der Arbeitsausfall wird für maximal 24 Monate erstattet oder bis die BU-Rente greift. Diese wird auch rückwirkend zum Tag des Eintritts der Berufsunfähigkeit bezahlt.

HUK Coburg

Die HUK Coburg bietet einen BU-Schutz lediglich in Kombination mit einer Risiko- oder Rentenversicherung an. Im Bereich der BUZ schneidet die Versicherung als sehr gut ab. Für junge Personen hält die Gesellschaft zudem Einsteigertarife mit günstigeren Konditionen bereit.

Sparkassen Versicherung

Die Sparkassen Versicherung bietet eine BUZ in Kombination mit einer Lebens- oder Rentenversicherung an. Die Absicherung lässt sich mit einer betrieblichen Altersvorsorge kombinieren, womit die monatliche Belastung für Versicherte deutlich geringer ausfällt.

Swiss Life

Bei der Swiss Life können Versicherte ihren Beitrag senken, wenn sie in einen risikoärmeren Beruf wechseln. Außerdem besteht für die Kunden die Möglichkeit, bei finanziellen Schwierigkeiten die Prämie für bis zu 36 Monate auf fünf Euro im Monat zu reduzieren. Für Auszubildende bietet die Gesellschaft einen Tarif mit einem vergünstigten Anfangsbeitrag an. Die BU-Versicherung kann später ohne erneute Gesundheitsprüfung mit einer Altersvorsorge kombiniert werden.

WGV

Die Berufsunfähigkeitsversicherung der WGV wird in Kombination mit einer Renten- oder Risikolebensversicherung angeboten. Der Gesellschaft leistet rückwirkend bei verspäteter Anzeige bis zu einem Zeitraum von drei Jahren.

WWK

Die WWK bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Basis- oder Komfortschutz. Die Klausel des Verweisungsverzichts ist nur im Komforttarif enthalten. Versicherungsnehmer können optional die lebenslange Rente einschließen. Im Versicherungsfall steht den Kunden eine kostenfreie Beratung durch Spezialisten zur Verfügung.

Vorteile einer BU-Versicherung im Überblick

Sichert die finanzielle Existenz bei Berufsunfähigkeit

Wer seiner Arbeit nicht mehr nachkommen kann, erzielt kein Einkommen mehr. Staatliche Leistungen bieten nicht ausreichend finanziellen Schutz, wodurch existenzbedrohende Versorgungslücken entstehen.

Einkommenssicherung auch für Azubis und Berufseinsteiger

Auszubildende und Berufseinsteiger haben keine oder nur geringe Ansprüche an die Rentenkasse. Im Falle einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit besteht für sie keine finanzielle Absicherung.

Keine Wartezeiten

Aufgrund der Gesundheitsprüfung entfällt die Wartezeit. Versicherte haben mit Beginn ihres Vertrages uneingeschränkten Versicherungsschutz.

Leistungen nicht erst bei Ausfall der gesamten Arbeitskraft

Die BU-Versicherung bezieht sich auf den zuletzt ausgeübten Beruf. Im Vergleich zur Erwerbsunfähigkeit leistet sie nicht erst dann, wenn die Versicherten keiner Arbeit mehr nachkommen können.

Ursache spielt keine Rolle

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt alle medizinischen Ursachen einer Berufsunfähigkeit ab. Es spielt im Regelfall keine Rolle, ob die Versicherten aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls oder aus psychischen Gründen nicht mehr arbeiten können.

Rentenhöhe lässt sich dem tatsächlichen Bedarf anpassen

Antragsteller können die Höhe der Rente entsprechend ihrem persönlichen Bedarf festlegen. Im Rahmen der Nachversicherungsgarantie haben sie außerdem die Möglichkeit, ohne erneute Gesundheitsprüfung auf Veränderungen der Lebenssituation zu reagieren.

Junger Mann weist auf Vorteile einer Versicherung hin

Nachteile einer BU-Versicherung im Überblick

Junger Mann ärgert sich über die Nachteile einer Versicherung

Gesundheitsprüfung und mögliche Leistungsausschlüsse

Vor dem Abschluss einer BU-Versicherung müssen sich alle Antragsteller einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Bei Vorerkrankungen kann es zu Leistungsausschlüssen oder einer Antragsablehnung kommen.

Teure Absicherung für manche Berufe

Für risikoreiche Berufe ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit hohen Kosten verbunden.

Reine Risikoversicherung

Sofern keine Beitragsrückgewähr vereinbart wurde, ist die BU eine reine Risikoversicherung. Trat während der Vertragslaufzeit kein Versicherungsfall ein, erhalten die Kunden keine Leistung für die bezahlten Beiträge.

Unter Umstände lange Prüfungsverfahren bis zur Auszahlung

Sofern im Tarif keine Frist für die Prognose festgelegt wurde, kann sich die Prüfung im Schadensfall lange hinziehen. Entscheidend dabei ist, zu klären, ob tatsächlich eine 50-prozentige Einschränkung vorliegt und ob diese für mindestens sechs Monate bestehen bleibt.

Leistungen der BUZ meist nicht ausreichend

Die Leistungen einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung in Kombination mit anderen Lebensversicherungen sind meist nicht ausreichend. Experten empfehlen, eine eigenständige BU-Versicherung abzuschließen und Risikoprodukte von Kapital- und Vermögensanlagen zu trennen.

Wahrheitsgemäße Angaben bei der Gesundheitsprüfung

Die Gesundheitsprüfung spielt beim Abschluss einer BU-Versicherung eine sehr wichtige Rolle. Denn falsche oder fehlende Angaben können im Versicherungsfall zur Leistungskürzung oder gar zur Leistungsverweigerung führen. Enthält der Antragsteller der Gesellschaft Informationen zu seinem Gesundheitszustand vor, kann der Versicherer bei Kausalität die Zahlung der BU-Rente verweigern.

Aus diesem Grund sollten sich Antragsteller beim Beantworten der Gesundheitsfragen Hilfe von ihrem Hausarzt holen. Auf diese Weise können alle Fragen vollständig beantwortet werden. 

Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten - Lohnt sich das?

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Lohnt sich der hohe Beitrag oder ist es sinnvoller, das Geld als finanzielle Rücklagen anzulegen? Viele Verbraucher fragen sich, mit welcher Belastung sie beim Abschluss der BU-Versicherung rechnen müssen und ob die Absicherung auch für risikoreiche, teure Berufe tatsächlich lohnenswert ist. Bei beiden Fragen gilt: Hier muss im Einzelfall entschieden werden.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Es lässt sich keine pauschale Aussage treffen, was eine BU-Versicherung kostet. Für die Beitragsberechnung ziehen die Gesellschaften verschiedene Faktoren heran, die bei jeder Person unterschiedlich sind.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Höhe der vereinbarten BU-Rente
  • Leistungszeitraum
  • Eintrittsalter der versicherten Person
  • Risikozuschläge aufgrund von Vorerkrankungen oder risikoreichen Freizeitaktivitäten
  • Aktueller Beruf
  • Anteil der Bürotätigkeit
  • Personalverantwortung (Anzahl der Mitarbeiter)

Grundsätzlich gilt jedoch: Umso jünger eine Person, desto günstiger ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Dementsprechend sollte die BU so früh wie möglich, bestenfalls noch vor dem 25. Lebensjahr abgeschlossen werden.

Ein Beispiel:

Der monatliche Beitrag für eine 20-jährige Büroangestellte ohne Vorerkrankungen mit einer BU-Rente von 1.200 Euro liegt zwischen 50 und 55 Euro für einen als „sehr gut“ ausgezeichneten Tarif. Die Dauer der Absicherung wird bis zum 67. Lebensjahr vereinbart und es findet keine Beitragsrückgewähr statt. Eine 40-jährige Büroangestellte bezahlt für dieselben Leistungen einen monatlichen Beitrag von 85 bis 100 Euro.

Manche Gesellschaften bieten Rabatte für Nichtraucher. Antragsteller sollte davon absehen, bei diesem Punkt Falschangaben zu machen. Denn die Häufigkeit des von Zigarettenkonsums wird bei vielen Ärzten notiert und in den Krankenakten hinterlegt. Im Versicherungsfall darf die Gesellschaft die Leistung anteilig kürzen. Als Nichtraucher gilt erst, wer länger als 12 Monate keine Zigarette geraucht hat.

Tipp: Versicherer vergleichen und Beiträge sparen

Verbraucher, die auf der Suche nach einer leistungsstarken und kostengünstigen Berufsunfähigkeitsversicherung sind, sollten verschiedene Anbieter vergleichen. Auf diese Weise haben sie die Möglichkeit, das für sie günstigste Angebot zu finden, mit dem sie ihren Bedarf rundum absichern.

Lohnt sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wird eine Person berufsunfähig, hat sich der Abschluss einer Versicherung für sie immer gelohnt. Doch niemand kann im Voraus sagen, ob das Risiko tatsächlich eintreten wird. Daher lässt sich so nicht sicher sagen, ob sich der Abschluss er BU-Versicherung auch lohnt.

Aufgrund der vergleichsweise noch niedrigen Beiträge und der hohen Gefahr einer Berufsunfähigkeit ist vor allem jungen Menschen zur Absicherung des Risikos geraten. Sie haben keine oder nur geringe Ansprüche aus der Rentenkasse, wenig finanzielle Rücklagen und ihnen stehen noch viele Jahre im Berufsleben bevor. Der Verlust ihrer Arbeitskraft kann ihr gesamtes restliches Leben beeinflussen.

Empfehlenswert ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Personen, die finanziellen Verpflichtungen gegenüberstehen. Das Versorgen einer Familie oder die Belastung macht den Verzicht auf ein regelmäßiges Einkommen unmöglich. Der Verlust der Arbeitskraft würde nicht nur die eigene finanzielle Existenz bedrohen, sondern auch die der Familie. Außerdem könnten Kredite nicht mehr bezahlt werden, was den Verkauf des Eigenheims notwendig machen würde.

Selbstständige zahlen abhängig von ihrer Branche einen relativ hohen Beitrag für ihre BU-Versicherung. Bei ihnen besteht eine hohe Gefahr, aufgrund der psychischen Belastung berufsunfähig zu werden. Doch vor allem für Selbstständige lohnt sich die Absicherung, trotz des hohen finanziellen Aufwands. Denn wenn sie ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen können, generieren sie unter Umständen keinen Umsatz mehr und der Betrieb steht still. Dennoch müssen laufende Betriebskosten wie Löhne, Pacht und Leasingverträge bezahlt werden. Mit einer BU-Versicherung schützen sie nicht nur ihre eigene Existenz, sondern auch die ihres Unternehmens.

Berufsunfähigkeitsversicherung mit Rente koppeln?

Wer eine klassische Rente mit einer Rente bei Berufsunfähigkeit koppeln möchte, schließt dafür eine Rentenversicherung mit BUZ ab. Dabei stellt die reguläre Altersrente die Grundlage des Vertrages dar, während die Leistung bei Berufsunfähigkeit ein Zusatzbaustein ist.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt in jedem Fall, eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen und die Rentenversicherung als separaten, unabhängigen Vertrag zu führen. Eine Rente mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung soll höchstens als zusätzliche Absicherung betrachtet werden. Grundsätzlich ist eine BUZ jedoch nicht notwendig, wie die Leistungen der eigenständigen BU-Versicherung ausreichend sind.

Quelle: https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/themen/versicherungen/berufsunfaehigkeit/berufsunfaehigkeit-versichern

Beim Abschluss einer klassischen Rentenversicherung kann es dennoch sinnvoll sein, eine BUZ in Form der Beitragsbefreiung abzuschließen. Im Falle einer Berufsunfähigkeit müssen die Versicherungsnehmer die Beiträge für ihre Rente nicht mehr bezahlen, da diese von der BU-Zusatzversicherung übernommen werden. Dadurch sinkt die monatliche Gesamtbelastung beim Verlust der Arbeitskraft.

Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen

Vorerkrankungen stellen eine große Hürde beim Abschluss einer BU-Versicherung dar. Um sich ein Bild über den Gesundheitszustand der Antragsteller zu machen, fragen die Gesellschaften nach Erkrankungen, Unfällen und Behandlungen innerhalb der letzten fünf bis zehn Jahre. Dabei ist zu unterscheiden, zwischen Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko darstellen und Vorerkrankungen, für den Versicherungsschutz irrelevant sind. Abhängig davon kann es zu einem Leistungsausschluss, einem Risikozuschlag oder einer Ablehnung kommen.

Ein Leistungsausschluss bedeutet, dass der Versicherer den Antragsteller trotz seiner Vorerkrankung versichert, die Übernahme der Versicherungsleistung im Zusammenhang mit der Krankheit jedoch ablehnt. Besteht beispielsweise ein Leistungsausschluss aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, erhält der Versicherte keine BU-Rente, wenn er aufgrund dieser Erkrankung seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Dies betrifft auch Krankheiten und Leiden, die nachweislich aus dem Bandscheibenvorfall resultieren oder damit zusammenhängen. Wird er jedoch wegen einer anderen Erkrankung, beispielsweise einem Burn-out berufsunfähig, steht ihm die Leistung der BU-Versicherung in vollem Umfang zu.

Ein Leistungsausschluss bedeutet, dass der Versicherer den Antragsteller trotz seiner Vorerkrankung versichert, die Übernahme der Versicherungsleistung im Zusammenhang mit der Krankheit jedoch ablehnt. Besteht beispielsweise ein Leistungsausschluss aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, erhält der Versicherte keine BU-Rente, wenn er aufgrund dieser Erkrankung seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Dies betrifft auch Krankheiten und Leiden, die nachweislich aus dem Bandscheibenvorfall resultieren oder damit zusammenhängen. Wird er jedoch wegen einer anderen Erkrankung, beispielsweise einem Burn-out berufsunfähig, steht ihm die Leistung der BU-Versicherung in vollem Umfang zu.

Die folgenden Erkrankungen können unter Umständen zur Ablehnung, zu einem Risikozuschlag oder zum Leistungsausschluss führen:

Risikozuschlag möglich Leistungsausschluss möglich Ablehnung möglich
Meniskusbeschwerden Kreuzband (Ausschluss des Knies) Rheuma
Allergien (abhängig vom Schweregrad) Allergien (abhängig vom Schweregrad) Allergien (abhängig vom Schweregrad)
Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion Bandscheibenvorfall Gicht
Leichte psychische Erkrankungen Bluthochdruck Depressionen
Sehstörungen Starke Sehstörung über acht Dioptrien Erkrankungen des Nervensystems

Schwere Krankheiten wie Multiple Sklerose, Herzschwäche oder Lateralsklerose führen im Regelfall immer zur Ablehnung. Bei Patienten, die an Krebs erkrankt sind, muss auch hier eine Einzelfallprüfung stattfinden. Bei gutartigen Tumoren kann unter Umständen ein Risikozuschlag oder ein Leistungsausschluss vereinbart werden.

Nachprüfung bei Leitungsausschlüssen und Risikozuschlägen

Wenn eine Krankheit als ausgeheilt gilt, können die Versicherten eine Nachprüfung verlangen. Unter Berücksichtigung einer ärztlichen Bestätigung und einem beschwerdefreien Zeitraum können bestimmte Vorerkrankungen aus dem Vertrag gelöscht werden, wodurch der Leistungsausschluss oder der Risikozuschlag entfällt. Wie lange der Patient beschwerdefrei sein muss, ist innerhalb der Bedingungen des jeweiligen Anbieters vermerkt.

Wie häufig werden Antragsteller aufgrund von Vorerkrankungen abgelehnt?

Eine Auswertung der GDV zeigt, dass 75 Prozent aller BU-Anträge ohne Ausschlüsse und Risikozuschläge angenommen werden. Nur rund 4 Prozent werden aufgrund von Vorerkrankungen abgelehnt. 16 Prozent der Anträge werden mit Risikozuschlägen und Leistungsausschlüssen policiert.

Quelle: https://www.gdv.de/de/themen/news/75-prozent-aller-kunden-ohne-wenn-und-aber-aufgenommen-31438

Berufsunfähigkeitsversicherung kündigen - So geht's

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist in der Regel an keine feste Vertragslaufzeit gebunden, weshalb die Versicherungsnehmer ihre Verträge jederzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist kündigen können. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass mit Beendigung des Vertrags die Absicherung ihres Risikos erlischt und sie zukünftig keinen Schutz mehr bei Eintritt der Berufsunfähigkeit haben. Daher sollte eine BU-Versicherung nur gekündigt werden, wenn bereits ein neuer Vertrag bei einem anderen Anbieter abgeschlossen und angenommen wurde.

Schritt 1: Kündigungsfrist berücksichtigen

Die genaue Kündigungsfrist wird in den Vertragsbedingungen definiert. BU-Versicherungen können zum Ende des Folgemonats, spätestens mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden.

Schritt 2: Kündigungsschreiben verfassen

Das Kündigungsschreiben muss die Vertragsnummer, die Daten des Versicherungsnehmers, den Zeitpunkt der Kündigung sowie Ort und Datum enthalten. Eine Kündigung ist nur wirksam, wenn sie vom Versicherungsnehmer oder einem gesetzlichen Vertreter unterschrieben wurde. Die Kunden müssen keinen Kündigungsgrund äußern.

Schritt 3: Kündigung versenden

Ein Kündigungsschreiben muss rechtzeitig beim Versicherer eingehen. Verbrauchern wird angeraten, den Brief als Einschreiben mit Rückschein zu versenden, um einen Nachweis zur Hand zu haben.

Rückkaufswerte bei einer BU-Versicherung

Wird eine BU-Versicherung gekündigt, sollte die Gesellschaft den Vertrag in eine beitragsfreie Versicherung umwandeln. Die Rente entspricht den bisher einbezahlten Beiträgen und fällt deutlich niedriger aus, als bei Vertragsbeginn vereinbart. Allerdings besteht somit auch weiterhin Versicherungsschutz.

Fallen die einbezahlten Beiträge äußerst niedrig aus und sind nicht ausreichend für eine beitragsfreie Rente, wird den Kunden ein Rückkaufswert ausbezahlt. Wie hoch dieser ist, hängt von den bisher einbezahlten Beiträgen und den von den Unternehmen erwirtschafteten Gewinnen ab.

Ist eine Kündigung der BU sinnvoll?

Die Kündigung einer BU ist nur dann sinnvoll, wenn die Versicherten einen neuen Vertrag mit besseren Leistungen bei einem anderen Anbieter abgeschlossen haben. Sie sollten mit der Kündigung immer warten, bis die neue Gesellschaft den Antrag ohne Ausschlüsse angenommen hat und der Versicherungsschein vorliegt.

Wenn finanzielle Engpässe die Ursache für eine mögliche Kündigung sind, stehen Versicherte auch Möglichkeiten zur Verfügung, bei denen sie ihren Versicherungsschutz nicht dauerhaft verlieren:

  • Versicherte können für einen bestimmten Zeitraum ihren Vertrag beitragsfrei stellen. Im Falle der Berufsunfähigkeit haben sie somit noch immer Versicherungsschutz, auch wenn die Rente deutlich niedriger ausfällt. Doch Vorsicht: Unter Umständen müssen sie, wenn sie die Beiträge wieder bezahlen möchten, eine erneute Gesundheitsprüfung ablegen.
  • Um den Versicherungsschutz in vollem Umfang zu erhalten, können Versicherte ihre unbezahlten Beiträge zinslos stunden.

Versicherungsschutz wenn möglich immer erhalten

Die BU-Versicherung sollte bei finanziellen Schwierigkeiten nicht zuerst gekündigt werden. Möchten die Versicherten später erneut das Risiko der Berufsunfähigkeit absichern, zahlen sie mit großer Wahrscheinlichkeit einen deutlich höheren Beitrag aufgrund des höheren Eintrittsalters. Außerdem besteht die Gefahr einer Erkrankung, welche die erneute Absicherung einschränkt oder unmöglich macht.

Berufsunfähigkeitsversicherung wechseln - Worauf achten?

Günstigere Beiträge, bessere Leistungen und Vertragsinhalte - es gibt viele Gründe, weshalb Versicherte ihren Anbieter wechseln möchten. Doch bevor sie einen neuen Vertrag abschließen oder ihre bestehende Versicherung gar kündigen, sollten Versicherungsnehmer Folgendes beachten:

Mann hält ein aufgeklapptes Notebook über seinen Kopf um damit den Versicherungsschutz zu präsentieren

Wechsel nur bei gleichen oder verbesserten Leistungen

Eine BU-Versicherung sollte nur dann gewechselt werden, wenn der neue Versicherer zu einem günstigeren Beitrag dieselben oder bessere Leistungen bietet. Häufig steigen die Beiträge für eine gleichwertige Absicherung bei einem Versichererwechsel jedoch, da die Kunden ein höheres Eintrittsalter haben.

Erst kündigen, wenn Bestätigung vorliegt

Sollte der neue Versicherer den Antrag ablehnen oder Leistungsausschlüsse hinterlegen, ist ein Wechsel nicht sinnvoll. Daher sollten Versicherungsnehmer mit der Kündigung bei ihrem bisherigen Versicherer immer warten, bis die neue Gesellschaft den Antrag wie vorgesehen policiert hat.

Vertragsinhalte prüfen

Auch bei einem Versichererwechsel sollten Verbraucher nicht davon absehen, die Vertragsinhalte genau zu überprüfen. Die neue Gesellschaft sollte alle wichtigen Klauseln wie den Verweisungsverzicht, den Prognosezeitraum von sechs Monaten und eine Nachversicherungsgarantie beinhalten.

Was müssen Versicherte bei einem Berufswechsel beachten?

Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Richtlinien, die bei einem Berufswechsel ihrer Versicherten zum Tragen kommen. Dabei ist zu unterscheiden, ob der Wechsel angezeigt werden muss oder nicht. Heutzutage stellt eine Meldepflicht des Berufes nicht mehr die Norm dar, wird jedoch nach wie vor von einigen Gesellschaften vorgesehen.

Meldepflicht: Berufswechsel muss angezeigt werden

Die Versicherungsnehmer müssen innerhalb einer von der Gesellschaft vorgegebenen Frist diese über den Wechsel ihres Berufs informieren. Unter Umständen nimmt der Versicherer daraufhin eine Anpassung des Beitrags an die neue Risikoklasse vor. Die Prämie kann also steigen, wenn die versicherte Person einer risikoreicheren Arbeit nachgeht oder sinken, wenn die Risikoklasse niedriger ausfällt.

Keine Meldepflicht: Berufswechsel muss nicht angezeigt werden

Die meisten Versicherungsgesellschaften verzichten auf eine Meldepflicht beim Berufswechsel. Dies hat den Vorteil, dass der Beitrag nicht teurer wird, wenn die Versicherten eine neue Arbeit mit einer höheren Risikoeinstufung aufnehmen. Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass die Prämie nicht sinkt, wenn der neue Beruf mit einem niedrigeren BU-Risiko verbunden ist.

Möchten die Kunden eine Einstufung in die verbesserte Gefahrenklasse vornehmen lassen, müssen sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen. Sinnvoll ist die Anpassung der BU-Versicherung also nur dann, wenn die Versicherungsnehmer aufgrund von möglichen Vorerkrankungen keine Einschränkungen haben.

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