Erwerbsminderungs­rente Rechner 2026:Höhe berechnen, Entgeltpunkte & Abschläge

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente ergibt sich aus den Entgeltpunkten plus Zurechnungszeit. Abzüglich Abschlägen fällt sie meist niedrig aus.

Höhe & AbschlägeZurechnungszeitØ rund 900 €
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Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich

Wie hoch fällt Ihre Erwerbsminderungsrente aus? Dieser Erwerbsminderungsrente Rechner führt Sie Schritt für Schritt durch die Berechnung, vom Entgeltpunkt über die Zurechnungszeit bis zum Abschlag, mit Formel und Rechenbeispiel zum Nachrechnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Erwerbsminderungsrente berechnet sich wie die Altersrente aus Entgeltpunkten.
  • Eine Zurechnungszeit rechnet fehlende Jahre bis zur Regelaltersgrenze an.
  • Bei frühem Eintritt gelten Abschläge von bis zu 10,8 Prozent.
  • Im Schnitt liegt die volle EM-Rente bei rund 900 Euro im Monat.

Mit dem Rechner können Sie Ihre Erwerbsminderungsrente berechnen: Er schätzt die Höhe der Erwerbsminderungsrente aus Ihrem Einkommen, Ihrem Alter und der Rentenart. So sehen Sie in Sekunden, mit welcher Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung Sie ungefähr rechnen können, brutto und nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung netto. So lässt sich die Rente in € brutto und netto berechnen.

Erwerbsminderungsrente berechnenGrobe Schätzung Ihrer EM-Rente, brutto & netto, Stand 2026
Welche Erwerbsminderungsrente?

Grobe Schätzung auf Basis der Werte 2026 (Rentenwert 42,52 € je Entgeltpunkt, vorläufiges Durchschnittsentgelt 51.944 €, Zurechnungszeit bis rund 66 Jahre, Abschlag 10,8 %). Verbindlich ist allein Ihre persönliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente: Wer hat Anspruch?

Ob Sie Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben, hängt von zwei Dingen ab: Ihrer Gesundheit und Ihren Beitragszeiten. Eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten Sie, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten können. Entscheidend ist, wie viele Stunden täglich Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch tätig sein können, nicht Ihr erlernter Beruf.

  • Volle Erwerbsminderungsrente: Sie können weniger als drei Stunden am Tag arbeiten.
  • Teilweise Erwerbsminderungsrente: Sie schaffen noch drei bis unter sechs Stunden täglich.
  • Wer 6 Stunden oder mehr täglich eingeschränkt arbeiten kann, gilt nicht als erwerbsgemindert. Erst wer weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kann, ist erwerbsgemindert.

Dazu kommen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen: In der Regel müssen Sie die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt und in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) prüft beide Teile, den gesundheitlichen und den versicherungsrechtlichen.

Volle und teilweise Erwerbsminderung: der Unterschied bei der Höhe

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt genau die Hälfte der vollen Rente, daher auch „halbe Erwerbsminderungsrente“ genannt. Wer noch drei bis unter sechs Stunden täglich arbeiten kann, soll den Rest des Einkommens über eine Teilzeitstelle erzielen. Finden Sie trotz teilweiser Erwerbsminderung keine passende Stelle, kann die volle Rente gezahlt werden (sogenannte Arbeitsmarktrente).

Im Rechner oben stellen Sie über die Auswahl „volle“ oder „teilweise“ ein, welche Variante zutrifft. Die geschätzte Höhe halbiert sich bei der teilweisen Rente entsprechend.

Rechner: Ihre voraussichtliche Erwerbsminderungsrente

So berechnen Sie die Höhe der Erwerbsminderungsrente

Die Erwerbsminderungsrente folgt der allgemeinen Rentenformel: Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor. Der Rentenartfaktor beträgt 1,0 für die volle und 0,5 für die teilweise EM-Rente. So fließt jedes Jahr, in dem Versicherte Beiträge gezahlt haben, in die Höhe der Rente ein.

Entgeltpunkte als Grundlage

Für jedes Jahr, in dem Sie genau das Durchschnittsentgelt aller Versicherten verdient haben, gibt es einen Entgeltpunkt. Wer mehr verdient, sammelt mehr, wer weniger verdient oder Teilzeit arbeitet, entsprechend weniger. Auch beitragsfreie Zeiten wie Kindererziehung oder Pflege zählen mit. Die Summe Ihrer Entgeltpunkte multipliziert die Deutsche Rentenversicherung mit dem aktuellen Rentenwert (dem Euro-Gegenwert eines Entgeltpunkts).

Zurechnungszeit: der wichtigste Faktor

Damit Erkrankte nicht zu schlecht stehen, wird eine Zurechnungszeit angerechnet: Es wird so gerechnet, als hätten Sie bis fast zur Regelaltersgrenze (aktuell bis zum Alter von rund 66 Jahren) weiter so verdient wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Diese fiktiven Zeiten erhöhen die Entgeltpunkte deutlich, ohne sie wäre die Rente bei jungen Versicherten kaum der Rede wert.

Erwerbsminderungsrente mit dem Rechner ermitteln: ein Rechenbeispiel

Angenommen, eine versicherte Person kommt inklusive Zurechnungszeit auf 30 Entgeltpunkte. Bei einem Rentenwert von rund 40 Euro ergibt das eine volle EM-Rente von etwa 1.200 Euro im Monat (30 × 40 € × 1,0). Mit einem Abschlag von 10,8 Prozent bleiben rund 1.070 Euro. Die teilweise Rente wäre halb so hoch. Das zeigt: Selbst mit guten Beitragszeiten ist die Erwerbsminderung finanziell ein tiefer Einschnitt.

Abschläge und Zugangsfaktor

Wird die EM-Rente vor einem bestimmten Alter bezogen, sinkt der Zugangsfaktor und es fallen Abschläge von bis zu 10,8 Prozent an. Unterm Strich liegt die volle Erwerbsminderungsrente im Durchschnitt bei nur rund 900 Euro im Monat, deutlich unter dem letzten Nettoeinkommen.

~900 ۯ volle EM-Rente
50 %teilweise EM-Rente
bis 10,8 %Abschlag

Hinzuverdienst und eigene Berechnung mit dem Rechner

Neben der Rente ist ein begrenzter Hinzuverdienst erlaubt, bei der vollen EM-Rente bis rund 18.500 Euro im Jahr. Ihre voraussichtliche Rentenhöhe finden Versicherte in der jährlichen Renteninformation der Rentenversicherung unter „Rente wegen voller Erwerbsminderung“. Vergleichen Sie diesen Wert mit Ihrem heutigen Bedarf, um Ihre Versorgungslücke zu beziffern. Mit der Rentenformel oben lässt sich dieser Wert über den Erwerbsminderungsrente Rechner auch grob selbst nachvollziehen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif

Die berechnete EM-Rente reicht selten zum Leben. Der Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich zeigt, wie Sie die Lücke mit einer privaten BU-Rente schließen.

Infografik: Worauf es beim Versicherungsvergleich ankommt
Die fünf wichtigsten Kriterien für einen guten Versicherungsvergleich.

Achten Sie beim Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:

Vergleichskriterium Warum es zählt
Verzicht auf abstrakte Verweisung keine Verweisung auf einen anderen Beruf
Leistung ab 50 % BU klare, faire Definition
Prognosezeitraum 6 Monate statt länger
Nachversicherungsgarantie Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung
Beitrags- & Leistungsdynamik Schutz vor Kaufkraftverlust

Wichtig ist beim Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

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Die Zurechnungszeit im Detail

Der wichtigste Faktor bei jungen Versicherten ist die Zurechnungszeit: Es wird so gerechnet, als hätten Sie bis zum Alter von rund 66 Jahren weiter wie zuletzt verdient. Diese fiktiven Jahre erhöhen die Entgeltpunkte erheblich, ohne sie wäre die Erwerbsminderungsrente bei jungen Menschen kaum der Rede wert.

Faktor Wirkung
Entgeltpunkte Verdienst im Verhältnis zum Durchschnitt
Zurechnungszeit fiktive Jahre bis rund 66
Zugangsfaktor Abschlag bei frühem Beginn

Abschlag und Befristung

Wird die Rente vor einem bestimmten Alter bezogen, sinkt der Zugangsfaktor und es fallen Abschläge von bis zu 10,8 Prozent an. Die Rente wird zudem meist zunächst befristet bewilligt und muss verlängert werden. Unterm Strich liegt die volle Erwerbsminderungsrente im Schnitt bei nur rund 900 Euro im Monat.

Lücke privat schließen

Die berechnete Rente reicht selten zum Leben. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schließt die Lücke zum letzten Nettoeinkommen zuverlässig.

Brutto und netto: Was von der Erwerbsminderungsrente übrig bleibt

Der Rechner zeigt zuerst die Bruttorente. Davon geht noch ein Abzug für Kranken- und Pflegeversicherung ab, zusammen rund zwölf Prozent. Erst danach steht das Netto fest, das tatsächlich auf Ihrem Konto landet. Bei vielen Betroffenen fällt zusätzlich wenig oder gar keine Steuer an, weil die Rente niedrig ist; ein Teil der Rente ist aber steuerpflichtig.

Ein durchschnittlicher Fall zeigt die Größenordnung: Aus rund 1.290 Euro brutto werden nach Kranken- und Pflegeversicherung etwa 1.135 Euro netto im Monat. Wie hoch Ihre EM-Rente in Euro brutto ausfällt, hängt vor allem von Ihren Entgeltpunkten ab.

EM-Rente 2026: aktuelle Werte der Erwerbsminderungsrente

Für die Berechnung 2026 gelten diese Werte:

  • Rentenwert: seit Juli 2026 42,52 Euro je Entgeltpunkt und Monat.
  • Vorläufiges Durchschnittsentgelt: 51.944 Euro im Jahr. So viel Bruttolohn bringt einen vollen Entgeltpunkt.
  • Zurechnungszeit: Bei einem Rentenbeginn 2026 wird Ihre Rente so berechnet, als hätten Sie bis rund 66 Jahre und 3 Monate weitergearbeitet. Diese Grenze steigt schrittweise auf 67 Jahre.
  • Abschlag: höchstens 10,8 Prozent, wenn die Rente vor dem 65. Lebensjahr beginnt.

Weil sich der Rentenwert jedes Jahr im Juli ändert, ist der Rechner auf dem Stand 2026 gehalten. Die gesetzliche Rentenversicherung legt diese Werte fest.

Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen

Die Erwerbsminderungsrente gibt es nicht automatisch, Sie müssen sie bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Dem Antrag folgt in der Regel eine medizinische Begutachtung. Wichtig ist der Zeitpunkt: Wer lange krank ist, bezieht zunächst Krankengeld. Läuft das Krankengeld aus (Aussteuerung nach 78 Wochen), sollte der Antrag auf Erwerbsminderungsrente rechtzeitig vorliegen, damit keine Einkommenslücke entsteht.

Bewilligt die DRV die Rente, wird sie oft zunächst befristet gezahlt und später überprüft. Reicht die gesetzliche Rente nicht zum Leben, springt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ein und zahlt die vereinbarte Rente zusätzlich.

Beispiele: Wie hoch die Erwerbsminderungsrente ausfällt

Wie hoch die Erwerbsminderungsrente in Euro brutto ausfällt, hängt stark vom bisherigen Verdienst ab. Die folgenden Schätzwerte gelten für eine 40-jährige Person mit voller Erwerbsminderung (Werte 2026, gerundet, nach Abschlag):

Bruttoeinkommen (mtl.) geschätzte EM-Rente (brutto/mtl.)
2.500 € rund 1.010 €
3.500 € rund 1.410 €
4.500 € rund 1.815 €

Für Ihren eigenen Fall nutzen Sie am besten den Rechner oben und berechnen die Höhe der Erwerbsminderungsrente mit Ihren Werten. Verbindlich bleibt die Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung.

Häufige Fragen zur Erwerbsminderungsrente

Wie wird die EM-Rente berechnet?
Nach der Rentenformel aus Entgeltpunkten, Zugangsfaktor, Rentenwert und Rentenartfaktor, ergänzt um eine Zurechnungszeit.
Was ist die Zurechnungszeit?
Eine Anrechnung fehlender Jahre bis fast zur Regelaltersgrenze (rund 66 Jahre), damit Erkrankte nicht zu schlecht stehen.
Was sind Entgeltpunkte?
Für ein Jahr mit Durchschnittsverdienst gibt es einen Entgeltpunkt; ihre Summe bestimmt die Rentenhöhe.
Gibt es Abschläge?
Ja, bei frühem Bezug bis zu 10,8 Prozent über den Zugangsfaktor.
Wie hoch ist die EM-Rente im Schnitt?
Die volle EM-Rente liegt im Durchschnitt bei rund 900 Euro im Monat, die teilweise bei der Hälfte.
Wo sehe ich meine voraussichtliche Höhe?
In der jährlichen Renteninformation unter „Rente wegen voller Erwerbsminderung“.
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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.