Das Wichtigste in Kürze
- Angestellte bekommen einen Arbeitgeberzuschuss zur PKV.
- Er beträgt die Hälfte des Beitrags.
- Es gilt ein gesetzlicher Höchstbetrag.
- Selbstständige tragen den Beitrag allein.

Wem der Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung zahlt
Privat versicherte Angestellte haben Anspruch auf einen Arbeitgeberzuschuss – analog zum Arbeitgeberanteil in der GKV. Er gilt für die Basisabsicherung des Arbeitnehmers und für mitversicherte Angehörige, soweit diese keine eigenen Einkünfte haben.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur PKV?
Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des PKV-Beitrags, allerdings begrenzt auf einen gesetzlichen Höchstbetrag, der sich am durchschnittlichen GKV-Beitrag orientiert. Liegt Ihr PKV-Beitrag darüber, tragen Sie die Differenz selbst.
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Der maximale Arbeitgeberzuschuss 2026
Der Arbeitgeber zahlt zur PKV die Hälfte des Beitrags, höchstens jedoch die Hälfte des GKV-Höchstbeitrags. 2026 sind das für die Krankenversicherung gut 470 € im Monat, hinzu kommt der Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung. Voraussetzung ist, dass Ihr Tarif eine Basisabsicherung auf GKV-Niveau enthält.
Was für Selbstständige gilt
Selbstständige erhalten keinen Arbeitgeberzuschuss und tragen den Beitrag vollständig selbst. Sie können den Beitrag aber über die Selbstbeteiligung und die Tarifwahl steuern und ihn steuerlich geltend machen.
So wird der Arbeitgeberanteil in der PKV berechnet
Der Arbeitgeber beteiligt sich an der privaten Krankenversicherung genauso wie an der gesetzlichen: Er übernimmt die Hälfte Ihres Beitrags, höchstens jedoch 8,75 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze. Daraus ergibt sich 2026 ein Höchstzuschuss von 508,59 Euro im Monat für die Kranken- und bis zu 104,63 Euro für die Pflegeversicherung.
| Zuschuss 2026 | Höhe pro Monat |
|---|---|
| Krankenversicherung (max.) | 508,59 € |
| Pflegeversicherung (max.) | 104,63 € |
| Regel | höchstens die Hälfte Ihres Beitrags |
Wenn der PKV-Beitrag über dem Maximal-Zuschuss liegt
Liegt die Hälfte Ihres PKV-Beitrags über dem Höchstzuschuss, zahlen Sie den überschießenden Teil selbst – der Arbeitgeber gibt nicht mehr als den Höchstbetrag. Sehr leistungsstarke Tarife mit umfangreichen Leistungen können daher teurer sein als gedacht. Den Zuschuss erhalten Sie unabhängig von Ihrem Lohn, solange Sie versicherungsfrei privat versichert sind.
Anspruch sichern
Reichen Sie Ihrem Arbeitgeber jährlich eine Bescheinigung über Ihren PKV-Beitrag ein, damit der Zuschuss korrekt berechnet wird.
Kranken- und Pflegeversicherung: Was zahlt der Arbeitgeber zusätzlich?
Der Anspruch aus § 257 SGB V umfasst die Kranken- und Pflegeversicherung: Neben dem Zuschuss zur privaten Krankenversicherung müssen Arbeitgeber zahlen, was auch gesetzlich Versicherten zusteht, also zusätzlich die Hälfte des Beitrags zur privaten Pflegeversicherung (2026 maximal rund 116 Euro). In der Elternzeit entfällt der Arbeitgeberzuschuss dagegen komplett, wer privat krankenversichert ist, trägt den vollen PKV-Beitrag selbst, ein Punkt, den Familien in der Planung berücksichtigen sollten. Die Berechnung ist einfach: Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des tatsächlichen Beitrags, gedeckelt auf den Höchstzuschuss an der Beitragsbemessungsgrenze. Beantragen müssen Sie den Zuschuss zur PKV nur einmal, mit einer Bescheinigung Ihres Versicherers; danach läuft er über die Gehaltsabrechnung. Gibt es einen Zuschuss auch, wenn der Arbeitgeber freiwillig mehr zahlen will? Ja, alles über dem Pflichtanteil ist dann allerdings steuerpflichtiger Arbeitslohn.
Zuschuss beantragen: So kommt die private Krankenversicherung zum Zuschuss
Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist ein steuerfreier Zuschuss nach § 257 Abs. 1 SGB V. Anspruch auf einen Zuschuss hat jeder privat versicherte Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze; auch ein Arbeitgeberzuschuss für Angehörige ist möglich, wenn diese beim selben Versicherer in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung mitversichert sind. Zum Vergleich: 2025 lag der maximale Zuschuss noch bei 471,32 Euro pro Monat, 2026 sind es 508,59 Euro, dazu kommt der Anteil zur privaten Pflegepflichtversicherung, zusammen also über 565 Euro. In die Berechnung fließt bei gesetzlich Versicherten auch die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags ein, dieselbe Logik gilt für den Zuschuss des Arbeitgebers zur PKV. Kurz: Die private Pflegeversicherung und die private Kranken-Police werden beide bezuschusst, den Antrag stellen Sie einmalig mit der Versicherer-Bescheinigung.
Häufige Fragen
Bekomme ich als Angestellter einen Zuschuss zur PKV?
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?
Gilt der Zuschuss auch für Familienangehörige?
Bekommen Selbstständige einen Zuschuss?
Was passiert, wenn mein Beitrag über dem Höchstbetrag liegt?
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur PKV 2026?
Mehr zum Thema: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.
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