Das Wichtigste in Kürze
- Die Selbstbeteiligung senkt den Monatsbeitrag.
- Sie tragen Kosten bis zu einem Jahresbetrag selbst.
- Besonders attraktiv für gesunde Versicherte.
- Mit der Beitragsrückerstattung kombinierbar.

Wie die Selbstbeteiligung funktioniert
Bei einem Tarif mit Selbstbeteiligung übernehmen Sie Ihre Krankheitskosten bis zu einem vereinbarten Jahresbetrag selbst, darüber zahlt die Versicherung. Im Gegenzug sinkt Ihr monatlicher Beitrag. Je höher die Selbstbeteiligung, desto günstiger der Beitrag.
Für wen sich der Eigenanteil lohnt
Besonders attraktiv ist die Selbstbeteiligung für gesunde Versicherte, die selten zum Arzt gehen: Sie sparen dauerhaft Beitrag und tragen die seltenen Kosten selbst. Wer dagegen regelmäßig Leistungen braucht, sollte genau rechnen, ob sich der niedrigere Beitrag wirklich lohnt.
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Selbstbehalt klug wählen
Ein vereinbarter Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar – Sie tragen dafür Kosten bis zu einem festen Jahresbetrag selbst. Wichtig: Der Arbeitgeberzuschuss bleibt unabhängig vom Selbstbehalt, sodass der Eigenanteil real noch geringer wirkt. Ein hoher Selbstbehalt eignet sich vor allem für gesunde Versicherte mit finanziellem Puffer.
Mit Beitragsrückerstattung kombinieren
Selbstbeteiligung und Beitragsrückerstattung ergänzen sich: Wer kleinere Rechnungen ohnehin selbst trägt, profitiert doppelt – vom niedrigeren Beitrag und von der Rückerstattung für leistungsfreie Jahre. So senken gesunde Versicherte ihre effektiven Kosten deutlich.
Wie die Selbstbeteiligung den Beitrag senkt
Mit einer Selbstbeteiligung (Selbstbehalt) übernehmen Sie Krankheitskosten bis zu einem festen Jahresbetrag selbst und zahlen im Gegenzug einen niedrigeren Beitrag. Je höher der vereinbarte Selbstbehalt, desto günstiger der monatliche Beitrag.
| Selbstbehalt pro Jahr | Beitragseffekt |
|---|---|
| ohne Selbstbehalt | höchster Beitrag |
| moderat (z. B. 300–600 €) | spürbar günstiger |
| hoch (1.000 € und mehr) | deutlich günstiger, aber höheres Eigenrisiko |
Für wen sich der Selbstbehalt lohnt
Ein Selbstbehalt lohnt vor allem für gesunde Versicherte mit wenig Arztkontakt und für Beamte, die ohnehin nur den Restkostenanteil versichern. Setzen Sie ihn aber nicht zu hoch an: Im Krankheitsfall müssen Sie den vollen Selbstbehalt aus eigener Tasche zahlen. Die Ersparnis beim Beitrag sollte das Eigenrisiko klar überwiegen.
Beitrag und Risiko abwägen
Rechnen Sie die jährliche Beitragsersparnis gegen den möglichen Selbstbehalt. Erst wenn die Ersparnis dauerhaft höher ist, lohnt sich ein hoher Selbstbehalt.
Varianten der Selbstbeteiligung
Den Selbstbehalt gibt es als festen Jahresbetrag oder als prozentualen Anteil an den Rechnungen. Üblich sind feste Beträge zwischen 300 und 1.000 Euro im Jahr. Für Beamte ist der Selbstbehalt im Beihilfetarif oft besonders attraktiv, weil ohnehin nur der Restkostenanteil versichert ist.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, ein Selbstbehalt von 600 Euro senkt Ihren Jahresbeitrag um 900 Euro. Bleiben Ihre jährlichen Krankheitskosten unter 600 Euro, sparen Sie unterm Strich. Erst wenn Sie regelmäßig hohe Rechnungen haben, kehrt sich der Vorteil um. Setzen Sie den Selbstbehalt daher so an, dass die Beitragsersparnis das Eigenrisiko zuverlässig übersteigt.
Rücklage einplanen
Wählen Sie nur einen Selbstbehalt, dessen Höhe Sie im Krankheitsfall problemlos aus Rücklagen zahlen können.
Häufige Fragen
Wie senkt die Selbstbeteiligung den Beitrag?
Für wen lohnt sich die Selbstbeteiligung?
Kann ich die Selbstbeteiligung später ändern?
Lässt sie sich mit der Beitragsrückerstattung kombinieren?
Was ist, wenn ich doch viele Kosten habe?
Senkt ein Selbstbehalt den PKV-Beitrag?
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