PKV für Beamte 2026:Beihilfe & Rest­kostentarif

Wie Beihilfe und privater Restkostentarif zusammenspielen und warum sich die PKV für Beamte und Anwärter fast immer lohnt.

Beihilfe vom DienstherrnNur Restkosten privatGünstig für Anwärter
Tarife vergleichen 🔒 Kostenlos & unverbindlich · in 3 Minuten
PKV Beamte Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Für Beamte ist die PKV fast immer die günstigere Wahl – wegen der Beihilfe.
  • Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe 50 bis 70 Prozent der Krankheitskosten.
  • Den verbleibenden Anteil deckt ein privater Restkostentarif ab.
  • Für Anwärter gibt es besonders günstige Einsteigertarife.
Lehrerin in einem hellen, modernen Klassenzimmer
Beamte zahlen über Beihilfe und privaten Restkostentarif meist deutlich weniger.

Wie funktioniert die Beihilfe?

Beamte erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe – einen Zuschuss zu den Krankheitskosten. Üblich sind 50 Prozent für aktive Beamte, mehr für Beamte mit Kindern oder im Ruhestand. Die Beihilfe übernimmt also einen großen Teil der Kosten, sodass privat nur der Rest abgesichert werden muss.

Der private Restkostentarif

Den nicht von der Beihilfe gedeckten Anteil – etwa die restlichen 50 Prozent – versichern Beamte über einen speziellen Beihilfe- oder Restkostentarif in der PKV. Weil nur ein Teil der Kosten privat zu tragen ist, fällt der Beitrag deutlich niedriger aus als bei einer privaten Vollversicherung.

Warum sich die PKV für Beamte lohnt

In der GKV müssten Beamte den vollen einkommensabhängigen Beitrag selbst tragen, da sie keinen Arbeitgeberanteil erhalten und die Beihilfe dort meist verfällt. In der PKV dagegen ergänzen sich Beihilfe und Restkostentarif optimal – die Kombination ist für die allermeisten Beamten spürbar günstiger und leistungsstärker.

Beihilfetarif für Beamte finden

Vergleichen Sie passende Beihilfe- und Restkostentarife.

Jetzt vergleichen →

Beihilfe und Familienabsicherung

Auch Familienangehörige von Beamten sind über die Beihilfe begünstigt: Für berücksichtigungsfähige Kinder und den Ehepartner gelten eigene, oft höhere Beihilfesätze. Entsprechend kleiner fällt der private Restkostentarif aus. Dadurch lassen sich Kinder in der Beamten-PKV vergleichsweise günstig absichern – ein Unterschied zur regulären PKV, in der jedes Kind einen vollen Beitrag kostet.

Wechsel des Dienstherrn oder Status

Ändert sich der Status – etwa beim Wechsel des Dienstherrn, der Verbeamtung auf Lebenszeit oder dem Eintritt in den Ruhestand – passt sich der Beihilfesatz an. Der private Tarif sollte dann überprüft und angepasst werden. Gut zu wissen: Die in der Anwärterzeit aufgebauten Alterungsrückstellungen bleiben erhalten, sodass sich ein früher Einstieg langfristig auszahlt.

Besonderheiten für Beamtenanwärter

Schon Beamtenanwärter und Referendare profitieren: Viele Versicherer bieten besonders günstige Anwärtertarife, oft mit vereinfachter oder ohne umfassende Gesundheitsprüfung. So sichern sich junge Beamte früh günstige Konditionen und bauen Alterungsrückstellungen auf.

Beihilfesatz, Resttarif und Öffnungsaktion

Beamte erhalten Beihilfe von ihrem Dienstherrn – meist 50 %, mit zwei Kindern oft 70 %, im Ruhestand höher. Privat versichert wird nur der Restanteil über einen beihilfekonformen Tarif, was die PKV für Beamte sehr günstig macht. Bei Vorerkrankungen greift die Öffnungsaktion: Aufnahme ohne Leistungsausschluss und mit auf 30 % begrenztem Risikozuschlag, wenn der Antrag binnen sechs Monaten nach der Verbeamtung erfolgt.

Beihilfesätze im Überblick

Status Beihilfesatz
aktiver Beamter 50 %
Beamter mit zwei berücksichtigungsfähigen Kindern 70 %
Pensionär 70 %
je berücksichtigungsfähiges Kind 80 %

Öffnungsaktion für Beamtenanfänger

Über die Öffnungsaktion der privaten Versicherer werden Beamtenanfänger innerhalb der ersten sechs Monate ohne Risikozuschlag von mehr als 30 Prozent und ohne Ablehnung in einen Restkostentarif aufgenommen – ideal bei Vorerkrankungen.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Restkostentarif passend zur Beihilfe

Der private Tarif muss exakt die Lücke zur Beihilfe schließen. Achten Sie darauf, dass der Beihilfesatz korrekt abgebildet ist und sich der Tarif bei einer Statusänderung – etwa zusätzlichen Kindern – anpasst.

Wer beihilfeberechtigt ist

Beihilfeberechtigte sind nicht nur Beamte, sondern auch Richter, Soldaten, Beamtenanwärter sowie Pensionäre – und in der Regel ihre berücksichtigungsfähigen Angehörigen. Der Dienstherr erstattet einen Teil der Krankheitskosten direkt; der private Restkostentarif deckt den Rest. Welche Personen in welcher Höhe Beihilfe erhalten, regeln die Beihilfeverordnungen.

Unterschiede zwischen Bund und Bundesländern

Die Beihilfe ist nicht bundeseinheitlich: Für Beamte des Bundes gilt die Bundesbeihilfeverordnung, in den Bundesländern gelten eigene Regelungen. Dadurch unterscheiden sich Beihilfesätze, berücksichtigungsfähige Aufwendungen und Wahlleistungen je nach Dienstherr. Was die Beihilfe nicht erstattet, muss der private Tarif auffangen.

Status Beihilfe privater Restkostentarif
aktiver Beamter 50 % 50 %
mit zwei Kindern / Pensionär 70 % 30 %
je Kind 80 % 20 %

Anbieter und Tarif sorgfältig wählen

Der private Anbieter sollte einen Beihilfetarif bieten, der sich automatisch an Statusänderungen (Kinder, Pensionierung) anpasst. Über die Öffnungsaktion ist der Abschluss auch mit Vorerkrankungen ohne hohe Zuschläge möglich.

Häufige Fragen zur PKV für Beamte

Wie viel Beihilfe bekommen Beamte?
In der Regel 50 %, mit zwei Kindern oft 70 % und im Ruhestand mehr. Den Rest deckt ein beihilfekonformer PKV-Tarif.
Warum lohnt sich die PKV für Beamte?
Weil die Beihilfe einen Großteil der Kosten übernimmt und privat nur der Rest abgesichert werden muss. Das macht die PKV für Beamte meist deutlich günstiger als die GKV.
Wie viel übernimmt die Beihilfe?
In der Regel 50 Prozent für aktive Beamte, mehr für Beamte mit mehreren Kindern oder im Ruhestand. Den Rest deckt der private Tarif.
Was ist ein Restkostentarif?
Ein PKV-Tarif, der genau den Anteil der Krankheitskosten absichert, den die Beihilfe nicht übernimmt.
Können sich auch Anwärter privat versichern?
Ja, und es lohnt sich. Viele Versicherer bieten günstige Anwärtertarife, oft mit vereinfachter Gesundheitsprüfung.
Was passiert mit der Beihilfe im Ruhestand?
Der Beihilfesatz steigt im Ruhestand häufig an, sodass der private Restkostentarif entsprechend kleiner und günstiger wird.
Kann ich als Beamter in der GKV bleiben?
Das ist möglich, aber meist teuer, da Beamte den GKV-Beitrag allein tragen und die Beihilfe dort in der Regel nicht greift.
Sind Kinder von Beamten günstig versichert?
Ja. Für Kinder gelten eigene Beihilfesätze, sodass der private Restkostentarif kleiner und günstiger ausfällt als in der regulären PKV.
Was passiert mit meinem Tarif im Ruhestand?
Der Beihilfesatz steigt meist, der private Restkostentarif wird entsprechend kleiner. Die in der Anwärterzeit gebildeten Rückstellungen bleiben erhalten.

Mehr zum Thema: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.

Kostenlos · Ihre Versicherungs-App

Behalten Sie den Überblick – kostenlos

Alle Versicherungen in einer App: Wir überwachen Ihre Verträge und melden uns, sobald es einen günstigeren oder besseren Tarif gibt – die Formalitäten übernehmen wir.

  • Alle Verträge & Dokumente an einem Ort
  • Automatischer Schutz vor Beitragserhöhungen
  • Wechselvorschläge inklusive Formalitäten – wir kümmern uns
Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.