PKV-Sondertarife 2026:Standard-, Basis- & Notlagentarif

Neben den frei kalkulierten Tarifen gibt es gesetzlich geregelte PKV-Sondertarife, die einen Mindestschutz sichern.

Gesetzlich geregeltMindestschutz gesichertBeitrag gedeckelt
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PKV-Sondertarife Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Sondertarife sind gesetzlich geregelt.
  • Sie bieten Leistungen auf oder nahe GKV-Niveau.
  • Der Beitrag ist gedeckelt.
  • Sie dienen als Auffangnetz.
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Welche Sondertarife es gibt

Drei Tarife sind gesetzlich definiert: der Standardtarif für langjährig Versicherte mit Altvertrag, der Basistarif mit Aufnahmegarantie für alle Privatversicherten und der Notlagentarif für Versicherte mit Beitragsrückständen.

Wozu die Sondertarife dienen

Die Sondertarife sind ein soziales Auffangnetz: Sie stellen sicher, dass niemand seinen Krankenversicherungsschutz verliert oder von unbezahlbaren Beiträgen erdrückt wird. Die Leistungen orientieren sich an der gesetzlichen Regelversorgung, der Beitrag ist nach oben begrenzt.

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Standard-, Basis- und Notlagentarif

Drei Sozialtarife begrenzen den Beitrag in besonderen Lagen: der Standardtarif (nur für Altverträge vor 2009), der Basistarif (für alle, Leistung auf GKV-Niveau) und der Notlagentarif (bei Beitragsschulden). Alle drei deckeln den Beitrag, schränken aber die Leistungen ein.

Wechsel in einen Sondertarif

In den Basistarif können Sie als Privatversicherter jederzeit wechseln – der Versicherer muss Sie aufnehmen. Der Standardtarif steht nur Altverträgen offen, der Notlagentarif greift automatisch bei längeren Beitragsrückständen. Vor einem Wechsel sollten Sie prüfen, ob ein regulärer Tarifwechsel die bessere Lösung ist.

Die Sozialtarife der PKV im Überblick

Neben den regulären Tarifen gibt es in der privaten Krankenversicherung drei brancheneinheitliche Sozial- bzw. Sondertarife, die Versicherte vor zu hohen Beiträgen schützen sollen:

Tarif Kurzbeschreibung
Standardtarif GKV-ähnliche Leistungen, nur für vor 2009 Versicherte
Basistarif fast wie die GKV, Beitrag gedeckelt, halbiert bei Hilfebedürftigkeit
Notlagentarif nur Akutversorgung, automatisch bei Beitragsschulden

Wer welchen Tarif nutzen kann

Den Standardtarif können Versicherte nutzen, die vor 2009 privat vollversichert waren, seit mindestens zehn Jahren in der PKV und mindestens 55 Jahre alt sind (oder eine Rente beziehen). Den Basistarif (2026 höchstens 1.017,18 Euro im Monat) kann jeder mit Vertrag ab 2009 jederzeit wählen. Der Notlagentarif greift automatisch, wenn Beitragsschulden auflaufen, und bietet nur eine minimale Versorgung.

Erst Tarifwechsel prüfen

Bevor Sie in einen Sozialtarif wechseln, prüfen Sie den internen Tarifwechsel nach § 204 VVG – er erhält Leistungen und Alterungsrückstellungen.

Häufige Fragen

Welche PKV-Sondertarife gibt es?
Den Standardtarif, den Basistarif und den Notlagentarif – alle gesetzlich geregelt.
Wozu dienen die Sondertarife?
Als Auffangnetz, das den Versicherungsschutz und einen gedeckelten Beitrag sichert.
Kann jeder in den Basistarif?
Ja, jeder Privatversicherte hat einen Aufnahmeanspruch in den Basistarif.
Wer bekommt den Standardtarif?
Langjährig Versicherte mit einem Vertrag aus der Zeit vor 2009.
Wann greift der Notlagentarif?
Automatisch bei längeren Beitragsrückständen, mit reduziertem Beitrag und Akutleistungen.
Welche Sozialtarife gibt es in der PKV?
Den Standardtarif (Altverträge), den Basistarif (für alle, GKV-Niveau) und den Notlagentarif (bei Beitragsschulden). Alle begrenzen den Beitrag.

Weiterlesen: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.

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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.