Riester Rente Steuererklärung
Förderrente richtig von Steuer absetzen

Gutverdiener können mit Riester Rente Steuern sparen

Riester Rente in Steuererklärung richtig angeben

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Riester Rente dient dazu, die Versorgungslücke im Alter zu schließen. Daran beteiligt sich der Staat mit einer Förderung.
  • Bei einer Kündigung der Riester Rente entfällt der Anspruch auf staatliche Zulagen – auch für bisher erhaltene Zuschüsse.
  • Es gibt verschiedene Alternativen zur Kündigung des Riestervertrages wie die Beitragsfreistellung, bei der die bisherigen Zulagen erhalten bleiben.

Die Riester Rente und die Steuer

Die Riester Rente ist eine beliebte Form der Altersvorsorge bei Geringverdienern und kinderreichen Familien. Denn mit einem Jahresbeitrag von vier Prozent des Bruttoeinkommens können sich die Versicherten die vollen Zulagen sichern. Und dabei erhalten sie nicht nur für sich selbst eine staatliche Förderung von 175 Euro im Jahr. Sondern auch für jedes kindergeldberechtigte Kind (185 Euro für vor 2008 geborene, 300 Euro je Kind, das nach 2008 geboren wurde).

Doch auch mit einem hohen Einkommen kann sich riestern lohnen. Denn Besserverdiener haben die Chance, gleich doppelt zu profitieren. So erhalten sie neben der staatlichen Förderung zusätzliche Steuervorteile. Und das kann sich am Ende des Jahres durchaus auszahlen.

Die Riester Rente in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen

Die Beiträge zur Riester Rente lassen sich in der Steuererklärung als Sonderausgaben absetzen. Dafür sind die Aufwendungen im Mantelbogen AV anzugeben. Steuerzahler können bis zu 2.100 Euro der Beiträge ihrer Riester Rente absetzen (Stand 2020). Dadurch mindert sich das zu versteuernde Einkommen und die Steuerlast sinkt. Allerdings rechnet das Finanzamt die erhaltenen Förderungen dagegen und führt eine Günstigerprüfung durch.

Die Günstigerprüfung

Ob die Aufwendungen zur Riester Rente für die Steuer tatsächlich anerkannt werden, muss erst mit einer sogenannten Günstigerprüfung ermittelt werden. Dabei prüft das Finanzamt, ob für den Steuerzahler die direkten staatlichen Zulagen oder der Sonderausgabenabzug vorteilhafter ist. Dieses Verfahren führt das Finanzamt automatisch durch.

So funktioniert die Günstigerprüfung

Die automatische Berechnung führt das zuständige Finanzamt durch. Dabei wendet der Prüfer folgende Formel an:

  • Steuervorteile durch Sonderausgabenabzug – Zulagenanspruch = Auszahlungsbetrag

Wenn der Zulagenanspruch größer ist als der Auszahlungsbetrag, dann gibt es keinen Steuervorteil für den Versicherten. Dafür erfolgt die steuerfreie Auszahlung der vollen Riester-Förderung. Ist hingegen der Steuervorteil größer als der Zulagenanspruch, erstattet das Finanzamt die Steuerersparnis.

Die Höhe des eigenen Steuervorteils durch die Riester Rente lässt sich über einen Steuerberater oder den Rechner der BVI ermitteln.

Wie viel das Finanzamt durch die Günstigerprüfung der Riester Rente in der Steuererklärung zurück zahlt, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören nicht nur die Höhe der Aufwendungen und der Förderung. Sondern auch der persönliche Steuersatz und der Familienstand.

Die Steuerersparnis nutzen

Anders als bei den Zulagen fließt die Steuererstattung nicht in den Riestervertrag der Versicherten. Stattdessen erhalten sie das Geld direkt auf ihr Konto. Grundsätzlich können sie die Erstattung nutzen, um weiter die private Altersvorsorge aufzubauen. Beispielsweise indem sie den Beitrag in ihre Riester Rente oder ein anderes Altersvorsorgeprodukt investieren.

Doch Vorsicht: Wird die Riester Rente gekündigt und nicht für die Altersvorsorge genutzt, handelt es sich um eine „schädliche Verwendung“. In diesem Fall müssen die Versicherten nicht nur die Zulagen zurückbezahlen, sondern auch die gesparten Steuern!

Bevor die Kündigung erfolgt, ist es somit sinnvoller, die Riester Rente beitragsfrei zu stellen. Alternativ besteht auch die Option, die Prämie auf den Mindestbeitrag zur Riester Rente herabzusetzen. Dadurch bleiben nicht nur die Steuervorteile und Zulagen erhalten. Die Versicherten sparen auch weiterhin einen kleinen Betrag für ihre Altersvorsorge an und beziehen zumindest anteilig die staatliche Förderung.

Die Riester Rente in der Steuererklärung eintragen

Um die Steuerbegünstigung zu nutzen, muss die Riester Rente in der Steuererklärung eingetragen werden. Dafür ist die Anlage AV auszufüllen.

Folgende Informationen müssen Steuerzahler eintragen:

  • Die Anzahl der Riesterverträge
  • Die Summe aller im Vorjahr bezahlten Beiträge
  • Die rentenversicherungspflichtigen Einkünfte (bei unmittelbar begünstigten)
  • Zahl und Zuordnung der kindergeldberechtigten Kinder

Der Versicherer versendet jedes Jahr eine Bescheinigung. Darin enthalten ist die Anzahl der Riesterverträge, die in Zeile 6 einzutragen sind.

In Zeile 9 müssen die Steuerzahler angeben, ob sie unmittelbar begünstigt sind. Mittelbarbegünstigte füllen die Zeile 19 aus.

In Zeile 10 folgt das steuerrelevante Einkommen. Dafür erhalten Arbeitnehmer jedes Jahr von ihrem Arbeitgeber eine Aufstellung über ihr bezogenes Entgelt.

Wer über die Riester Rente Kinderzulagen erhält, muss zusätzlich die Zeilen 20 bis 23 ausfüllen.

Nachgelagerte Besteuerung: Die Riester Rente versteuern

Die Auszahlung der Riester Rente fällt im Regelfall mit dem regulären Rentenalter zusammen. Dabei fällt der Leistungsbezug unter die nachgelagerte Besteuerung. Das bedeutet: Die Versicherungsnehmer können während der Ansparphase von Steuervorteilen profitieren, müssen bei der Auszahlung ihrer Riester Rente diese aber versteuern. In welcher Höhe ist dabei vom persönlichen Steuersatz abhängig. Da Rentner allerdings meist ein niedrigeres Einkommen haben, fällt der Steuersatz im Alter in vielen Fällen geringer aus als noch zu Berufszeiten.

Versicherungsnehmer müssen bei der Auszahlung ihre Riester Rente voll versteuern. Anders als bei anderen Rentenversicherungen und Lebensversicherungen, die nicht staatlich gefördert sind. Hier wird nur der Ertragsanteil versteuert.

Besonderheiten bei einer Kapitalauszahlung

Versicherte können sich bei Rentenbeginn 30 Prozent ihres Riester-Guthabens als Kapital auszahlen lassen. Dies hat einen entscheidenden Vorteil: Die Riester ist eine Leibrente. Sie wird somit bis zum Lebensende des Versicherten bezahlt. Allerdings kalkulieren die Versicherungsgesellschaften mit einer hohen Lebenserwartung. Wird diese nicht erreicht, ist der Riestervertrag mit Verlusten verbunden. Zu beachten ist jedoch, dass die Einmalauszahlung die spätere Rentenleistung reduziert.

Die Kapitalauszahlung der Riester Rente muss im Jahr der Auszahlung in voller Höhe versteuert werden. Für Personen, die in diesem Jahr noch Gehalt bezogen haben, kann dies eine hohe steuerliche Belastung bedeuten. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, den Versicherer zu bitten, die Auszahlung auf das nächste Jahr zu verschieben. Dieser Sonderregelung muss die Gesellschaft allerdings nicht zwangsweise zustimmen.

Besonderheiten bei einer Gesamtauszahlung

Grundsätzlich ist es auch möglich, die Rente als Gesamtauszahlung zu beziehen. In diesem Fall zahlt der Versicherer das gesamte Guthaben auf einen Schlag aus. Daraus resultieren allerdings mehrere Nachteile:

  • Da die Gesamtauszahlung eine schädliche Verwendung darstellt, müssen die Versicherten sowohl die Zulagen als auch die Steuervorteile zurückbezahlen
  • Bei einer Einmalauszahlung der Riester Rente sind die darin enthaltenen Erträge zu versteuern

Ausnahmefall: Kleinbetragsrente

Ist das angesparte Kapital so niedrig, dass sich die Zahlung einer Rente nicht lohnt, können die Versicherten das Guthaben als Gesamtauszahlung beziehen. Und zwar ohne, dass die Förderungen und Steuervorteile verloren gehen.

Um eine Kleinbetragsrente handelt es sich, wenn die monatliche Rente kleiner ist als ein Prozent der Bezugsgröße West nach §18 Sozialgesetzbuch IV. Im Jahr 2020 liegt dieser Wert bei 38.220 Euro. Von dieser Regelung Gebrauch machen können somit Personen, deren monatliche Rentenzahlung weniger als 31,85 Euro betragen würde (Stand 2020).

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