Nachteile der Riester Rente
Das spricht gegen die Förderrente

Großer Nachteil der Riester Rente ist die nachgelagerte Besteuerung

Riestern lohnt nur bei hoher Lebenserwartung

Nachteile ergeben sich auch durch vorzeitige Kündigung

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein entscheidender Nachteil der Riester Rente ist die nachgelagerte Besteuerung: Während der Ansparphase genießen die Versicherten Steuervorteile, dafür müssen sie im Alter ihre Rente versteuern.
  • Damit sich das Riestern auch wirklich lohnt, ist eine hohe Lebenserwartung vorausgesetzt.
  • Bei einer vorzeitigen Auszahlung oder einer Kündigung verlieren die Versicherten die staatlichen Zulagen und ihre Steuervorteile.

Nachteile bei der Riester Rente: Nicht für jeden lohnt sich diese Altersvorsorge

Die Riester Rente scheint dank der staatlichen Zuschüsse eine lukrative Form der privaten Altersvorsorge. So können vor allem Personen mit einem geringen Einkommen und kinderreiche Familien bereits für einen geringen Beitrag die volle Förderung ausschöpfen. Doch ist die Riester Rente auch mit erheblichen Nachteilen verbunden. Nicht nur, dass die Rente bei Bezug voll versteuert werden muss. Auch steht das Riestern immer wieder in der Kritik, dass die Verträge undurchsichtig und mit sehr hohen Kosten belastet sind. Faktoren, die vor dem Abschluss einer Riester Rente zwingend Beachtung finden müssen.

Die Nachteile der Riester Rente

Gerade für Verbraucher, die sich in der Versicherungswelt nicht auskennen, scheint das Riestern aufgrund der Komplexität Schwierigkeiten zu bereiten. Die Verträge sind nicht gerade transparent und teure Kostenpunkte wie die Abschlusskosten werden in den langen und ausführlichen Vertragsbedingungen geradezu versteckt. Dem möchte der Staat entgegenwirken, indem die Bedingungen zukünftig transparenter gestaltet werden soll. Doch steht die Riester Rente auch weiteren Nachteilen gegenüber:

Hohe Lebenserwartung vorausgesetzt

Bei der Riester Rente handelt es sich um eine Leibrente. Das bedeutet, sie wird dem Versicherten lebenslang ausbezahlt. In erster Linie ein entscheidender Vorteil, denn das Rentenalter ist über die gesamte Zeit hinweg finanziell abgedeckt. Allerdings resultiert daraus auch ein Nachteil: Die Versicherungen kalkulieren mit einer entsprechend hohen Lebenserwartung.

Im Finanztest wurde 2012 analysiert, dass die Versicherungsnehmer mindestens 82 Jahre alt werden müssen, um ihre einbezahlten Beiträge sowie die staatlichen Zulagen voll zu beziehen. Dabei wurden Überschüsse noch gar nicht berücksichtigt.

Nachgelagerte Besteuerung

Gutverdiener profitieren von dieser Altersvorsorge, wenn sie die Riester Rente in der Steuererklärung geltend machen. Bis zu 2.100 Euro Steuervorteile sind möglich. Allerdings können Versicherte zwar während der Ansparphase diese zusätzliche Förderung ausnutzen, im Alter müssen sie dann aber ihre Rente versteuern. Denn das Riestern unterliegt der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Dabei wird die Rente mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Eine gute Nachricht gibt es jedoch: Im Rentenalter ist der persönliche Steuersatz meist niedriger als noch zu Berufszeiten.

Nur beschränkte Vererbbarkeit

Im Regelfall handelt es sich bei der Riester um eine personengebundene Altersvorsorge. Daher ist ihre Vererbbarkeit stark eingeschränkt. Es besteht lediglich die Möglichkeit, das Riester-Guthaben auf den Vertrag des Ehepartners umzubuchen. Alternativ können sich die Erben die einbezahlten Beiträge auszahlen lassen – allerdings keine Zulagen und Steuerbegünstigungen. Doch hängt die Möglichkeit der Vererbbarkeit stark von dem gewählten Produkt ab:

Bei einem Fondssparplan lässt sich das angesparte Kapital problemlos vererben. Bei einer klassischen Riester Rente hingegen ist die Vererbbarkeit abhängig von den individuellen Vertragsbedingungen des Anbieters.

Verbraucher können bei Vertragsabschluss eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Versterben sie innerhalb dieses Zeitraums, wird die Rente an die Hinterbliebenen weiterbezahlt, bis die Garantiezeit zu Ende ist.

Kündigung und vorzeitige Auszahlung sind mit Verlusten verbunden

Eine Riester Rente zu kündigen ist mit erheblichen Nachteilen verbunden. Da es sich dabei um eine schädliche Verwertung handelt und der Zweck der Altersvorsorge nicht erfüllt wird, fließen die Zulagen und Steuervorteile zurück in die Staatskasse. Unter Umständen müssen Steuervorteile sogar zurückbezahlt werden. Außerdem reduziert sich der Rückkaufswert bei Auszahlung der Riester Rente um die Abschlusskosten des Anbieters. Dadurch kann das Guthaben geringer ausfallen als die tatsächlich einbezahlten Beiträge. In den ersten Versicherungsjahren besteht sogar das Risiko, dass ein Minusguthaben vorhanden ist. In diesem Fall erhalten die Versicherten bei einer Kündigung eine Zahlungsaufforderung seitens des Anbieters.

  • Eine vorzeitige Auszahlung vor dem 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr wird einer Kündigung gleichgestellt.

Beinhaltet der Rückkaufswert nach Kündigung Erträge, müssen die Versicherten die Ertragsanteile versteuern.

Teuer bei Anbieterwechsel

Ein Anbieterwechsel der Riester Rente ist nur in wenigen Fällen ratsam. Denn bei einer Kapitalübertragung zahlen die Versicherten Gebühren, die das Guthaben schmälern. Hinzu kommt, dass der neue Anbieter wieder Abschlusskosten verlangt.

Ein Anbieterwechsel lohnt sich nur dann, wenn der neue Versicherer deutlich bessere Konditionen bietet. Außerdem ist es meist sinnvoller, die bereits bestehende Riester Rente beitragsfrei zu stellen und einen Neuvertrag bei dem gewünschten Anbieter abzuschließen. Dadurch entstehen keine Kosten für eine Kapitalübertragung und die bisher bezogenen Zulagen bleiben erhalten.

Dauerauftrag erhöht das Risiko für eine falsche Besparung

Noch vor wenigen Jahren mussten Versicherte jedes Jahr den Antrag auf Riester Förderung stellen. Viele Versicherungsnehmer haben dies verpasst, wodurch sie keine Zulagen erhalten haben. Um dem entgegenzuwirken, wurde ein Dauerauftrag eingeführt. Dieser birgt aber Nachteile bei der Riester Rente:

  • Durch den Dauerauftrag findet keine Prüfung statt, ob die einbezahlten Beiträge dem Riester Mindestbeitrag für die volle Förderung Dadurch besteht das Risiko, dass den Versicherten Zulagen entgehen
  • Neugeborene werden nicht automatisch berücksichtigt. Sind diese nicht im Zulagenantrag aufgeführt, verschenken die Versicherten jedes Jahr 300 Euro Förderung.

Um diesem Nachteil entgegenzuwirken, sollten Versicherte jedes Jahr ihre Riester Rente überprüfen. Änderungen des Einkommens und neugeborene Kinder sind dann umgehend dem Versicherer beziehungsweise der Zulagenstelle mitzuteilen.

Und trotz aller Nachteile kann sich die Riester Rente lohnen

Die Riester Rente steht einigen Nachteilen gegenüber. Nicht nur die mit der Altersvorsorge verbundenen Kosten, mangelnde Flexibilität und natürlich auch die geringe Rendite, vor allem bei klassischen Produkten. Dennoch kann eine Riester Rente sinnvoll sein. Denn gerade Personen mit einem geringen Einkommen profitieren von den staatlichen Zulagen, die sie beim Vermögensaufbau unterstützen. Außerdem wurde 2018 beschlossen, dass etwa 200 Euro der Rente nicht der Grundversorgung angerechnet werden. Eine gute Nachricht für alle, die eine sehr geringe Altersrente erwarten. Und nicht zuletzt ist das Riestern auch für kinderreiche Familien lukrativ. Denn für jedes Kind erhalten sie im Jahr 185 Euro beziehungsweise 300 Euro, wenn es nach 2008 geboren wurde, an Riester Kinderzulagen. Zusätzlich zur Eigenzulage kann sich das Guthaben dadurch ordentlich erhöhen.

Bei einer Riester Rente ist es wie mit jeder Altersvorsorge: Nachteile stehen den Vorteilen (siehe Riester Rente Vorteile) gegenüber. Aus diesem Grund muss immer individuell, von der persönlichen Situation und dem Bedarf einer Person abhängig entschieden werden, welche Form der Altersvorsorge sich tatsächlich lohnt.

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