Riester Rente Auszahlung
Förderrente auszahlen lassen: So geht's

Riester Rente ab 62./60. Lebensjahr auszahlungsfähig

Höhe der Auszahlung von vielen Faktoren abhängig

Niedrigere Auszahlung bei vorzeitiger Kündigung

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Auszahlung der Riester Rente ist frühestens zum 62. Lebensjahr möglich. (ab dem 60. Lebensjahr bei Verträgen, die vor 2011 abgeschlossen wurden)
  • Die Höhe der Auszahlung ist von der Dauer der Beitragszahlung, dem angesparten Kapital, den staatlichen Zulagen und dem Riesterprodukt abhängig.
  • Bei einer vorzeitigen Kündigung der Riester Rente fällt die Auszahlung geringer aus, da die Zulagen in die Staatskasse zurückfließen.

Die Auszahlung der Riester Rente

Die Riester Rente wurde vom Gesetzgeber im Zuge der Rentenreform 2002 eingeführt. Sie soll Verbraucher dabei helfen, ihre Versorgungslücke im Alter zu schließen. Und dabei unterstützt sie der Staat in Form von Zulagen und Steuervorteilen. Das Einzige, das die Versicherten dafür tun müssen, ist vier Prozent ihres Vorjahresbruttoeinkommens einzubezahlen (für die volle Förderung) und jährlich den Zulagenantrag einzureichen. Wer das bis zum Ende durchhält und die Riester Rente nicht vorzeitig kündigt, kann sich zum Rentenbeginn über eine lebenslange Leibrente freuen. Doch wann wird die Riesterleistung eigentlich ausbezahlt und in welchen Fällen können die Versicherten eine Kapitalauszahlung beantragen?

Wann kann ich meine Riester Rente auszahlen lassen?

Wann die Auszahlung der Riester Rente erfolgt, hängt in erster Linie vom Versicherungsbeginn und den vertraglichen Vereinbarungen ab. Wer seinen Vertrag bereits vor 2011 abgeschlossen hat, kann die Rente ab dem 60. Lebensjahr beziehen. Bei Verträgen, die nach 2011 abgeschlossen wurden, ist der Leistungsbeginn frühestens ab dem 62. Lebensjahr möglich.

Im Regelfall wird bei Vertragsabschluss der gewünschte Leistungsbeginn festgelegt, der meist der regulären Regelaltersrente entspricht. Wer die Riester früher schon beziehen möchte, sollte bedenken, dass sich mit jedem Jahr der vorzeitigen Auszahlung die Leistung reduziert.

Wird die Rente vor dem 60. beziehungsweise 62. Lebensjahr ausbezahlt, handelt es sich um eine vorzeitige Kündigung. Dieses Vorgehen ist förderschädlich und entspricht nicht dem vorgesehenen Zweck des Riesterns. Daher müssen Versicherte, die ihre Riester Rente kündigen, um die Leistung früher zu beziehen, sowohl staatliche Zulagen als auch Steuervorteile zurückbezahlen. Sprich: Sie bekommen noch lediglich ihre einbezahlten Beiträge und Zinsen.

Auszahlung berechnen: Wie hoch fällt die Rente aus?

Die Riester wird dem Versicherten lebenslang ausbezahlt. Dabei ist die Höhe der Auszahlung von verschiedenen Faktoren abhängig, die vom Anbieter der Riester Rente beim Berechnen der Auszahlung Berücksichtigung finden:

  • Höhe der Beiträge: Je höher und je länger die Prämienzahlung, desto besser fällt auch die Rentenleistung aus.
  • Zulagen: Für sich selbst erhalten die Versicherten 175 Euro Zulagen im Jahr. Zusätzlich zahlt der Staat 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren sind und 300 Euro für Kinder, die nach 2008 geboren sind. Die vollen Zulagen gibt es aber nur, wenn vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag einbezahlt wurden.
  • Riester-Variante: Bei einem klassischen Riesterprodukt wird das Kapital verzinst, was eine höhere Garantie bietet. Fondsgebundene Produkte hingegen erhöhen die Renditechance, haben aber eine geringere Garantierente.

Der Police oder Standmitteilung des Versicherers können die Versicherungsnehmer die Garantierente ihres Riestervertrages entnehmen. Die Leistung kann allerdings höher ausfallen, je nach Überschüssen oder Fondsentwicklung.

So können Sie sich Ihre Riester Rente auszahlen lassen

Versicherte haben verschiedene Möglichkeiten, wie sie sich ihre Riester Rente auszahlen lassen können. Dabei ist der Grundgedanke des Riesterns, mit einer monatlichen Rentenzahlung die gesetzliche Altersvorsorge aufzustocken. Dennoch bieten die Versicherer verschiedene Möglichkeiten der Auszahlung. Welche Variante die Versicherten nutzen können, hängt von ihrem Riesterprodukt, der Vertragsgestaltung und nicht zuletzt auch von der Höhe des Guthabens ab.

Monatliche Rentenzahlung

Die häufigste Form der Riester Rente Auszahlung ist die monatliche Rente. Diese wird dem Versicherten lebenslang ausbezahlt. Bei Vertragsabschluss können die Antragsteller eine Rentengarantiezeit vereinbaren. Sollten sie innerhalb dieser Zeit versterben, wird die Rente bis zum Ablauf der Garantiezeit an die Hinterbliebenen weiterbezahlt.

Monatliche Rentenzahlung und Einmalzahlung

Zum regulären Auszahlungstermin haben die Versicherten die Möglichkeit, sich 30 Prozent ihres Kapitals ausbezahlen zu lassen. Förderungen und Steuervorteile bleiben dabei in voller Höhe erhalten. Wichtig ist zu beachten, dass sich durch die Kapitalauszahlung die Monatsrente verringert.

Einmalzahlung

Die Leistung in Form einer Einmalzahlung zu beziehen, ist eine seltene Form der Auszahlung. Denn in den meisten Fällen wird dieses Vorgehen als „schädliche Verwertung“ angesehen, wodurch Steuervorteile und Zulagen zurückbezahlt werden müssen. Eine Ausnahme gibt es, wenn das Kapital zu gering für eine annehmbare Rente ist. Dann ist die Rede von einer Kleinbetragsrente.

Die Kleinbetragsrente

Es handelt sich um eine Kleinbetragsrente, wenn die monatliche Rentenleistung weniger als ein Prozent der Bezugsgröße West nach § 18 Sozialgesetzbuch IV beträgt. 2020 liegt die Bezugsgröße West bei 38.220 Euro. Somit ist eine komplette Kapitalzahlung ohne Rückzahlung von Steuervorteilen und Zulagen nur möglich, wenn die Rente 2020 geringer als 31,85 Euro ausfallen würde.

Möchten sich die Versicherten ihr gesamtes Riesterguthaben auf einen Schlag auszahlen lassen, müssen sie Zulagen und Steuervorteile zurückbezahlen. Es sei denn, es handelt sich um eine Kleinbetragsrente. Alternativ können sie sich mit Rentenbeginn 30 Prozent des Guthabens als Kapital ausbezahlen lassen und das restliche Riesterguthaben als Rente beziehen.

Weitere Formen der Auszahlung

Bei der klassischen Riester Rente erfolgt die Auszahlung als monatliche Rentenleistung – wahlweise mit einer Teilkapitalauszahlung. Es gibt allerdings weitere Formen des Riesterns, bei denen eine andere Auszahlung vorgesehen ist:

  • Wohn-Riester

Bei diesen Verträgen nutzen die Versicherten das Kapital und die staatliche Förderung für den Bau oder Erwerb eines Eigenheims. Die Auszahlung ist somit an einen Immobilienkauf beziehungsweise das dafür vorgesehene Darlehen gebunden.

  • Riester-Bausparvertrag

Bei dieser Variante fließen die Zulagen in einen Bausparvertrag. Sobald dieser zuteilungsreif ist, können die Versicherungsnehmer den Bausparvertrag als Eigenkapital für ihren Immobilienerwerb nutzen oder ein günstiges Darlehen erhalten.

  • Riester-Fondssparplan

Der Fondssparplan ersetzt bei den meisten Anbietern den Riester-Banksparplan. Bei dieser privaten Altersvorsorge können die Versicherten zwischen einer Rentenzahlung und einer Kapitalauszahlung wählen.

Nachgelagerte Besteuerung bei Auszahlung der Riester

Riestern unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Das bedeutet, Versicherte können während der Ansparphase die Riester Rente in der Steuererklärung geltend machen. Dafür müssen sie jedoch bei Auszahlung die Renten- beziehungsweise Kapitalleistung versteuern.

Es gibt dennoch eine gute Nachricht für alle Riester-Sparer: Da das Einkommen im Rentenalter im Regelfall geringer ausfällt als zu Erwerbszeiten, ist auch der persönliche Steuersatz niedriger. Daher kann die nachgelagerte Besteuerung sogar von Vorteil sein.

Besonderheiten bei einer Kapitalauszahlung

Versicherungsnehmer, die eine Kapitalauszahlung von 30 Prozent des Guthabens wünschen, sollten in Bezug auf die Steuer einige Aspekte beachten. Denn die Kapitalleistung muss im Jahr der Auszahlung versteuert werden. Und wenn in diesem Jahr noch Gehalt bezogen wurde, kann die Steuerlast sehr hoch sein. Daher ist Verbrauchern angeraten, mit ihrem Riesteranbieter zu sprechen, ob eine Kapitalauszahlung im Folgejahr möglich ist.

Auszahlung vor Rentenbeginn: Die Riester Rente kündigen

Ein entscheidender Nachteil der Riester Rente ist, dass eine vorzeitige Kündigung des Vertrages mit hohen Verlusten einhergehen kann. Denn der Staat unterstützt die Versicherten nur, wenn sie ihren Vertrag auch korrekt besparen. Und eine vorzeitige Kündigung erfüllt diese Voraussetzung nicht. Dabei handelt es sich um eine schädliche Verwertung des Riestervertrages. Somit fließen die bisher erhaltenen Zulagen in die Staatskasse zurück. Und auch Steuervorteile müssen unter Umständen zurückbezahlt werden.

Die Auszahlung bei Kündigung der Riester Rente beschränkt sich damit auf die einbezahlten Beiträge. Von diesen werden allerdings noch Abschluss- und Verwaltungskosten abgezogen. Gerade in den ersten Jahren kann das Guthaben damit sogar im Minus sein.

Sollte die Auszahlung bei Kündigung der Riester Rente Erträge beinhalten, müssen diese versteuert werden.

Eine Kündigung ist somit immer mit erheblichen Nachteilen verbunden und sollte gut überlegt sein. Denn es gibt einige Alternativen zur Vertragsauflösung, die in den meisten Fällen ratsamer sind:

  1. Beitragsfreistellung

Bei einer Beitragsfreistellung der Riester Rente ruht der Vertrag und die Versicherten müssen keine Beiträge mehr einbezahlen. Dabei beziehen sie keine staatlichen Zulagen mehr, allerdings bleiben die bisher erhaltenen Förderungen erhalten. Außerdem können sie bei Bedarf den Vertrag reaktivieren und mit dem Riestern weitermachen.

  1. Beitragsreduzierung

Um die volle Riester Förderung zu erhalten, müssen Versicherte vier Prozent ihres Bruttoeinkommens einbezahlen. Allerdings ist dieser Betrag nicht zwingend vorgeschrieben. Sie können auch eine geringere Prämie ansparen, wenn die finanziellen Mittel keinen höheren Betrag zulassen. Dann erhalten sie die staatliche Förderung immerhin anteilig. Und sollte sich ihre finanzielle Situation verändern, können sie den Beitrag jederzeit wieder heraufsetzen.

  1. Reduzierung auf den Mindestbeitrag

Der Gesetzgeber sieht für Riesterverträge einen Mindestbeitrag von 60 Euro im Jahr vor, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Eine (vorübergehende) Reduzierung auf den Riester Mindestbeitrag schafft finanzielle Entlastung. Zudem erhalten die Versicherten anteilig Zulagen vom Staat und können die Prämie jederzeit wieder erhöhen.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen

Verstirbt die versicherte Person, endet die Rentenzahlungspflicht des Versicherers. Eine Ausnahme besteht, wenn in dem Vertrag eine Beitragsgarantie vereinbart wurde. In diesem Fall zahlt die Gesellschaft die Rente bis zum Ablauf der Garantiezeit an die Hinterbliebenen weiter. Ein Beispiel:

Ein Verbraucher schließt eine Riester Rente mit Rentenbeginn zum 62. Lebensjahr und einer Rentengarantiezeit von zehn Jahren ab. Verstirbt der Versicherte mit 70 Jahren, zahlt die Versicherung die Leistung weitere zwei Jahre an die Hinterbliebenen aus.

Kündigen die Versicherten ihren Vertrag, zahlt die Gesellschaft die einbezahlten Beiträge als Rückkaufswert aus. Von diesen zieht sie Abschluss- und Verwaltungskosten ab. Staatliche Zulagen werden nicht ausbezahlt und unter Umständen müssen die Versicherungsnehmer Steuervorteile zurückbezahlen.

Die Auszahlung der Riester Rente nach Kündigung erfolgt im Regelfall wenige Tage bis Wochen nach dem offiziellen Kündigungstermin.

Ein Vorteil der Riester Rente ist ihre Flexibilität. So können die Versicherungsnehmer bei Bedarf die Höhe der Beiträge flexibel anpassen. Um die vollen Zulagen für sich und die Riester Kinderzulagen zu erhalten, sollten sie vier Prozent ihres Bruttoeinkommens einbezahlen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, einen größeren Beitrag aufzubringen, um die Rentenleistung zu erhöhen. Dies wirkt sich jedoch nicht auf die staatliche Förderung aus, mit Ausnahme von den Steuervorteilen.

Zusätzlich bieten einige Anbieter die Option, Zusatzleistungen zu erbringen. Diese Sonderzahlungen lassen sich flexibel in den Vertrag einzahlen, um das Kapital und damit auch den Rentenanspruch zu erhöhen.