Versicherungswissen

Leichtkraftrad-Versicherung:das gilt fürs 125er

Leichtkraftrad-Versicherung: das gilt fürs 125er

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Leichtkraftrad mit bis zu 125 Kubikzentimetern und 15 PS fahren Sie mit dem Führerschein der Klasse A1.
  • Anders als Mofa, Moped und Roller braucht es ein amtliches Kennzeichen und eine normale Kfz-Versicherung, kein Versicherungskennzeichen.
  • Pflicht ist die Haftpflicht, sinnvoll ist eine Teilkasko gegen Diebstahl, gerade bei neuen Maschinen.
  • Mit einem Saisonkennzeichen sparen Sie, wenn Sie nur im Sommerhalbjahr fahren.

Das Leichtkraftrad ist die größere Schwester von Mofa und Moped: schneller, stärker und mit eigenem Führerschein. Bei der Versicherung gelten deshalb andere Regeln als bei den kleinen Kleinkrafträdern. Wer ein 125er fährt, sollte die Unterschiede kennen, damit der Schutz passt.

Was ein Leichtkraftrad ausmacht

Ein Leichtkraftrad hat einen Hubraum bis 125 Kubikzentimeter und eine Leistung bis 15 PS, also 11 Kilowatt. Gefahren wird es mit der Führerscheinklasse A1, die ab 16 Jahren möglich ist. Im Alltag ist es deutlich schneller als ein Moped und erreicht je nach Modell rund 100 Stundenkilometer. Genau deshalb wird es versicherungstechnisch wie ein richtiges Motorrad behandelt, nicht wie ein Kleinkraftrad.

Der wichtige Unterschied zum Moped

Hier liegt der entscheidende Punkt: Mofa, Moped und Roller bis 50 Kubikzentimeter fahren mit einem Versicherungskennzeichen, der kleinen Plakette. Ein Leichtkraftrad dagegen braucht eine richtige Zulassung mit amtlichem Kennzeichen und eine normale Kfz-Versicherung. Es gibt also keine jährliche Plakette zum 1. März, sondern einen regulären Versicherungsvertrag mit Schadenfreiheitsklasse.

Merkmal Moped (bis 50 ccm) Leichtkraftrad (bis 125 ccm)
Kennzeichen Versicherungskennzeichen amtliches Kennzeichen
Versicherung Plakette, jährlich normaler Kfz-Vertrag
Schadenfreiheitsklasse nein ja
Moped und Leichtkraftrad im Vergleich.

Haftpflicht und Teilkasko

Pflicht ist wie bei jedem Kraftfahrzeug die Haftpflicht. Sie deckt Schäden ab, die Sie mit dem Leichtkraftrad anderen zufügen. Sinnvoll ist zusätzlich eine Teilkasko, die gegen Diebstahl, Brand, Sturm und Glasbruch schützt. Bei einer neuen, teuren Maschine kann auch eine Vollkasko sinnvoll sein. Über die Jahre baut sich wie beim Auto eine Schadenfreiheitsklasse auf, die den Beitrag senkt.

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Mit Saisonkennzeichen sparen

Die meisten fahren ihr Leichtkraftrad nur in der wärmeren Jahreszeit. Mit einem Saisonkennzeichen melden Sie es nur für die Nutzungsmonate an, etwa von März bis Oktober. In dieser Zeit ist es versichert und steuerpflichtig, außerhalb nicht. So zahlen Sie nur für die Zeit, in der Sie wirklich fahren, und in der Winterpause greift oft eine beitragsfreie Ruheversicherung gegen Diebstahl und Brand.

Tobias Friedrich, Versicherungsexperte

Tobias Friedrich · Versicherungsexperte bei Versicherungsriese

Ein 125er ist kein Moped

Der häufigste Irrtum beim Leichtkraftrad ist die Annahme, es laufe wie ein Moped über eine Plakette. Tut es nicht. Ein 125er braucht eine richtige Zulassung und eine normale Kfz-Versicherung. Der Vorteil: Sie bauen eine eigene Schadenfreiheitsklasse auf, die den Beitrag mit den Jahren senkt.

Häufige Fragen zur Leichtkraftrad-Versicherung

Welchen Führerschein brauche ich für ein Leichtkraftrad?
Den Führerschein der Klasse A1 für Maschinen bis 125 Kubikzentimeter und 15 PS, möglich ab 16 Jahren.
Braucht ein Leichtkraftrad ein Versicherungskennzeichen?
Nein. Anders als ein Moped braucht es eine richtige Zulassung mit amtlichem Kennzeichen und eine normale Kfz-Versicherung.
Welche Versicherung ist Pflicht?
Die Haftpflicht. Sinnvoll ist zusätzlich eine Teilkasko, bei teuren Maschinen auch eine Vollkasko.
Baue ich eine Schadenfreiheitsklasse auf?
Ja. Anders als beim Moped sammeln Sie beim Leichtkraftrad eine eigene Schadenfreiheit, die den Beitrag senkt.
Kann ich ein Saisonkennzeichen nutzen?
Ja. So zahlen Sie Steuer und Beitrag nur für die Monate, in denen Sie tatsächlich fahren.
Tobias Friedrich

Tobias Friedrich

Gründer der Finanzriese GmbH

Tobias Friedrich ist Gründer und Geschäftsführer der Finanzriese GmbH, dem Unternehmen hinter Versicherungsriese.de. Seit der Gründung verfolgt er ein Ziel: Versicherungen für Verbraucher transparent und kostenlos vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Ratgebers und stellt sicher, dass alle Inhalte fachlich fundiert, aktuell und verständlich aufbereitet sind. Sein Anspruch ist ehrliche Orientierung statt Verkaufsdruck.