Das Wichtigste in Kürze
- Kinder lassen sich in der PKV über die Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung absichern.
- Dafür gilt eine Frist von zwei Monaten ab der Geburt, wenn ein Elternteil bereits privat versichert ist.
- Jedes Kind zahlt einen eigenen Beitrag – Kindertarife sind aber deutlich günstiger als für Erwachsene.
- Bei Beamten übernimmt die Beihilfe für Kinder meist 80 Prozent der Kosten.
Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung
Neugeborene können ohne Risikozuschlag und ohne Gesundheitsprüfung in die PKV aufgenommen werden, wenn ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt seit mindestens drei Monaten privat versichert ist und die Anmeldung innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt erfolgt. Das Kind erhält dann denselben Schutz wie der Elternteil, ohne Ausschlüsse.

Was kostet eine private Krankenversicherung für Kinder? Tarife für Kinder
Anders als in der gesetzlichen Familienversicherung zahlt in der PKV jedes Kind einen eigenen Beitrag. Kindertarife sind jedoch günstig, weil keine Alterungsrückstellungen für das hohe Alter einkalkuliert werden:
| Konstellation | Beitrag fürs Kind |
|---|---|
| Eltern privat versichert | eigener Kindertarif, meist 100–180 € im Monat |
| Beamtenkind mit Beihilfe | nur der Restkostenanteil (Beihilfe 80 %), sehr günstig |
| ein Elternteil in der GKV | oft Familienversicherung in der GKV möglich |
Kind privat versichern oder gesetzlich: Was entscheidet?
Ob die PKV fürs Kind sinnvoll ist, hängt von den Eltern ab. Sind beide privat oder ist der besserverdienende Elternteil privat versichert, ist die private Absicherung naheliegend. Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, kann das Kind oft beitragsfrei in der GKV familienversichert werden.
Frist nicht verpassen
Melden Sie Ihr Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt an, damit die Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung gelingt. Danach ist eine normale Risikoprüfung fällig.
Beihilfe macht Kinder günstig
Für Beamtenkinder ist die PKV oft die klar günstigere Lösung, weil die Beihilfe 80 Prozent übernimmt und nur ein kleiner Restkostentarif nötig ist.
PKV-Tarife vergleichen
Lassen Sie Leistungen und Beiträge persönlich vergleichen.
Anspruch ohne Wartezeit und Gesundheitsprüfung
Die Kindernachversicherung gibt Neugeborenen einen Anspruch auf Aufnahme ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung – vorausgesetzt, ein Elternteil ist seit mindestens drei Monaten privat versichert und der Antrag wird innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt gestellt. In diesen Fällen wird das Kind rückwirkend zum Geburtstag versichert, ganz ohne Risikozuschlag.
Diese Möglichkeit nicht verpassen
Versäumen Sie die Zwei-Monats-Frist, ist die Aufnahme nur noch mit normaler Gesundheitsprüfung möglich. Gerade bei Kindern mit Vorerkrankungen ist die fristgerechte Anmeldung besonders wichtig.
Kind in der PKV oder beim Elternteil gesetzlich mitversichert?
Ob Sie Ihr Kind privat oder gesetzlich versichern, hängt vom Status der Eltern ab. Sind beide Elternteile privat versichert, muss in der Regel auch das Kind in die PKV. Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, haben Sie die Möglichkeit, das Kind beitragsfrei in der gesetzlichen Familienversicherung unterzubringen – das ist besonders günstig, wenn das gesetzlich versicherte Elternteil das geringere Einkommen hat.
| Eltern | Kind |
|---|---|
| beide privat versichert | in der Regel privat (eigener Beitrag) |
| ein Elternteil gesetzlich | privat oder gesetzlich familienversichert |
| ein Elternteil Beamter | privat mit Beihilfe (80 %), sehr günstig |
Privat oder gesetzlich versichern: die wichtigsten Regeln für Eltern
Ob Eltern ihr Kind privat versichern können oder es in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben muss, hängt vom Status und Einkommen beider Eltern ab. Kinder müssen sich an der Familienregel orientieren: Verdient der privat versicherte Elternteil mehr als der gesetzlich versicherte und liegt sein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze, ist die beitragsfreie Familienversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschlossen, das Kind muss sich dann eigenständig versichern, entweder freiwillig gesetzlich oder privat. Ist der besser verdienende Elternteil gesetzlich versichert, lassen sich Kinder dagegen kostenlos mitversichern. Kinder von Beamten erhalten meist 80 Prozent Beihilfe, sodass sich das Kind privat krankenversichern lässt, oft für unter 60 Euro Restbeitrag im Monat.
- Beiträge: Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für ein Kind liegen je nach Tarif meist bei 100 bis 200 Euro, ohne Altersrückstellungen und ohne Gesundheitsprüfung bei der Kindernachversicherung.
- Alternative: Bleibt das Kind gesetzlich, können Eltern eine private Zusatzversicherung für Kinder abschließen (Zahn, Brille, Chefarzt), so kombinieren viele Familien beide Welten.
- Später wechseln: Wer sein Kind privat krankenversichert hat, kann es bei Ausbildungsbeginn meist aus der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln lassen; private Krankenversicherungen müssen den Wechsel dann akzeptieren.
Häufige Fragen zur Krankenversicherung für Kinder
Wie wird mein Kind privat versichert?
Welche Frist gilt nach der Geburt?
Was kostet die PKV für ein Kind?
Gibt es eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV?
Wann ist die GKV fürs Kind besser?
Weiterlesen: Krankenversicherung sowie PKV-Zuschuss für Rentner.
Behalten Sie den Überblick – kostenlos
Alle Versicherungen in einer App: Wir überwachen Ihre Verträge und melden uns, sobald es einen günstigeren oder besseren Tarif gibt – die Formalitäten übernehmen wir.
- Alle Verträge & Dokumente an einem Ort
- Automatischer Schutz vor Beitragserhöhungen
- Wechselvorschläge inklusive Formalitäten – wir kümmern uns


