Das Wichtigste in Kürze
- Die GAP-Deckung schließt bei Leasing oder Finanzierung die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restschuld.
- Sie greift bei Totalschaden oder Diebstahl des Fahrzeugs.
- GAP steht für „Guaranteed Asset Protection“ – garantierter Vermögensschutz.
- Sie ist eine Zusatzleistung der Vollkasko und vor allem für Leasingautos sinnvoll.
Was ist die GAP-Deckung?
Die GAP-Deckung ist eine Zusatzleistung der Kfz-Versicherung für geleaste oder finanzierte Fahrzeuge. GAP steht für „Guaranteed Asset Protection“, also garantierter Vermögensschutz. Die GAP-Versicherung deckt die finanzielle Lücke, die entsteht, wenn ein Fahrzeug einen Totalschaden erleidet oder gestohlen wird und der Wiederbeschaffungswert niedriger ist als die noch offene Leasing- oder Finanzierungssumme.
Der Grund für diese Lücke: Eine normale Vollkasko ersetzt nur den aktuellen Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Dieser Zeitwert liegt oft deutlich unter dem Betrag, den Sie dem Leasinggeber oder der Bank noch schulden. Genau diese Differenz übernimmt die GAP-Deckung.
Wie funktioniert die GAP-Versicherung?
Kommt es zum Totalschaden oder Diebstahl, zahlt die Vollkasko zunächst den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Ist die Restschuld aus dem Leasingvertrag höher, springt die GAP-Versicherung ein und übernimmt die Differenz. So bleiben Sie nicht auf einer Restschuld sitzen, obwohl Sie kein Fahrzeug mehr haben.
| Rechnung | Betrag |
|---|---|
| offene Leasing-Restschuld | 22.000 Euro |
| Wiederbeschaffungswert (Vollkasko zahlt) | 18.000 Euro |
| GAP-Deckung übernimmt die Differenz | 4.000 Euro |
Ohne GAP-Deckung müssten Sie diese 4.000 Euro Differenz aus eigener Tasche zahlen.
Warum ist die GAP-Deckung sinnvoll?
Gerade in den ersten Jahren verlieren Fahrzeuge schnell an Wert. Der Wiederbeschaffungswert sinkt dadurch deutlich schneller als der vertraglich vereinbarte Leasingrestwert. Bei einem Totalschaden oder Diebstahl in dieser Zeit entsteht schnell eine Lücke von mehreren Tausend Euro. Die GAP-Deckung schließt diese Lücke und schützt Sie vor einer teuren Restschuld.
Für wen lohnt sich die GAP-Versicherung?
Sinnvoll ist die GAP-Deckung vor allem bei einem Leasing- oder Finanzierungsvertrag. Der ADAC empfiehlt sie besonders für Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse und der Oberklasse, weil diese Autos einen schnellen Wertverlust haben. Wer sein Fahrzeug bar bezahlt hat, braucht keine GAP-Versicherung – hier gibt es keine Restschuld und damit keine Lücke.
GAP-Deckung bei Leasing und Finanzierung
Ob Leasing oder Finanzierung – in beiden Fällen schützt die GAP-Deckung vor einer Restschuld. Beim Leasing zahlen Sie monatliche Raten und geben das Fahrzeug am Ende zurück; erleidet es vorher einen Totalschaden, verlangt der Leasinggeber den vereinbarten Ablösewert. Bei der Finanzierung gehört das Auto Ihnen, doch die Bank fordert die offene Kreditsumme. In beiden Fällen kann diese Summe höher sein als der Wiederbeschaffungswert – die GAP-Versicherung übernimmt die Differenz.
Wann greift die GAP-Deckung nicht?
Die GAP-Deckung greift nur bei Totalschaden oder Diebstahl des Fahrzeugs. Bei reparablen Schäden zahlt die normale Vollkasko. Prüfen Sie zudem, ob die GAP-Versicherung den Brutto- oder nur den Nettobetrag der Restschuld absichert – hier gibt es je nach Leasingvertrag Unterschiede, die im Schadenfall über mehrere Hundert Euro entscheiden können.
Was kostet die GAP-Deckung?
Die Kosten der GAP-Deckung sind in der Regel niedrig. Oft ist die GAP-Versicherung sogar kostenloser Bestandteil des Leasing- oder Kreditvertrags. Prüfen Sie deshalb vor dem Abschluss, ob die GAP-Deckung bereits enthalten ist – sonst können Sie sie als günstigen Zusatz zur Vollkasko vereinbaren.
Gut zu wissen
Achten Sie darauf, ob die GAP-Deckung den Ablösewert oder nur den Neupreis absichert. Für Leasingfahrzeuge ist die Absicherung des Ablösewerts entscheidend.
Häufige Fragen zur „GAP-Deckung“
Was ist die GAP-Deckung?
Wann brauche ich eine GAP-Versicherung?
Was kostet die GAP-Deckung?
Wann greift die GAP-Deckung?
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