Rentenberechnung 2026:Wie wird die Rente berechnet? Formel & Beispiele

Rentenberechnung: gesetzliche Rente, Rentenlücke und Vorsorgebedarf ermitteln.

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Riester-Rente sinnvoll?

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Rente ergibt sich aus Entgeltpunkten × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktuellem Rentenwert.
  • Seit Juli 2026 ist ein Entgeltpunkt 42,52 Euro Monatsrente wert (Rentenerhöhung um 4,24 Prozent).
  • Einen Entgeltpunkt gibt es pro Jahr mit Durchschnittsverdienst – 2026 sind das 51.944 Euro brutto (vorläufiger Wert).
  • Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrer voraussichtlichen Nettorente und dem Bedarf im Alter – sie schließen Sie mit privater Vorsorge.
Person berechnet ihre Rente mit Taschenrechner und Unterlagen
Person berechnet ihre Rente mit Taschenrechner und Unterlagen.

Wie wird die Rente berechnet? Die Rentenformel erklärt

Die monatliche gesetzliche Rente berechnet sich nach der Rentenformel: Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert. Der aktuelle Rentenwert ist der Euro-Wert eines Entgeltpunkts; seit dem 1. Juli 2026 liegt er bei 42,52 Euro im Monat. Ihre persönliche Prognose steht in der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.

Faktor Bedeutung
Entgeltpunkte Ihr Verdienst im Verhältnis zum Durchschnitt aller Versicherten
Zugangsfaktor 1,0 bei Rentenbeginn zur Regelaltersgrenze; 0,3 % Abschlag je Monat vorzeitigen Bezugs, 0,5 % Zuschlag je Monat späteren Beginns
Rentenartfaktor 1,0 bei der Altersrente (niedriger z. B. bei Witwenrente)
aktueller Rentenwert 42,52 € je Entgeltpunkt (seit Juli 2026)

So berechnen Sie Ihre Rente in vier Schritten

Mit der Formel können Sie Ihre Rente selbst überschlagen:

  • 1. Entgeltpunkte ermitteln: Teilen Sie Ihr Jahresbrutto durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten (2026: 51.944 Euro, vorläufig). Wer 62.300 Euro verdient, sammelt in diesem Jahr also rund 1,2 Punkte. Die Summe aller Jahre steht in Ihrem Versicherungsverlauf.
  • 2. Zugangsfaktor bestimmen: Gehen Sie zur Regelaltersgrenze, gilt 1,0. Jeder Monat früher kostet 0,3 Prozent dauerhaft – bei zwei Jahren vorzeitigem Bezug sind das 7,2 Prozent (Faktor 0,928).
  • 3. Rentenartfaktor ansetzen: Für die eigene Altersrente immer 1,0.
  • 4. Mit dem Rentenwert multiplizieren: Punkte × Zugangsfaktor × 42,52 Euro = Ihre monatliche Bruttorente nach heutigem Stand.
Beispielprofil Entgeltpunkte Bruttorente/Monat
30 Jahre Durchschnittsverdienst 30 ca. 1.276 €
40 Jahre Durchschnittsverdienst 40 ca. 1.701 €
45 Jahre, zuletzt überdurchschnittlich 50 ca. 2.126 €
40 Punkte, aber 2 Jahre vorzeitig (−7,2 %) 40 × 0,928 ca. 1.578 €

Was außer Arbeit noch auf dem Rentenkonto landet

Entgeltpunkte gibt es nicht nur fürs Gehalt. Kindererziehungszeiten bringen pro Kind bis zu drei Jahre lang etwa einen Punkt pro Jahr, die Pflege von Angehörigen ab Pflegegrad 2 wird ebenfalls gutgeschrieben, und auch Zeiten von Krankengeld- oder Arbeitslosengeldbezug zählen anteilig. Prüfen Sie deshalb regelmäßig Ihren Versicherungsverlauf per Kontenklärung – fehlende Ausbildungs- oder Erziehungszeiten lassen sich nachtragen und erhöhen die spätere Rente direkt.

Brutto ist nicht Netto: Abzüge nicht vergessen

Von der errechneten Bruttorente gehen noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab (zusammen grob 12 Prozent) sowie gegebenenfalls Einkommensteuer – der steuerpflichtige Anteil hängt vom Rentenbeginn ab. Als Faustregel bleiben von der Bruttorente rund 85 bis 90 Prozent netto vor Steuern übrig. Genau deshalb sollten Sie für die Vorsorgeplanung immer mit der Nettorente rechnen.

Die Rentenlücke ermitteln

Für den gewohnten Lebensstandard sind rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens nötig. Ziehen Sie davon die voraussichtliche Nettorente (nach Steuern und Abgaben sowie Inflation) ab – die Differenz ist Ihre Rentenlücke, die mit privater und geförderter Vorsorge zu schließen ist.

~48 %Rentenniveau (Haltelinie bis 2031)
~80 %Bedarf im Alter
Lückeprivat schließen

Rentenversicherung Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif

Steht die Rentenlücke fest, zeigt der Rentenversicherung Vergleich, mit welcher Vorsorge Sie sie am effizientesten schließen.

Infografik: Worauf es beim Versicherungsvergleich ankommt
Die fünf wichtigsten Kriterien für einen guten Versicherungsvergleich.

Achten Sie beim Rentenversicherung Vergleich vor allem auf diese Kriterien:

Vergleichskriterium Warum es zählt
Rentenfaktor garantierte Rente je 10.000 €
Rendite vs. Garantie klassisch oder fondsgebunden
Kosten Effektivkosten
Flexibilität Kapitalwahlrecht, Zuzahlungen
Hinterbliebenenschutz Garantiezeit, Beitragsrückgewähr

Wichtig ist beim Rentenversicherung Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.

Dennis Becker, Versicherungsexperte

Dennis Becker · Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Erst rechnen, dann vorsorgen

Bevor Sie vorsorgen, sollten Sie Ihre Rentenlücke kennen. Nutzen Sie die Renteninformation, rechnen Sie Inflation und Steuern ein und schließen Sie die Differenz gezielt – je früher, desto kleiner die nötige Sparrate.

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Häufige Fragen

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?
Nach der Formel Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × aktueller Rentenwert. Ein Jahr mit Durchschnittsverdienst bringt einen Entgeltpunkt; seit Juli 2026 ist jeder Punkt 42,52 Euro Monatsrente wert.
Wie viel Rente bekomme ich nach 40 Jahren Durchschnittsverdienst?
40 Entgeltpunkte × 42,52 Euro ergeben rund 1.701 Euro Bruttorente im Monat. Davon gehen noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie gegebenenfalls Steuern ab.
Was kostet ein Rentenpunkt bei freiwilliger Einzahlung?
2026 kostet ein Entgeltpunkt rund 9.700 Euro (18,6 % des Durchschnittsentgelts). Freiwillige Zahlungen sind etwa als Ausgleich von Abschlägen ab 50 möglich und steuerlich absetzbar.
Wo finde ich meine voraussichtliche Rente?
In der jährlichen Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung – dort stehen Ihre bisherigen Entgeltpunkte und die Hochrechnung bis zur Regelaltersgrenze.
Wie berechne ich die Rentenlücke?
Bedarf (rund 80 % des letzten Nettos) minus voraussichtliche Nettorente nach Steuern und Inflation.
Warum sinkt das Rentenniveau?
Wegen der demografischen Entwicklung; das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern verschlechtert sich. Aktuell hält eine gesetzliche Haltelinie das Niveau bei 48 Prozent bis 2031.
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Dennis Becker

Dennis Becker

Versicherungsmakler · über 22 Jahre Erfahrung

Dennis Becker ist Versicherungsmakler mit über 22 Jahren Erfahrung und Experte für Kranken-, Pflege- und Vorsorgeversicherungen. Die Tücken von Gesundheitsfragen, Wartezeiten und Tarifbedingungen kennt er aus tausenden Beratungsgesprächen. Auf Versicherungsriese.de stellt er sicher, dass die Ratgeber zu Gesundheit und Vorsorge versicherungstechnisch korrekt und verständlich sind, damit Verbraucher im Ernstfall wirklich abgesichert sind.