Das Wichtigste in Kürze
- Eine freiwillige Versicherung meint meist die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung, etwa für Selbstständige und Gutverdiener über der Versicherungspflichtgrenze.
- Auch in der Rentenversicherung können sich Selbstständige und nicht Pflichtversicherte freiwillig versichern, um Ansprüche aufzubauen.
- In der gesetzlichen Krankenkasse richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen, mindestens aber nach einem fiktiven Mindesteinkommen.
- Die freiwillige Mitgliedschaft sichert den Zugang zu den Leistungen der gesetzlichen Versicherung, auch ohne Pflichtmitgliedschaft.
Der Begriff freiwillige Versicherung sorgt oft für Verwirrung. Gemeint ist meist die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Sozialversicherung, vor allem in der Krankenversicherung. Sie ist für alle wichtig, die nicht automatisch pflichtversichert sind, etwa Selbstständige. Dieser Ratgeber erklärt, was dahintersteckt und für wen sie sinnvoll ist.
Freiwillige gesetzliche Krankenversicherung
Wer nicht pflichtversichert ist, kann sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Das betrifft vor allem Selbstständige und Angestellte, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Sie haben die Wahl zwischen der freiwilligen gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Die freiwillige gesetzliche Mitgliedschaft sichert den vollen Zugang zu den Kassenleistungen und ist oft die solidarischere und im Alter planbarere Variante.
Wie sich der Beitrag berechnet
Anders als bei Pflichtmitgliedern, deren Beitrag sich nur am Arbeitslohn bemisst, zählt bei freiwillig Versicherten das gesamte Einkommen, also auch Miet- oder Kapitaleinkünfte, bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Für Selbstständige gibt es einen Mindestbeitrag, der sich an einem fiktiven Mindesteinkommen orientiert, auch wenn der Gewinn niedriger ausfällt. Wer wenig verdient, kann unter Umständen eine Ermäßigung beantragen.
Einkommen nachweisen
Freiwillig Versicherte müssen ihr Einkommen regelmäßig nachweisen, meist über den Steuerbescheid. Die Kasse passt den Beitrag dann an. Bei stark schwankendem Einkommen lohnt es sich, die vorläufige Festsetzung im Blick zu behalten.
Freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung
Auch in der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es die freiwillige Versicherung. Selbstständige und andere nicht pflichtversicherte Personen können freiwillige Beiträge zahlen, um Rentenansprüche aufzubauen oder Lücken zu schließen. Das kann sinnvoll sein, um die Wartezeit für die Rente zu erfüllen oder Abschläge auszugleichen. Die Höhe der Beiträge wählen Sie innerhalb eines Mindest- und Höchstbetrags selbst.
Den passenden Schutz für Selbstständige finden
Ob freiwillig gesetzlich oder privat: Vergleichen Sie die Krankenversicherung und finden Sie die passende Lösung.
Für wen die freiwillige Versicherung sinnvoll ist
Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ist vor allem für Selbstständige interessant, die Wert auf planbare Leistungen und den Verbleib im solidarischen System legen. Wer jung, gesund und gut verdienend ist, für den kann die private Krankenversicherung anfangs günstiger sein, im Alter steigt dort aber der Beitrag. Bei der Rente lohnt die freiwillige Versicherung für alle, die ihre Ansprüche gezielt aufbauen oder sichern möchten.
Für Selbstständige eine wichtige Entscheidung
Die Wahl zwischen freiwillig gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist für Selbstständige eine der wichtigsten überhaupt. Sie wirkt bis ins Alter. Die gesetzliche Variante ist planbar und solidarisch, die private anfangs oft günstiger, aber langfristig schwerer kalkulierbar. Nehmen Sie sich Zeit für diese Entscheidung, ein späterer Wechsel ist nicht immer einfach.
Häufige Fragen zur freiwilligen Versicherung
Was ist eine freiwillige Versicherung?
Wie wird der Beitrag berechnet?
Kann ich mich auch freiwillig rentenversichern?
Freiwillig gesetzlich oder privat: was ist besser?
Muss ich mein Einkommen nachweisen?
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