Das Wichtigste in Kürze
- Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz nur einen Festzuschuss von rund 60 Prozent der Regelversorgung, mit lückenlosem Bonusheft bis zu 75 Prozent.
- Den Rest tragen Sie selbst. Im Schnitt liegt der Eigenanteil bei knapp 1.000 Euro, bei Implantaten deutlich mehr.
- Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt einen Großteil dieser Lücke, je nach Tarif bis zu 100 Prozent.
- Die meisten Tarife haben eine Wartezeit von drei bis acht Monaten. Wer früh und gesund abschließt, zahlt am wenigsten.
Beim Zahnarzt wird es schnell teuer, vor allem beim Zahnersatz. Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich nur an einer Grundversorgung, den großen Rest zahlen Patienten aus eigener Tasche. Eine Zahnzusatzversicherung kann diese Lücke schließen, doch der richtige Zeitpunkt und der passende Tarif entscheiden über den Nutzen.
Was die gesetzliche Kasse zahlt
Bei Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Prothesen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung einen Festzuschuss. Er orientiert sich an der Regelversorgung, also der einfachsten medizinisch ausreichenden Lösung, und deckt davon rund 60 Prozent ab. Mit einem lückenlos geführten Bonusheft steigt der Zuschuss nach fünf Jahren auf 70 und nach zehn Jahren auf 75 Prozent. Alles, was über die Regelversorgung hinausgeht, zahlen Sie selbst.
Wie hoch der Eigenanteil ausfällt
Die Lücke kann erheblich sein. Im Durchschnitt liegt der Eigenanteil beim Zahnersatz bei knapp 1.000 Euro, im Einzelfall auch deutlich darüber. Besonders teuer wird es bei Implantaten:
| Behandlung | Ungefähre Kosten | Kassenzuschuss |
|---|---|---|
| Implantat mit Krone | rund 3.000 € | etwa 190 € (Regelversorgung) |
| Hochwertige Brücke | 1.500 bis 2.500 € | anteilig auf Regelversorgung |
| Professionelle Zahnreinigung | 80 bis 120 € je Sitzung | meist kein Zuschuss |
Was die Zahnzusatzversicherung leistet
Eine Zahnzusatzversicherung stockt den Kassenzuschuss auf. Gute Tarife übernehmen beim Zahnersatz bis zu 90 oder 100 Prozent der Gesamtkosten, viele zahlen auch für professionelle Zahnreinigung, Kunststofffüllungen und kieferorthopädische Behandlungen. Wie viel erstattet wird, hängt vom Tarif ab. Achten Sie auf die Erstattungshöhe, auf jährliche Begrenzungen in den ersten Jahren und darauf, ob Implantate eingeschlossen sind.
Zahnzusatzversicherung vergleichen
Schließen Sie die Lücke beim Zahnersatz. Vergleichen Sie Tarife nach Erstattung, Wartezeit und Leistungen für Implantate.
Wartezeit und der richtige Zeitpunkt
Die meisten Tarife sehen eine Wartezeit von drei bis acht Monaten vor, in der noch nicht geleistet wird. Einige verzichten darauf, sind dafür aber oft teurer. Wichtig: Eine bereits angeratene oder laufende Behandlung ist nicht mehr versicherbar. Deshalb gilt die Faustregel, früh und mit gesunden Zähnen abzuschließen. Je jünger und gesünder Sie einsteigen, desto niedriger der Beitrag und desto besser die Leistung.
Abschließen, solange die Zähne gesund sind
Die größte Ersparnis liegt im Zeitpunkt. Wer wartet, bis der Zahnarzt zum Implantat rät, kommt zu spät, denn angeratene Behandlungen sind ausgeschlossen. Schließen Sie die Zahnzusatzversicherung ab, wenn die Zähne noch gesund sind. Dann ist der Beitrag niedrig, und die teure Lücke beim Zahnersatz ist abgesichert, bevor sie entsteht.

