Das Wichtigste in Kürze
- Fahranfänger starten in der teuersten Schadenfreiheitsklasse SF 0 mit einem Beitragssatz von rund 230 Prozent. Je nach Auto und Region zahlen 18- bis 23-Jährige oft 800 bis 2.000 Euro im Jahr.
- Wer das begleitete Fahren ab 17 genutzt hat, wird besser eingestuft und spart von Anfang an.
- Den größten Hebel haben das richtige Auto mit niedriger Typklasse, die Versicherung als Zweitwagen und ein Telematik-Tarif.
- Mit Telematik und vorsichtiger Fahrweise sind 20 bis 30 Prozent Ersparnis möglich.
Das erste eigene Auto ist ein großer Schritt, die erste Versicherungsrechnung oft ein kleiner Schock. Fahranfänger gelten als Risikogruppe, entsprechend hoch fällt der Beitrag aus. Mit den richtigen Stellschrauben lässt sich die Summe aber deutlich drücken, ohne beim Schutz zu sparen.
Warum Fahranfänger so viel zahlen
Die Statistik ist eindeutig: Junge Fahrer verursachen überdurchschnittlich viele und teure Unfälle. Versicherer gleichen dieses Risiko über den Beitrag aus. Wer zum ersten Mal ein Auto auf den eigenen Namen anmeldet, landet in der Schadenfreiheitsklasse SF 0. Dort liegt der Beitragssatz bei etwa 230 Prozent des Grundbeitrags. Mit jedem unfallfreien Jahr sinkt dieser Satz, doch am Anfang trifft es den Geldbeutel hart.
Die wirksamsten Spartipps
Beim Beitrag entscheidet nicht nur das Alter, sondern eine ganze Reihe von Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können:
Begleitetes Fahren zahlt sich aus
Wer mit 17 unter Begleitung gefahren ist, sammelt nicht nur Praxis, sondern spart auch Geld. Viele Versicherer stufen Absolventen des begleiteten Fahrens direkt in die günstigere Klasse SF ½ ein und gewähren zusätzliche Nachlässe. Statistisch sind diese Fahranfänger seltener in Unfälle verwickelt, und genau das honorieren die Tarife.
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Ein paar kluge Entscheidungen beim Abschluss sparen jedes Jahr mehrere Hundert Euro. Vergleichen Sie die Tarife und finden Sie den passenden Schutz.
Teilkasko, Vollkasko oder nur Haftpflicht?
Für ein älteres, günstiges Auto reicht oft die reine Haftpflicht, eventuell ergänzt um eine Teilkasko gegen Diebstahl, Glasbruch und Sturm. Bei einem neuen oder finanzierten Wagen ist die Vollkasko sinnvoll, weil sie auch selbst verschuldete Schäden abdeckt. Da Fahranfänger statistisch häufiger Fehler machen, schützt die Vollkasko in den ersten Jahren vor hohen Eigenkosten.
Diese Fehler kosten Fahranfänger bares Geld
Beim Abschluss schleichen sich schnell teure Fehler ein:
- das Auto vorschnell auf den eigenen Namen statt als Zweitwagen anmelden
- einen großen Fahrerkreis eintragen, obwohl nur eine Person fährt
- die jährliche Fahrleistung unnötig hoch ansetzen
- nur auf den Preis schauen und bei einem teuren Auto die Vollkasko weglassen
Wer diese Punkte beachtet, zahlt im ersten Jahr oft mehrere Hundert Euro weniger. Es lohnt sich auch, den Tarif nach dem zweiten unfallfreien Jahr erneut zu prüfen, weil die Schadenfreiheitsklasse dann bereits spürbar wirkt.
Der Zweitwagen-Trick spart am meisten
Wenn die Eltern bereits ein Auto versichert haben, lohnt sich fast immer die Anmeldung des ersten eigenen Wagens als Zweitwagen. Viele Versicherer stufen ihn dann direkt in SF ½ statt SF 0 ein. Das senkt den Beitrag im ersten Jahr oft um mehrere Hundert Euro, ganz ohne Telematik oder Verzicht beim Schutz.

