Beamtenpension 2026:Höhe, Tabelle & Ruhegehalt berechnen

Das Wichtigste in Kürze Die Beamtenpension (das Ruhegehalt) beträgt 1,79375 Prozent je ruhegehaltfähigem Dienstjahr, maximal 71,75 Prozent der letzten Dienstbezüge. Für den Höchstsatz brauchen Beamte 40 Dienstjahre; die Mindestversorgung sichert rund 35 Prozent ab. Vorzeitiger Ruhestand kostet 3,6 Prozent Versorgungsabschlag pro Jahr (maximal 14,4 Prozent). Pensionen sind voll zu versteuern und liegen im Schnitt bei…

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Beamtenpension (das Ruhegehalt) beträgt 1,79375 Prozent je ruhegehaltfähigem Dienstjahr, maximal 71,75 Prozent der letzten Dienstbezüge.
  • Für den Höchstsatz brauchen Beamte 40 Dienstjahre; die Mindestversorgung sichert rund 35 Prozent ab.
  • Vorzeitiger Ruhestand kostet 3,6 Prozent Versorgungsabschlag pro Jahr (maximal 14,4 Prozent).
  • Pensionen sind voll zu versteuern und liegen im Schnitt bei gut 3.200 Euro, deutlich über der Durchschnittsrente.

Höhe des Ruhegehaltes: So wird die Beamtenpension berechnet

Anders als in der gesetzlichen Rentenversicherung zählt bei der Beamtenversorgung nicht das Lebensdurchschnittseinkommen, sondern die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge der letzten zwei Jahre vor dem Ruhestand: Grundgehalt der Besoldungsgruppe plus Familienzuschlag und bestimmte Zulagen. Die Formel nach Paragraf 14 BeamtVG:

Ruhegehalt = ruhegehaltfähige Dienstbezüge × 1,79375 % × ruhegehaltfähige Dienstjahre (gedeckelt bei 71,75 Prozent).

Zu den ruhegehaltfähigen Zeiten zählen neben der aktiven Dienstzeit auch Vorbereitungsdienst, teils Studienzeiten (bis 855 Tage) und Wehrdienst; Teilzeit zählt anteilig. Wer als Lehrerin, Polizist oder Verwaltungsbeamter im öffentlichen Dienst spät verbeamtet wurde, erreicht die 40 Jahre für den Höchstsatz oft nicht.

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Höhe der Beamtenpension: Tabelle nach Besoldungsgruppe

Orientierungswerte für Bundesbeamte 2026 (Endstufe, voller Ruhegehaltssatz 71,75 Prozent, gerundet):

Besoldungsgruppe (typisch) Bezüge Endstufe / Monat Pension bei 71,75 %
A 7 (mittlerer Dienst) ≈ 3.600 € ≈ 2.580 €
A 9 (gehobener Dienst, Einstieg) ≈ 4.100 € ≈ 2.940 €
A 12 (z. B. Lehrkraft FH-Ebene) ≈ 5.400 € ≈ 3.870 €
A 13 (z. B. Studienrat) ≈ 5.900 € ≈ 4.230 €
A 15 (höherer Dienst) ≈ 7.100 € ≈ 5.090 €

Die Werte variieren je nach Bund/Land und Erfahrungsstufe. Verbindlich ist allein die Auskunft der Versorgungsdienststelle; für die Höhe des Ruhegehaltes zählt der individuelle Ruhegehaltssatz.

Abschlag und Beamtenversorgung: die Sonderfälle im Überblick

  • Antragsruhestand mit 63: möglich, kostet aber 3,6 Prozent pro Jahr vor der Altersgrenze, maximal 14,4 Prozent, lebenslang.
  • Dienstunfähigkeit: Bei Dienstunfähigkeit greift die Versorgung mit Zurechnungszeit, der Abschlag ist auf 10,8 Prozent gedeckelt. Wie Sie die Lücke absichern, zeigt unsere Seite zur Dienstunfähigkeitsversicherung samt Rechner.
  • Dienstunfall: Beim Dienstunfall gilt Unfallruhegehalt mit besseren Konditionen (mindestens 66,67 Prozent).
  • Schwerbehinderung: Ruhestand ab 62 mit reduziertem Abschlag möglich.
  • Hinterbliebene: Witwen und Witwer erhalten 55 Prozent der Pension als Witwengeld, Kinder bekommen Waisengeld von 12 bzw. 20 Prozent.

Pension für Beamte vs. gesetzliche Rente: der ehrliche Vergleich

Die Durchschnittspension liegt mit gut 3.200 Euro rund doppelt so hoch wie die Durchschnittsrente. Der Vergleich hinkt allerdings: Beamte haben durchgehend Vollzeitkarrieren, akademische Besoldung, und die Pension ersetzt auch die betriebliche Altersvorsorge. Dafür ist das Ruhegehalt voll steuerpflichtig (abzüglich eines schmelzenden Versorgungsfreibetrags), während die Rente nur mit dem Besteuerungsanteil erfasst wird, die Details dazu in der Rentenbesteuerungs-Tabelle. In der Krankenversicherung zahlen Pensionäre weiter PKV-Beiträge für die Restkosten neben der Beihilfe (im Ruhestand meist 70 Prozent).

Wichtig für die Altersvorsorge für Beamte: Wer mit weniger als 40 Dienstjahren rechnet, Teilzeit plant oder früh in den Ruhestand will, sollte die Versorgungslücke privat schließen, etwa über eine private Rentenversicherung. Und die eigene Rente aus Vor-Verbeamtungszeiten? Die gibt es zusätzlich, sie wird aber auf die Höchstversorgung angerechnet.

Altersvorsorge für Beamte: Wann die Pension allein nicht reicht

Das Beamtenversorgungsgesetz regelt die Berechnung bundesweit ähnlich, im Detail weichen die Länder aber ab: Je nach Bundesland unterscheiden sich Besoldungstabellen, Eintritt in den Ruhestand (Polizei und Feuerwehr oft früher) und Sonderzahlungen. Wer den Bezug realistisch planen will, rechnet mit dem persönlichen Ruhegehaltssatz statt mit Pauschalen und denkt steuerlich einen Schritt weiter: Die gesetzliche Regelaltersgrenze für die Besteuerungsfreibeträge wandert mit.

Handlungsbedarf entsteht vor allem in drei Fällen: bei später Verbeamtung (der Satz bleibt unter 60 Prozent), bei geplanter Teilzeit und bei vorzeitigem Eintritt mit Abschlag. Dann lohnt der Aufbau einer zweiten Säule, von der privaten Rente bis zur Dienstunfähigkeitsabsicherung, damit der Lebensstandard im Ruhestand nicht am Versorgungsabschlag hängt.

Häufige Fragen zur Beamtenpension

Wie viele Dienstjahre brauche ich für die volle Pension?

40 ruhegehaltfähige Dienstjahre für den Höchstsatz von 71,75 Prozent. Pro Jahr wächst der Anspruch um 1,79375 Prozentpunkte.

Was ist die Mindestversorgung?

Wer die Voraussetzungen erfüllt, aber wenig Dienstjahre hat, erhält mindestens 35 Prozent der ruhegehaltfähigen Bezüge bzw. die amtsunabhängige Mindestversorgung aus A 4. Sie schützt vor allem früh dienstunfähige Beamte.

Wird die Beamtenpension versteuert?

Ja, vollständig als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, gemildert nur durch Versorgungsfreibetrag und Werbungskostenpauschale. Netto bleibt je nach Höhe spürbar weniger als brutto.

Bekommen Beamte zusätzlich gesetzliche Rente?

Nur wer vor der Verbeamtung rentenversicherungspflichtig gearbeitet hat. Diese Rente wird neben der Pension gezahlt, kann aber bei Überschreiten der Höchstgrenzen zur Kürzung des Ruhegehalts führen.

Was passiert bei Dienstunfähigkeit vor der Mindestdienstzeit?

Ohne 5 Jahre Dienstzeit (Wartezeit) besteht kein Pensionsanspruch, es erfolgt die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Gerade Beamte auf Probe und Widerruf brauchen deshalb eine private Dienstunfähigkeitsabsicherung.

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