Das Wichtigste in Kürze
- Pflicht sind die Krankenversicherung und, für Autofahrer, die Kfz-Haftpflicht. An ihnen führt kein Weg vorbei.
- Existenziell wichtig sind die Privathaftpflicht und, für Berufstätige, die Berufsunfähigkeitsversicherung.
- Sinnvoll, aber nicht für jeden nötig, sind Hausrat, Rechtsschutz und je nach Lebenslage weitere Policen.
- Viele Spezialversicherungen sind verzichtbar. Wichtig ist, zuerst die großen Risiken abzusichern.
Es gibt unzählige Versicherungen, aber nur wenige braucht wirklich jeder. Wer alles abschließt, zahlt zu viel, wer das Falsche spart, steht im Ernstfall ohne Schutz da. Die Kunst liegt darin, die existenziellen Risiken zuerst abzusichern und sich nicht in teuren Nebensächlichkeiten zu verlieren. Dieser Leitfaden ordnet die wichtigsten Versicherungen nach ihrer Bedeutung.
Pflichtversicherungen: ohne geht es nicht
Manche Versicherungen schreibt der Gesetzgeber vor. Eine Krankenversicherung ist in Deutschland für alle Pflicht, ob gesetzlich oder privat. Wer ein Auto fährt, braucht zwingend eine Kfz-Haftpflicht. Auch für einzelne Berufe gibt es Pflichtversicherungen, etwa die Berufshaftpflicht für Anwälte oder Ärzte. Diese Policen sind kein Wunschkonzert, sondern Voraussetzung.
Existenziell wichtig: die großen Risiken
Gleich nach den Pflichtversicherungen kommen die Policen, die vor dem finanziellen Ruin schützen. Sie sollten bei niemandem fehlen:
| Versicherung | Warum so wichtig |
|---|---|
| Privathaftpflicht | schützt vor Schadenersatz in Millionenhöhe, etwa bei Personenschäden |
| Berufsunfähigkeit | sichert das Einkommen, wenn Sie nicht mehr arbeiten können |
| Krankenversicherung | deckt die oft hohen Kosten von Krankheit und Klinik |
Diese drei sichern Risiken ab, die eine Familie wirtschaftlich vernichten können. Sie haben Vorrang vor allem anderen.
Sinnvoll je nach Lebenslage
Eine zweite Gruppe ist für viele sinnvoll, aber nicht für jeden gleich wichtig:
- Hausratversicherung für Wohnungseinrichtung mit echtem Wert
- Rechtsschutz, wenn Sie sich gegen teure Rechtsstreitigkeiten absichern möchten
- Risikolebensversicherung für Familien mit Kindern oder gemeinsamen Krediten
- Wohngebäudeversicherung für jeden Hausbesitzer, hier sogar fast Pflicht
Welche davon Sie brauchen, hängt von Ihrer Lebenssituation ab: Familie, Wohneigentum, Beruf und Vermögen geben die Richtung vor.
Den passenden Schutz finden
Sichern Sie zuerst die großen Risiken ab. Vergleichen Sie die wichtigsten Versicherungen und finden Sie den passenden Schutz.
Was Sie sich oft sparen können
Viele Versicherungen klingen verlockend, lohnen sich aber selten. Handy-, Brillen- oder Reisegepäckversicherungen decken meist kleine Schäden ab, die Sie zur Not selbst tragen können. Auch Garantieverlängerungen und Versicherungen für einzelne Geräte sind oft teuer im Verhältnis zum Nutzen. Die Faustregel lautet: Versichern Sie nur Risiken, die Sie finanziell nicht selbst stemmen könnten. Den Verlust eines Handys verkraften die meisten, einen Haftpflichtschaden in Millionenhöhe nicht.
Erst die Existenz, dann der Komfort
Beim Versicherungsschutz machen viele es falsch herum: Sie versichern das Smartphone, aber nicht ihre Arbeitskraft. Drehen Sie die Reihenfolge um. Sichern Sie zuerst die Risiken ab, die Sie ruinieren können, also Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und Gesundheit. Erst wenn diese stehen, lohnt der Blick auf die kleineren Policen.
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