Betriebs­haftpflicht­versicherung Rechner

Betriebshaftpflichtversicherung vergleichen: Schutz vor Personen-, Sach- und Vermögensschäden für Ihr Gewerbe – Beitrag berechnen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Betriebshaftpflichtversicherung zahlt, wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Mitarbeiter Dritten einen Schaden zufügen – und wehrt unberechtigte Forderungen ab.
  • Versichert sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Für viele Betriebe ist sie die wichtigste Absicherung überhaupt.
  • Die Kosten hängen von Branche, Umsatz und Mitarbeiterzahl ab. Bürodienstleister zahlen oft rund 100 Euro im Jahr, Handwerksbetriebe deutlich mehr.
  • Empfohlen wird eine Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden.
  • Der Beitrag ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

Betriebshaftpflicht in wenigen Minuten berechnen

Mit dem Rechner oben ermitteln Sie den Beitrag für Ihre Betriebshaftpflichtversicherung. Sie wählen Ihre Branche, geben Umsatz und Mitarbeiterzahl an und erhalten passende Tarife im Vergleich – kostenlos und unverbindlich. So sehen Sie sofort, was der Schutz für Ihren Betrieb kostet.

Was ist versichert?

Im Arbeitsalltag passiert schnell ein Missgeschick: Ein Kunde stürzt über ein Kabel, bei Montagearbeiten geht eine teure Maschine zu Bruch, oder ein Beratungsfehler kostet den Auftraggeber Geld. Für solche Schäden haften Unternehmen unbegrenzt – notfalls mit dem Privatvermögen. Genau hier setzt die Betriebshaftpflicht an.

Sie prüft jede Forderung, zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Versichert sind drei Arten von Schäden:

Infografik: Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden – empfohlene Deckungssumme mindestens 3 Millionen Euro
Personen-, Sach- und Vermögensschäden gegenüber Dritten – der Kern der Betriebshaftpflicht.
  • Personenschäden – jemand wird verletzt, etwa ein Kunde oder Passant.
  • Sachschäden – fremdes Eigentum wird beschädigt oder zerstört.
  • Vermögensschäden, die aus einem Personen- oder Sachschaden folgen.

Nicht versichert sind Schäden an den eigenen Mitarbeitern – dafür ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig.

Für wen ist sie Pflicht oder wichtig?

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Für einige Berufsgruppen ist die Betriebshaftpflicht aber vorgeschrieben, darunter Apotheken, Bewachungs- und Sicherheitsunternehmen sowie Ärzte mit Angestellten. Für alle anderen ist sie dringend zu empfehlen – vor allem für Betriebe, die beim Kunden vor Ort arbeiten: Handwerk, Bau, Gebäudereinigung, Hausmeisterdienste oder Fitnessstudios.

Auch Selbstständige und kleine Unternehmen sollten nicht darauf verzichten. Schon ein einziger größerer Personenschaden kann die Existenz kosten.

Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Der Beitrag richtet sich nach dem Risiko. Ein Bürodienstleister zahlt wenig, ein Dachdecker deutlich mehr, weil bei ihm mehr passieren kann. Diese Beispiele zeigen die Spanne:

Betrieb (Beispiel) Situation Beitrag pro Jahr
Restaurant 3 Angestellte rund 100 €
Bürodienstleister Einzelunternehmer ab etwa 60 €
Dachdeckerbetrieb 2 Angestellte, 120.000 € Umsatz ab gut 1.000 €

Die Werte sind Beispiele und dienen der Orientierung. Was der Beitrag am Ende kostet, bestimmen vor allem diese Faktoren:

  • Branche und Gefahrengruppe – das größte Kriterium.
  • Umsatz und Mitarbeiterzahl beziehungsweise Lohnsumme.
  • gewählte Deckungssumme und Selbstbeteiligung.
  • Zusatzbausteine wie Umwelt- oder Bearbeitungsschäden.

Existenzgründer erhalten bei vielen Anbietern in den ersten Jahren einen Rabatt.

Handwerker bei der Arbeit in seiner Werkstatt – die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Unternehmen vor Schadenersatzforderungen
Gerade Betriebe mit Kundenkontakt vor Ort tragen ein hohes Haftungsrisiko.

Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Mindestens 3 Millionen Euro

Als Standard gilt heute eine pauschale Deckungssumme von 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Viele Selbstständige wählen 5 bis 10 Millionen. Wichtig: Reicht die Summe im Schadenfall nicht aus, haftet Ihr Betrieb für den Rest selbst.

Betriebs-, Berufs- oder Privathaftpflicht?

Drei Begriffe werden oft verwechselt:

  • Die Betriebshaftpflicht sichert das ganze Unternehmen samt Personal gegen Personen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden – typisch für Betriebe mit einem Tätigkeitsrisiko.
  • Die Berufshaftpflicht deckt vor allem reine Vermögensschäden aus der beruflichen Leistung und ist für einige Berufe wie Rechtsanwälte oder Steuerberater Pflicht.
  • Die Privathaftpflicht greift nur privat und schließt betriebliche Schäden ausdrücklich aus.

Wer selbstständig ist, braucht also fast immer einen der beiden gewerblichen Schutzverträge – die Privathaftpflicht reicht nicht.

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Häufige Fragen

Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung und was ist versichert?
Sie zahlt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die Ihr Unternehmen oder Ihre Mitarbeiter Dritten zufügen, und wehrt unberechtigte Forderungen ab. Schäden an eigenen Mitarbeitern deckt stattdessen die gesetzliche Unfallversicherung.
Ist die Betriebshaftpflichtversicherung Pflicht?
Es gibt keine allgemeine Pflicht. Vorgeschrieben ist sie nur für bestimmte Gruppen wie Apotheken, Bewachungsunternehmen oder Ärzte mit Angestellten. Für alle anderen Betriebe ist sie dringend empfehlenswert.
Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung im Jahr?
Je nach Branche zwischen rund 60 Euro für einen Bürodienstleister und über 1.000 Euro für einen Handwerksbetrieb. Den genauen Beitrag ermitteln Sie mit dem Rechner oben.
Wie berechnet sich der Beitrag zur Betriebshaftpflicht?
Wesentlich sind Branche und Gefahrengruppe, der Jahresumsatz, die Mitarbeiterzahl, die gewählte Deckungssumme und die Selbstbeteiligung. Handwerk und Bau sind teurer als reine Bürotätigkeiten.
Welche Deckungssumme sollte eine Betriebshaftpflicht haben?
Als Mindeststandard gelten 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden. Viele Selbstständige wählen 5 bis 10 Millionen, um auch bei schweren Personenschäden abgesichert zu sein.
Ist die Betriebshaftpflicht steuerlich absetzbar?
Ja. Der Beitrag ist als Betriebsausgabe voll abzugsfähig, weil die Versicherung betrieblich veranlasst ist.
Deckt die Privathaftpflicht auch betriebliche Schäden ab?
Nein. Die Privathaftpflicht schließt Schäden aus beruflicher oder gewerblicher Tätigkeit ausdrücklich aus. Selbstständige brauchen eine eigene Betriebs- oder Berufshaftpflicht.
Dominic Offers

Dominic Offers

Versicherungsmakler

Dominic Offers ist erfahrener Versicherungsmakler und berät Privatpersonen, Selbstständige und Unternehmen seit vielen Jahren anbieterübergreifend zu allen wichtigen Versicherungsfragen. Auf Versicherungsriese.de prüft er die Inhalte rund um Sach-, Haftpflicht-, Kfz- und Gewerbeversicherungen auf fachliche Richtigkeit und Praxisnähe. Sein Fokus liegt auf bedarfsgerechten Lösungen, die wirklich zum Kunden passen, statt auf teuren Standardpolicen.