Das Wichtigste in Kürze
- Ob eine Gartensauna versichert ist, hängt davon ab, ob sie fest mit dem Grundstück verbunden ist oder als bewegliche Sache gilt.
- Eine fest gebaute Gartensauna kann über die Wohngebäudeversicherung mitversichert werden, eine mobile eher über die Hausratversicherung.
- Wegen des Ofens ist das Brandrisiko erhöht, achten Sie auf den Feuerschutz und eine ausreichende Versicherungssumme.
- Klären Sie die Absicherung vor dem Aufbau mit Ihrem Versicherer, denn Standard ist sie meist nicht.
Eine eigene Sauna im Garten ist ein Stück Luxus. Doch mit dem Wohlfühlort kommen auch Risiken, vor allem durch den Ofen. Brennt die Sauna oder beschädigt ein Sturm das Häuschen, stellt sich die Frage nach dem Versicherungsschutz. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Sie achten sollten.
Fest verbaut oder mobil?
Die entscheidende Frage ist, wie die Gartensauna baulich eingeordnet wird. Ist sie fest mit dem Grundstück verbunden, auf einem Fundament errichtet und nicht ohne Weiteres versetzbar, gilt sie als Gebäudebestandteil. Dann lässt sie sich über die Wohngebäudeversicherung absichern, oft als Nebengebäude, das gesondert vereinbart werden muss. Eine mobile Fasssauna, die nur aufgestellt ist, zählt eher zum Hausrat.
Welche Gefahren abgedeckt sein sollten
Je nach Einordnung und Tarif sind unterschiedliche Gefahren versicherbar:
| Gefahr | Bedeutung für die Gartensauna |
|---|---|
| Feuer | wegen des Ofens das größte Risiko, unbedingt einschließen |
| Sturm und Hagel | beschädigtes Dach oder umgewehtes Häuschen |
| Leitungswasser | bei Sauna mit Wasseranschluss relevant |
| Elementar | Überschwemmung und Starkregen, als Zusatz |
Das Brandrisiko im Blick
Das größte Risiko einer Sauna ist der Brand. Der heiße Ofen, trockenes Holz und elektrische Anlagen sind eine sensible Kombination. Achten Sie deshalb auf einen fachgerechten Aufbau, ausreichende Abstände und eine regelmäßige Wartung des Ofens. Für die Versicherung bedeutet das: Der Feuerschutz muss eingeschlossen und die Versicherungssumme hoch genug sein, um den Wiederaufbau zu decken.
Vor dem Aufbau klären
Melden Sie die Gartensauna Ihrem Versicherer am besten vor dem Aufbau. So stellen Sie sicher, dass sie als Nebengebäude oder Hausrat korrekt eingeschlossen ist und im Schadenfall keine Lücke entsteht.
Nebengebäude richtig absichern
Gartensauna, Gartenhaus oder Carport: Achten Sie auf den Einschluss als Nebengebäude. Vergleichen Sie die Tarife.
Wenn die Sauna andere gefährdet
Nicht nur Schäden an der Sauna selbst sind ein Thema. Verletzt sich ein Gast in Ihrer Sauna oder greift ein Brand auf das Nachbargrundstück über, ist Ihre Privathaftpflicht gefragt. Sie deckt Personen- und Sachschäden ab, die Dritten durch Ihr Eigentum entstehen. Wer regelmäßig Gäste in der Gartensauna empfängt, sollte auf eine ausreichende Deckungssumme der Haftpflicht achten.
Standard ist die Gartensauna nie
Der häufigste Fehler ist die Annahme, die Gartensauna sei automatisch über die Gebäude- oder Hausratversicherung gedeckt. Das ist sie fast nie. Klären Sie die Absicherung aktiv mit Ihrem Versicherer, am besten schon vor dem Aufbau. Wegen des Brandrisikos ist gerade der Feuerschutz hier besonders wichtig.
Die wichtigste Absicherung ist in vielen Fällen die Wohngebäudeversicherung. Sie deckt Schäden an allen festen Gebäudeteilen ab, die mit dem Wohnhaus verbunden oder auf demselben Grundstück errichtet sind. Dazu zählen nicht nur Garagen oder Gartenhäuser, sondern auch eine fest installierte Gartensauna. Versichert sind typischerweise Risiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Wer eine Sauna mit Ofen betreibt, sollte besonders auf die Feuerklausel achten. Hier verlangen Versicherer oft zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie den Einbau von Rauchmeldern oder eine spezielle Feuerstätte-Abnahme durch den Schornsteinfeger.

