Versicherungswissen

Fahrer­schutz­versicherung:Schutz für den Fahrer selbst

Fahrerschutzversicherung: Schutz für den Fahrer selbst

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Fahrerschutzversicherung deckt die Lücke, die die Kfz-Haftpflicht beim Fahrer selbst lässt: eigene Verletzungen nach einem selbst verschuldeten Unfall.
  • Die Haftpflicht zahlt nur für die anderen Beteiligten. Der schuldige Fahrer geht ohne diesen Baustein bei eigenen Verletzungen leer aus.
  • Versichert sind Heilbehandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Umbaukosten und eine Hinterbliebenenrente.
  • Der Baustein kostet wenig und ist gerade für Vielfahrer und Berufspendler sinnvoll.

Bei einem Unfall denken die meisten an Blechschäden. Doch was ist mit den eigenen Verletzungen, wenn man den Unfall selbst verursacht hat? Genau hier klafft eine Lücke, die viele nicht kennen. Die Fahrerschutzversicherung schließt sie. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 300.000 Fahrzeuginsassen verletzt, meist trifft es den Fahrer.

Die Lücke in der Kfz-Haftpflicht

Die Kfz-Haftpflicht ist eine Versicherung für Schäden, die Sie anderen zufügen. Bei einem selbst verschuldeten Unfall zahlt sie für die Verletzungen des Unfallgegners, der Beifahrer und anderer Beteiligter. Den Fahrer selbst lässt sie außen vor. Wer also allein von der Straße abkommt oder den Unfall verursacht, bekommt für die eigenen Verletzungen aus der Haftpflicht nichts: kein Schmerzensgeld, keinen Verdienstausfall, keine Umbaukosten.

Was die Fahrerschutzversicherung leistet

Die Fahrerschutzversicherung stellt den Fahrer so, als hätte ein Dritter den Unfall verursacht. Sie übernimmt die Leistungen, die sonst die gegnerische Haftpflicht zahlen würde:

  • Heilbehandlungskosten, oft bis zu einer hohen Summe
  • Schmerzensgeld für die erlittenen Verletzungen
  • Verdienstausfall, wenn Sie nicht mehr arbeiten können
  • Umbaukosten für Wohnung oder Auto bei bleibenden Schäden
  • eine Hinterbliebenenrente im schlimmsten Fall

Wann der Fahrerschutz nicht leistet

Wie jede Versicherung hat auch der Fahrerschutz Grenzen. Keine Leistung gibt es, wenn der Fahrer nicht berechtigt war, das Auto zu führen, etwa ohne gültige Fahrerlaubnis, oder wenn er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Versichert sind zudem nur Unfälle beim Führen des Fahrzeugs, nicht beim Ein- und Aussteigen oder beim Be- und Entladen.

Ergänzung, kein Ersatz für die Unfallversicherung

Der Fahrerschutz gilt nur im Auto. Eine private Unfallversicherung schützt Tag und Nacht, auch in Freizeit und Haushalt. Beide ergänzen sich, der eine ersetzt den anderen nicht.

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Der Fahrerschutz kostet wenig und schließt eine gefährliche Lücke. Vergleichen Sie Tarife mit diesem Baustein.

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Für wen sich der Fahrerschutz lohnt

Besonders sinnvoll ist der Fahrerschutz für alle, die viel fahren: Berufspendler, Vielfahrer und Menschen, die beruflich auf das Auto angewiesen sind. Auch wer keine ausreichende private Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung hat, schließt mit dem Fahrerschutz eine wichtige Lücke. Da der Baustein meist nur einen kleinen Aufschlag kostet, ist das Verhältnis von Preis und Schutz sehr gut.

Tobias Friedrich, Versicherungsexperte

Tobias Friedrich · Versicherungsexperte bei Versicherungsriese

Ein kleiner Aufschlag mit großer Wirkung

Der Fahrerschutz ist einer der unterschätzten Bausteine der Kfz-Versicherung. Für wenige Euro im Jahr sichern Sie genau den Fall ab, den die Haftpflicht auslässt: Ihre eigenen Verletzungen, wenn Sie den Unfall verursacht haben. Wer viel fährt, sollte diesen Baustein nicht weglassen.

Häufige Fragen zur Fahrerschutzversicherung

Was deckt die Fahrerschutzversicherung ab?
Eigene Verletzungen des Fahrers nach einem selbst verschuldeten Unfall, also Heilbehandlung, Schmerzensgeld, Verdienstausfall und mehr.
Warum zahlt die Kfz-Haftpflicht das nicht?
Weil sie nur für Schäden bei anderen aufkommt. Der schuldige Fahrer selbst ist über sie nicht abgesichert.
Wann leistet der Fahrerschutz nicht?
Bei Fahren ohne Fahrerlaubnis oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss, und nur beim Führen des Fahrzeugs.
Ist der Fahrerschutz dasselbe wie eine Unfallversicherung?
Nein. Der Fahrerschutz gilt nur im Auto, die private Unfallversicherung Tag und Nacht. Beide ergänzen sich.
Für wen lohnt sich der Baustein?
Vor allem für Vielfahrer und Berufspendler. Er kostet wenig und schließt eine wichtige Lücke.
Tobias Friedrich

Tobias Friedrich

Gründer der Finanzriese GmbH

Tobias Friedrich ist Gründer und Geschäftsführer der Finanzriese GmbH, dem Unternehmen hinter Versicherungsriese.de. Seit der Gründung verfolgt er ein Ziel: Versicherungen für Verbraucher transparent und kostenlos vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Ratgebers und stellt sicher, dass alle Inhalte fachlich fundiert, aktuell und verständlich aufbereitet sind. Sein Anspruch ist ehrliche Orientierung statt Verkaufsdruck.