Vorsorge

Sarg kaufen:Arten, Kosten und Sargpflicht

Heller Holzsarg mit Blumenschmuck in einem Abschiedsraum
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein einfacher Sarg kostet ab etwa 400 bis 800 Euro, Massivholz-Modelle 1.500 bis über 5.000 Euro.
  • Auch bei der Feuerbestattung ist ein Kremationssarg vorgeschrieben.
  • Die Sargpflicht gilt fast überall – Ausnahmen fürs Leichentuch gibt es aus religiösen Gründen in den meisten Bundesländern.
  • Sie müssen den Sarg nicht beim Bestatter kaufen – die Sargwahl ist frei.
  • Der Sarg ist einer der größten Einzelposten der Bestatterrechnung.

Der Sarg gehört zu den größten Einzelposten einer Bestattung, und kaum ein Angehöriger hat Erfahrung mit dem Kauf. Dieser Ratgeber zeigt, welche Sargarten es gibt, was sie kosten und welche Regeln bei Erd- und Feuerbestattung gelten.

Sarg-Kosten nach Art und Material

Sargart Kosten (ca.) Typischer Einsatz
Kremationssarg (Kiefer, unbehandelt) 300–700 € Feuerbestattung
Einfacher Kiefernsarg 400–800 € Erd- und Feuerbestattung
Pappel oder Fichte, lasiert 800–1.500 € klassische Erdbestattung
Massivholz (Eiche, Buche, Nussbaum) 1.500–3.500 € repräsentative Erdbestattung
Exklusive Modelle (Mahagoni, Sonderanfertigung) 3.500–8.000 € nach Wunsch

Hinzu kommen Innenausstattung (Matratze, Decke, meist 50–200 €) und gegebenenfalls Sargschmuck. Bestatter kalkulieren auf Särge teils deutliche Margen – ein Preisvergleich lohnt.

Sargpflicht: Was das Gesetz verlangt

In Deutschland gilt grundsätzlich die Sargpflicht: Verstorbene werden im Sarg transportiert und beigesetzt, auch für die Einäscherung ist ein brennbarer Kremationssarg vorgeschrieben. Für Bestattungen im Leichentuch – etwa aus muslimischer oder jüdischer Tradition – haben die meisten Bundesländer inzwischen Ausnahmen geschaffen; keine Ausnahme von der Sargpflicht bei der Beisetzung erlauben bislang Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Wo Sie den Sarg kaufen – und welche Rechte Sie haben

Die meisten Angehörigen wählen den Sarg aus dem Katalog des Bestatters – bequem, aber nicht immer günstig. Gut zu wissen: Die Sargwahl ist frei. Sie dürfen den Sarg auch bei einem Sargdiscounter oder online kaufen, der Bestatter muss ihn verwenden. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Modell und Größe zur Bestattungsart passen und die Lieferzeit zum Termin. Beim Bestatter wiederum lohnt die Frage nach einer einfacheren Sarglinie – viele zeigen zunächst nur die mittlere und obere Preisklasse.

Im Gesamtbudget denken

Der Sarg ist ein Baustein von vielen: Wie sich die gesamten Bestattungskosten zusammensetzen und wer sie tragen muss, zeigt der Ratgeber Beerdigung: Ablauf, Kosten und wer zahlen muss.

Bestattungskosten absichern

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Alle Bausteine der Vorsorge – vom Vorsorgevertrag bis zur Versicherung – bündelt unsere Übersicht zur Bestattungsvorsorge.

Häufige Fragen zum Sargkauf

Was kostet ein einfacher Sarg?
Ein schlichter Kiefernsarg kostet 400 bis 800 Euro, ein reiner Kremationssarg ab etwa 300 Euro. Nach oben ist die Skala offen.
Braucht man bei einer Feuerbestattung einen Sarg?
Ja, für die Einäscherung ist ein brennbarer Kremationssarg gesetzlich vorgeschrieben – auch wenn danach nur die Urne beigesetzt wird.
Muss ich den Sarg beim Bestatter kaufen?
Nein. Die Sargwahl ist frei; auch online gekaufte Särge muss der Bestatter annehmen. Vergleichen spart hier oft mehrere Hundert Euro.
Gibt es Bestattungen ohne Sarg?
Aus religiösen Gründen erlauben die meisten Bundesländer die Beisetzung im Leichentuch; Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt bestehen bislang auf dem Sarg.
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Tobias Friedrich

Tobias Friedrich

Gründer der Finanzriese GmbH

Tobias Friedrich ist Gründer und Geschäftsführer der Finanzriese GmbH, dem Unternehmen hinter Versicherungsriese.de. Seit der Gründung verfolgt er ein Ziel: Versicherungen für Verbraucher transparent und kostenlos vergleichbar zu machen. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung des Ratgebers und stellt sicher, dass alle Inhalte fachlich fundiert, aktuell und verständlich aufbereitet sind. Sein Anspruch ist ehrliche Orientierung statt Verkaufsdruck.