Das Wichtigste in Kürze
- Mit dem Firmenrechtsschutz Rechner oben berechnen Sie den Beitrag für Ihr Unternehmen und vergleichen die Tarife der Versicherer.
- Die Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten bei Rechtsstreitigkeiten rund um den Betrieb.
- Kernbausteine sind Arbeitsrecht, Vertrags- und Sachenrecht, Steuerrecht und Strafrecht; ein Arbeitsgerichtsprozess kostet schnell 5.000 bis 10.000 Euro.
- Kleine Betriebe und Selbstständige zahlen je nach Branche und Mitarbeiterzahl rund 20 bis 60 Euro im Monat.
Firmenrechtsschutz berechnen: So nutzen Sie den Rechner
Mit dem Rechner oben können Sie Ihren Firmenrechtsschutz schnell berechnen: Branche, Jahresumsatz und Mitarbeiterzahl angeben, gewünschte Bausteine wählen, Tarife mit Deckungssumme und Beitrag vergleichen. Der Vergleich zeigt Tarife für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen bis zum Mittelstand, mit der Option, den privaten Rechtsschutz gleich mit einzuschließen.
Was die Firmenrechtsschutzversicherung abdeckt
Ein Rechtsstreit ist für Unternehmen doppelt teuer: Neben dem eigentlichen Streitwert laufen Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten auf, die auch bei gewonnenem Prozess erst einmal vorgestreckt werden müssen. Die Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten in den versicherten Rechtsbereichen:
- Arbeitsrecht: der häufigste Fall, etwa Kündigungsschutzklagen von Mitarbeitern. Vor dem Arbeitsgericht zahlt in erster Instanz jede Seite ihren Anwalt selbst, auch bei Sieg.
- Vertrags- und Sachenrecht: Streit mit Lieferanten, Kunden oder dem Vermieter der Gewerberäume (je nach Tarifbaustein).
- Steuerrecht: Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt vor dem Finanzgericht.
- Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht: Verteidigung bei betriebsbezogenen Vorwürfen, inklusive Verkehrsrechtsschutz für Firmenfahrzeuge.
Gute Tarife ergänzen eine telefonische Erstberatung durch Anwälte und Mediation, oft lässt sich ein Streit so lösen, bevor er vor Gericht geht.
Was kostet der Firmenrechtsschutz?
Der Beitrag richtet sich nach Branche, Umsatz und Mitarbeiterzahl:
| Betrieb | Typischer Beitrag |
|---|---|
| Solo-Selbstständige / Freiberufler | ≈ 20 bis 35 €/Monat |
| Kleinbetrieb bis 5 Mitarbeiter | ≈ 30 bis 60 €/Monat |
| Betrieb bis 20 Mitarbeiter | ≈ 50 bis 120 €/Monat |
Eine Selbstbeteiligung von 150 bis 500 Euro je Rechtsstreit senkt den Beitrag deutlich und filtert Bagatellfälle heraus. Zum Vergleich: Schon ein durchschnittlicher Arbeitsgerichtsprozess kostet mit eigenem Anwalt schnell 5.000 Euro, ein Streit über zwei Instanzen ein Vielfaches. Was Prozesse im Detail kosten, zeigt unser Prozesskosten-Rechner.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Deckungssumme: mindestens 300.000 Euro je Rechtsstreit, besser unbegrenzt in Europa.
- Wartezeiten: In den meisten Bereichen gelten 3 Monate; der Vertrag sollte also stehen, bevor sich ein Streit abzeichnet. Bereits laufende Streitigkeiten sind nie versichert.
- Arbeitsrecht immer einschließen: Sobald Sie auch nur einen Mitarbeiter beschäftigen, ist das der wichtigste und am häufigsten genutzte Baustein.
- Privat und Firma kombinieren: Selbstständige können den privaten Rechtsschutz meist günstig mitversichern; die Kombi ist oft billiger als zwei getrennte Verträge bei verschiedenen Versicherern.
Mehr zu Bausteinen und Leistungen lesen Sie im Ratgeber zum Firmenrechtsschutz; für den betrieblichen Rundumschutz gehört daneben eine Betriebshaftpflichtversicherung in jedes Unternehmen.
