Das Wichtigste in Kürze
- Als Oldtimer gilt ein Fahrzeug, das mindestens 30 Jahre alt ist, weitgehend im Originalzustand und in gutem Erhaltungszustand.
- Mit einem H-Kennzeichen zahlen Sie eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro im Jahr und dürfen in Umweltzonen fahren.
- Für die Einstufung als Oldtimer brauchen Sie ein Gutachten nach § 23 StVZO. Ein Wertgutachten kostet meist 300 bis 500 Euro.
- Spezielle Oldtimer-Tarife sind oft günstig, knüpfen aber an Bedingungen wie ein Zweitfahrzeug, eine Garage und eine begrenzte Fahrleistung.
Ein Oldtimer ist mehr als ein Auto, er ist ein Stück Geschichte auf Rädern. Damit der Liebhaber nicht auf hohen Kosten sitzen bleibt, gibt es eigene Versicherungslösungen. Welche Voraussetzungen das H-Kennzeichen hat und worauf Sie bei der Oldtimer-Versicherung achten sollten, klärt dieser Ratgeber.
Das H-Kennzeichen und seine Voraussetzungen
Das H-Kennzeichen, das H steht für historisch, ist der Schlüssel zu den Vorteilen eines Oldtimers. Damit Sie es bekommen, muss Ihr Fahrzeug mehrere Bedingungen erfüllen:
- mindestens 30 Jahre seit der Erstzulassung
- weitgehend originaler Zustand, nur zeitgenössische Umbauten erlaubt
- gepflegter, verkehrssicherer Erhaltungszustand
- positives Gutachten nach § 23 StVZO durch einen anerkannten Sachverständigen
Mit dem H-Kennzeichen gilt eine pauschale Kfz-Steuer von 191,73 Euro im Jahr, und Sie dürfen auch in Umweltzonen fahren.
Wertgutachten: warum es sich lohnt
Für die Kaskoversicherung ist der Wert des Oldtimers entscheidend. Ein Wertgutachten dokumentiert ihn und schützt Sie im Schadenfall vor Streit. Ein vollständiges Gutachten kostet im Schnitt 300 bis 500 Euro, ein Kurzgutachten weniger. Auf dieser Basis vereinbaren Sie eine feste Versicherungssumme, sodass Ihnen im Totalschaden der tatsächliche Wert ersetzt wird und nicht ein geschätzter Restwert.
Was Oldtimer-Tarife besonders macht
Oldtimer werden meist wenig und besonders pfleglich bewegt, weshalb das Schadenrisiko niedrig ist. Das spiegelt sich in günstigen Pauschalbeiträgen wider. Im Gegenzug knüpfen Versicherer den Schutz an Bedingungen:
Oldtimer richtig versichern
Vergleichen Sie spezielle Oldtimer-Tarife und sichern Sie Ihr Liebhaberstück zum dokumentierten Wert ab.
Saisonkennzeichen für den Sommerklassiker
Die meisten Oldtimer kommen nur bei schönem Wetter aus der Garage. Ein Saisonkennzeichen lässt sich mit dem H-Kennzeichen kombinieren, sodass Sie Steuer und Beitrag nur für die Nutzungsmonate zahlen. Wer den Wagen etwa von April bis Oktober bewegt, spart so spürbar gegenüber der ganzjährigen Zulassung. In der Winterpause greift in vielen Tarifen eine beitragsfreie Ruheversicherung.
Das Wertgutachten ist Ihr bester Schutz
Beim Oldtimer steckt der Wert nicht im Listenpreis, sondern im Zustand. Ohne aktuelles Wertgutachten streiten Sie im Schadenfall um jeden Euro. Lassen Sie den Wagen alle paar Jahre neu begutachten, gerade nach einer Restaurierung. So ist im Ernstfall klar, was Ihr Schatz wert ist.

