Das Wichtigste in Kürze
- Die Gewässerschadenhaftpflicht zahlt für Schäden an Boden und Grundwasser, wenn wassergefährdende Stoffe austreten – vor allem Heizöl aus dem Öltank.
- Nach § 89 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) haftet der Tankbesitzer verschuldensunabhängig und der Höhe nach unbegrenzt.
- Eine Bodensanierung wird schnell fünf- bis sechsstellig – der Beitrag liegt dagegen oft nur bei 30 bis 80 Euro im Jahr.
- Bei kleinen Tanks ist das Risiko manchmal in der Privathaftpflicht enthalten. Prüfen Sie Ihren Tarif – bei größeren oder unterirdischen Tanks braucht es meist einen eigenen Vertrag.
Gewässerschadenhaftpflicht in wenigen Minuten berechnen
Mit dem Rechner oben ermitteln Sie den Beitrag für Ihre Gewässerschadenhaftpflicht. Sie geben die Eckdaten Ihres Öltanks an und erhalten passende Tarife im Vergleich – kostenlos und unverbindlich.
Was deckt die Gewässerschadenhaftpflicht ab?
Läuft Heizöl aus, versickert es im Boden und kann das Grundwasser verunreinigen. Die Versicherung übernimmt dann die Kosten, die zur Beseitigung des Schadens nötig sind:
- Sanierung und Bodenaushub sowie die Entsorgung des belasteten Erdreichs als Sondermüll.
- Reinigung und Rettungskosten, um eine weitere Ausbreitung zu stoppen.
- Kosten für Sachverständige und Schäden an fremdem Eigentum.

Warum die Haftung so weit reicht
Der entscheidende Punkt ist die Rechtsgrundlage. Nach § 89 des Wasserhaushaltsgesetzes trifft den Inhaber einer Anlage – also den Öltank-Besitzer – eine Gefährdungshaftung. Das heißt: Sie haften auch dann, wenn Sie gar kein Verschulden trifft, und der Höhe nach unbegrenzt. Schon ein Liter Heizöl kann große Mengen Grundwasser gefährden. Genau dieses unbegrenzte Risiko fängt die Gewässerschadenhaftpflicht ab.
Wer braucht die Versicherung?
Wichtig ist der Schutz vor allem für Hausbesitzer mit Heizöltank sowie für Betriebe und Landwirte, die mit wassergefährdenden Stoffen umgehen. Häufig ist ein Öltank in der Privathaftpflicht kostenlos mitversichert – aber nur bis zu einer bestimmten Tankgröße, je nach Anbieter etwa 3.000 bis 5.000 Liter. Eine eigene Gewässerschadenhaftpflicht brauchen Sie vor allem, wenn
- der Tank größer ist als die Grenze in Ihrem Privathaftpflicht-Tarif,
- er unterirdisch liegt und dadurch schlechter zu kontrollieren ist,
- Sie den Tank gewerblich nutzen oder er im Wasserschutzgebiet liegt.
Ein Blick in Ihre bestehende Privathaftpflicht zeigt, ob und bis zu welcher Tankgröße der Öltank dort schon eingeschlossen ist.

Was kostet der Schutz?
Die Gewässerschadenhaftpflicht ist günstig. Für einen kleinen Heizöltank liegt der Beitrag oft zwischen 30 und 80 Euro im Jahr. Oberirdische Tanks sind dabei günstiger als unterirdische, weil das Leck bei ihnen schneller auffällt. Der Preis richtet sich vor allem nach Tankgröße, Bauart und Lage.
Ein kleines Leck, hohe Kosten
Schon ein unbemerkt austretender Öltank kann eine Bodensanierung im fünf- bis sechsstelligen Bereich auslösen. Weil Sie dafür unbegrenzt haften, ist der niedrige Jahresbeitrag gut angelegt.
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