Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mofa fährt bauartbedingt bis 25 km/h und braucht eine Haftpflichtversicherung mit Versicherungskennzeichen.
- Die Plakette wechselt jedes Jahr die Farbe. Ab März 2026 gilt Schwarz.
- Weil das Mofa langsam ist, ist es besonders günstig: Die Haftpflicht kostet oft nur ab rund 40 Euro im Jahr.
- Zum Fahren genügt ab 15 Jahren die Mofa-Prüfbescheinigung, kein vollwertiger Führerschein.
- Fahren ohne gültiges Kennzeichen ist eine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit.
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Was zählt als Mofa?
Ein Mofa ist ein einsitziges Kleinkraftrad mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Der Name kommt von „Motor-Fahrrad“. Damit ist das Mofa das langsamste der versicherungspflichtigen Kleinkrafträder – langsamer als ein Moped, das bis 45 km/h fährt.
Genau diese niedrige Geschwindigkeit macht das Mofa besonders günstig in der Versicherung. Zum Fahren reicht ab 15 Jahren die Mofa-Prüfbescheinigung. Wer vor 1965 geboren wurde oder bereits einen Führerschein besitzt, braucht sie nicht.
Das Versicherungskennzeichen und die Jahresfarbe
Ein Mofa meldet man nicht bei einer Behörde an. Der Versicherungsnachweis ist das Versicherungskennzeichen, eine kleine, selbstklebende Plakette am Heck. Sie zeigt, dass für das Mofa eine Haftpflichtversicherung besteht.

Das Versicherungsjahr läuft vom 1. März bis Ende Februar. Passend dazu wechselt das Kennzeichen jährlich die Farbe:
- Ab März 2025: grün
- Ab März 2026: schwarz
- Ab März 2027: blau
Ein grünes Kennzeichen verliert am 1. März 2026 seine Gültigkeit. Da sich der Schutz nicht automatisch verlängert, schickt Ihnen der Versicherer bei laufendem Vertrag rechtzeitig ein neues Kennzeichen in der aktuellen Farbe.
Was kostet eine Mofaversicherung?
Das Mofa ist der günstigste Fall unter den Kleinkrafträdern. Die reine Haftpflicht beginnt oft schon bei rund 40 Euro im Jahr. Weil das Mofa nur 25 km/h fährt, ist das Unfallrisiko und damit der Beitrag niedriger als beim schnelleren Moped.
Für die Plakette selbst zahlen Sie nichts zusätzlich – sie ist im Jahresbeitrag enthalten.
Haftpflicht oder Teilkasko?
Die Haftpflicht ist Pflicht und übernimmt Schäden, die Sie mit dem Mofa anderen zufügen. Die freiwillige Teilkasko deckt Schäden am eigenen Mofa – vor allem Diebstahl, außerdem Brand, Explosion und Naturgewalten.
Ob sich die Teilkasko lohnt, hängt vom Wert des Mofas ab. Bei einem alten, günstigen Modell genügt meist die Pflicht-Haftpflicht. Bei einem neuwertigen Mofa schützt die Teilkasko vor allem gegen Diebstahl.
| Haftpflicht (Pflicht) | Teilkasko (freiwillig) | |
|---|---|---|
| Schäden an anderen | ja | – |
| Diebstahl des Mofas | – | ja |
| Brand und Explosion | – | ja |
| Sturm, Hagel, Überschwemmung | – | ja |
Ohne gültiges Kennzeichen ist es eine Straftat
Wer sein Mofa ohne gültiges Versicherungskennzeichen fährt, macht sich strafbar – nach dem Pflichtversicherungsgesetz drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Das Gleiche gilt, wenn die Farbe des Kennzeichens veraltet ist. Achten Sie deshalb auf den pünktlichen Wechsel zum 1. März.

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