Schaden­versicherung:einfach erklärt

Die Schadenversicherung ersetzt den konkret entstandenen Vermögensschaden – höchstens bis zur Höhe des tatsächlichen Schadens.

Kategorie: Deckung
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Versicherungsnehmer – Definition

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schadenversicherung ersetzt den tatsächlich entstandenen Schaden – höchstens bis zur Versicherungssumme.
  • Sie folgt dem Prinzip der konkreten Bedarfsdeckung.
  • Es gilt das Bereicherungsverbot: Sie sollen keinen Gewinn aus dem Schaden ziehen.
  • Das Gegenstück ist die Summenversicherung mit einer festen, vereinbarten Leistung.

Was ist eine Schadenversicherung?

Die Schadenversicherung ist ein Versicherungsvertrag, bei dem der Versicherer den durch den Versicherungsfall tatsächlich entstandenen Vermögensschaden ersetzt. Die Höhe der Versicherungsleistung hängt also von der tatsächlichen Schadenhöhe ab – man spricht vom Prinzip der konkreten Bedarfsdeckung. Ersetzt wird höchstens die vereinbarte Versicherungssumme, meist bezogen auf den Neuwert oder Versicherungswert nach dem VVG.

Beherrschend ist dabei das Bereicherungsverbot: Der Versicherungsnehmer darf durch die Leistung keinen Vermögensvorteil erlangen, sondern nur so gestellt werden, wie er ohne den Schaden stünde. Das verhindert, dass jemand einen Schaden absichtlich herbeiführt, um daran zu verdienen.

Beispiele und Varianten

Zu den Schadenversicherungen zählen die meisten Versicherungsformen im Sachbereich. Typische Beispiele sind:

Wie viel der Versicherer zahlt, richtet sich nach der Höhe des Schadens – etwa nach Neuwert oder Zeitwert der beschädigten Sache. Als Versicherungsformen gibt es je nach Bezug zur Versicherungssumme die Vollwertversicherung, die Erstrisikoversicherung und die Bruchteilversicherung sowie die unbegrenzte Interessenversicherung. Die Entschädigung kann durch Selbstbehalte oder Franchisen begrenzt sein, die im Vertrag festgelegt werden.

Schadenversicherung und Summenversicherung

Das Gegenstück ist die Summenversicherung. Der Unterschied liegt darin, wovon die Leistung abhängt:

Merkmal Schadenversicherung Summenversicherung
Leistung ersetzt den tatsächlichen Schaden zahlt die vereinbarte Summe
Prinzip konkrete Bedarfsdeckung abstrakte Bedarfsdeckung

Sie gleicht den konkreten Verlust aus, während die Summenversicherung unabhängig davon eine feste Leistung zahlt.

Häufige Fragen zur Schadenversicherung

Was ist eine Schadenversicherung?
Sie ersetzt den durch den Versicherungsfall tatsächlich entstandenen Vermögensschaden, höchstens bis zur Versicherungssumme. Es gilt das Prinzip der konkreten Bedarfsdeckung.
Was bedeutet das Bereicherungsverbot?
Der Versicherungsnehmer darf durch die Leistung keinen Gewinn erzielen, sondern wird nur so gestellt, wie er ohne den Schaden stünde.
Was ist der Unterschied zur Summenversicherung?
Die Schadenversicherung ersetzt den realen Verlust. Die Summenversicherung zahlt die vereinbarte Summe unabhängig von der Höhe des Schadens.
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