Versicherungsprämie:einfach erklärt

Die Versicherungsprämie ist der Beitrag, den der Versicherungsnehmer regelmäßig für den Versicherungsschutz zahlt.

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Versicherungsnehmer – Definition

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Versicherungsprämie ist der Beitrag, den der Versicherungsnehmer für den Versicherungsschutz zahlt.
  • Sie setzt sich aus einem Risikoanteil und einem Kostenanteil zusammen.
  • Die Höhe der Prämie hängt vor allem von Risiko und Versicherungssumme ab.
  • Gezahlt wird die Prämie je nach Vertrag monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich.

Was ist die Versicherungsprämie?

Die Versicherungsprämie ist die Gegenleistung des Versicherungsnehmers für den Versicherungsschutz, den der Versicherer im Versicherungsvertrag gewährt. Man spricht auch von Versicherungsprämie oder Versicherungsbeitrag; umgangssprachlich heißt sie kurz Beitrag – gemeint ist der Betrag, den man für den in bestimmten Bedingungen festgelegten Versicherungsschutz zahlen muss. Alle Informationen dazu und besondere Vereinbarungen stehen im Versicherungsschein. Ohne die rechtzeitige Zahlung an den Versicherer besteht kein Versicherungsschutz. Die Versicherung leistet dann im Schadenfall nicht.

Die Höhe des Beitrags wird bei Vertragsabschluss individuell festgelegt. Sie richtet sich danach, wie hoch die Versicherung die Gefahr einschätzt und welche Leistung im Versicherungsfall vereinbart ist. Je größer die Gefahr und die Versicherungssumme, desto höher fällt in der Regel auch der Beitrag aus.

Woraus besteht die Prämie?

Die Versicherungsprämie setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der Risikoanteil deckt die erwarteten Schäden, der Kostenanteil die Verwaltung und den Vertrieb:

Bestandteil Wofür
Risikoanteil (Nettoprämie) deckt die voraussichtlichen Schadenleistungen für Versicherungsfälle
Kostenanteil Abschluss- und Verwaltungskosten des Versicherers
Versicherungsteuer gesetzlicher Steueranteil (bei den meisten Sparten 19 %)

Risiko- und Kostenanteil ergeben zusammen den Nettobeitrag; mit der Versicherungsteuer wird daraus die Bruttoprämie, die der Versicherungsnehmer tatsächlich zahlt. Der Risikoanteil, auch Nettoprämie oder Nettobeitrag genannt, muss so hoch sein, dass er die erwarteten Versicherungsleistungen für alle Schäden deckt.

Welche Faktoren bestimmen die Höhe?

Welche Versicherungsprämie der Versicherer verlangt, hängt von mehreren Faktoren ab. Sie bewerten, wie wahrscheinlich und wie teuer ein Schadenfall ist:

  • Versicherte Gefahr: eine höhere Gefahr führt zu einer höheren Versicherungsprämie.
  • Versicherungssumme: eine höhere Summe bedeutet in der Regel eine höhere Zahlung.
  • Selbstbeteiligung: ein vereinbarter Selbstbehalt senkt den Beitrag.
  • Persönliche Merkmale: je nach Sparte etwa Alter, Wohnort, Beruf oder Schadenfreiheit.

Wie wird die Prämie berechnet?

Für die Berechnung der Versicherungsprämie schätzt die Versicherungsgesellschaft während der Laufzeit, wie häufig und wie teuer ein Schaden voraussichtlich eintritt. Aus dieser Wahrscheinlichkeit und der Schadenhöhe wird der Risikoanteil berechnet – er muss die erwarteten Versicherungsleistungen decken. Dazu kommen die Kosten für Verwaltung und Abschluss sowie die Versicherungsteuer. Ein Beispiel: Zwei identische Autos kosten bei der Versicherung unterschiedlich viel, wenn der eine Halter in einer Region mit vielen Schäden wohnt und der andere nicht.

Prämie, Beitrag oder Versicherungsbeitrag?

Die Begriffe Prämie, Beitrag und Versicherungsbeitrag bezeichnen dasselbe: den Betrag, den der Versicherungsnehmer an die Versicherung zahlt. Früher bezeichnete man ihn vor allem als Prämie, heute sprechen viele Versicherer vom Beitrag. Wichtig ist die Unterscheidung von Netto und Brutto: Der Nettobeitrag ist der reine Risiko- und Kostenanteil, der Bruttobeitrag enthält zusätzlich die gesetzliche Versicherungsteuer.

Zahlung der Prämie: Erst- und Folgeprämie

Die vertraglich vereinbarte Versicherungsprämie wird je nach Vertrag monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gezahlt. Die erste Zahlung nach Abschluss heißt Erstprämie, jede weitere ist eine Folgeprämie. Wichtig: Der Versicherungsschutz beginnt erst, wenn die Erstprämie rechtzeitig beim Versicherer eingegangen ist. Bleibt eine Folgeprämie aus, kann der Versicherer nach einer Mahnung die Leistung verweigern oder den Vertrag kündigen.

Gut zu wissen

Wer den Beitrag jährlich statt monatlich zahlt, spart bei vielen Versicherern den Ratenzahlungszuschlag – oft mehrere Prozent des Beitrags.

Wann sich die Versicherungsprämie ändert

Die Höhe der Zahlung ist nicht für immer festgelegt. Steigen bei einer Versicherung die Schäden oder die Kosten, kann die Gesellschaft sie im Rahmen einer Beitragsanpassung erhöhen. Umgekehrt sinkt der Beitrag oft, wenn Sie schadenfrei bleiben – etwa in der Kfz-Versicherung über eine bessere Einstufung. Was eine Änderung bedeutet und ab wann sie gilt, teilt der Versicherer schriftlich mit; in bestimmten Fällen entsteht dabei ein Sonderkündigungsrecht.

Häufige Fragen zur Versicherungsprämie

Was ist eine Versicherungsprämie?
Die Versicherungsprämie ist der Beitrag, den der Versicherungsnehmer für den Versicherungsschutz zahlt. Sie ist die Gegenleistung für die Leistung, die der Versicherer im Versicherungsfall erbringt.
Wie setzt sich die Prämie zusammen?
Aus dem Risikoanteil (Nettoprämie) für die erwarteten Schäden und dem Kostenanteil für Verwaltung und Vertrieb. Zusammen mit der Versicherungsteuer ergibt sich die Bruttoprämie.
Wovon hängt die Höhe der Prämie ab?
Vor allem vom versicherten Risiko und der Versicherungssumme. Auch Selbstbeteiligung sowie persönliche Merkmale wie Alter, Wohnort oder Schadenfreiheit spielen eine Rolle.
Wann muss die Prämie gezahlt werden?
Je nach Vertrag monatlich bis jährlich. Die Erstprämie muss rechtzeitig gezahlt werden, damit der Versicherungsschutz beginnt.
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