Das Wichtigste in Kürze
- Ein Risikoausschluss ist eine Gefahr, die vom Versicherungsschutz ausdrücklich ausgenommen ist.
- Für ausgeschlossene Schäden zahlt der Versicherer nicht.
- Ausschlüsse machen das Risiko kalkulierbar und halten die Prämie bezahlbar.
- Sie stehen im Versicherungsschein oder in den Versicherungsbedingungen.
Was ist ein Risikoausschluss?
Ein Risikoausschluss beschreibt eine Situation, in der der Versicherer für einen bestimmten Schaden nicht aufkommt, weil das zugrunde liegende Risiko vom Versicherungsschutz nicht umfasst ist. Der Ausschluss grenzt also ein, wofür die Versicherung gerade nicht leistet. Man spricht auch von einem Deckungsausschluss der Versicherung.
Der Zweck ist einfach: Durch den Ausschluss einzelner, kaum kalkulierbarer Risiken wird das Ganze für den Versicherer berechenbar. Nur so lassen sich die Prämien risikogerecht bestimmen und überhöhte Kosten für alle Versicherten vermeiden. Er ist damit kein Nachteil aus Willkür, sondern die Grundlage einer fairen Kalkulation.
Primäre und sekundäre Risikoausschlüsse
Fachlich unterscheidet man zwei Arten:
| Art | Bedeutung |
|---|---|
| primärer Risikoausschluss | ergibt sich aus der positiven Risikobeschreibung – alles, was dort nicht genannt ist, ist nicht versichert. |
| sekundärer Risikoausschluss | eine ausdrücklich im Versicherungsschein oder in den Bedingungen genannte Ausnahme (auch sekundäre Risikobegrenzung). |
Für Sie als Kunde sind vor allem die sekundären Ausschlüsse wichtig, weil sie schwarz auf weiß in Ihrem Vertrag stehen. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen zeigt, welche Punkte ausgenommen sind.
Typische Beispiele
- Krieg, innere Unruhen oder Kernenergie – klassische Ausschlüsse in fast jeder Police.
- Vorsätzlich herbeigeführte Schäden sind grundsätzlich nicht versichert.
- Erdbeben oder andere Elementargefahren, sofern nicht ausdrücklich eingeschlossen.
- Extremsportarten in der Unfallversicherung.
Gut zu wissen
Verwechseln Sie den Risikoausschluss nicht mit dem Risikozuschlag: Beim Ausschluss ist eine Gefahr komplett ungedeckt, beim Zuschlag zahlen Sie einen höheren Beitrag und behalten dafür den vollen Schutz. Manche Ausschlüsse lassen sich gegen Mehrbeitrag doch einschließen.
Risikoausschluss, Prämie und Schadensfall
Risikoausschlüsse wirken sich direkt auf die Versicherungsprämien aus. Weil bestimmte Risiken nicht abgedeckt sind, bleibt der Versicherungsvertrag für den Anbieter kalkulierbar und der Beitrag günstiger. Im Versicherungsvertrag ist genau festgelegt, welche Risiken die Versicherung umfasst und welche nicht. Tritt im Schadensfall eine ausgeschlossene Gefahr ein, wird der dadurch verursachte Schaden nicht ersetzt.
Ein Ausschluss zeigt dem Versicherer und dem Kunden klar die Grenzen des Versicherungsschutzes: Bestimmte Risiken bleiben vom Versicherungsschutz ausgenommen, etwa vorsätzlich verursachte Schäden, damit die Versicherungsprämien für alle Versicherten fair bleiben.
Häufige Fragen zum Risikoausschluss
Was ist ein Risikoausschluss?
Warum gibt es Risikoausschlüsse?
Wo finde ich die Ausschlüsse meines Vertrags?
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