Das Wichtigste in Kürze
- Der Bestattungsvorsorgevertrag regelt Wünsche und Finanzierung der Bestattung mit dem Bestatter.
- Das Geld wird auf ein insolvenzgeschütztes Treuhandkonto eingezahlt.
- Es ist keine Gesundheitsprüfung nötig.
- Die Einlage gilt als geschütztes Schonvermögen.
Bestattungsvorsorgevertrag Vergleich: So finden Sie den passenden Tarif
Wer das volle Kapital sofort einsetzen kann, sichert mit dem Treuhandkonto die Bestattungskosten ohne Umwege. Beim Bestattungsvorsorgevertrag Vergleich zählen der Insolvenzschutz der Treuhand, die Verzinsung und die Bindung an einen Bestatter.

Achten Sie beim Bestattungsvorsorgevertrag Vergleich vor allem auf diese Kriterien:
| Vergleichskriterium | Warum es zählt |
|---|---|
| Treuhandverwaltung | seriöse, insolvenzgeschützte Treuhandstelle |
| Insolvenzschutz | Geld auch bei Bestatter-Insolvenz sicher |
| Einmalzahlung oder Raten | volles Kapital sofort verfügbar |
| Verzinsung | Werterhalt der Einlage |
| Wünsche & Bestatterbindung | festgelegter Ablauf, Anbieterwahl |
Wichtig ist beim Bestattungsvorsorgevertrag Vergleich, nicht allein den Beitrag, sondern das gesamte Leistungspaket, die Bedingungen und die Anbieterqualität zu betrachten.
Auf den Treuhandschutz achten
Beim Bestattungsvorsorgevertrag ist der Insolvenzschutz entscheidend: Das Geld muss über eine seriöse Treuhandstelle verwaltet werden, damit es selbst bei einer Insolvenz des Bestatters sicher ist. Vergleichen Sie auch die Verzinsung und ob Sie an einen bestimmten Bestatter gebunden sind – Flexibilität ist hier ein echter Vorteil.
Was ist ein Bestattungsvorsorgevertrag?
Der Bestattungsvorsorgevertrag wird mit einem Bestattungsunternehmen geschlossen und hält die gewünschten Leistungen – Bestattungsart, Sarg oder Urne, Trauerfeier, Grabgestaltung – verbindlich fest. Das dafür vorgesehene Geld zahlen Sie auf ein Treuhandkonto ein, das von einer eigenständigen Treuhandstelle verwaltet wird. Im Todesfall begleicht die Treuhand die Bestatterrechnung.
Insolvenzschutz und Treuhand
Der zentrale Vorteil ist die Sicherheit der Einlage: Da das Geld nicht beim Bestatter, sondern bei einer Treuhandstelle liegt, bleibt es auch bei dessen Insolvenz geschützt und ist zweckgebunden. Anders als bei der Sterbegeldversicherung ist keine Gesundheitsprüfung nötig, und das volle Kapital steht sofort zur Verfügung.
Schonvermögen im Sozialhilfebezug
Eine angemessene Bestattungsvorsorge auf dem Treuhandkonto zählt zum geschützten Schonvermögen und muss auch bei Bezug von Sozialhilfe nicht aufgelöst werden.
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Für wen der Bestattungsvorsorgevertrag sinnvoll ist
Der Bestattungsvorsorgevertrag eignet sich für alle, die vorhandenes Kapital gezielt für die Bestattung einsetzen und zugleich ihre Wünsche konkret festlegen wollen. Wer kein Kapital auf einmal binden möchte oder lieber in Raten zahlt, ist mit der Sterbegeldversicherung besser bedient. Beide Wege lassen sich auch kombinieren.
Vorteile
- Keine Gesundheitsprüfung
- Volles Kapital sofort wirksam
- Wünsche verbindlich geregelt
Nachteile
- Kapital muss vorhanden sein
- Mögliche Bestatterbindung
- Verzinsung je nach Anbieter
Kosten und Ablauf
Die Höhe richtet sich nach den vereinbarten Bestattungsleistungen – meist 7.000 bis 10.000 Euro. Sie zahlen den Betrag als Einmalsumme oder in Raten auf das Treuhandkonto ein. Achten Sie auf eine seriöse Treuhandstelle und eine faire Verzinsung zum Werterhalt.
So wählen Sie eine seriöse Treuhandstelle
Der wichtigste Punkt ist die Treuhandstelle: Sie sollte etabliert und insolvenzgeschützt sein – etwa eine anerkannte Treuhand des Bestattungsgewerbes. Das Geld liegt dann getrennt vom Bestatter und ist auch bei dessen Insolvenz sicher. Lassen Sie sich die Verwaltung und die jährliche Verzinsung schriftlich bestätigen.
Was im Vertrag stehen sollte
Ein guter Bestattungsvorsorgevertrag listet die konkreten Leistungen auf: Bestattungsart, Sarg oder Urne, Überführung, Trauerfeier und Grabgestaltung – mit Preisen. So vermeiden Angehörige spätere Zuzahlungen. Klären Sie zudem, ob Sie an einen bestimmten Bestatter gebunden sind und wie flexibel sich Wünsche später ändern lassen.
Treuhand oder Sterbegeldversicherung?
Das Treuhandkonto punktet mit vollem Kapitaleinsatz ab dem ersten Tag und ohne Gesundheitsprüfung – setzt aber vorhandenes Vermögen voraus. Die Sterbegeldversicherung erlaubt kleine monatliche Raten, hat dafür Wartezeiten und geringere Rendite. Wer Kapital hat und Wünsche konkret festlegen will, ist mit der Treuhand meist besser bedient.
Der Ablauf im Todesfall
Tritt der Todesfall ein, melden sich die Angehörigen oder der beauftragte Bestatter bei der Treuhandstelle. Diese prüft den Vorsorgevertrag und zahlt das verwaltete Guthaben zweckgebunden für die vereinbarten Bestattungsleistungen aus – ohne dass auf den Erbschein gewartet werden muss.

Da die Leistungen bereits konkret festgelegt sind, entfällt für die Angehörigen die schwierige Entscheidungslast im Trauerfall. Sie müssen weder Summen vorstrecken noch Bestattungsdetails aushandeln. Genau diese Entlastung – finanziell wie emotional – ist der Kernvorteil des Bestattungsvorsorgevertrags.
Kosten anpassen und Inflation berücksichtigen
Bestattungskosten steigen über die Jahre. Ein guter Vorsorgevertrag berücksichtigt das durch eine Verzinsung der Treuhandeinlage, die den Werterhalt sichert, oder durch die Möglichkeit, später nachzuzahlen.
Prüfen Sie regelmäßig, ob die hinterlegte Summe noch zu den aktuellen Preisen passt – insbesondere bei Friedhofsgebühren und Steinmetzleistungen, die regional stark gestiegen sind. So vermeiden Sie, dass die Angehörigen trotz Vorsorge eine Differenz zuzahlen müssen.
Eigene Bestattung planen: Wünsche festlegen und Angehörige entlasten
Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag können Sie Ihre eigene Bestattung schon zu Lebzeiten planen und alle persönlichen Wünsche vertraglich festlegen. Sie bestimmen die Art der Bestattung – ob Erdbestattung, Feuer- oder Seebestattung –, den Ablauf der Trauerfeier und Beisetzung sowie Details wie Sarg, Blumen und Musik. Diese Wünsche für die eigene Beerdigung werden schriftlich festgehalten und sind für den Bestatter bindend. So muss niemand im Trauerfall raten, was Sie sich gewünscht hätten.
| Weg der Vorsorge | Merkmal |
|---|---|
| Sterbegeldversicherung | feste Auszahlung im Todesfall |
| Treuhand / Vorsorgevertrag | Geld zweckgebunden hinterlegt |
| Todesfallversicherung | Risikoschutz für die Hinterbliebenen |
Der zweite Zweck ist die finanzielle Absicherung: Das Geld für die Bestattung wird treuhänderisch hinterlegt, etwa bei der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG, und ist durch die Zweckbindung vor dem Zugriff Dritter geschützt. So entlasten Sie Ihre Angehörigen doppelt – organisatorisch und finanziell. Ein Vorteil gegenüber dem Ersparten: Im Fall einer Pflegebedürftigkeit wird das zweckgebundene Geld in angemessener Höhe nicht als Vermögen auf Sozialleistungen angerechnet, anders als ein Betrag, über den später die Erben verfügen.
Häufige Fragen zum Bestattungsvorsorgevertrag
Was ist ein Bestattungsvorsorgevertrag?
Ist das Geld auf dem Treuhandkonto sicher?
Brauche ich eine Gesundheitsprüfung?
Ist die Einlage vor dem Sozialamt geschützt?
Kann ich in Raten einzahlen?
Bin ich an einen Bestatter gebunden?
Wie funktioniert ein Bestattungsvorsorgevertrag?
Ist ein Bestattungsvorsorgevertrag sinnvoll?
Mehr zum Thema: Sterbegeldversicherung im Test.
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